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Die Ehe im Mittelalter

Title: Die Ehe im Mittelalter

Term Paper , 2016 , 11 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Die Ehe markiert die Übereinkunft von Menschen miteinander in dauerhafter Gemeinschaft zu leben. Bereits im Laufe der Geschichte bildet sie seit jeher das Kernstück der familiären Ordnung. In der römisch-katholischen Kirche wird sie seit dem Mittelalter darüber hinaus zu den Sakramenten gezählt, doch nicht jede Eheverbindung konnte nach kirchlichem Recht auch zustande kommen. Die Einführung des Rechts des Konsenses sowie bestehende, nach dem kanonischen Recht aufgestellte Ehehindernisse, konnten eine gültige Eheschließung verhindern.

In dieser Arbeit wird der Frage nach bestehenden Ehehindernissen im Mittelalter nachgegangen sowie der Möglichkeit einer Umgehung bzw. Beseitigung. Dazu soll die Möglichkeit der Dispens untersucht werden. Aufgrund der Komplexität dieses Themas ist eine vollständige Erfassung und Untersuchung nicht möglich, da es den Rahmen dieser Arbeit überschreiten würde. Daher wird die Untersuchung der Dispens vor allem an dem Beispiel einer Dispenserteilung von Papst Nikolaus IV. für eine Ehe zwischen den adligen Geschlechtern von Hohenlohe und Truhendingen erfolgen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Ehe im Mittelalter

2.1 Das Recht des Konsens und Eheverträge

2.2 Ehehindernisse

3. Zum Geschlecht von Hohenlohe und Truhendingen

4. Zu Dispensen

4.1 Allgemein

4.2 Papst und Bischöfe als Bevollmächtigte – Papst Nikolaus IV und Bischof Manegold

4.3 Ursache – Wirkung Zusammenhang der päpstlichen Dispens am Beispiel der Ehe Krafts von Hohenlohe und Margarethe von Truhendingen

5. Fazit

6. Quellen- und Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit befasst sich mit den kirchlichen Ehehindernissen im Mittelalter und der Rolle der päpstlichen Dispens als Mittel zu deren Umgehung oder Beseitigung. Ziel ist es, am konkreten historischen Fallbeispiel der Ehe zwischen den Adelsgeschlechtern von Hohenlohe und Truhendingen aufzuzeigen, wie das kirchenrechtliche System funktionierte und unter welchen Voraussetzungen eine rückwirkende Dispens durch den Papst erteilt wurde.

  • Grundlagen des mittelalterlichen Konsensrechts und Eherechts
  • Strukturen und Wirksamkeit von Ehehindernissen im Mittelalter
  • Historische Einordnung der Adelsfamilien Hohenlohe und Truhendingen
  • Rechtliche und praktische Anwendung päpstlicher Dispenzen
  • Analyse der post factum Dispens für Kraft von Hohenlohe und Margarethe von Truhendingen

Auszug aus dem Buch

4.3 Ursache – Wirkung Zusammenhang der päpstlichen Dispens am Beispiel der Ehe Krafts von Hohenlohe und Margarethe von Truhendingen

Am 30. August 1288 gab Papst Nikolaus IV. in Rieti durch Bischof Manegold von Würzburg Kraft von Hohenlohe und Margarete von Truhendingen post factum Dispens für ihre Ehe. Daraus lässt sich folgern, dass hier ein (mögliches) Ehehindernis vorgelegen haben muss und die Ehe in Bezug auf ihre Gültigkeit gefährdet war.

Aus Karl- Heinz Spiess sowie Hubert Ruß Untersuchungen der Ehedispens, die Papst Nikolaus IV. ausstellte, geht hervor, dass ursprünglich Kraft von Hohenlohe und Graf Friedrich von Truhendingen eine Heiratsverbindung zwischen ihren Kindern Gottfried und Margarethe vereinbarten. Gottfried war bei dieser Abmachung fünf Jahre alt, Margarethe erst drei Jahre alt. Dies bedeutet, dass weder Gottfried noch Margarethe zu diesem Zeitpunkt bereits ein Eheversprechen abgeben konnten. Beide Kinder sahen sich weder vor noch nach der Abmachung, die ihre Väter getroffen hatten.

