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Diagnose und Therapie von Schulterinstabilitäten im Handballsport

Title: Diagnose und Therapie von Schulterinstabilitäten im Handballsport

Examination Thesis , 2023 , 86 Pages , Grade: 2,6

Autor:in: Julian Tröller (Author)

Sport - Sport Medicine, Therapy, Nutrition
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Die in den letzten Jahrzehnten zunehmende Physis und Dynamik des Handballspiels führt auch zu einer stärkeren Belastung des gesamten Bewegungsapparates. Hierbei ist das Schultergelenk nach dem Kniegelenk und dem Sprunggelenk das am häufigste betroffene Areal des Körpers im Hochleistungshandball.

Da ein Großteil dieser Verletzungen durch (Sub)Luxationen im glenohumeralen Gelenk entstehen, befasst sich diese Arbeit mit der Diagnose und der anschließenden Therapie von Schulterinstabilitäten speziell im Handballsport. Hierbei sollen verschiedene Diagnoseinstrumente und Testverfahren erläutert werden, um die Stabilität der Schulter und den Erfolg möglicher Therapiekonzepte zielgerichtet beurteilen zu können. Dabei ist es wichtig, zunächst die anatomischen Eigenschaften des glenohumeralen Gelenks zu diskutieren, um später auf die Klassifizierung und Behandlungsmöglichkeiten von Instabilitäten an sich einzugehen.

Bei der Recherche wurde deutlich, dass sich die meisten Studien auf andere Sportarten wie Tennis oder Baseball beziehen. Entsprechend wird im Rahmen dieser Arbeit ein Transfer auf den Handballsport versucht, um die bestehenden Behandlungskonzepte sportartspezifisch einzuordnen. Bei der Recherche wurde bereits deutlich, dass Überkopfsportler (speziell Handballer) bei gleicher Pathologie und gleichem Therapiekonzept jedoch unterschiedliche Rezidivraten aufweisen.

Diese Arbeit versucht nun die Gründe hierfür weiter zu erforschen und ggf. Behandlungsalternativen aufzuzeigen, um auch bei einer „Hochrisikosportart für Schulterluxationen“ wie Handball die bestmögliche Therapie zu gewährleisten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Problemrelevante Grundlagen

2.1 Das Schultergelenk

2.1.1 Anatomischer Aufbau des Schultergelenks

2.1.2 Instabilitäten im Schultergelenk

2.2 Handballspezifische Bewegungsmuster

2.3 Welche Rolle spielt die Schulter im Handballsport?

3 Forschungsfragen

3.1 Welche Belastung entsteht beim Handballsport in der Schulter?

3.2 Welche Verletzungsmuster im Bezug aus Instabilitäten treten beim Handball auf?

3.3 Welche Behandlungsmethoden stehen zur Verfügung?

4 Methodische Vorgehensweise

4.1 Suchbegriffe/Datenbanken

4.2 Einschluss- & Ausschlusskriterien

4.3 Dokumentation der Recherche

5 Ergebnisse

5.1 Überblick über die ausgewählten Studien

5.2 Analyse der ausgewählten Studien

6 Diskussion

6.1 Wie helfen die Studienergebnisse, unsere Forschungsfragen zu beantworten?

6.2 Wie können Instabilitäten im Handballsport diagnostiziert und therapiert werden?

7 Zusammenfassung

7.1 Zentrale Aussagen

7.2 Ausblick auf mögliche Fortsetzungen der Arbeit

8 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Diagnose und Therapie von Schulterinstabilitäten bei Handballsportlern. Dabei steht die Analyse aktueller medizinischer Studien im Vordergrund, um zielgerichtete Ansätze zur Prävention und Rehabilitation innerhalb dieser Hochrisikosportart für Schulterluxationen zu identifizieren und sportartspezifisch einzuordnen.

  • Anatomische und physiologische Grundlagen des Schultergelenks
  • Analyse handballspezifischer Bewegungsabläufe und Belastungsmuster
  • Vergleich operativer und konservativer Therapiemethoden
  • Systematische Recherche und Auswertung wissenschaftlicher Studien
  • Rehabilitation und Return-to-Sport-Prozesse nach Schulterverletzungen

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Anatomischer Aufbau des Schultergelenks

Die Schulter besteht im Allgemeinen aus zwei Gelenken. Hierzu gehören das AC-Gelenk („Akromioklavikulargelenk“), welches hauptsächlich für die vertikale Beweglichkeit verantwortlich ist und das obere Ende des Schulterblatts (Acromion) mit dem Schlüsselbein (Clavicula) miteinander verbindet, sowie das Glenohumeralgelenk. Zweiteres ist ein Kugelgelenk und verbindet den Oberarmkopf (Humerus) mit der Gelenkpfanne (Glenoid). Anders als beispielsweise das Hüftgelenk, welches ebenfalls ein Kugelgelenk ist, fällt hierbei jedoch das Missverhältnis zwischen dem großen Humeruskopf und der vergleichsweise kleinen Gelenkpfanne. Während die Gelenkfläche des Humeruskopfes (ca. 24 cm² etwa um das 4-fache größer ist als die Gelenkfläche der Schulterpfanne (ca. 6 cm²), wird diese zusätzlich von der sogenannten Gelenklippe (Labrum) umfasst, um dem Humeruskopf mehr Halt zu geben. Zusätzlich sind die Gelenkpfanne sowie der Humeruskopf von einem weißlich glänzendem Knorpel überzogen und werden von einer Kapsel aus Bindegewebe umhüllt. (Kipping, 2016, S. 10–11)

