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Prüferwahl durch Unternehmen

Status quo und Perspektiven

Título: Prüferwahl durch Unternehmen

Tesis de Máster , 2021 , 84 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Aline Euler (Autor)

Economía de las empresas - Inspecciones, auditorías
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Resumen Extracto de texto Detalles

In einem komplexen und stetig weiterwachsenden Gefüge regulatorischer Maßnahmen kann die Prüferwahl durch Unternehmen einen frühen Ansatzpunkt zur Stärkung der Prüfungsqualität darstellen. Mit ihr können die Weichen für zukünftige Entwicklungen gestellt werden. Die Stärkung der Prüfungsqualität kann hierbei in unterschiedlicher Weise erfolgen. Regulierungsmaßnahmen mit direkter Wirkung auf die Prüferwahl führen insbesondere dazu, dass die Prüferwahl an Transparenz und Validität gewinnt. Anreize des zu prüfenden Unternehmens, die dem gesellschaftlichen Ziel der Prüfung bzw. einer hohen Prüfungsqualität entgegenstehen, sollen schwieriger durchzusetzen sein. Andere Inhalte wiederum wirken in indirekter Weise auf die Prüferwahl. Die Veränderung eines Parameters, der sich in der von vielen Faktoren abhängigen Entscheidungsformel der Prüferwahl wiederfindet, kann zu einem anderen Ergebnis führen.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Prüferwahl durch Unternehmen. Das Ziel der Arbeit besteht darin, wesentliche Wirkungszusammenhänge zwischen der Prüferwahl und den regulatorischen Maßnahmen zur Prüferwahl auf der einen Seite und den Zielen der Gesetzgebung, insbesondere der Stärkung der Prüfungsqualität, auf der anderen Seite aufzuzeigen. Hiervon ausgehend soll ein Verständnis dafür geschaffen werden, welche Einflussfaktoren bei der Prüferwahl relevant sein können und wie sich schließlich die aktuellen Regelungen und mögliche perspektivische Entwicklungen zur Prüferwahl auf die Stärkung der Prüfungsqualität auswirken.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I Die Prüferwahl als Weichensteller – Problemstellung, Zielsetzung und Gang der Arbeit

II Grundlagenteil

1 Begriffsabgrenzungen

1.1 Funktionen und Ziel der Prüfung

1.2 Prüfungsqualität

1.3 Prüferwahl und Prüferwechsel

2 Prüferwahl im Kontext der Theorie

2.1 Prinzipal-Agenten-Theorie

2.1.1 Allgemeine Merkmale

2.1.2 Anwendung im Kontext der Prüferwahl

2.1.3 Signalling-Theorie

2.2 Quasirentenmodell

2.2.1 Das Grundmodell

2.2.2 Erweiterung des Modells um Nichtprüfungsleistungen

3 Prüfermarkt in Deutschland

3.1 Überblick Branchenstruktur

3.2 Ursachen der Marktkonzentration

III Analyse der Prüferwahl durch Unternehmen

1 Überblick

2 Einflussfaktoren bei der Prüferwahl

2.1 Prüfungshonorar

2.2 Eigentümerstruktur

2.3 Finanz- und Ertragslage und nichteinwandfreies Testat

2.4 Nichtprüfungsleistungen

2.5 Reputation

2.6 Sonstige Gründe

3 Status quo: gesetzliche Regelungen zur Prüferwahl in Deutschland

3.1 Kompetenzverteilung bei der Prüferbestellung

3.2 Regulatorische Neuregelungen und ihre Auswirkungen

3.2.1 EU-Reform der Abschlussprüfung

3.2.2 Gesetz zur Stärkung der Finanzmarktintegrität

3.2.3 Wesentliche Regulierungsinhalte

3.2.3.1 Externe Rotationspflicht

3.2.3.2 Verfahren zur Abschlussprüferwahl

3.2.3.3 Prüfungsausschuss

3.2.3.4 Nichtprüfungsleistungen

4 Quo vadis: mögliche Perspektiven der Prüferwahl

4.1 Gemeinschaftsprüfungen und Mandatsdauer

4.2 Prüfungsausschuss und Prüferbestellung

4.3 Weitere Perspektiven

IV Der Weg als Ziel – Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Gefüge der Prüferwahl durch Unternehmen in Deutschland, um wesentliche Wirkungszusammenhänge zwischen regulatorischen Maßnahmen und dem übergeordneten Ziel der Stärkung der Prüfungsqualität zu identifizieren.

