Begegnung mit dem Gedicht "Herbst ist..." von Bernhard Lins


Unterrichtsentwurf, 2008

12 Seiten, Note: 2,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Thema der Unterrichtseinheit/ Unterrichtsstunde

2 Didaktische Entscheidungen und Begründungen
2.1 Zielsetzungen für die Unterrichtsstunde
2.2 Begründungen für die Auswahl des Inhaltes
2.3 Sachanalyse
2.4 Voraussetzungen für den Unterricht
2.4.1 Lernvoraussetzungen der Schüler
2.4.2 Äußere Voraussetzungen

3 Methodische Entscheidungen und Begründungen
3.1 Einstiegssituation
3.2 Artikulation
3.3 Sozial und Aktionsformen
3.4 Medien und Material
3.5 Unterrichtsgrundsätze

4 Verknüpfung der Wissens- und Kompetenzentwicklung mit geplanten Handlungssituationen

5 Geplanter Unterrichtsverlauf

Literaturverzeichnis

1 Thema der Unterrichtseinheit/ Unterrichtsstunde

Thema der Unterrichtseinheit: Der Herbst

Thema der Unterrichtsstunde: Begegnung mit dem Gedicht „Herbst ist…“ von Bernhard Lins

Stellung des Unterrichtsinhaltes innerhalb der Unterrichtseinheit:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2 Didaktische Entscheidungen und Begründungen

2.1 Zielsetzungen für die Unterrichtsstunde

Ziel der vorliegenden Stunde ist es, dass die Kinder durch das gestaltende Umsetzen des Gedichts „Herbst ist…“ in Bildern den Inhalt erarbeiten, verstehen und präsentieren können (Sachkompetenz). Darüber hinaus ist von großer Bedeutung, dass die Kinder ein Verfahren kennen lernen, mit einem lyrischen Text umzugehen, ihn zu präsentieren und auswendig zu lernen. (Methodenkompetenz).

2.2 Begründungen für die Auswahl des Inhaltes

Reichgeld (1993, 6) stellt fest, dass die Forderung „Kinder brauchen Gedichte“ vor dem Hintergrund der seichten elektronischen Unterhaltung heute aktueller denn je ist. Längst haben Fernsehgeräte, Videorekorder, Computer und Spielekonsolen die gesprochene und geschriebene Sprache zurückgedrängt, längst haben diese Unterhaltungsformen die Kinderzimmer erobert. Gerade vor diesem Hintergrund stellt Reichgeld (1993, 6) die These auf, dass Kinder Gedichte brauchen. Nur so könne man den Kindern Aspekte der Wirklichkeit anbieten, nur so können sie diese Aspekte erschließen, die ihnen sonst in keiner anderen Weise zugänglich sind. Gerade in der Grundschule ist es Aufgabe, die Kinder an literarischer Kommunikation im Lese- und Literaturunterricht teilhaben zu lassen, um ihnen so die Möglichkeit zu bieten, sich kritisch oder distanziert, gefühlsbestimmt oder identifizierend mit den verdichteten und in Form gebrachten Inhalten und Aussagen in Gedichten auseinanderzusetzen.

Der Teilrahmenplan Deutsch (2005, 10) beschreibt in seinem Leistungsprofil, dass die Schüler am Ende ihrer Grundschulzeit über Strategien und literarische Grundkenntnisse verfügen sollen, die sie dazu befähigen, unterschiedliche Textsorten, z.B. sog. erzählende Texte, Sachtexte, lyrische Texte, zu verstehen und für sich selbst sowie zur Klärung eines Sachverhaltes zu nutzen, indem sie ein Repertoire operativer und analytischer Umgangs- und Erschließungsformen kennen gelernt, erprobt und angewandt haben. Bei den didaktisch-methodischen Leitvorstellungen wird eine bewusste Methodenwahl gefordert. Es sollen Lernarrangements praktiziert werden, die sowohl die sachbezogen - mitgestaltende Eigenaktivität der Schüler fördern und einfordern, als auch jene Lernarrangements, die in sämtlichen Lernfeldern des Deutschunterrichts über den Unterricht hinaus allen Kindern konkrete sprachbezogene und strategische Hilfen und Anregungen für die sog. außerschulische Lebenswirklichkeit bieten.

2.3 Sachanalyse

Lyrik ist nach http://lexikon.meyers.de/wissen/Lyrik neben Epik und Dramatik die dritte literarische Hauptgattung. Sie ist gekennzeichnet durch Verse in metrisch-rhythmischer Sprache, häufig, aber nicht zwingend durch den Reim und den Einsatz von rhetorischen Figuren. Die Lyrik zeigt großen Formenreichtum: Elegie, Gedicht, Hymne, Lied, Ode, Sonett u. a. Eine Sonderform ist die Ballade (mit lyrischen, epischen und dramatischen Elementen).

Kinderlyrik ist ein selbstständiger Bereich wie die Erwachsenenlyrik (Reger, 33). Kinderlyrik und Erwachsenenlyrik haben die gleichen konstitutiven Elemente, Formen und Themen sowie gleichartige Funktionen und Intentionen. Nach Forytta, Hanke (1993, 19) lassen sich folgende wichtige Kriterien ableiten, die das Genre Kinderlyrik ausmachen:

- Kinderlyrik ist vor allem von einem Autor ausdrücklich für Kinder verfasst. Der Adressatenbezug wird auf irgendeine Weise signalisiert und der Text entsprechend präsentiert.
- Die Themen und Motive sind entweder dem Lebensbereich des Kindes unmittelbar entnommen, oder sie werden durch einen besonderen Kunstgriff (z.B. Anknüpfen an eine konkrete Alltagssituation, Wahl einer einfachen Form, Personifizierung…) in seinen Erfahrungshorizont gebracht.
- Bevorzugt werden überschaubare Gliederung, einfaches Metrum, Endreim, Wiederholungen, Kehrreim, deutliche Kontraste u. ä.
- Die Abweichungen vom umgangssprachlichen und traditionell literarischen Sprachgebrauch sind in der Regel gering. Häufiges Stilmittel ist die Umschreibung des Gemeinten in der Form der Verrätselung.
- Selbst in belehrenden oder provozierenden Texten bleibt meist noch ein optimistischer Grundtenor, die Zustimmung zur Welt und zum Leben ist spürbar.
- Der entscheidende Unterschied zur Lyrik für Erwachsene liegt im Abstraktionsgrad. Die meisten Gedichte haben Zeigecharakter und führen zur Reflexion, während die für Erwachsene meist das Ergebnis einer Reflexion vorstellen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Begegnung mit dem Gedicht "Herbst ist..." von Bernhard Lins
Hochschule
Staatliches Studienseminar für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen in Kusel
Note
2,7
Autor
Jahr
2008
Seiten
12
Katalognummer
V132636
ISBN (eBook)
9783640556878
ISBN (Buch)
9783640557714
Dateigröße
497 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese Arbeit enthält die komplette Unterrichtsvorbereitung incl. einer Verlaufsplanung.
Schlagworte
Gedicht, Grundschule, Handlungsorientierung, Kinderlyrik, Lyrik, Jahreszeiten, Herbst
Arbeit zitieren
Sebastian Stark (Autor), 2008, Begegnung mit dem Gedicht "Herbst ist..." von Bernhard Lins, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132636

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