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Risk-Management nach KonTraG. Lösungsansätze zur Umsetzung in mittelständischen Unternehmen

Title: Risk-Management nach KonTraG. Lösungsansätze zur Umsetzung in mittelständischen Unternehmen

Diploma Thesis , 2002 , 78 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Karsten Kisselbach (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Summary Excerpt Details

[...] Nicht nur Unternehmen sind von möglichen Unternehmenskrisen betroffen,
sondern auch Banken. Banken als Fremdkapitalgeber müssen nun erstmals
Risiken der Unternehmen individuell messen und Kreditinstitute müssen für
vergebene Kredite Eigenkapital in Abhängigkeit der Unternehmensrisiken hinterlegen.
Die Konsequenz ist, dass Kredite bei unzufrieden stellender Risikosituation
für Unternehmen erheblich teurer werden können.4 Das KonTraG hat insbesondere Auswirkungen auf den Mittelstand. Besteht die
Vermutung, dass ein mittelständisches Unternehmen direkt von diesem Gesetz
betroffen ist, so muss der Unternehmer ein Risk-Management-System einführen.
Es gibt jedoch eine Vielzahl von Unternehmen, die sich einerseits in einer
Grauzone bewegen und nicht unmittelbar unter dieses Gesetz fallen, aber andererseits
abhängig von der Bankkreditfinanzierung sind. Folglich sollten auch die Unternehmen, die nicht direkt vom KonTraG betroffen sind, ein Frühwarnsystem
in das Unternehmen einführen.
Das Ziel der Arbeit ist, mittelständischen Unternehmen ein KonTraG-konformes
Risk-Management-System vorzustellen und diesen Unternehmen darzustellen,
wie das Risk-Management-Verfahren funktioniert und erfolgreich in ihr Unternehmen
implementiert werden kann. Die vorliegende Arbeit unterteilt sich in fünf Kapitel. In den ersten beiden Kapiteln
wird die Relevanz des Risk-Managements für den Mittelstand vor dem
Hintergrund der gesetzlichen Rahmenbedingungen erläutert. Anschließend
werden grundlegende Begriffe für das weitere Verständnis definiert. Das dritte
und das anschließende vierte Kapitel bilden den Hauptteil der Untersuchung. Im
dritten Kapitel werden unterschiedliche Zielsetzungen aufgezeigt, die ein Unternehmen
durch Einführung von Risk-Management verfolgen kann. Dazu werden
unterschiedliche Sichtweisen und Methoden sowie Instrumente des Risk-Managements
hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit für den Mittelstand betrachtet. Die
Phasen des Risk-Management-Prozesses werden detailliert beschrieben und
im darauffolgenden vierten Kapitel wird die Integration des Risk-Management-
Systems aus Sicht eines Beratungsunternehmens dargestellt. Abschließend
werden im fünften Kapitel die Ergebnisse der Untersuchung zusammengefasst.

4 Vgl. Rolfes, B.; Emse, C.: Basel II und die zukünftigen Kreditpreise, in: Tietmeyer, H.; Rolfes,
B. (Hrsg.) : Basel II – Das neue Aufsichtsrecht und seine Folgen, Wiesbaden: Gabler Verl.
2002, S. 44 ff.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Aufbau der Arbeit