  • Analyse theoretischer Modelle wie der Prinzipal-Agenten-Theorie und des Quasirentenmodells zur Erklärung der Prüfermarktstrukturen.
  • Untersuchung zentraler Einflussfaktoren auf die Prüferwahl, darunter Prüfungshonorar, Eigentümerstruktur und Reputation.
  • Bewertung des Einflusses der regulatorischen Neuerungen durch die EU-Abschlussprüfungsreform und das Gesetz zur Stärkung der Finanzmarktintegrität (FISG).
  • Diskussion zukünftiger Perspektiven wie der Gemeinschaftsprüfung und der Rolle des Prüfungsausschusses.

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Anwendung im Kontext der Prüferwahl

Zur Anwendung der PAT im Kontext der Prüferwahl dient die Beziehung zwischen dem Eigentümer (z. B. Aktionär) als Prinzipal und dem Manager des Unternehmens (z. B. Vorstand) als Agent als Ausgangspunkt.50 Der Manager bekommt von dem Eigentümer die Unternehmensleitung bzw. entsprechende Entscheidungsbefugnisse delegiert. Der angenommene Interessenskonflikt kann sich z. B. daraus ergeben, dass der Eigentümer an einer langfristigen Gewinnmaximierung interessiert ist, während der Manager eine eher kurz-/mittelfristige Gewinnmaximierung (Zeit seines Amtes) bei gegebenem Arbeitseinsatz anstrebt.51 Da der Eigentümer nicht im täglichen Geschäft involviert ist, liegen ihm weder vollständige Informationen über relevante Sachverhalte vor noch kann er die Handlungen des Managements vollständig beobachten.52 Es resultiert ein zeitlicher, qualitativer und/oder quantitativer Informationsvorsprung, den der Manager zu seinem individuellen Vorteil ausnutzen kann.53 Diese grundsätzliche Problematik der Informationsasymmetrie kann z. B. durch Wissenstransfer in Form von Berichtspflichten entschärft werden. Der Jahresabschluss und Lagebericht eines Unternehmens stellen wichtige Informationsinstrumente dar, durch die der Eigentümer relevante Informationen sichten und beurteilen kann.54 Rechnungslegungsnormen tragen zu einer realitätsgetreuen Leistungs- und Ergebnisdarstellung des Agenten bei und normieren den Informationsfluss bis zu einem gewissen Grad, während Wahlrechte und bilanzpolitische Ermessensspielräume das Informationsgefälle wiederum bestärken.55

Der Manager hat die Möglichkeit, auf rechnungslegungsrelevante Größen Einfluss zu nehmen und so die zu veröffentlichenden Informationen gewissermaßen zu steuern. Er kann etwa bei einer kritischen wirtschaftlichen Lage des Unternehmens geneigt sein, das Unternehmen finanziell deutlich besser darzustellen, um z. B. Kapitalgeber zu behalten oder zu werben. Neben den zulässigen bilanziellen Gestaltungsmöglichkeiten besteht die Gefahr der illegalen Bilanzmanipulation.56 Die Rechnungslegung allein reicht daher nicht zwingend aus, um die Informationsasymmetrie und damit die Agency-Kosten des Eigentümers in ausreichendem Maße zu senken.

