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Die Anfänge der Pille in Deutschland. Euphorie und Skepsis in den 1960er bis 1980er Jahren

Titel: Die Anfänge der Pille in Deutschland. Euphorie und Skepsis in den 1960er bis 1980er Jahren

Hausarbeit , 2021 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Lisa Charlotte Hartmann (Autor:in)

Medizin - Geschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Hausarbeit setzt sich mit der gesellschaftlichen Kontroverse rund um die Einführung der Pille in Deutschland auseinander. Beleuchtet werden die 1960er bis 1980er Jahre, da vor allem in diesen Jahrzehnten die Pille Auslöser gesellschaftlicher Diskussionen und Veränderungen ist. In diesem Sommer feiert die Pille in Deutschland ihren 60. Geburtstag. Sie ist hier das am häufigsten genutzte Verhütungsmittel und jede dritte Frau im gebärfähigen Alter nimmt sie regelmäßig ein. In den Jahren seit ihrer Einführung in den deutschen Markt gilt sie auch als Initiator vieler gesellschaftlich wichtiger Prozesse.

Zunächst erfolgt eine Einführung in das Thema mit einer Definition, einer Beschreibung der Anwendung und den möglichen Nebenwirkungen der Pille. Anschließend werden ihre Anfänge seit der Markteinführung in Deutschland beschrieben und auf die historisch mit ihr verbundenen Entwicklungen eingegangen. Danach erfolgt der Übergang in die 1970er und 1980er Jahre sowie die mit dem Verhütungsmittel und dessen Image in Verbindung stehenden gesellschaftlichen Prozesse. Das Ziel dieser Hausarbeit besteht darin, genannte Gegensätze der behandelten Jahrzehnte aufzuzeigen, gegenüberzustellen und daraus die gesellschaftlich historische Bedeutung der Pille seit ihren Anfängen in Deutschland herauszuarbeiten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition, Anwendung und mögliche Nebenwirkungen

3 Einführung der Pille in Deutschland

3.1 Erste Reaktionen auf die Markteinführung

3.2 Die Pillenrevolution – gesellschaftlicher Wandel

4 Kontroversen der 1970er und 1980er Jahre

5 Gegenüberstellung der Jahrzehnte

6 Fazit

Zielsetzung & Forschungsthemen

Die vorliegende Arbeit untersucht die gesellschaftliche Kontroverse rund um die Einführung der Pille in Deutschland zwischen den 1960er und 1980er Jahren, um die historischen Entwicklungen sowie den stetigen Wandel im Image und der Wahrnehmung dieses Verhütungsmittels herauszuarbeiten.

  • Gesellschaftlicher Wandel und die Rolle der Pille als Katalysator
  • Vergleich der Akzeptanz und moralischen Bewertung in verschiedenen Jahrzehnten
  • Medizinische Aspekte, Nebenwirkungen und deren Einfluss auf das öffentliche Image
  • Konfliktlinien zwischen der jungen Generation und etablierten gesellschaftlichen Normen
  • Langfristige Bedeutung der Pille für Familienplanung und sexuelle Selbstbestimmung

Auszug aus dem Buch

3.1 Erste Reaktionen auf die Markteinführung

Im Jahr 1960 kommt die Pille erstmals in den Vereinigten Staaten auf den Markt.

Da das Medikament dort sehr gut ankommt, macht sich das Pharmaunternehmen „Schering AG“ in Berlin an die Entwicklung eines europäischen Präparats, was ihnen auch gelingt (vgl. Sieg 1996, S. 135). Am 01.06.1961 wird die Pille schließlich auch in den deutschen Markt eingeführt. Das Produkt heißt „Anovlar“, was ein zusammengesetztes Wort aus den Silben „An“ (eine griechische Verneinungsform) und „Ovlar“ (Anlehnung an den Begriff Ovulation) ist. Der Name des Medikaments beschreibt damit bereits die Wirkung, nämlich den bei der Einnahme ausbleibenden Eisprung (vgl. Sieg 1996, S. 143).

Obwohl die Pille einen großen Meilenstein beim Thema Schwangerschaftsverhütung darstellt, wird sie in den ersten Jahren aufgrund von Skepsis und Vorurteilen nur sehr zögerlich von der deutschen Bevölkerung angenommen. Die allgemeinen Vorbehalte bewirken, dass das Verhütungsmittel anfänglich unter dem Deckmantel der Minderung von Menstruationsbeschwerden vermarktet wird und es erst einmal nur für verheiratete Frauen verfügbar ist. In der Zeitung taucht immer wieder der negativ konnotierte Begriff „Anti-Baby-Pille“ auf, welcher sich in den Köpfen der Menschen festsetzt und sich dort bis heute hält (vgl. Asbell 1998, S. 220).

