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Notwendigkeit und Gestaltungsmöglichkeiten für die Steuerung von operativen Bankrisiken

Title: Notwendigkeit und Gestaltungsmöglichkeiten für die Steuerung von operativen Bankrisiken

Term Paper , 2009 , 30 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Deniz Ataman (Author)

Business economics - Controlling
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Summary Excerpt Details

Die Weltweite Bankenbranche erlebte 2008 die schwerste Finanzkrise seit Jahrzehnten. Ein globaler Zusammenbruch der Finanzsysteme konnte nur durch ein drastisches einschreiten von Seiten der Regierungen und Zentralbanken abgewendet werden. Das Vertrauen in die Stabilität der internationalen Finanzmärkte wurde insbesondere durch die Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 nachhaltig erschüttert. Noch immer sind die Finanzmärkte von ungewöhnlicher Illiquidität und Volatilität gekennzeichnet. Vor diesem Hintergrund einer zu erwartenden Neuordnung der Finanzmärkte sowie der Bankenlandschaft, haben Kreditrisikomanagement und Risikocontrolling an Wichtigkeit hinzugewonnen.
In den letzten Jahren wuchs der Preisdruck im Bankensektor, der damit verbundene Konkurrenzkampf sowie Forderungen nach immer höheren Renditen von Seite der Kapitalgeber haben die Wirkungsstärke und das Wirkungsfeld Bankspezifischer Unsicherheiten erhöht. In solch einem Marktumfeld und vor der Kulisse einer weiterhin schwelenden Finanz- Banken und Wirtschaftskrise wird die Notwendigkeit einer verantwortungsbewussten, aktiven und nachhaltigen Steuerung von Risiken im Bankgewerbe umso deutlicher.
In dieser Hausarbeit wird ein Einblick in die Risiken des Bankgewerbes und deren Steuerungsmöglichkeiten gegeben. In Kapital 2 wird zunächst eine Übersicht der für diese Arbeit wesentlichen Begrifflichkeiten gegeben. Im Anschluss daran wird eine Systematisierung vorhandener Risikopotenziale in Banken unter Veranschaulichung verschiedener Abbildungen gegeben. In Kapital 3 werden hierbei insbesondere die operativen Bankrisiken definiert, differenziert und auf die wesentlichen Merkmale eingegangen. Besonderes Augenmerk wird in diesem Zusammenhang, exemplarisch für die operativen Bankrisiken, auf einzelgeschäfts bezogene Ausfallrisiken im Kreditbereich gelegt. In Kapitel 4 wird dieser Schwerpunkt aufgegriffen und weitergeführt. Es wird zunächst auf die Quantifizierung von Ausfallrisiken eingegangen und hierbei die Verbindung von einzelgeschäftsbezogener und gesamtbankbezogener Steuerung hervorgehoben werden. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffliche Abgrenzungen

2.1 Bank

2.2 Risiko

2.2.1 Risiken im Bankbetrieb

2.2.2 Operative Bankrisiken

2.3 Risikosteuerung

3 Kennzeichen operativer Bankrisiken

3.1 Risiken im externen Leistungsbereich

3.1.1 Überblick bankbetriebswirtschaftlicher Erfolgsrisiken

3.1.2 Ausfallrisiken

3.2 Risiken im internen Leistungsbereich

4 Kreditausfallrisiko und seine Steuerung

4.1 Wesen des Kreditausfallrisikos

4.2 Quantifizierungen des Kreditausfallrisikos

4.3 Einzelgeschäftsbezogene Steuerungselemente

5 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit und die Gestaltungsmöglichkeiten für die Steuerung operativer Bankrisiken, insbesondere im Bereich der Ausfallrisiken im Kreditgeschäft, unter Berücksichtigung aktueller Marktentwicklungen und regulatorischer Anforderungen.

  • Grundlegende Definition von Bank, Risiko und Risikosteuerung im Bankbetrieb.
  • Systematisierung operativer Bankrisiken (interner vs. externer Leistungsbereich).
  • Detaillierte Analyse des Kreditausfallrisikos und dessen Quantifizierung mittels Value-at-Risk.
  • Untersuchung aktiver und passiver Steuerungsinstrumente auf Einzelgeschäftsebene.
  • Kritische Würdigung der Risikomanagement-Methoden im Kontext der Finanzmarktkrise.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Ausfallrisiken

