Zunächst werde ich auf die Frage eingehen, was eigentlich die Definition von Psychodrama ist. Anschließend werde ich einen kurzen Auszug der Biographie Jakob Levy Morenos geben und darauf eingehen wie er das Psychodrama erschuf.
Da es im Psychodrama bestimmte Instrumente wie die Bühne, den Protagonisten, die Hilfs-Ichs und das Publikum gibt, werde ich sie nachdem genauer beschreiben. Diese Instrumente, sind nämlich für das Psychodramatische spiel besonders wichtig, denn ohne Sie funktioniert es nicht. Aufgrund dessen, dass der Protagonist sich beim Psychodrama komplett öffnet, müssen bestimmte Phasen wie die Erwärmungsphase, die Aktionsphase sowie die Integrationsphase eingehalten werden. Sonst wäre es möglich, dass er einen seelischen Schaden bekommt. Diese Phasen benötigt aber nicht nur der Protagonist selbst, sondern auch für die Hilfs-Ichs und dem Leiter sind diese sehr wichtig, worauf ich in der Beschreibung dieser Phasen, nochmal genauer Eingehe.
Häufig verwendet man in dem Psychodramatischen Spiel bestimmte Methoden. Die drei Häufigsten Methoden, der Doppelgänger, die Spiegelmethode und der Rollentausch / der Rollenwechsel werde ich anschließend erörtern. Da mich das Seminar sehr beeindruckt hat, habe ich danach das Seminar nochmals Reflektiert.
Zu Guter Letzt, in der Zusammenfassung werde ich noch einmal auf die Bedeutung des Psychodramas eingehen und die herausgestellten Punkte abschließend betrachten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das Psychodrama
2.1. Entstehung und der Begründer des Psychodramas
2.2. Die Instrumente des Psychodramas
2.2.1. Die Bühne
2.2.2. Der Protagonist
2.2.3. Der Leiter
2.2.4. Die Hilfs-Ichs
2.2.5. Das Publikum
2.3. Die Phase des Psychodramas
2.3.1. Die Erwärmungsphase
2.3.2. Die Aktionsphase
2.3.3. Integrationsphase
2.4. Die Methode des Psychodramas
2.4.1. Der Doppelgänger
2.4.2. Die Spiegelmethode
2.4.3. Der Rollentausch und Rollenwechsel
3. Reflektion des Seminars
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Hausarbeit setzt sich zum Ziel, das klassische Psychodrama als wissenschaftliche Methode unter besonderer Berücksichtigung seiner theoretischen Grundlagen, zentralen Instrumente sowie der praktischen Anwendungsphasen innerhalb der Sozialen Arbeit zu beleuchten und zu reflektieren.
- Historische Herleitung und Begründung des Psychodramas durch Jakob Levy Moreno.
- Analyse der fünf zentralen Instrumente: Bühne, Protagonist, Leiter, Hilfs-Ichs und Publikum.
- Strukturelle Gliederung des psychodramatischen Prozesses in Erwärmungs-, Aktions- und Integrationsphase.
- Vorstellung zentraler Interventionsmethoden wie dem Doppelgänger, der Spiegelmethode und dem Rollentausch.
- Reflexion eigener Erfahrungen aus dem begleitenden Seminar als Beitrag zur praktischen Lernprozessanalyse.
Auszug aus dem Buch
2.2.1. Die Bühne
Im Psychodrama ist die Bühne das zentrale Instrument (vgl. Stadler & Kern 2010, S. 35). Für Moreno war es klar, dass eine Bühne im psychodramatischen Spiel benötigt wird um den Szenen mehr Wert zu verschaffen (vgl. ebd.). Natürlich wollte er auch, dass es gut sichtbar für das Publikum ist (vgl. ebd.). Ein weiterer Grund ist aber auch, dass manche Auftritte das Publikum benötigen, damit es besser verarbeitet werden kann (vgl. ebd.).
In Morenos Institut in Beacon Hill, konstruierte er damals eine drei stufige Bühne, wo am hinteren Ende ein Balkon war (vgl. Bender & Stadler 2012, S. 27). Die erste Ebene war für die Zuschauer (vgl. ebd.). In der zweite Ebene wurde der Patient interviewt und auf der letzten Stufe, fand das tatsächliche psychodramatische Spiel statt (vgl. ebd.). Der Balkon sollte dafür dienen, falls ein sogenanntes „Über-Ich“ dargestellt werden soll, was zum Beispiel ein Richter oder Gott sein könnte (vgl. ebd.).