Innerhalb der Gelenkkapsel wird zudem die sogenannte Gelenkschmiere (Synovialflüssigkeit) gebildet, welche für ein ordentliches Gleiten der Gelenkpartner untereinander verantwortlich ist. Als Puffer dienen eine Reihe von Schleimbeuteln (Bursae), welche als Gleitschicht zwischen den einzelnen Gewebegruppen zu verstehen sind. Nennenswert ist hier sicherlich der Schleimbeutel unter dem Acromion (bursa subacromialis), da dieser aufgrund der hohen Belastung häufig von Entzündungen betroffen ist. (Ostermaier, 2021)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die medizinische Relevanz von Schulterverletzungen im Handballsport und definiert die Zielsetzung der Arbeit unter Berücksichtigung sportartspezifischer Besonderheiten.

2 Problemrelevante Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert den anatomischen Aufbau der Schulter und analysiert die spezifischen Bewegungsmuster im Handball, die zu chronischen oder traumatischen Instabilitäten führen können.

3 Forschungsfragen: Hier werden basierend auf den Grundlagen drei zentrale Forschungsfragen formuliert, die sich auf Belastungsursachen, Verletzungsmuster und verfügbare Behandlungsoptionen beziehen.

4 Methodische Vorgehensweise: Das Kapitel beschreibt das systematische Vorgehen bei der Literaturrecherche, einschließlich der verwendeten Datenbanken und der gewählten Ein- sowie Ausschlusskriterien für die Studienanalyse.

5 Ergebnisse: Hier werden die Ergebnisse der ausgewählten Studien tabellarisch erfasst und hinsichtlich ihrer methodischen Qualität sowie ihrer zentralen Erkenntnisse für die klinische Praxis analysiert.

6 Diskussion: Die Diskussion verknüpft die gewonnenen Studienergebnisse mit den Forschungsfragen, bewertet verschiedene Behandlungsmethoden und leitet Handlungsempfehlungen für die Praxis ab.

7 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse sowie einem Ausblick auf weiterführende Forschungsfelder, wie beispielsweise anatomische Varianten des Kapsel-Labrum-Komplexes.

Schlüsselwörter

Handball, Schulterinstabilität, Schulterluxation, Labrumläsion, Bankart-Repair, Latarjet-Operation, Rehabilitation, Return-to-Sport, Glenohumeralgelenk, konservative Therapie, operative Stabilisierung, Verletzungsprävention, Biomechanik, Kapselfunktion, Rotatorenmanschette.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Diagnose und den verschiedenen Therapiemöglichkeiten bei Schulterinstabilitäten im Handballsport, um verletzten Athleten eine Rückkehr in ihren Sport zu ermöglichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Schwerpunkte liegen auf der Anatomie des Schultergelenks, den spezifischen handballerischen Belastungsmustern, dem Vergleich chirurgischer Eingriffe und der systematischen Rehabilitation nach Luxationen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, evidenzbasierte Erkenntnisse aus der aktuellen Literatur zu extrahieren, um zu bewerten, welche Behandlungsansätze für Handballer bei Schulterinstabilitäten am erfolgreichsten sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse (Review), bei der wissenschaftliche Datenbanken wie PubMed und Cochrane nach einschlägigen Studien durchsucht und qualitativ ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl die theoretischen Grundlagen des Gelenkaufbaus als auch konkrete Studien zu operativen Verfahren wie dem Bankart-Repair oder der Latarjet-OP sowie Rehabilitationsprotokolle analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Handball, Schulterinstabilität, Bankart-Repair, Latarjet-OP, Return-to-Sport und Verletzungsprävention charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Scapula bei der Schulterstabilität?

Die Scapula bildet die Basis der Gelenkführung. Fehlfunktionen, wie die sogenannte Scapuladyskinesie, können die Zentrierung des Humeruskopfes stören und so das Risiko für Instabilitäten signifikant erhöhen.

Warum ist das Alter bei der Therapieentscheidung wichtig?

Jüngere Sportler weisen bei konservativen Therapieansätzen statistisch deutlich höhere Rezidivraten (Wiederholungs-Luxationen) auf, weshalb bei jungen Leistungssportlern frühzeitiger über operative Stabilisierungen nachgedacht wird.

Was unterscheidet den Bankart-Repair von der Latarjet-OP?

Der Bankart-Repair ist der Goldstandard zur arthroskopischen Kapsel-Labrum-Fixierung bei Weichteildefekten, während die Latarjet-Operation durch eine Knochenverlagerung (Korakoidtransfer) bei ausgeprägten knöchernen Defekten für zusätzliche Stabilität sorgt.

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Details

Title
Diagnose und Therapie von Schulterinstabilitäten im Handballsport
College
Technical University of Darmstadt  (Institut für Sportwissenschaft)
Course
Sportmedizinische Grundlagen
Grade
2,6
Author
Julian Tröller (Author)
Publication Year
2023
Pages
86
Catalog Number
V1326469
ISBN (PDF)
9783346891297
ISBN (Book)
9783346891303
Language
German
Tags
Schulter Handball Instabilität Luxation Sport Medizin
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julian Tröller (Author), 2023, Diagnose und Therapie von Schulterinstabilitäten im Handballsport, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1326469
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