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Armutsbekämpfung in der Europäischen Union. Soziale Sicherheit und soziale Dienste in Europa

Title: Armutsbekämpfung in der Europäischen Union. Soziale Sicherheit und soziale Dienste in Europa

Seminar Paper , 2011 , 12 Pages , Grade: 1,00

Autor:in: Markus Dörn (Author)

Politics - Topic: European Union
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Die Seminararbeit zur Lehrveranstaltung „Soziale Sicherheit und soziale Dienste in Europa“ befasst sich mit dem Thema Armutsbekämpfung in der EU. Dabei untersucht sie auch die Armutsbekämpfung und Armutsentwicklung in Österreich. Die Themen können aufgrund des Umfangs der Arbeit jedoch nur oberflächlich behandeln werden. Das Thema wurde ausgewählt, weil die Auseinandersetzung mit Armut und sozialer Ungleichheit ein zentraler Aspekt der sozialen Arbeit darstellt und sich die Ungleichverteilung zunehmend verschärft.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

3. Der Lissabon Vertrag

4. Armutsbekämpfung in Österreich

4.1. Armuts- und Reichtumsentwicklung

4.2. Arbeitslosigkeit und Armut

4.3. Armutsbekämpfung durch das Bildungssystem

5. Die neue Armut

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit befasst sich mit den Strategien zur Armutsbekämpfung in der Europäischen Union sowie spezifisch in Österreich, wobei der Fokus auf den Ursachen für Armut und der Rolle sozialer Sicherungssysteme liegt.

  • Grundlegende Begriffsbestimmungen von Armut und sozialer Ausgrenzung
  • Die Implementierung und Zielsetzungen des Vertrags von Lissabon
  • Armutsdynamiken und Arbeitsmarktbeziehungen in Österreich
  • Die Bedeutung des Bildungssystems als präventiver Faktor gegen Armut
  • Einfluss technologischer Entwicklungen auf die soziale Ungleichheit

Auszug aus dem Buch

4.2. Arbeitslosigkeit und Armut

Arbeitslosigkeit ist eine der Hauptursachen für Armut, wovon vor allem langzeitarbeitslose Menschen betroffen sind. Ist die Arbeitslosigkeit nach weniger als sechs Monaten wieder beendet, gilt ein Risiko von 16% Armutsgefährdung. Langzeitarbeitslose (ab 12 Monaten Arbeitslosigkeit) haben bereits ein 36% Risiko in Armut zu geraten. (Vgl. Knapp/Pichler 2008: 591)

Der Zugang zum Arbeitsmarkt stellt aber nur einen, wenn auch sehr wichtigen, Aspekt der sozialen Integration dar. Neben einer Erwerbstätigkeit sind auch Wohnen, Bildung, die zur Verfügung stehenden Netzwerke, die Nutzung von Kindertagesbetreuung, der Zugang zu Pflege und Betreuung usw. essenziell. Eine Arbeitsstelle allein muss also nicht aus der Armut führen. Im Jahr 2006 waren ca. 250.000 Personen arm trotz der Integration in den Arbeitsmarkt und gelten deshalb als „Working Poor“, das heißt die Summe der Einkommen und Einnahmen liegt unter der Armutsgefährdungsschwelle. Im europäischen Vergleich ist der Prozentsatz der „Working Poor“ in Österreich hoch. In Deutschland liegt er bei 4 % in Österreich bei 8 % der Beschäftigten zwischen 20 und 65. (Vgl. Knapp/Pichler 2008: 617ff)

Die Zahl der BezieherInnen der offenen Sozialhilfe ist von 1997-2004 um 102% gestiegen. Von 2002-2004 stieg die Zahl der KlientInnen in Wien um 47%, 30% davon waren von „Working Poor“ betroffen. Die BezieherInnen sind meist langzeitarbeitslos, immigriert oder schlecht ausgebildet. Diese hohe Zunahme an KlientInnen führte zu Wartezeiten von 6 bis 8 Wochen. In der Beschäftigungspolitik steht seit Beginn der 1990er Jahre die vermittlungsunterstützende Funktion im Vordergrund. Nur in wenigen Bereichen der innovativen Beschäftigungspolitik wird auf die ganzheitlichen Aspekte für die Inklusion Wert gelegt. Nicht nur die fachliche Qualifikation ist für die Einbindung in den Arbeitsmarkt nötig, sondern auch soziale Kompetenzen, Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Flexibilität, Belastbarkeit etc. (Vgl. Knapp/Pichler 2008: 621ff)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Kurze Hinführung zum Thema Armutsbekämpfung in der EU und Österreich sowie Begründung der Themenwahl aufgrund der Relevanz für die Soziale Arbeit.

