Michelangelo - Werke - Renaissance


Referat (Handout), 2002

11 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Michelangelo: „Pièta“: 1498 – 99
1.1. Beschreibung:
1.2. Oberfläche:
1.3. plastische Elemente und Proportionen:
1.4. Komposition:
1.5. Volumen und Raum:
2.1. Idee und Form:

Michelangelo: „Der Sieg“: 1525 - 30
1.1. Beschreibung:
1.2. Oberfläche:
1.3. Plastische Elemente:
1.4. Komposition:
1.5. Volumen und Raum:
2.1. Idee und Form:

Medici- Grabmal: Lorenzo di Medici (1524 – 38):
1.1. Beschreibung:
1.2. Oberfläche:
1.3. Komposition:
1.4. Volumen und Raum:
2.1. Idee und Form:
2.2. Gründe für das „non- finito“:

Michelangelo: „Pièta“: 1498 – 99

Marmor

Rom, Peterskirche

1.1. Beschreibung:

- Renaissance
- monumentale Wirkung
- Pièta plastisch sehr sorgfältig ausgearbeitet, detailliert nach dem entsprechenden Schönheitsideal der Frührenaissance
- Muttergottes, Maria hält ihren vom Kreuz genommenen toten Sohn Jesus im Arm, auf ihrem Schoß
- zieht den Kopf ihres Sohnes sanft an sich heran
- zwei Figuren, kompakte Figurengruppe, die die Frontalansicht betont
- Maria: sitzende Gewandfigur, auf einem Fels
- Augenlider gesenkt, blickt auf toten Sohn
- vollplastisch
- allansichtig, aber auf Frontalität ausgerichtet
- für Petersdom, Wandnische konzipiert
- gegenständliche, religiöse Darstellung
- Maria überlebensgroß, Rücken zugunsten der Komposition verlängert; Hände und Kopf haben natürliche Proportionen
- auf Plinthe und Sockel; leichte Untersicht
- inneres Gleichgewicht der Maria; von innerer Trauer erfüllt; jugendlich, schön; scheint abwesend; stille Zurückhaltung des Schmerzes
- faltenreiches schweres Gewand, das den gesamten Körper bedeckt
- faltenreicher Rock bereitet Jesus eine Art Bett
- auf der rechten Schulter ist ein Umhang zu erkennen
- über Brust verläuft diagonal ein schmales Band, auf dem Michelangelo signiert hat
- faltenreiches Tuch auf dem gesenkten Haupt; Haare nicht sichtbar
- linke Hand hält sie auf Jesus Kniehöhe mit nach oben geöffneter Handfläche; einziges Anzeichen ihrer Verzweiflung, des Schmerzes
- rechte Hand stützt Jesus Oberkörper unter seiner rechten Achsel
- rechtes Bein auf Erhöhung auf der Plinthe aufgestützt, um Jesu Oberkörper besser stützen zu können
- Jesus: auf Marias Schoß liegender Halbakt
- trägt lediglich ein Tuch (Bahrtuch) um die Hüfte, bedeckt nur notdürftig die Scham
- Haupt mit geschlossenen Augen nach hinten geneigt, liegt auf Marias Arm
- Bart und Haare sind stilisiert
- rechter Arm hängt leblos am Körper herab
- Körper (anatomisch) wohlgeformt, nicht durch Wunden entstellt
- wirkt fast friedlich schlafend
- linker Fuß ragt in die Luft und wird von einem kurzen Baumstumpf gestützt
- rechter Fuß steht fast im rechten Winkel auf dem Boden
- Plinthe ist grob behauen und wirkt gemeinsam mit dem Stützelement rechts neben der Skulptur wie ein Fels

1.2. Oberfläche:

- Carrara Marmor poliert und geglättet
- Glanzstellen und Reflexe durch das Licht aufgrund der starken Politur
- Lebendigkeit
- Unterschiedliche Oberflächengestaltung Haut, Haaren (stilisierte Locken), Plinthe, Gewand und Baumstumpf
- Betonung der Stofflichkeit
- Adern und Muskeln durch genaue Oberflächengestaltung gut sichtbar -> reale Wirkung
- Gesicht der Maria auf Hochglanz poliert
- jugendliches, jungfräuliches Aussehen
- auch Jesus ist sehr stark poliert -> Kontrast zu Marias faltenreichem Gewand
- Kontrast zwischen rauhen und planen Flächen des Stützelements und den planen Flächen der Plinthe zu den organischen, plastischen Formen des Körpers
- Eigenfarbigkeit des Materials durch Licht- Schattenspiel betont
- Figur erscheint in einem weichen Licht, da der Marmor transluzid (Licht scheint durch oberste Schicht des Marmors) wirkt
- Bearbeitung der Plinthe durch Linien und Löcher läßt Feinheit der Figuren hervortreten

