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Vergleich der Rechtssprache im Deutschen und im Polnischen. Ausgewählte Beispiele aus den Gesetzen der Europäischen Union

Title: Vergleich der Rechtssprache im Deutschen und im Polnischen. Ausgewählte Beispiele aus den Gesetzen der Europäischen Union

Diploma Thesis , 2015 , 71 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Malgorzata Devos (Author)

German Studies - Linguistics
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Das Ziel dieser Arbeit ist die Darstellung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Rechtssprache im Bereich der Grammatik in der deutschen und polnischen Sprache. Die Analyse wird aufgrund der ausgewählten Beispiele aus den Gesetzen der Europäischen Union im Bereich der Menschenrechte durchgeführt. Der Gegenstand der Untersuchung ist nicht zufällig und ohne Grund ausgewählt. Das Thema der Menschenrechte scheint hier optimal als Basis für die Analyse zu fungieren, da sie die Grundrechte des ganzen Rechtswesens sind und dem Recht der Europäischen Union zugrunde liegen.

In der heutigen Welt sind zahlreiche Bereiche der Wissenschaft, Wirtschaft, Technik und auch Hobby zu nennen, die alle Tätigkeiten der Menschen betreffen. In allen diesen Bereichen entwickeln sich spezifische Fachsprachen, die die Kommunikation zwischen den Fachleuten oder Enthusiasten gegebenen Bereichs erleichtern und beschleunigen, aber für die anderen Menschen ein großes Hindernis sind. Es entstehen immer neue Fachsprachen und sie werden immer öfter verwendet, da die Welt und alle ihre Bereiche sich ununterbrochen und dynamisch entwickeln.
Die Fachsprachen dringen sehr schnell und weit in die Alltagssprache ein. Jeder Bereich ändert die Standardsprache mithilfe seiner eigenen Sprachvarietät. Die Menschen bemerken diese sprachlichen Prozesse überhaupt nicht, obwohl sie auch verschiedene Fachbegriffe jeden Tag verwenden, da die Grenzen zwischen Standard- und Fachsprache durchlässig und fließend sind. Die Standard- und Fachsprache evolvieren fortdauernd und beeinflussen sich gegenseitig. Die Entwicklung der Sprachen läuft dynamisch ab und ist ein komplizierter, ununterbrochener Prozess. Aus diesem Grund müssen die Wörterbücher, Lexika und Enzyklopädien sowohl der Standard-, als auch der Fachsprachen ständig aktualisiert werden.
Die Fachsprachen charakterisiert vor allem der Fachwortschatz. Sie enthalten oft lange Komposita und Wortzusammensetzungen, die näher und genauer den Gegenstand beschreiben. Grund dafür sind die komplexen Sachverhalte, die Präzision und Genauigkeit erfordern. Als gutes Beispiel dafür kann hier die Sprache der Mediziner dienen, da sie die bestimmten, auch lateinischen Ausdrücke verwenden, die die menschlichen Organe und alle biochemischen Prozesse bezeichnen. Andere Menschen kennen diese Wendungen überhaupt nicht oder nur aus dem Biologieunterricht und verwenden solche Begriffe, ohne Kenntnis ihrer Bedeutung, selten, z.B. bei dem Arztbesuch.

Die Fachsprache des Rechtswesens hat auch eine Metasprache – die juristische Fachsprache. Das ist eine spezifische Sprache, die die Menschen verwenden, um das Recht zu interpretieren, und in der die Juristen sich über die rechtlichen Angelegenheiten zu äußern. Sie wird auch als „Juristen-Jargon“ bezeichnet, aber diese Beschreibung ist für einige Menschen mit negativen Konnotationen verbunden und kann beleidigend wirken. Die juristische Fachsprache unterscheidet sich nicht sehr von der Standardsprache, beinhaltet aber die Fachbegriffe und betrifft bestimmte Themen nur aus dem rechtlichen Bereich.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einführung

1. Konfrontative Linguistik

2. Standardsprache und Fachsprache

2.1. Definitionen

2.2. Merkmale

3. Rechtssprache und juristische Fachsprache

3.1. Definitionen

3.2. Merkmale

4. Empirischer Teil

4.1. Ziele, Material und Methode

4.2. Ergebnisse und Auswertung

Schlusswort

Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Rechtssprache im Bereich der Grammatik zwischen dem Deutschen und dem Polnischen unter Anwendung einer konfrontativen Analyse darzustellen. Hierbei dienen ausgewählte Rechtstexte der Europäischen Union, speziell im Kontext der Menschenrechte, als Untersuchungsgrundlage, um Hilfestellungen für ausländische Lerner bei der Sprachproduktion zu entwickeln.