2. Definitionen: Erläuterung des Armutsbegriffs durch die EU und die Bedeutung des Existenzminimums sowie des Konzepts der sozialen Ausgrenzung.

3. Der Lissabon Vertrag: Darstellung der Entwicklung europäischer Sozialpolitik und der Koordinierung nationaler Anstrengungen zur Armutsbekämpfung mittels der OMK.

4. Armutsbekämpfung in Österreich: Analyse der sozioökonomischen Lage in Österreich, insbesondere im Hinblick auf Reichtumskonzentration und die Problematik von Working Poors.

4.1. Armuts- und Reichtumsentwicklung: Untersuchung der Einkommensschere und der gefährdeten Personengruppen in Österreich.

4.2. Arbeitslosigkeit und Armut: Darstellung des Zusammenhangs zwischen langjähriger Arbeitslosigkeit und Armutsrisiko sowie der Unzureichendheit von Erwerbsarbeit als alleiniges Mittel gegen Armut.

4.3. Armutsbekämpfung durch das Bildungssystem: Erörterung der Rolle von Bildungsungleichheit als Reproduktionsmechanismus für gesellschaftliche Armut.

5. Die neue Armut: Diskussion über den Einfluss technologischer Veränderungen und Informationstechnologie auf die wachsende Einkommenskluft.

6. Zusammenfassung: Abschlussbetrachtung der Herausforderungen für die Sozialpolitik und das Bildungssystem im Kampf gegen soziale Exklusion.

Schlüsselwörter

Armut, Soziale Ausgrenzung, Lissabon-Prozess, Österreich, Bildungssystem, Arbeitslosigkeit, Working Poor, soziale Sicherheit, soziale Gerechtigkeit, Einkommensungleichheit, Inklusion, Beschäftigungspolitik, Existenzminimum, Armutsgefährdung, Sozialpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Strategien zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung innerhalb der Europäischen Union mit einem besonderen Fokus auf die Situation in Österreich.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die EU-sozialpolitischen Rahmenbedingungen, die Einkommens- und Armutsentwicklung in Österreich, die Problematik der "Working Poor" sowie die Rolle des Bildungssystems.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Wirksamkeit aktueller Ansätze zur Armutsreduktion zu beleuchten und aufzuzeigen, warum Erwerbsarbeit allein heute oft nicht mehr vor Armut schützt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Auswertung von statistischen Daten sowie sozialpolitischen Dokumenten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Lissabon-Vertrag, die spezifischen Armutsdynamiken in Österreich, die Bedeutung von Bildung als Inklusionsfaktor und die Auswirkungen technologischer Entwicklungen auf die Arbeitswelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Armut, soziale Exklusion, Working Poor, Bildungsgerechtigkeit, Lissabon-Prozess und soziale Sicherheit.

Warum spielt das Bildungssystem in dieser Analyse eine so große Rolle?

Der Autor argumentiert, dass das aktuelle Schulsystem durch Selektion und mangelnde Durchlässigkeit Armut eher reproduziert, anstatt Chancengleichheit zu fördern, was Bildungsreformen unerlässlich macht.

Was versteht der Autor unter „Neuer Armut“?

Der Begriff bezieht sich auf die Beobachtung, dass technologische Fortschritte und die Digitalisierung die Einkommensschere vergrößern und selbst qualifizierte Arbeitsverhältnisse in unsicheren Rahmenbedingungen enden können.

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Details

Title
Armutsbekämpfung in der Europäischen Union. Soziale Sicherheit und soziale Dienste in Europa
College
University of Applied Sciences Vorarlberg
Course
Soziale Sicherheit und soziale Dienste in Europa
Grade
1,00
Author
Markus Dörn (Author)
Publication Year
2011
Pages
12
Catalog Number
V1326496
ISBN (PDF)
9783346813619
ISBN (Book)
9783346813626
Language
German
Tags
Armutsbekämpfung Lissabon Vertrag Armutsbekämpfung in Österreich neue Armut
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Dörn (Author), 2011, Armutsbekämpfung in der Europäischen Union. Soziale Sicherheit und soziale Dienste in Europa, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1326496
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