Gute Stimmung - gute Leistung, schlechte Stimmung - schlechte Leistung?


Referat (Ausarbeitung), 2003
6 Seiten, Note: 2

Leseprobe

Inhalt

Begriffsdefinition:

Einleitung:

Unterscheidung von Gefühl und Stimmung:

Auslösebedingungen:

Das Netzwerk-Modell von Bower und Cohen (1982)

Empirische Befunde zum Phänomen des „mood-state-dependent memory“ Effektes

Einfluss von Stimmungen auf das Ausmaß verfügbarer kognitiver Verarbeitungskapazität

Studie zu Stimmung und Leistung bei Aufgaben, die Anforderungen an das perzeptuelle System stellen

Studie zu Stimmung und Leistung bei Aufgaben, die Anforderungen an das konzeptuelle System stellen

Literatur:

Begriffsdefinition:

- Emotion ist der Oberbegriff für viele verschiedene Subkategorien, die das „subjektive Erleben bzw. das Zustandsbewusstsein“ bilden

Einleitung:

- in den Geisteswissenschaften des früheren Europa wurde rationales Denken als positiv beurteilt, da es im Gegensatz zu Emotionalität zu Erfolg führte
- Emotionalität würde parteiisch machen und würde klares Denken verhindern
- Frage ist, ob Emotionen tatsächlich leistungsfördernd sind oder gar hemmend sind, d.h. wie bedeutsam sie für kognitive Leistungen sind

Unterscheidung von Gefühl und Stimmung:

- für uns von Bedeutung ist zumindest die Unterscheidung der zwei Subkategorien Gefühl und Stimmung

Gefühl:

- sie sind intensiv und dominieren die Aufmerksamkeit
- in der Gestaltpsychologie werden Gefühle als Figur-Phänomene bezeichnet, die sich vom Grund abheben -> Figur-Grund-Verhältnis!
- Der Hintergrund tritt aufgrund der Aufmerksamkeit zurück

Stimmung:

- sie steht im Hintergrund, kann als Grund-Phänomen betrachtet werden, da sie weniger intensiv ist und das Verhalten nicht direkt beeinflusst; „Barometer des Ich“ (Jacobsen 1957), d.h. informiert über den aktuellen Zustand zwischen Person und Umwelt

- dennoch kann sie längerfristig bestehen oder auch kurzfristig

Auslösebedingungen:

Hedonische Ereignisse:

- d.h. erfreuliche, lustvolle Ereignisse, Vergnügungen
- in intersozialen Situationen, im Leistungsbereich und bei ästhetischen Reizen

Imaginative Tätigkeiten:

- vorgestellte hedonische Ereignisse, Über-sich-Nachdenken

Physiologische Veränderungen:

- hormonelle Schwankungen, körperliche Aktivität bzw. Desaktivität, Drogenkonsum, Tages- und Jahresrhythmus ( Abele, Brehm & Gall, 1991, Clark & Watson, 1988, Watson, 1988)

Das Netzwerk-Modell von Bower und Cohen (1982)

- Abb. 3 aus der Zeitschrift für Psychologie
- es wird versucht, Emotionen in das propositionale Netzwerk des Langzeitgedächtnisses, bekannt aus der Kognitionspsychologie, zu integrieren
- Konzepte werden als Knoten und die Beziehungen zwischen den Knoten werden als Relationen angesehen
- der Namensknoten umfasst Aspekte wie Wortklang, Schreibweise, etc.
- der Emotionsknoten „fear itself“ repräsentiert die erlebte Emotion, in diesem Knoten sind Ausdrucksverhalten, physiologische Erregung und emotionsbezogene Erlebnisse gespeichert
- hier treten ausschließlich Aspekte auf, die nur in den Zusammenhang mit dem Erleben des spezifischen emotionalen Zustandes gebracht werden
- der Konzeptknoten „concept of fear“ kann unabhängig von der momentanen emotionalen Befindlichkeit aktiviert werden, genauso wie der Namensknoten „word fear“
- dieser Konzeptknoten hat Relationen zu anderen Konzeptknoten und zu Knoten, die die Auslösungsbedingung der spezifischen Emotionen beinhalten
- diese Relationen sind unabhängig von der momentanen erlebten Emotion
- Konzept- und Namensknoten repräsentieren das emotionsbezogene Wissen
- aber Emotionsknoten stehen in direkter Beziehung zu eigenen Erlebnissen, weisen also einen starken Eigenbezug auf
- Bsp. von Bower -> Verbindung von Emotionsknoten „Trauer“ zum Ereignisknoten „Begräbnis des Vaters“
- Bower und Cohen nehmen an, dass der Mechanismus der Aktivationsausbreitung (Aktivation durch kognitive Bewertungen, bestimmte Ausdrucksverhalten, physiologische Reaktionen und durch Erwähnung eines spezifischen Emotionsbegriffs) ausschließlich den Namensknoten aktiviert
- bevor aber der Emotionsknoten aktiviert werden kann, müssen einfachste kognitive Prozesse ablaufen, die dann emotionale Interpretation bewirken, die schließlich den entsprechenden Emotionsknoten aktiviert
- d.h. dass die kognitiven Prozesse eine Interpretation herleiten, die besagt „was passiert alles auf der Welt“ und die emotionalen Interpretationen daraufhin „was man deshalb empfinden sollte“ besagen
- Bsp.: „Wenn ein Teilziel bereits erreicht ist, dann erhöhe die Intensität der Emotion Freude“
- jeder Emotionsknoten verfügt über eine Grundaktivation, dessen Intensität durch die emotionalen Interpretationen verändert wird

[...]

Ende der Leseprobe aus 6 Seiten

Details

Titel
Gute Stimmung - gute Leistung, schlechte Stimmung - schlechte Leistung?
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Mathematisch-Natirwissenschaftliches Institut)
Veranstaltung
Seminar Lernpsychologie
Note
2
Autor
Jahr
2003
Seiten
6
Katalognummer
V13274
ISBN (eBook)
9783638189668
Dateigröße
440 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Einzeiliger Zeilenabstand. 205 KB
Schlagworte
Stimmung, Netzwerkmodell
Arbeit zitieren
Hülya Bayram (Autor), 2003, Gute Stimmung - gute Leistung, schlechte Stimmung - schlechte Leistung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13274

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