  • Konfrontative Sprachanalyse von Rechtstexten
  • Untersuchung deutscher und polnischer Grammatikstrukturen
  • Kategorisierung von Fachsprachenmerkmalen (Komposition, Derivation, Konversion)
  • Vergleich der Charta der Grundrechte in zwei Sprachversionen
  • Identifikation terminologischer Äquivalenzen und Diskrepanzen

Auszug aus dem Buch

Die Fachsprache unterscheidet sich deutlich von der Standardsprache auch in dem Bereich der Syntax.

Die Passivkonstruktionen werden oft in den Fachtexten verwendet, weil dort ein hoher Grad der Anonymisierung und der Objektivität erfordert wird (vgl. Busse 1998: 26). Die Handlung und die Information, die die Texte vermitteln, sind wichtiger als die Person, die sie verfasst hat. Auch aus diesem Grund treten oft Sätze mit „man“ auf. Die Fachtexte sind deskriptiv. Sie sollen objektive und möglichst detaillierte Darstellung eines Sachverhaltes vermitteln und weitere Handlungsweise empfehlen. Die Verständlichkeit dieser Texte ist auf eine bestimmte Gruppe der Empfänger bezogen. Für andere Menschen können sie unverständlich oder schwierig zu entziffern sein.

Im Rechtswesen funktioniert, genauso wie in anderen Bereichen des menschlichen Lebens, eine Fachsprache – die Rechtssprache. Die Rechtssprache ist eine Sprache, in der die Rechtsvorschriften und -normen formuliert werden. Sie ist auch in allen Rechtstexten enthalten, in der Konstitution, in den Gesetzen und in den Verordnungen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Dynamik der Fachsprachen in der modernen Welt und führt in die spezifische Rolle der Rechtssprache ein, die durch hohe Präzision und Anonymität gekennzeichnet ist.

1. Konfrontative Linguistik: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen der konfrontativen Linguistik als Methode zur Erforschung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen verschiedenen Sprachen.

2. Standardsprache und Fachsprache: Es werden die theoretischen Abgrenzungen zwischen allgemeiner Standardsprache und spezifischen Fachsprachen sowie deren konstitutive Merkmale analysiert.

3. Rechtssprache und juristische Fachsprache: Die Untersuchung befasst sich hier mit der differenzierten Betrachtung von Rechtssprache als Sprache der Normsetzung und der juristischen Fachsprache als Metasprache der Rechtsinterpretation.

4. Empirischer Teil: Der Hauptteil beinhaltet die konkrete Analyse und den Vergleich grammatikalischer Strukturen innerhalb der Charta der Grundrechte sowie die Auswertung der Ergebnisse.

Schlüsselwörter

Rechtssprache, juristische Fachsprache, konfrontative Linguistik, Grammatik, Charta der Grundrechte, Wortbildung, Komposition, Derivation, Konversion, Sprachvergleich, Europäische Union, Fachwortschatz, Menschenrechte, Syntax, Sprachäquivalenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die syntaktischen und grammatikalischen Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten der deutschen und polnischen Rechtssprache.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die kontrastive Analyse, die Wortbildungslehre im juristischen Kontext und die linguistische Erforschung von Rechtstexten.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist die Identifikation grammatikalischer Besonderheiten in den EU-Grundrechten, um Hilfsmittel für Lerner der jeweiligen Zielsprache zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die konfrontative Linguistik angewendet, ergänzt durch eine morphologische Analyse von Komposition, Derivation und Konversion in Rechtstexten.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Analyse von Wortbildungsmechanismen wie Komposita, Präfixen und Suffixen im Vergleich der deutsch- und polnischsprachigen Charta der Grundrechte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Rechtssprache, linguistische Äquivalenz, Textsortenanalyse und EU-Rechtsvorschriften.

Warum spielt die Charta der Grundrechte eine so zentrale Rolle?

Sie dient als einheitlich veröffentlichtes Dokument in verschiedenen Amtssprachen, was einen direkten Vergleich von exakt denselben Inhalten ermöglicht.

Welche Bedeutung haben die lateinischen Begriffe für die Rechtssprache?

Sie dienen als semantisch neutrale Basis, die über Sprachgrenzen hinweg Konsistenz gewährleistet, da sie keine negativen oder positiven Konnotationen tragen.

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Details

Title
Vergleich der Rechtssprache im Deutschen und im Polnischen. Ausgewählte Beispiele aus den Gesetzen der Europäischen Union
Grade
1,0
Author
Malgorzata Devos (Author)
Publication Year
2015
Pages
71
Catalog Number
V1325585
ISBN (PDF)
9783346811196
ISBN (Book)
9783346811202
Language
German
Tags
Sprachwissenschaft Konfrontative Grammatik Linguistik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Malgorzata Devos (Author), 2015, Vergleich der Rechtssprache im Deutschen und im Polnischen. Ausgewählte Beispiele aus den Gesetzen der Europäischen Union, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1325585
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