Weitere Gründe für die anfänglich zögerliche Akzeptanz sind die Tatsachen, dass die Thematisierung von Sexualität immer noch ein großes Tabu darstellt und darüber hinaus die Wirkungsweise der Pille viele Frauen abschreckt, da sie unsichtbar auf den Körper wirkt (vgl. Sieg 1996, S. 141). Viele deutsche Bürger sind demnach zunächst skeptisch hinsichtlich der Fragestellung, ob die Pille für die breite Bevölkerung verfügbar gemacht werden sollte (s. Abb. 1).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Relevanz der Pille als Verhütungsmittel sowie Einordnung der Zielsetzung der Hausarbeit bezüglich der gesellschaftlichen Kontroversen.

2 Definition, Anwendung und mögliche Nebenwirkungen: Erläuterung der technischen Funktionsweise der hormonellen Kontrazeption sowie Aufzählung von positiven Effekten und gesundheitlichen Risiken.

3 Einführung der Pille in Deutschland: Dokumentation der Markteinführung von „Anovlar“ und der anfänglich zögerlichen gesellschaftlichen Aufnahme durch Skepsis und Moralvorstellungen.

4 Kontroversen der 1970er und 1980er Jahre: Analyse des Paradigmenwechsels, in dem das Image der Pille durch medizinische Bedenken und eine zunehmend kritische Frauenbewegung belastet wurde.

5 Gegenüberstellung der Jahrzehnte: Systematischer Vergleich zwischen der Euphorie der 60er Jahre und der differenzierteren Auseinandersetzung in den 70er und 80er Jahren.

6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Pille als gesellschaftliches Symbol, das trotz negativer Effekte die moderne Lebens- und Karriereplanung nachhaltig transformiert hat.

Schlüsselwörter

Antibabypille, Hormonpräparat, Anovlar, Geschlechterrollen, 68er-Bewegung, Sexualität, Familienplanung, Nebenwirkungen, gesellschaftlicher Wandel, Kontrazeption, Selbstbestimmung, Skepsis, Emanzipation, Pharmaziegeschichte, Moralvorstellungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die gesellschaftliche und kulturelle Rezeption der Antibabypille in Deutschland von ihrer Einführung 1961 bis in die 1980er Jahre.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die moralischen Debatten, die Veränderung der Frauenrollen, der Generationskonflikt zwischen Eltern und der 68er-Generation sowie die medizinische Risikowahrnehmung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, die Entwicklung der Pille vom anfänglichen Befreiungssymbol zu einem kritisch hinterfragten Medikament aufzuzeigen und die gesellschaftshistorische Bedeutung für Deutschland einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung historischer Umfragedaten, um die Stimmung in der Bevölkerung zu verschiedenen Zeitpunkten zu belegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine medizinische Definition, die Geschichte der Markteinführung, die soziologischen Auswirkungen der „Pillenrevolution“ sowie eine Gegenüberstellung der Meinungsbilder über die Jahrzehnte hinweg.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind gesellschaftlicher Wandel, hormonelle Verhütung, sexuelle Selbstbestimmung, Emanzipation und das historische Image des Kontrazeptivums.

Warum wurde das Produkt „Anovlar“ genannt?

Der Name setzt sich aus „An“ (Verneinungsform) und „Ovlar“ (Anlehnung an Ovulation) zusammen und beschreibt damit die primäre Wirkung: das Ausbleiben des Eisprungs.

Was war der sogenannte „Pillenknick“?

Dies ist ein Begriff für den massiven Geburtenrückgang, der zeitlich mit der breiten Verfügbarkeit der Pille korrelierte, wobei die Arbeit einschränkend feststellt, dass die Pille nicht der alleinige Grund für diesen Rückgang war.

Wie veränderte sich die Rolle des Mannes im Kontext der Pille?

Die Arbeit thematisiert, dass viele Männer die Verantwortung für die Verhütung zunehmend an die Frau abgaben, was bei vielen Frauen zu einer physischen und psychischen Belastung führte.

Welchen Einfluss hatte der Contergan-Skandal auf das Image der Pille?

Die durch Contergan ausgelöste Angst vor neuen Medikamenten wirkte sich negativ auf das Vertrauen in die Pille aus und führte zu einer zögerlicheren Akzeptanz in der Bevölkerung.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Anfänge der Pille in Deutschland. Euphorie und Skepsis in den 1960er bis 1980er Jahren
Hochschule
Hochschule Fresenius Frankfurt
Note
1,3
Autor
Lisa Charlotte Hartmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
14
Katalognummer
V1326699
ISBN (PDF)
9783346816498
ISBN (Buch)
9783346816504
Sprache
Deutsch
Schlagworte
anfänge pille deutschland euphorie skepsis jahren
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lisa Charlotte Hartmann (Autor:in), 2021, Die Anfänge der Pille in Deutschland. Euphorie und Skepsis in den 1960er bis 1980er Jahren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1326699
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Leseprobe aus  14  Seiten
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