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Lokaljournalismus für ein junges Publikum. Ein inhaltsanalytischer Vergleich von Online-Zeitungen und ihrem Auftritt auf Instagram

Titre: Lokaljournalismus für ein junges Publikum. Ein inhaltsanalytischer Vergleich von Online-Zeitungen und ihrem Auftritt auf Instagram

Thèse de Bachelor , 2022 , 44 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Johanna Bernklau (Auteur)

Médias / Communication - Journalisme
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Résumé Extrait Résumé des informations

In der Arbeit werden zwei Lokalzeitungen – die etablierte Ostsee-Zeitung und das junge Katapult MV – anhand elf Kategorien verglichen, die für das junge Publikum und die Verbreitungsplattform Instagram relevant sind. Dazu wurden insgesamt 40 Instagram-Posts und die dazugehörigen Website-Beiträge der beiden Lokalmedien qualitativ untersucht. Ein Viertel des Materials besteht aus Beiträgen der beiden Medien zum gleichen Thema, drei Viertel der Beiträge wurden zu unterschiedlichen Themen publiziert.

Die Ergebnisse der qualitativen Analyse zeigen, dass beide Lokalmedien in den Bereichen der Objektivität und Meinungstransparenz noch nicht den Erwartungen der jungen Zielgruppe entsprechen. Katapult MV versteht als junges Medium die Funktionsweise von Instagram und die relevante Themenaufbereitung für jegliche Zielgruppen deutlich besser als die Ostsee-Zeitung. Kritik, Quellentransparenz und die Vernetzung von Instagram mit den eigenen Inhalten gehören für Katapult MV zum Alltagsgeschäft, während die Ostsee-Zeitung vor allem stark durch werbliche, stellenweise nicht belegte und weiche Themenaufbereitungen hervorsticht. Auffallend ist auch die unterschiedliche Berichterstattung der beiden Medien zu den gleichen Themen, zu der in dieser Arbeit stellvertretend drei Beispiele her-vorgehoben wurden.

Für den Lokaljournalismus ergibt sich ein düsteres Bild: Vermehrte Redaktionsschließungen, sinkende Auflagen, eine abnehmende Lesesozialisation der neuen Generationen. Um besonders junge Leser:innen wieder für lokale Nachrichten begeistern zu können, müssen Lokalzeitungen einen größeren Fokus auf ihre Online-Präsenz legen, vor allem auf die soziale Plattform Instagram, die die beliebteste der jungen Zielgruppe ist. Zusätzlich sollten die Redaktionen einen höheren Wert auf Qualitätskriterien legen, die für das junge Publikum wichtig sind: Quellentransparenz, Objektivität und eine kritische Auseinandersetzung mit Inhalten sind nur einige, bei denen in den letzten Jahrzehnten große Mängel bei Lokalzeitungen festgestellt wurden.

Die Forschung und auch die vorliegende Analyse zeigen, dass sich Lokaljournalismus in vielen Bereichen noch mehr Veränderung trauen und leisten muss, um junge Leser:innen wieder an Boot holen zu können. Qualität im Lokaljournalismus ist – egal ob für jung oder alt – das wichtigste Kriterium, das langfristig über die Zukunft des Lokaljournalismus und dessen Außenpluralität entscheiden kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Lokaljournalismus

2.1 Definition und Funktion

2.2 Probleme und Entwicklung

3 Lokaljournalismus im Internet

3.1 Definition und Entwicklung

3.2 Strategien für den Online-Journalismus

3.3 Nutzung und Chancen

4 Das junge Publikum

4.1 Charakterisierung

4.2 Verhalten und Erreichbarkeit

4.3 Interesse und Ansprüche an den Journalismus

5 Die sozialen Plattformen

5.1 Beziehung zwischen Journalismus und sozialen Plattformen

5.2 Die Plattform Instagram

6 Zwischenfazit

7 Methode

7.1 Vorstellung der untersuchten Lokalzeitungen

7.2 Die qualitative Inhaltsanalyse

8 Ergebnisse

8.1 Auswertung nach Kategorien

8.2 Auswertung nach gleichen Themen

9 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern Lokalzeitungen ihre Online-Produkte zielgruppengerecht für ein junges Publikum aufbereiten und welche Rolle dabei die Plattform Instagram spielt, um dem Strukturwandel und der sinkenden Reichweite im jungen Segment entgegenzuwirken.

  • Analyse der Qualität lokaler Berichterstattung für junge Rezipient:innen
  • Vergleich der Kommunikationsstrategien von etablierten vs. neuen Medien
  • Untersuchung von Vernetzung und Interaktion auf sozialen Plattformen
  • Bewertung von Darstellungsformen und Themenrelevanz auf Instagram

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

„Der Lokaljournalismus ist Hoffnungsträger und Sorgenkind zugleich. Einerseits wird ihm großes Potenzial im Hinblick auf Bürgerbeteiligung, Leserbindung und Rezipienteninteresse zugesprochen. Andererseits wird ihm traditionell vorgeworfen, langweilig, tradiert und wenig qualitätsvoll zu sein, er gilt als Ausprobierbecken und auch als Abstellgleis.“ (Möhring 2013, S. 63)