Zusammenfassung der Kapitel

I Die Prüferwahl als Weichensteller – Problemstellung, Zielsetzung und Gang der Arbeit: Das Kapitel führt in das Thema ein, erläutert die Bedeutung der Abschlussprüfung für die Finanzmarktstabilität und definiert das Ziel, Wirkungszusammenhänge zwischen Prüferwahl und Regulatorik aufzuzeigen.

II Grundlagenteil: Hier werden theoretische Grundlagen wie die Prinzipal-Agenten-Theorie und das Quasirentenmodell sowie der Status quo der Branchenstruktur des deutschen Prüfermarktes dargestellt.

III Analyse der Prüferwahl durch Unternehmen: Dieses Kapitel analysiert spezifische Einflussfaktoren wie Prüfungshonorar und Eigentümerstruktur sowie die Auswirkungen aktueller gesetzlicher Regelungen auf die Prüferwahl.

IV Der Weg als Ziel – Zusammenfassung und Fazit: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung im Kontext der Zielsetzung und diskutiert die zukünftige Bedeutung regulatorischer Überwachung für die Prüfungsqualität.

Schlüsselwörter

Prüferwahl, Wirtschaftsprüfung, Prüfungsqualität, Prinzipal-Agenten-Theorie, Quasirentenmodell, Prüfungshonorar, Eigentümerstruktur, EU-Abschlussprüfungsreform, FISG, externe Rotationspflicht, Nichtprüfungsleistungen, Überwachung, Reputation, Marktkonzentration, Corporate Governance.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Zusammenspiel zwischen der Auswahl des Abschlussprüfers durch Unternehmen und den geltenden regulatorischen Rahmenbedingungen in Deutschland, insbesondere unter dem Ziel der Sicherung einer hohen Prüfungsqualität.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf theoretischen Erklärungsansätzen für die Prüfungsnachfrage, der Rolle von Einflussfaktoren bei der Mandatsvergabe und der kritischen Analyse aktueller Gesetze wie dem FISG.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie regulatorische Maßnahmen die Prüferwahl beeinflussen und inwiefern diese Interaktionen zur Stärkung der Prüfungsqualität und zum Vertrauen der Öffentlichkeit beitragen.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse ausgewählter Theorien sowie der Auswertung empirischer Studien und gesetzlicher Regelungen zur deutschen Prüfungspraxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine Analyse einzelner Einflussfaktoren auf die Prüferentscheidung sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit regulatorischen Neuregelungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Agency-Kosten, Prüferrotationspflicht, Informationsasymmetrie, Reputation und die Rolle von Prüfungsausschüssen.

Welche Bedeutung hat das FISG für die Prüferwahl?

Das FISG verschärft insbesondere die Unabhängigkeitsvorgaben, verpflichtet deutsche Unternehmen von öffentlichem Interesse zur Bildung von Prüfungsausschüssen und schränkt Spielräume bei der Beauftragung von Nichtprüfungsleistungen ein.

Warum spielt die Eigentümerstruktur bei der Prüferwahl eine Rolle?

Die Eigentümerstruktur bestimmt das Agency-Konfliktpotenzial; je nach Anteil externer Investoren oder Stimmrechtskonzentration variiert das Bedürfnis nach einer externen, glaubwürdigen Überwachung durch einen renommierten Abschlussprüfer.

Final del extracto de 84 páginas  - subir

Detalles

Título
Prüferwahl durch Unternehmen
Subtítulo
Status quo und Perspektiven
Universidad
University of Hagen
Curso
Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsprüfung
Calificación
1,0
Autor
Aline Euler (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
84
No. de catálogo
V1325986
ISBN (PDF)
9783346812360
ISBN (Libro)
9783346812377
Idioma
Alemán
Etiqueta
Prüferwahl EU-Reform der Abschlussprüfung Prinzipal-Agenten-Theorie Quasirenten-Modell
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Aline Euler (Autor), 2021, Prüferwahl durch Unternehmen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1325986
Leer eBook
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