Mit sieben Jahren, also nach Erreichen der Verlobungsmündigkeit, erklärte sich Gottfried einverstanden, allerdings gab es von Margarethe nach Erreichen dieses Alters kein öffentliches oder heimliches Einverständnis. Daraufhin entschloss sich Gottfried mit 14 Jahren dem Deutschen Orden beizutreten, weshalb sein Vater, Kraft von Hohenlohe, sich entschloss Margarethe selbst zu heiraten um die Vereinbarung einzuhalten. Kraft von Hohenlohe sorgte sich allerdings um die Gültigkeit seiner Ehe, da Margarethe eigentlich für seinen Sohn Gottfried bestimmt war. Um diesen Zweifel kirchenrechtlich zu beseitigen, ging dieser den Papst um Dispens an, da zudem damit jede Anfechtung und Illegitimität der Nachkommen ausgeschlossen werden sollte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung der Ehe als Sakrament ein und skizziert die Problematik von Konsensrecht und Ehehindernissen, die Gegenstand der Untersuchung sind.

2. Die Ehe im Mittelalter: Dieses Kapitel erläutert das kirchliche Eherecht, die essenzielle Rolle des Konsenses sowie die verschiedenen Arten von Ehehindernissen.

3. Zum Geschlecht von Hohenlohe und Truhendingen: Hier werden die genealogischen Hintergründe und die familiäre Herkunft der beteiligten Akteure Kraft von Hohenlohe und Margarethe von Truhendingen vorgestellt.

4. Zu Dispensen: Der Abschnitt definiert den Begriff der Dispens, analysiert die Rolle von Papst und Bischöfen als Autoritäten und untersucht den Fall der Dispens für Kraft von Hohenlohe.

5. Fazit: Das Fazit fasst die rechtlichen Rahmenbedingungen der mittelalterlichen Eheschließung zusammen und wertet das Fallbeispiel der Dispens als legitimes Mittel zur rechtlichen Absicherung.

6. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Urkundenquellen und der wissenschaftlichen Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Mittelalter, Ehehindernisse, Kanonisches Recht, Dispens, Papst Nikolaus IV., Ehe, Ehekonsens, Adelsgeschlecht, Hohenlohe, Truhendingen, Familienordnung, Rechtsgeschichte, Kirchenrecht, Heiratsverbindung, Vertrag

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptanliegen dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie das kirchliche Ehehindernis- und Dispenswesen im Mittelalter funktionierte und welchen rechtlichen Stellenwert päpstliche Ausnahmegenehmigungen bei der Eheschließung einnahmen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Werk?

Thematisiert werden das mittelalterliche Eherecht, die Bedeutung des Ehekonsenses, die Definition verschiedener Ehehindernisse sowie die Möglichkeiten der kirchlichen Dispensierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist die Analyse einer konkreten, durch Papst Nikolaus IV. erteilten post factum Dispens, um zu belegen, wie kirchenrechtliche Zweifel an der Gültigkeit einer Ehe durch dispensative Akte beseitigt wurden.

Welche Methoden werden in der Arbeit angewandt?

Es wird eine historisch-analytische Methode verwendet, die auf der Auswertung von Fachliteratur sowie der Untersuchung eines spezifischen, in einem Regest überlieferten Fallbeispiels basiert.

Welche Inhalte bilden den Kern des Hauptteils?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen (Konsensrecht, Ehehindernisse) dargelegt als auch spezifische Akteure (Hohenlohe, Truhendingen) vorgestellt, um die anschließende Fallanalyse der Dispens verständlich zu machen.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?

Die Arbeit ist gekennzeichnet durch Begriffe wie Kirchenrecht, Ehehindernis, Dispens, Ehekonsens und das Adelsgefüge des Hochmittelalters.

Warum musste für die Ehe von Kraft von Hohenlohe eine Dispens eingeholt werden?

Da Margarethe ursprünglich für den Sohn von Kraft von Hohenlohe, Gottfried, vorgesehen war, bestanden kirchenrechtliche Zweifel an der Gültigkeit der Ehe zwischen Kraft und Margarethe, die durch eine päpstliche Dispens beseitigt werden mussten.

Welche Rolle spielte der Beitritt Gottfrieds zum Deutschen Orden für diese Ehe?

Gottfrieds Eintritt in den Deutschen Orden führte dazu, dass die ursprüngliche Heiratsvereinbarung hinfällig wurde, wodurch der Vater, Kraft von Hohenlohe, selbst Margarethe heiratete und um die dispenstechnische Legitimation für diese Verbindung nachsuchte.

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Details

Title
Die Ehe im Mittelalter
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2016
Pages
11
Catalog Number
V1325912
ISBN (PDF)
9783346812049
Language
German
Tags
mittelalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2016, Die Ehe im Mittelalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1325912
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