Ziel dieser Arbeit ist es, die Entwicklung eines strategisch sinnvollen Kennzahlensystems für Nachhaltigkeitsinformationssysteme aufzuzeigen. Auf Unternehmensebene kann ein Umweltinformationssystem helfen, Einsparpotenziale zu identifizieren und dem Entscheidungsträger gezielt zur Verfügung zu stellen. Dies erhöht die Transparenz im Unternehmen und unterstützt den Entscheidungsträger bei seinen Optimierungsentscheidungen. Bislang fehlen jedoch geeignete Instrumente, um diese Einsparpotenziale transparent darzustellen und strategische Entscheidungen zu unterstützen.
Vor diesem Hintergrund erarbeitet diese Arbeit ein System, das den Mangel an Transparenz in den Unternehmen ausgleicht und die Entscheidungsträger bei ihren Entscheidungen unterstützt.
Probleme wie Ressourcenknappheit und Klimawandel haben Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit veranlasst, sich verstärkt mit dem Thema Umweltschutz auseinanderzusetzen. So zielt die EU-Strategie 20-20-20 darauf ab, die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1990 um 20% zu senken, den Anteil erneuerbarer Energien auf 20% zu erhöhen und die Energieeffizienz um 20% zu steigern. Diese Ziele können jedoch nur erreicht werden, wenn sich die Unternehmen mit dem Thema Umweltschutz auseinandersetzen und das Umweltmanagement systematisch in ihre Arbeitsprozesse integrieren.
Inhaltsverzeichnis
1. KMU Kennzahlensysteme
2. Umweltcontrolling
2.1. Umweltindikatoren im Controlling
2.2. Nachhaltigkeit Balanced Scorecard (SBSC)
3. Weitere Faktoren bei der Entwicklung von Umweltindikatoren
3.1. Mitarbeiter
3.2. Lieferanten
4. Fallstudie
4.1. Operative KPIs und Umweltleistungskontrolle anhand einer Beispielfirma
4.2. Anwendung des GPM auf die betrieblichen Umweltziele der Fallstudienunternehmen
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein System für strategisch sinnvolle Kennzahlen in Nachhaltigkeitsinformationssystemen zu entwickeln, um Transparenz innerhalb von Unternehmen zu erhöhen und Entscheidungsträger bei ökologischen Optimierungsprozessen effektiv zu unterstützen.
- Grundlagen betrieblicher Umweltinformationssysteme
- Methoden des modernen Umweltcontrollings
- Integration der Nachhaltigkeit in klassische Managementansätze wie die Balanced Scorecard
- Berücksichtigung externer und interner Einflussfaktoren wie Lieferanten und Mitarbeiter
- Praktische Anwendung der Green Performance Map (GPM) in Fallstudien
Auszug aus dem Buch
2. Umweltcontrolling
Als Teilsystem des Umweltmanagements verfolgt das Umweltcontrolling nicht nur die im Unternehmen definierten Umweltziele, sondern unterstützt den Prozess der kontinuierlichen Verbesserung durch ständige Überprüfung, Weiterentwicklung und damit Optimierung aller betrieblichen Aktivitäten. Aufgabe des Umweltcontrollings ist es, alle Aktivitäten des Umweltmanagements durch Planung, Steuerung, Überwachung und Bereitstellung von Informationen zu unterstützen und zur Erreichung umweltrelevanter Unternehmensziele beizutragen.
Das Umweltcontrolling besteht aus einer systembildenden und systemkoppelnden Funktion. Die systembildende Funktion umfasst die Entwicklung neuer, effizienter Methoden der Informationserfassung und -verarbeitung. Durch die Systemvernetzung werden die Aktivitäten der Planung, Steuerung, Überwachung und Informationsversorgung durch eine adäquate Informationsversorgung eng miteinander verknüpft. Im Sommer werden die Funktionen der Systemkopplung übersichtlich dargestellt:
• Informationsfunktion: Bereitstellung von entscheidungsrelevanten Informationen mit Instrumenten und BUIS
• Planungsfunktion Entwicklung von Sollvorgaben und Abgleich mit dem Ist-Zustand
• Koordinations-/Steuerungsfunktion: Umgang mit asymmetrischer Informationsverteilung
• Kontrollfunktion: Durchführung aktueller und zukunftsbezogener Soll-Ist-Vergleiche, Ermittlung von Abweichungen und Überwachung der Unternehmensaktivitäten im Hinblick auf Umweltauswirkungen und Umweltziele
• Anpassungsfunktion: Erkennen neuer unternehmensrelevanter Trends und Anpassung bzw. Umsetzung von Anpassungsentscheidungen
Zusammenfassung der Kapitel
1. KMU Kennzahlensysteme: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit einer soliden Informationsbasis durch Umweltkennzahlensysteme für kleine und mittlere Unternehmen zur Steigerung der betrieblichen Effizienz.
2. Umweltcontrolling: Es werden die Funktionen und Aufgaben des Umweltcontrollings als Steuerungsinstrument sowie dessen systembildende und systemkoppelnde Rollen innerhalb des Managements beschrieben.
3. Weitere Faktoren bei der Entwicklung von Umweltindikatoren: Hier wird analysiert, welchen Einfluss die gezielte Einbindung von Mitarbeitern und die Anforderung an Lieferanten auf den Erfolg von Nachhaltigkeitsstrategien haben.
4. Fallstudie: Anhand eines Praxisbeispiels aus der Metall- und Kunststoffindustrie wird die Anwendung von Green Performance Maps zur operativen Umweltleistungskontrolle demonstriert.
Schlüsselwörter
Umweltcontrolling, Kennzahlensysteme, Nachhaltigkeit, SBSC, Umweltindikatoren, Green Performance Map, Umweltinformation, Unternehmensstrategie, KMU, Ressourcenmanagement, Lieferkettenmanagement, Umweltleistungsindikatoren, Nachhaltigkeitsberichterstattung, Prozessoptimierung, Unternehmensführung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Anwendung von Kennzahlensystemen zur Verbesserung der Transparenz und Leistung im betrieblichen Umweltmanagement.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind Umweltcontrolling, strategische KPI-Systeme, die Sustainability Balanced Scorecard und die praktische Anwendung von Green-Mapping-Methoden in Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, ein strategisch sinnvolles System für Nachhaltigkeitsinformationen zu konzipieren, das Unternehmen hilft, ihre ökologischen Auswirkungen messbar und steuerbar zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Neben einer theoretischen Analyse der bestehenden Literatur wird eine fallstudienbasierte Methodik angewandt, um die theoretischen Modelle praktisch zu verifizieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen des Umweltcontrollings, wichtige Einflussfaktoren der Kennzahlenentwicklung, Werkzeuge wie die SBSC sowie eine konkrete Fallstudie analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe umfassen Umweltcontrolling, Nachhaltigkeit, Kennzahlensysteme, Green Performance Map und Umweltleistungsindikatoren.
Warum spielt die Lieferantenwahl bei Umweltkennzahlen eine tragende Rolle?
Da viele Unternehmen ihre Kosten in der Lieferkette senken wollen, haben Lieferanten einen signifikanten Einfluss auf die gesamten Umweltauswirkungen eines gefertigten Produkts.
Welche Rolle spielt die Green Performance Map (GPM) in der Fallstudie?
Die GPM dient als visuelles Analyseinstrument, das es Teams ermöglicht, Umweltaspekte zu identifizieren, zu priorisieren und den Fortschritt der Maßnahmen kontinuierlich zu messen.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2020, Entwicklung eines Kennzahlensystems für ein Nachhaltigkeitsinformationssystem. Am Beispiel der Norma Group, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1325918