Diese Arbeit soll aufzeigen, inwiefern Hörmedien neue Chancen des literarischen Lernens bilden. Um eine Grundlage zu legen,
soll der Begriff des literarischen Lernens geklärt und zusätzlich durch die Hinzuziehung der elf Aspekte des literarischen Lernens nach Spinner ergänzt werden. In diesem Zusammenhang wird erörtert werden, wie sich die Aspekte nach Spinner mit dem Hörmedium vereinen lassen. Hierbei ist es leider nicht möglich auf alle elf Aspekte einzugehen, dies würde den Umfang der Arbeit sprengen. Die Auswahl fällt auf folgende Aspekte: Beim Lesen und Hören Vorstellungen entwickeln, subjektive Involviertheit und genaue Wahrnehmung miteinander ins Spiel bringen, Perspektiven literarischer Figuren nachvollziehen und metaphorische und symbolische Ausdrucksweisen verstehen.
Anschließend daran sollen Qualitäten festgelegt werden, die ein Hörmedium erfüllen muss, um das literarische Lernen zu ermöglichen. Um einen praktischen Bezug zu erstellen, sollen diese Qualitäten an dem Hörspiel „Der kleine Vampir“, welches zuvor vorgestellt werden wird, erläutert werden. Abschließend erfolgt ein Fazit, welches die Argumente zusammenführt und ein Ergebnis entstehen lässt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Literarisches Lernen
2.1 Elf Aspekte des literarischen Lernens nach Kaspar F. Spinner
2.2 Hörmedien im Rahmen des literarischen Lernens
2.3 Qualitätsansprüche an das Hörmedium im Rahmen des literarischen Lernens
3. Das Hörspiel „Der kleine Vampir“
3.1 Didaktische Qualität des Hörspiels „Der kleine Vampir“
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, inwiefern literarisches Lernen durch den Einsatz von Hörmedien im Deutschunterricht gefördert werden kann, wobei das Hörspiel „Der kleine Vampir“ als zentrales Fallbeispiel dient.
- Grundlagen des literarischen Lernens nach Kaspar F. Spinner
- Potenziale von Hörmedien für literarische Kompetenzprozesse
- Didaktische Qualitätskriterien für Hörmedien im Unterricht
- Analyse des Hörspiels „Der kleine Vampir“ hinsichtlich seiner didaktischen Eignung
- Verbindung von Mediennutzung und fachdidaktischen Lernzielen
Auszug aus dem Buch
3.1 Didaktische Qualität des Hörspiels „Der kleine Vampir“
Nun sollen die erarbeiteten didaktischen Voraussetzungen anhand eines praktischen Beispiels überprüft werden. Genau unter den 4 oben genannten Aspekten soll die Analyse laufen. Zuerst soll der Blick wieder auf das Entwickeln eines Vorstellungsbilds gerichtet werden. Hierzu finden sich in dem Hörspiel „Der kleine Vampir" die unterschiedlichsten Beispiele. Zum Anfang, wie zum Ende wird eine einfache Melodie eingespielt, die den Rahmen für die Geschichte setzt. Das hilft bei der Strukturierung. Immer wenn Rüdiger bei Anton auftaucht, wird eine gruseligere Melodie im Hintergrund gespielt, dadurch ist dem Hörer bewusst, wer gerade in der Geschichte aufgetaucht ist. Auch die übrige Geräuschkulisse trägt viel zum Vorstellungsbild bei wie beispielsweise Geräusche durch die Waschmaschine, das Geschirr, das Klopfen and Türen/ Särgen und das Auto. Hierbei muss natürlich gewährleistet sein, dass es bekannte Geräusche sind, die die Schüler und Schülerinnen zuordnen können. (vgl. Müller 2004, S.7) Neben den Geräuschen helfen die Stimmen bei einer klaren Rollenteilung und einer Strukturierung der Geschichte. Vor allem weil die verschiedenen Charaktere von verschiedenen Sprechern gesprochen werden, dadurch bekommt jede Figur eine individuelle Stimme, die auch bei Hörer Assoziationen im Bezug auf das Aussehen und den Charakter gibt.
