Eine Beschreibung des Schokoladenmuseums in Köln im Rahmen eines Seminars zum Thema Kulturmanagement.
Inhaltsverzeichnis
1) Einleitung
2) Rundgang durch das Museum
3) Museumsprofil
3.1) Leitbild
3.2) Standort und Nachfrage
3.3) Image
3.4) Kommunikationspolitik
4) Wie viel Kultur steckt in Schokolade?
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, ob und wie ein auf ein einzelnes Genussmittel fokussiertes Museum Bildungsaufträge erfüllt und kulturelle Zusammenhänge vermittelt. Ziel ist es, anhand einer persönlichen Analyse des Imhoff-Stollwerck Museums zu zeigen, wie ein modernes Erlebnismuseum komplexe historische, technische und botanische Fakten einem breiten Publikum zugänglich macht.
- Museumsmarketing und Konzept eines modernen Erlebnismuseums
- Historische Entwicklung von Kakao und Schokolade (von Maya/Azteken bis heute)
- Technische Aspekte der Produktion und industrielle Entwicklung
- Kulturelle Bedeutung, medizinische Aspekte und Konsumgeschichte
- Nachhaltigkeit, fairer Handel und Lebensbedingungen in Anbauregionen
Auszug aus dem Buch
Rundgang durch das Museum
Der Rundgang durch das Museum beginnt mit der Herkunft der Schokolade. Neben den Schautafeln mit Informationen gibt es Fotos aus den Anbaugebieten in Afrika. Zusätzlich dazu werden Erntewerkzeuge, Transportkörbe und sogar ein sieben Meter langer Einbaum ausgestellt, der 30 Jahre lang in Ghana als Transportmittel bei der Kakaoernte benutzt wurde.
Die Besucher werden über die Wachstumsbedingungen und Eigenschaften der Kakaopflanzen, verschiedene Kakaosorten, die Ernte und das Leben der Kakaobauern informiert, ohne dass dabei die Probleme der Plantagenarbeit (Pestizide, Insekten, Reptilien, Kinderarbeit etc) ausgeklammert werden.
Die Inhaltsstoffe der Schokolade sind auf ganz besondere Weise visualisiert: Man kann nicht einfach nur nachlesen, woraus eine Tafel Schokolade nach den Richtlinien der „Verordnung über Kakao und Kakaoerzeugnisse“ bestehen muss, sondern die einzelnen Bestandteile liegen in ihrer ursprünglichen Form vor der Verarbeitung nebeneinander ausgebreitet.
Nach einem Exkurs über die Anfänge der maschinellen Produktion kommt man schließlich in den eigentlichen Produktionsbereich. Dank speziell angefertigter Miniatur-Ausgaben moderner Maschinen mit Sichtfenstern kann man die sonst im Verborgenen geschehenden Schritte mitverfolgen und so sehen, wie aus Kakaobohnen die kleinen Schokoladentafeln entstehen, mit denen alle Besucher am Eingang empfangen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1) Einleitung: Einführung in die Thematik des Kölner Schokoladenmuseums und die Fragestellung, ob ein Museum für ein Genussmittel sinnvoll Wissen vermitteln kann.
2) Rundgang durch das Museum: Detaillierte Beschreibung der Ausstellungsbereiche, von den botanischen Ursprüngen und dem Anbau bis hin zur modernen industriellen Produktion.
3) Museumsprofil: Analyse der strategischen Ausrichtung des Museums unter Berücksichtigung von Leitbild, Standortfaktoren, Imagebildung und Marketingkommunikation.
4) Wie viel Kultur steckt in Schokolade?: Fazit über die gelungene Verknüpfung von Wissensvermittlung und Unterhaltung in einem modernen Erlebnismuseum.
Schlüsselwörter
Schokoladenmuseum, Imhoff-Stollwerck, Erlebnismuseum, Kakao, Kakaoproduktion, Museumsmarketing, Kulturgeschichte, Wissensvermittlung, Industriegeschichte, Tropenhaus, Konsumgut, Schokoladenkonsum, Ausstellungsgestaltung, Köln
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit analysiert das Konzept des Imhoff-Stollwerck Museums in Köln und bewertet, wie ein spezialisiertes Museum komplexe Informationen über Schokolade und deren kulturelle Bedeutung vermittelt.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Arbeit behandelt die gesamte Wertschöpfungskette von der Botanik und dem Anbau in Afrika bis hin zur industriellen Fertigung und der historischen Entwicklung als Luxus- und Konsumgut.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie erfolgreich das Museum darin ist, Hemmschwellen abzubauen und den Besuchern wissenschaftliche Fakten in einem ansprechenden Erlebniskontext näherzubringen.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Autorin nutzt eine methodische Analyse basierend auf persönlichen Erfahrungen im Museum, ergänzt durch Auswertungen aus einem Seminar zum Thema Museumsmarketing.
Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Beschreibung des Rundgangs durch die Ebenen sowie eine strukturierte Analyse des Museumsprofils, inklusive Standort, Image und Kommunikationsstrategien.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Kernaspekte sind Schokoladenmuseum, Erlebnismuseum, Wissensvermittlung, industrielle Produktion, Kulturgeschichte und Museumsmarketing.
Welche Bedeutung kommt dem Tropenhaus im Museum zu?
Das Tropenhaus dient als zentrales Element zur Veranschaulichung der Wachstumsbedingungen für Kakao, indem es dem Besucher ermöglicht, die klimatischen Bedingungen der Anbaugebiete physisch zu erleben.
Warum spielt die industrielle Historie der Firma Stollwerck eine Rolle?
Sie dient als exemplarisches Beispiel für die Entwicklung des Schokoladenkonsums seit 1860 und zeigt den Übergang der Schokolade von einer elitären Luxusware zum allgemein verfügbaren Konsumgut.
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- Martina Drautzburg (Author), 2005, Wie viel Kultur steckt in Schokolade, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132760