2. GRUNDLAGEN DES RISK-MANAGEMENTS

2.1 Gesetzliche Grundlagen (KonTraG)

2.2 Basel II und Risk-Management im Kontext

2.3 Begriffsbestimmungen

2.3.1 Risiko

2.3.2 Risk-Management

2.3.3 Mittelstand

3. RISK-MANAGEMENT IN MITTELSTÄNDISCHEN UNTERNEHMEN

3.1 Risiken

3.1.1 Risiken aus Unternehmenssicht

3.1.2 Risiken aus Bankensicht

3.2 Instrumente zur wertorientierten Unternehmensführung

3.2.1 Risk-Management

3.2.2 Balanced Scorecard

3.2.3 Balanced Chance and Risk Card

3.3 Risk-Management-Prozess

3.3.1 Phase I: Unternehmens- bzw. Risikostrategie

3.3.2 Phase II: Risikoidentifikation

3.3.2.1 Instrumente zur Risikoidentifikation

3.3.3 Phase III: Risikoanalyse

3.3.3.1 Instrumente zur Risikoanalyse

3.3.4 Phase IV: Risikobewertung

3.3.4.1 Instrumente zur Berechnung quantifizierbarer Risiken

3.3.4.2 Instrumente zur Berechnung nicht quantifizierbarer Risiken

3.3.5 Phase V: Risikobewältigung

3.3.5.1 Aktive Risikobewältigungsmaßnahmen

3.3.5.2 Passive Risikobewältigungsmaßnahmen

3.3.6 Phase VI: Risikocontrolling

3.3.6.1 Risikoplanung

3.3.6.2 Risikosteuerung

3.3.6.3 Risikokontrolle

3.3.7 Überwachung des Risk-Management-Systems

3.3.7.1 Risikodokumentation

3.3.7.2 Risikokommunikation

4. INTEGRATION DES RISK-MANAGEMENTS IN UNTERNEHMEN

4.1 Projektstruktur zur Risk-Management-Einführung

4.2 Organisatorische Risk-Management-Eingliederung

4.2.1 Interne Integration

4.2.2 Externe Integration

5. SCHLUSSBETRACHTUNG/FAZIT

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Diplomarbeit untersucht, wie mittelständische Unternehmen ein KonTraG-konformes Risk-Management-System implementieren können, um den Herausforderungen durch gesetzliche Anforderungen und gestiegene Anforderungen der Banken an die Unternehmenstransparenz (Basel II) zu begegnen.

  • Gesetzliche Rahmenbedingungen (KonTraG) und die Rolle von Basel II.
  • Differenzierung von Risiko, Risk-Management und Mittelstand.
  • Analyse von Risiken aus Unternehmens- und Bankensicht.
  • Vorstellung von Instrumenten zur wertorientierten Unternehmensführung (Balanced Scorecard, Balanced Chance and Risk Card).
  • Detaillierte Beschreibung des Risk-Management-Prozesses und seiner Integration in mittelständische Strukturen.

Auszug aus dem Buch

3.3.2.1 Instrumente zur Risikoidentifikation

Die dargestellte Komplexität und Dynamik der zu identifizierenden Risiken erfordert geeignete Instrumente, mit denen Risiken systematisch und anhand ökonomischer Kriterien erfasst werden können. Im Folgenden werden unterschiedliche Instrumente zur Risikoidentifikation vorgestellt und hinsichtlich ihrer Funktionalität erläutert.

Burger/Buchhart empfehlen den Einsatz von Basismethoden, die Daten und Informationen zur systematischen und unsystematischen Risikoidentifikation liefern und die anschließend weiter verarbeitet werden. Zu den Basismethoden gehören die (Betriebs-) Besichtigung, die Dokumenten- und Organisationsanalyse sowie die Mitarbeiterbefragung. Hornung/Reichmann/Diederichs führen als ergänzende Basismethoden die Erstellung von Produktionsflussplänen und die Verwendung externer Informationsquellen auf.

Die GCM befürwortet den Einsatz von Basismethoden als erste Maßnahme zur Risikoidentifikation. Mittels eines Quick-Checks, der einer verkürzten Standortanalyse gleich gestellt werden kann, sollte schnellstmöglich die Unternehmenssituation erfasst werden. Ziel des Quick-Checks ist, festzustellen, ob bestandsgefährdende Risiken schon eingetreten sind, die unverzüglicher Handlungsmaßnahmen bedürfen. Im Extremfall können so ohne Zeitverlust Unternehmenssanierungsmaßnahmen eingeleitet werden. Dies ist vor dem Hintergrund der benötigten Zeit von der Einführung bis zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit eines Risk-Managements zu sehen und kann unter Umständen von existenzieller Wichtigkeit für den Fortbestand des Unternehmens sein.

Als erste Maßnahme zur Risikoidentifikation sollten nach Schenk die Unterlagen des Rechnungswesens herangezogen werden. Sichtung der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung, der Kapitalflussrechnung und des Prüfungsberichts ermöglicht eine erste Einordnung des Unternehmens in das Unternehmensumfeld. Zu berücksichtigen dabei ist, dass diese Unterlagen jedoch nur einen stichtagsbezogen und bereits vergangenheitsorientierten Überblick zur Unternehmenslage bieten und daher in Bezug auf den aktuellen Stand des Unternehmens nur unvollständige Informationen liefern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Darstellung der gesetzlichen Anforderungen durch das KonTraG, der Relevanz für den Mittelstand sowie der Zielsetzung und Struktur der Arbeit.