Im Bezug auf die subjektive Wahrnehmung spielt wiederum erneut die Musik eine zentrale Rolle, denn diese sorgt dafür, dass man sich vielleicht persönlich angesprochen fühlt. Dadurch entwickelt sich eine Art Miterleben der Geschichte. In der Anfangsszene, in der Anton nicht weiß, was ihn in seinem Zimmer erwartet, wird ein wenig gruselige Musik gespielt und es entsteht ein Gefühl, als wäre man selbst auf dem Weg in das Zimmer. Auch in anderen Situationen, in denen Anton zum Beispiel in Gefahr ist, kann man durch seine Stimmlage die Angst miterleben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wert der Mündlichkeit für den Zugang zur Literatur und erläutert die Motivation, Hörmedien aus wissenschaftlicher und didaktischer Perspektive zu untersuchen.
2. Literarisches Lernen: Dieses Kapitel definiert den Begriff des literarischen Lernens, stellt Spinners elf Aspekte vor und diskutiert die theoretische Eignung von Hörmedien für diese Lernprozesse.
2.1 Elf Aspekte des literarischen Lernens nach Kaspar F. Spinner: Hier werden die von Spinner postulierten Kompetenzbereiche für den Umgang mit literarischen Texten detailliert aufgeführt und erläutert.
2.2 Hörmedien im Rahmen des literarischen Lernens: Das Kapitel untersucht, wie spezifische Aspekte des literarischen Lernens, wie Vorstellungsbildung und Identifikation, durch auditive Reize gezielt unterstützt werden können.
2.3 Qualitätsansprüche an das Hörmedium im Rahmen des literarischen Lernens: Es werden didaktische Kriterien festgelegt, die ein Hörmedium erfüllen muss, um den Verstehensprozess und die Kompetenzförderung im Unterricht effektiv zu unterstützen.
3. Das Hörspiel „Der kleine Vampir“: Dieses Kapitel stellt das gewählte Werk von Angela Sommer-Bodenburg vor und gibt einen Überblick über die Handlung und die technische Umsetzung des Hörspiels.
3.1 Didaktische Qualität des Hörspiels „Der kleine Vampir“: Anhand der theoretischen Anforderungen wird die didaktische Eignung des Hörspiels durch eine Analyse von Geräuschkulisse, Musik und Sprecherleistung praktisch geprüft.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass Hörmedien eine wertvolle Ergänzung im Unterricht darstellen, sofern sie nach qualitativen didaktischen Kriterien ausgewählt werden.
Schlüsselwörter
Literarisches Lernen, Hörmedien, Hörspiel, Der kleine Vampir, Kaspar F. Spinner, Kompetenzförderung, Deutschunterricht, Vorstellungsbildung, Subjektive Involviertheit, Literaturvermittlung, Didaktik, Audiovisuelle Medien, Interpretation, Sprache, Identifikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Einsatzmöglichkeiten von Hörmedien im Deutschunterricht unter dem Aspekt des literarischen Lernens nach Kaspar F. Spinner.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Fundierung des literarischen Lernens, den Qualitätsanforderungen an auditive Medien und der konkreten didaktischen Analyse eines Hörspiels.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu belegen, dass Hörmedien eine gezielte Kompetenzförderung ermöglichen und literarische Lernprozesse im Unterricht sinnvoll ergänzen können.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse ergänzt durch eine exemplarische didaktische Analyse des Hörspiels „Der kleine Vampir“.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Nach einer theoretischen Einführung in Spinners Kompetenzaspekte werden Kriterien für hochwertige Lernmedien definiert und auf die konkrete Hörspielproduktion des „kleinen Vampirs“ angewandt.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wichtige Begriffe sind literarisches Lernen, Hörmedien, Didaktik, Kompetenzförderung und die spezifische Analyse von Audiomedien im schulischen Kontext.
Wie trägt die Musik im Hörspiel zum literarischen Lernen bei?
Musik und Geräusche dienen laut der Autorin der Strukturierung, regen die Vorstellungskraft an und helfen den Schülern, emotionale Zustände und Identifikationsprozesse besser nachzuvollziehen.
Welche Rolle spielt die Stimme in dieser Arbeit?
Die Stimme wird als zentrales Element zur Charakterisierung und Interpretation eingestuft, da sie den Hörern hilft, Figuren besser zu unterscheiden und sich mit ihnen zu identifizieren.
- Quote paper
- Maike Ebeling (Author), 2010, Literarisches Hörverstehen im Deutschunterricht am Beispiel des Hörspiels "Der kleine Vampir", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1325981