Diese Arbeit aus dem Bereich der allgemeinen Psychologie umfasst die folgenden Inhalte: Definition, Entstehung, Umgang und Regulation von Emotionen; Messung sowie Vor- und Nachteile der Messmethoden von Emotionen; Unterscheidung von Motivation und Volition anhand des Rubikon-Modells sowie die Handlungskontrollstrategie nach Kuhl.
Inhaltsverzeichnis
1. Aufgabe 1
1.1. Definition von Emotionen
1.1.1 Komponente der Emotion
1.2. Entstehung von Emotionen
1.3. Umgang und Regulation von Emotionen im beruflichen Alltag
2. Aufgabe 2
2.1. Messung von Emotionen
2.1.1 Abhängige Variable
2.1.2 Unabhängige Variable
2.2. Diskussion: Vor- und Nachteile der Messmethoden
2.2.1 Abhängige Variable
2.2.2 Unabhängige Variable
2.3. Empfohlene Messmethode
3. Aufgabe 3
3.1 Das Rubikon-Modell
3.2 Unterscheidung von Motivation und Volition anhand des Rubikon-Modells
3.3 Die Handlungskontrollstrategie nach Kuhl
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich das Ziel, die psychologischen Grundlagen von Emotionen, Motivation und Volition zu erläutern, wobei insbesondere das Rubikon-Modell als theoretischer Rahmen für den Ablauf von der Wunschbildung bis zur Zielrealisierung herangezogen wird.
- Begriffsbestimmung und Differenzierung von Emotionen, Gefühlen und Stimmungen.
- Methodische Ansätze zur experimentellen und alltäglichen Messung von Emotionen.
- Analyse des Rubikon-Modells hinsichtlich seiner vier Phasen der Handlungssteuerung.
- Abgrenzung von motivationalen und volitionalen Prozessen.
- Anwendung von Handlungskontrollstrategien nach Kuhl zur Verhaltensänderung.
Auszug aus dem Buch
1.1 Definition von Emotionen
Der Begriff Emotion stammt aus dem lateinischen und wird übersetzt mit „herausbewegen“, „unterbrechen“ oder „vertreiben“. Auf die Psyche bezogen, stellen Emotionen eine Störung des Gleichgewichts dar. Bisher konnte für den Begriff keine einheitliche Definition gefunden werden, da es für Emotionen keine konforme, empirische Ergebnisse gibt. Das Problem beginnt schon beim Finden von Merkmalen, welche die verschiedene Emotionen eindeutig voneinander abgrenzt oder Kriterien, die es von einer Kognition abgliedert. (Jansen 2018, S.9) (Müsseler et al. 2017, S.188)
Es ist jedoch wissenschaftlich bekannt, dass Emotionen sich von Gefühlen differenzieren (Abb. 1). Wie aus der Abbildung 1 herauszulesen ist, sind Gefühle unterteilt in affektive und nicht-affektiven Gefühle. Affekte werden übersetzt mit kurze und heftige Gefühle, die starke Verhaltenstendenzen haben. Emotionen gehören zu den affektiven Gefühle, wodurch sie von nicht-affektiven Gefühlen, wie einem Verantwortungsgefühl und Pflichtgefühl unterscheiden. (Bak 2019, S.147)
Des Weiteren sind Emotionen von Persönlichkeitseigenschaften abzugrenzen. Sie sind im Gegensatz zu Persönlichkeitsmerkmale situativ und nur von zeitlich begrenzter Dauer. Wird von einer Person gesagt, sie ist ein „ängstlicher Mensch“, ist vielmehr damit gemeint, dass diese Person öfters dazu neigt, in Situationen ängstlich zu reagieren.
Ebenso sind Stimmungen von Emotionen zu differenzieren, da Emotionen immer auf konkrete Objekte ausgerichtet sind. (Jansen 2018, S.10)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Aufgabe 1: Dieses Kapitel definiert Emotionen, grenzt sie von Gefühlen sowie Persönlichkeitseigenschaften ab und erläutert verschiedene Entstehungstheorien sowie Strategien der Emotionsregulation im Arbeitsalltag.
2. Aufgabe 2: Hier werden wissenschaftliche Messmethoden für Emotionen erläutert, wobei zwischen abhängigen und unabhängigen Variablen unterschieden und deren Vor- sowie Nachteile kritisch diskutiert werden.
3. Aufgabe 3: Dieser Abschnitt widmet sich dem Rubikon-Modell als theoretischem Konstrukt zur Handlungssteuerung sowie der praktischen Anwendung von Handlungskontrollstrategien nach Kuhl zur Zielerreichung.
Schlüsselwörter
Emotionen, Motivation, Volition, Rubikon-Modell, Emotionsregulation, Handlungskontrolle, Kuhl, Messmethoden, Abhängige Variable, Unabhängige Variable, Zielexploration, Zielrealisierung, Affektivität, Basisemotionen, Emotionsarbeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die grundlegenden psychologischen Prozesse von Emotionen, deren Entstehung und Regulierung sowie die systematische Steuerung von Handlungen durch Motivation und Volition.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Feldern gehören die Definition von Emotionen, Methoden zu deren wissenschaftlicher Erfassung im Labor und Alltag sowie die vier Phasen des Rubikon-Modells inklusive der Handlungskontrollstrategien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den idealtypischen Ablauf menschlichen Handelns vom ersten Wunsch bis zur erfolgreichen Zielerreichung sowie die dazugehörigen psychologischen Mechanismen verständlich darzustellen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden zur Messung von Emotionen diskutiert?
Es werden Methoden wie die Tagebuchmethode, emotionsbezogene Protokolle, Filmausschnitte, Bildbetrachtungen sowie die Velten- und Imaginationstechnik untersucht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in drei Aufgabenbereiche: emotionale Grundlagen und Regulation, methodische Vorgehensweisen in der Emotionsforschung sowie die Anwendung des Rubikon-Modells zur Zielrealisierung.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Emotionsregulation, Rubikon-Modell, Volitionale Kontrolle und die Unterscheidung zwischen motivationale und volitionalen Phasen charakterisieren.
Worin liegt der Unterschied zwischen Motivation und Volition laut Rubikon-Modell?
Motivation ist im Rubikon-Modell mit der prädezisionalen und postaktionalen Phase (Abwägen und Bewerten) verknüpft, während Volition die Phasen der Planung und des Handelns (präaktional/aktional) realisierungsorientiert steuert.
Warum ist das "deep acting" im beruflichen Kontext oft effektiver als "surface acting"?
Studien deuten darauf hin, dass die Strategie des "deep acting", bei welcher das emotionale Erleben aktiv angepasst wird, langfristig weniger belastend ist und sich positiver auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter auswirkt als das reine Unterdrücken des emotionalen Ausdrucks beim "surface acting".
Wie unterscheidet Kuhl "präventive" von "interventionellen" Strategien?
Präventive Strategien dienen dazu, die Entstehung von Motivationskonflikten im Vorfeld zu verhindern, während interventionelle Strategien darauf abzielen, bei bereits bestehenden Konflikten störende Einflüsse zu beseitigen oder zu regulieren.
- Arbeit zitieren
- Julia Adib (Autor:in), 2023, Allgemeine Psychologie. Emotion, Motivation & Volition und Rubikonmodell, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1327761