Ausprobierbecken oder Abstellgleis – genau diese zwei stark heruntergebrochenen Begriffe sind es, die die Grundlage dieser Arbeit definieren: Nutzt der Lokaljournalismus, der sich seit Jahren in einer Krise befindet, seine Möglichkeiten als Ausprobierbecken aus und versucht ein möglichst vielfältiges und spannendes Angebot für ein junges Publikum zu gestalten? Oder ist er schwerfällig und traut sich nur sehr langsam an digitale Veränderungen und neue Plattformen heran? Vor allem letzteres wird dem Lokaljournalismus häufig in Praxis und Wissenschaft vorgeworfen, die fehlende Innovation, die langsame Digitalisierung, die dünner werdenden Zeitungen. Betrachtet man den lokalen Zeitungsmarkt, fallen zwar durchaus Veränderungen auf, allerdings kaum welche, die wünschenswert wären: Die Zahl der Einzeitungskreise wächst, Vielfalt und Außenpluralität schwindet (Wolf 2013, S. 128).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Krise des Lokaljournalismus und stellt die Forschungsfrage nach der zielgruppengerechten digitalen Ausrichtung für ein junges Publikum.

2 Lokaljournalismus: Dieses Kapitel definiert die Funktionen des Lokaljournalismus und diskutiert die strukturellen Probleme wie Auflagenrückgänge und mangelnde Innovation.

3 Lokaljournalismus im Internet: Es wird analysiert, wie sich Lokalmedien durch Digitalisierung und soziale Medien verändern und welche Rolle neue, unabhängige Online-Angebote dabei spielen.

4 Das junge Publikum: Hier werden die Interessen, das Nachrichtennutzungsverhalten und die spezifischen Anforderungen junger Menschen (14-29 Jahre) an journalistische Angebote charakterisiert.

5 Die sozialen Plattformen: Dieses Kapitel ergründet die Beziehung zwischen Journalismus und sozialen Netzwerken, mit einem besonderen Fokus auf die strategische Bedeutung von Instagram.

6 Zwischenfazit: Das Zwischenfazit fasst die theoretischen Diskrepanzen zwischen den Anforderungen der jungen Zielgruppe und der bisherigen Umsetzung durch Lokalzeitungen zusammen.

7 Methode: Die Methodik beschreibt die qualitative Inhaltsanalyse von Ostsee-Zeitung und Katapult MV anhand von 40 Auswertungseinheiten.

8 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren den Vergleich der zwei untersuchten Medien in den Kategorien Grafik, Vernetzung, Interaktion, Qualität, Sprache, Kritik sowie in der direkten Gegenüberstellung gleicher Themen.

9 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und leitet Empfehlungen ab, wie Lokaljournalismus durch mehr Mut zu Innovation nicht länger auf dem "Abstellgleis" stehen muss.

Schlüsselwörter

Lokaljournalismus, Digitalisierung, Online-Medien, junges Publikum, Social Media, Instagram, Inhaltsanalyse, Katapult MV, Ostsee-Zeitung, Nachrichtenqualität, Medienwandel, Nutzerinteraktion, Zielgruppenorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie es Lokalzeitungen gelingt, junge Zielgruppen im digitalen Raum – speziell auf Instagram – zu erreichen und deren Interesse an lokalen Inhalten zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen journalistische Qualität, grafische Aufbereitung, die Vernetzung mit Website-Inhalten, Interaktionsformen mit der Community sowie der Umgang mit Kritik, Meinung und Quellentransparenz.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: „Inwiefern produzieren die untersuchten Lokalzeitungen ihre Online-Produkte zielgruppengerecht für ein junges Publikum?“

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Die Autorin verwendet eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring, bei der 40 Auswertungseinheiten von zwei Lokalmedien (Katapult MV und Ostsee-Zeitung) untersucht wurden.

Was wird primär im Hauptteil behandelt?

Neben theoretischen Grundlagen zum Lokaljournalismus im Internet und einer Charakterisierung der jungen Zielgruppe enthält der Hauptteil die empirische Auswertung und den Vergleich der redaktionellen Arbeit der beiden gewählten Lokalzeitungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit fokussiert sich primär auf Lokaljournalismus, Digitalisierung, das Nutzungsverhalten junger Zielgruppen im Kontext von Instagram sowie Qualitätskriterien journalistischer Berichterstattung.

Wie unterscheidet sich Katapult MV in der grafischen Aufbereitung von der Ostsee-Zeitung?

Während die Ostsee-Zeitung vorwiegend Fotos mit neutralem Text verwendet, nutzt Katapult MV kontrastreiche Farben und Infografiken, die eine höhere Eigenständigkeit auf der Plattform Instagram aufweisen.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Zukunft des Lokaljournalismus?

Die Autorin fordert Lokalredaktionen auf, den Journalismus mutiger als „Ausprobierbecken“ zu begreifen, neue Formate zu testen und weiche, unkritische Berichterstattung durch substanzielle, zielgruppengerechte Beiträge zu ersetzen.

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Résumé des informations

Titre
Lokaljournalismus für ein junges Publikum. Ein inhaltsanalytischer Vergleich von Online-Zeitungen und ihrem Auftritt auf Instagram
Université
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Note
1,3
Auteur
Johanna Bernklau (Auteur)
Année de publication
2022
Pages
44
N° de catalogue
V1327854
ISBN (PDF)
9783346822413
ISBN (Livre)
9783346822420
Langue
allemand
mots-clé
Lokaljournalismus Online-Zeitungen Instagram Katapult Ostsee-Zeitung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Johanna Bernklau (Auteur), 2022, Lokaljournalismus für ein junges Publikum. Ein inhaltsanalytischer Vergleich von Online-Zeitungen und ihrem Auftritt auf Instagram, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1327854
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Extrait de  44  pages
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