Heute wird in einer psychodramatischen Sitzung, eher weniger eine dreistufige Bühne benutzt. Die meisten Psychodramatiker arbeiten mit einer Ebene (vgl. Bender & Stadler 2012, S. 27). Falls aber doch eine höher Ebene benötigt wird, nimmt man heute einen Stuhl oder Tisch (vgl. ebd.). Zugleich kann aber auch ein Stuhl oder Tisch als Platzhalter oder Abgrenzung dienen (vgl. ebd.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einstieg in die Thematik des Psychodramas, Darlegung der Zielsetzung der Arbeit sowie eine kurze Erläuterung der gewählten Sprachform.
2. Das Psychodrama: Definition des Begriffs sowie eine grundlegende theoretische Einordnung des Psychodramas als wissenschaftliche Methode.
2.1. Entstehung und der Begründer des Psychodramas: Darstellung der Biografie Jakob Levy Morenos und der frühen Einflüsse auf die Entwicklung des Psychodrama-Konzepts.
2.2. Die Instrumente des Psychodramas: Einführung in die fünf Kerninstrumente (Bühne, Protagonist, Leiter, Hilfs-Ichs, Publikum), welche die Basis der methodischen Arbeit bilden.
2.3. Die Phase des Psychodramas: Erläuterung des prozessualen Aufbaus einer Sitzung in die Phasen der Erwärmung, der Aktion und der Integration.
2.4. Die Methode des Psychodramas: Vorstellung der häufigsten psychodramatischen Handlungstechniken, namentlich Doppelgänger, Spiegelmethode sowie Rollentausch und Rollenwechsel.
3. Reflektion des Seminars: Persönliche Auseinandersetzung mit den praktischen Übungen des Seminars und den daraus resultierenden Lerneffekten.
4. Fazit: Abschließende kritische Bewertung der Relevanz und Anwendbarkeit des Psychodramas für die Soziale Arbeit.
Schlüsselwörter
Psychodrama, Jakob Levy Moreno, Sozialarbeit, Protagonist, Bühne, Soziometrie, Rollentausch, Erwärmungsphase, Aktionsphase, Integrationsphase, Hilfs-Ich, Gruppentherapie, Psychotherapie, Handlungsorientierung, Surplus-Realität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem klassischen Psychodrama als therapeutische und beraterische Methode, insbesondere innerhalb des Kontexts der Sozialen Arbeit.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Historie und dem Begründer Moreno, der methodischen Struktur durch die fünf Instrumente, dem Phasenmodell einer Sitzung sowie konkreten technischen Interventionsformen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist, das Konzept des Psychodramas fundiert darzustellen und zu zeigen, wie durch szenisches Handeln unbewusste Themen sichtbar und bearbeitbar gemacht werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse der einschlägigen Psychodrama-Fachliteratur gepaart mit einer systematischen Reflexion der eigenen Praxiserfahrungen aus einem Seminar.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Psychodrama-Instrumente vor allem die drei prozessualen Phasen einer Sitzung detailliert erläutert und mit praktischen Methoden wie dem Doppelgänger oder der Spiegelmethode verknüpft.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Psychodrama, Moreno, Protagonist, Instrumente, Soziometrie, Rollentausch, Erwärmungsphase und Aktionsphase.
Wie unterscheidet sich das Instrument des "Leiters" von anderen Rollen?
Der Leiter fungiert nicht als Macher, sondern als Begleiter, Moderator und Experte, der die Sicherheit im Gruppenprozess gewährleistet und diagnostische Impulse setzt.
Warum ist die Unterscheidung zwischen "Aktionsphase" und "Integrationsphase" so wichtig?
Die Aktionsphase ermöglicht das intensive szenische Erleben, während die Integrationsphase – etwa durch das "Sharing" – essenziell ist, um Emotionen zu verarbeiten und den Transfer zurück in die soziale Realität sicherzustellen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2017, Psychodrama. Die Instrumente, die Phase und die Methode des Psychodramas, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1325747