1.3. plastische Elemente und Proportionen:

- weich fließende Übergänge von konkaven und konvexen Körperformen, bei Jesus gut zu sehen, beispielsweise konkave Formen der Schulter, des Knies und konvexe Form der Achsel und der Kniebeuge
- exakte Detailbearbeitung droht die Gesamtwirkung zu übertreffen
- der Anatomie entsprechend plastisch gestaltet
- Licht bietet individuelle Ansicht, verändert sich, da viele Wölbungen
- faltenreiche Oberfläche mit zahlreichen Wölbungen und Einbuchtungen, Furchen und Graten am Gewand Marias
- schafft maximale Plastizität
- Hell- Dunkel- Effekte
- erzeugt Beweglichkeit, Dynamik und Lebendigkeit
- betont organischen, anatomisch korrekten Körper Jesu
- Umrißlinie durch Körperformen bestimmt; offen und geschlossen
- rechte konkave Seite Marias steht im Kontrast zu ihrer rechter eher konvexen Seite
- Hohlräume
- Proportionen wirken harmonisch und symmetrisch, trotz des verlängerten Rückens der Maria
- Ausgleich des gewaltigen Gewandes der Maria durch die liegende Position Jesu

1.4. Komposition:

- Goldener Schnitt: Kontrastierung der Körperteile als Spannungselemente
- Maria sitzt vertikal auf Stein (verlängerter Rücken), Jesus liegt horizontal auf Marias Schoß
- pyramidenförmige Dreiecksfigur
- kreisförmige Anordnung
- strenge Linienführung
- die Beine Jesu, die fast im rechten Winkel auf dem Boden stehen bilden einen harmonischen Ausgleich zu dem Stützelement (Stein)
- Maria strebt trotz des Blicks nach unten nach oben
- Komposition ist eher horizontal ausgerichtet, da Jesus im Vordergrund quer über die gesamte Skulptur liegt -> ein Ausgleich dazu bildet nur der hohe Sockel, der die vertikale Position der Maria verlängert
- parallele steigende und fallende Diagonalen strukturieren die Skulptur
- Marias Körperachse macht nur einen geringen Knick in die vom Betrachter aus gesehen rechte Richtung, dadurch sitzt sie nicht in der Mitte
- Jesus Oberschenkel bilden, wenn man den Sockel außer Acht läßt, genau die horizontale Mitte der Skulptur

1.5. Volumen und Raum:

- Hauptgewicht in Marias Unterkörper und Gesäß
- Hauptvolumen liegt trotz der vielen Hohlräume in Marias Gewand in dem untern Teil ihres Körpers, in ihrem Oberkörper
- Teilvolumina sind ihr Kopf und ihre Hände
- bei Jesus liegt das Hauptgewicht auf den Schultern und ebenfalls im Gesäß
- das Hauptvolumina liegt in seinem Oberkörper und seinem Gesäß, große Volumina sind auch noch seine Oberschenkel
- Teilvolumina sind der Kopf, seine rechte Hand und sein rechter Arm, seine Unterschenkel und Füße
- die Skulptur ist durch die vielen konkaven und konvexen Formen raumgreifend (Kopf Jesu, Füße, Kopf und Schultern, linker Arm, Oberschenkel Maria)
- Hohlräume im unteren Teil des Gewandes aktivieren Raum, wie auch Durchbrüche unter Jesus rechtem Arm und seinem rechten und linken Bein
- Raum wird nur teilweise verdrängt, beispielsweise durch den Kopf Jesu und das daran anliegende Gewand (geschlossene Umrißlinie)
- sie nehmen mit ihrem Blick keinen Bezug zum Umraum, Maria blickt au den leblosen Körper Jesu und seine Augen sind geschlossen
- raumoffen, jedoch abwesend
- allansichtig, hat jedoch Hauptansicht, die auf Frontalität ausgerichtet ist

[...]

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Michelangelo - Werke - Renaissance
Hochschule
Universität Stuttgart
Note
2
Autor
Jahr
2002
Seiten
11
Katalognummer
V13259
ISBN (eBook)
9783638189545
Dateigröße
493 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Einzeiliger Zeilenabstand.
Schlagworte
Michelangelo, Werke, Renaissance, Pieta, Florenz, Kunstgeschichte, Kunsthistorie, Skulptur, Rom, Palazzo Vecchio
Arbeit zitieren
Dorothea Rotberg (Autor:in), 2002, Michelangelo - Werke - Renaissance, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13259

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