Die Bedeutung von Ausfallrisiken im Bankbetrieb hat im Zuge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise dramatisch zugenommen. Weltweit mussten Kreditinstitute Wertminderungen und Ausfälle ihrer Finanzaktiva verzeichnen. Dabei wurden die größten Verluste im Darlehensgeschäft und im Bereich verbriefter Wertpapiere verbucht. Ohne das Eingreifen staatlicher Institutionen wären viele Kreditinstitute in nicht lösbare Situationen gebracht worden, die letzten Endes Insolvenzen und systematische Einbrüche bedingt hätten.24 Als Beispiel ist hierbei die ehemalige Investmentbank Lehman Brothers zu nennen, die durch den Ausfall verschiedener Positionen im Bereich der Kreditderivate Verluste in Milliardenhöhe erzielte und nun in ihrer ursprünglichen Form nicht mehr existiert. Die Insolvenz von Lehman Brothers führte dabei zu hohen Kursverlusten anderer Kreditinstitute, die Papiere von Lehman Brothers in ihrem Portfolio hatten.25

Ausfallrisiken beschreiben üblicherweise die Gefahr, dass eine Gegenpartei (Schuldner, Emittent) in Zahlungsschwierigkeiten gerät und ihren Verpflichtungen gar nicht, nicht zeitgerecht oder nur teilweise nachkommen kann.26 Die Literatur und das Bankaufsichtsrecht,27 benennen Ausfallrisiken in unterschiedlichen Varianten. In dieser Arbeit wird der Ansatz nach Schulte exemplarisch dargestellt werden, 28 (siehe Anhang. 2).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung skizziert den Kontext der globalen Finanzkrise und die daraus resultierende Notwendigkeit eines aktiven Risikomanagements in Banken.

2 Begriffliche Abgrenzungen: In diesem Kapitel werden die zentralen Termini Bank, Risiko und Risikosteuerung definiert und theoretisch eingeordnet.

3 Kennzeichen operativer Bankrisiken: Hier erfolgt eine Systematisierung operativer Risiken in internen und externen Leistungsbereichen, wobei ein Schwerpunkt auf Ausfallrisiken gelegt wird.

4 Kreditausfallrisiko und seine Steuerung: Das Kapitel behandelt die Quantifizierung des Kreditausfallrisikos sowie die Unterscheidung zwischen aktiven und passiven Steuerungselementen.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kritisiert insbesondere die Modellannahmen der Banken und deren Abhängigkeit von externen Ratingagenturen.

Schlüsselwörter

Operative Bankrisiken, Kreditausfallrisiko, Risikosteuerung, Value-at-Risk, Risikomanagement, Finanzmarktkrise, Ausfallwahrscheinlichkeit, Eigenkapitalrendite, Bonitätsprüfung, MaRisk, Bankbetrieb, Risikovorsorge, Einzelwertberichtigungen, Kreditderivate, Finanzintermediäre.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen und Strategien bei der Steuerung operativer Risiken in Kreditinstituten, mit einem Fokus auf Kreditausfallrisiken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Definition von Bankrisiken, die Systematisierung nach Leistungsbereichen, Methoden zur Risikomessung sowie Instrumente zur aktiven und passiven Risikosteuerung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein Grundverständnis für die Steuerung von Bankrisiken zu vermitteln und aufzuzeigen, wie Kreditinstitute auf existenzbedrohende Ausfallrisiken reagieren können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie auf die Veranschaulichung durch Modellrechnungen, insbesondere zur Quantifizierung mittels Value-at-Risk.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Systematisierung der Risiken (Kapitel 2 & 3) und die praktische Anwendung der Steuerungsinstrumente im Kreditgeschäft (Kapitel 4).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie Operative Bankrisiken, Kreditausfallrisiko, Value-at-Risk und Risikomanagement.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Ratingagenturen?

Der Autor übt scharfe Kritik daran, dass Banken und Aufsichtsbehörden sich lange Zeit kritiklos und nahezu fahrlässig auf die Einschätzungen der Ratingagenturen verlassen haben.

Warum ist die "Normalverteilungsannahme" bei Modellen kritisch zu sehen?

Laut Autor können statistische Verfahren auf Basis von Normalverteilungen Krisensituationen mit extremen Ausschlägen nicht adäquat abbilden, was die Risikovorsorge gefährlich unterdimensioniert.

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Details

Title
Notwendigkeit und Gestaltungsmöglichkeiten für die Steuerung von operativen Bankrisiken
College
University of Applied Sciences Bremen  (School of International Business (SiB))
Course
Strategisches und operatives Finanzcontrolling
Grade
1,7
Author
Deniz Ataman (Author)
Publication Year
2009
Pages
30
Catalog Number
V132730
ISBN (eBook)
9783640439409
ISBN (Book)
9783640439393
Language
German
Tags
Notwendigkeit Gestaltungsmöglichkeiten Steuerung Bankrisiken
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Deniz Ataman (Author), 2009, Notwendigkeit und Gestaltungsmöglichkeiten für die Steuerung von operativen Bankrisiken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132730
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