2. GRUNDLAGEN DES RISK-MANAGEMENTS: Erläuterung der gesetzlichen Rahmenbedingungen (KonTraG), der Zusammenhänge mit Basel II sowie Definition grundlegender Begriffe.

3. RISK-MANAGEMENT IN MITTELSTÄNDISCHEN UNTERNEHMEN: Untersuchung von Risiken, Vorstellung wertorientierter Führungsinstrumente und detaillierte Beschreibung des Risk-Management-Prozesses in sechs Phasen.

4. INTEGRATION DES RISK-MANAGEMENTS IN UNTERNEHMEN: Aufzeigung von Projektstrukturen zur Einführung und organisatorischen Eingliederung eines Risk-Management-Systems.

5. SCHLUSSBETRACHTUNG/FAZIT: Zusammenfassung der Ergebnisse und Handlungsempfehlungen für mittelständische Unternehmen zur nachhaltigen Implementierung.

Schlüsselwörter

Risk-Management, KonTraG, Mittelstand, Basel II, Risikoidentifikation, Risikoanalyse, Risikobewältigung, Risikocontrolling, Unternehmenswert, Unternehmensstrategie, Frühwarnsysteme, Rating, KMU, Risikodokumentation, Risikokommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit und den Möglichkeiten für mittelständische Unternehmen, ein systematisches Risk-Management-System einzuführen, um gesetzliche Anforderungen zu erfüllen und die Kreditwürdigkeit gegenüber Banken zu sichern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Kontroll- und Transparenzgesetz (KonTraG), die Auswirkungen von Basel II auf den Mittelstand, der Risikomanagement-Prozess sowie die praktische Integration dieses Systems in mittelständische Unternehmensstrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, mittelständischen Unternehmen einen konkreten Weg aufzuzeigen, wie sie ein KonTraG-konformes Risk-Management-System erfolgreich konzipieren, implementieren und in ihre Unternehmensführung integrieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse theoretischer Konzepte sowie die Vorstellung praktischer Ansätze (z.B. durch die GCM), um Empfehlungen für den Mittelstand abzuleiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Risiken aus Unternehmens- und Bankensicht, stellt Instrumente zur wertorientierten Führung vor und beschreibt detailliert die sechs Phasen des Risk-Management-Prozesses von der Strategiefestlegung bis zum Risikocontrolling.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Risk-Management, KonTraG, Mittelstand, Basel II, Risikobewältigung und Unternehmenswertsteigerung charakterisiert.

Warum ist das KonTraG für den Mittelstand relevant?

Obwohl das Gesetz primär börsennotierte AGs betrifft, hat es durch die Bankenfinanzierung und die Forderung nach Risikotransparenz erhebliche indirekte Auswirkungen auf die Finanzierungsmöglichkeiten und die Haftung von GmbH-Geschäftsführern im Mittelstand.

Welche Rolle spielt die Bankenbeziehung in der Arbeit?

Banken verlangen im Kontext von Basel II eine höhere Transparenz bezüglich der Unternehmensrisiken. Die Arbeit zeigt auf, dass ein professionelles Risk-Management als Kommunikationsinstrument dienen kann, um die Bonitätseinschätzung positiv zu beeinflussen.

Was ist die "Balanced Chance and Risk Card"?

Es handelt sich um eine Weiterentwicklung der Balanced Scorecard, die um die Dimension "Produkt" sowie eine differenzierte Chancen- und Risikobetrachtung ergänzt wurde, um strategische Erfolgsfaktoren besser abzubilden.

Welche Bedeutung hat das "GCM-Modell"?

Das GCM-Modell bietet einen in sechs Phasen gegliederten, praxisorientierten Risikomanagement-Prozess, der speziell auf die Bedürfnisse und Ressourcen mittelständischer Unternehmen zugeschnitten ist.

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Details

Title
Risk-Management nach KonTraG. Lösungsansätze zur Umsetzung in mittelständischen Unternehmen
College
University of Applied Sciences Bonn-Rhein-Sieg  (Wirtschaft)
Grade
1,3
Author
Karsten Kisselbach (Author)
Publication Year
2002
Pages
78
Catalog Number
V13276
ISBN (eBook)
9783638189682
Language
German
Tags
risikomanagement balanced scorecard basel II
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Karsten Kisselbach (Author), 2002, Risk-Management nach KonTraG. Lösungsansätze zur Umsetzung in mittelständischen Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13276
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