Die Geburt der Hysterie am Vorabend des Fin de siècle

Eine kulturhistorische Betrachtung


Hausarbeit, 2007
25 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Grundlegende theoretische Reflexion

2 Kulturhistorische Betrachtung
2.1 Die Ära der Nervosität
2.2 Das physiologische Paradigma
2.3 >>Nervenkunst<< als Leitmotiv

3 Die Konstruktion eines Krankheitsbildes
3.1 Charcots >>Hölle der Frauen<<
3.2 Der Wille zum Wissen
3.3 Das Paradigma der Sichtbarkeit

4 Hysterie als Gesamtkunstwerk
4.1 Literarische Vor-Bilder
4.2 Mädanische Traumtänzerinnen
4.3 Das Archiv der weiblichen Ausdruckgebärden

5 Schlussbetrachtung

6 Bibliographie

"Nous, surréalistes, tenons a célébrer ici le cinquantenaire de l’hysterie, la plus grande découverte poétique de la fin du XIX” siècle, et cela au moment même ou le démembrement du concept de l’hysterie paraît chose consommée. Nous qui n’aimons rien tant que ces jeunes hyste-riques, dont le type parfait nous est fourni par l’observation relative a la délicieuse X.L. (Augustine) entrée a la Salpêtrière dans le service du Dr. Charcot le 21 octobre 1875, a l’age de 15 ans 1 / 2 , comment serions-nous touchés par la laborieuse réfutation de troubles orga-niques, dont le procès ne sera jamais qu’aux yeux des seuls médicins celui de l’hysterie? Quelle pitié!"1

0 Einleitung

Am 18. März 1928 erschien in der Zeitschrift La Revolution surrealiste ein Gedenkartikel zum 50. Jubiläum der Hysterie. Die Verfasser Louis ARAGON und Andre BRETON huldigten damit „eine der größten poetischen Erfindung gegen Ende des 19. Jahrhunderts“ und zelebrierten zu-gleich deren Untergang. Es ist bemerkenswert, dass gerade die Surrealisten waren, die rund 50 Jahre nach dem Erscheinen von Jean-Martin CHARCOTs Iconographie photographique de la Salpêtrière, den Aspekt der Inszenierung resp. der ästhetischen Produktion des Krankheits-bildes, das sich in diesem Werk manifestiert, herausstellen. CHARCOTs >>Bild|Wissens|Pro-duktion<< selbst hatte mindestens zwei Generationen von Wissenschaftlern und Künstlern fasziniert und die Reproduktion und Ausbreitung eines Diskurses gesichert – des Diskurses um den weiblichen Körper und dessen Ausdrucksfähigkeit.2

Die Gedenkschrift der Surrealisten liefert den Ansatzpunkt für diesen Essay. Im Fol-genden soll die Hysterie als ein kulturhistorisches Phänomen des ausgehenden 19. Jahrhun-derts betrachtet werden, das den Zusammenhang von >>Imagologie<< und nosologischer Re-Präsentation verdeutlicht. Nietzsches Ansatz >>Kunst als Physiologie<<3 soll dabei einbezogen werden. Der Blick richtet sich auf die vorherrschenden >>Denkstile<<4 und Deutungsmuster, die das >>Fin de siècle<<, als kulturhistorische Epoche im umfassenden Sinne prägten.

Diesem Essay liegt die Annahme zugrunde, dass die „Kategorie der Hysterie“5 als ‚Kind ihrer Zeit’ einer epistemologischen Ordnung entsprang, die zum einen auf die maßgeb-lichen Wissenschaftsdiskurse der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts rekurrierte und zum anderen eine „Semiotik der Weiblichkeit“6 lieferte, die sich des ikonographischen wie poeto-logische Inventars der abendländischen Kulturgeschichte bediente.

Beiden Aspekten soll hier nachgegangen werden. Dabei wird sich zeigen, wie die Stränge eng miteinander verwoben sind. Diese Verwobenheit soll mit NIETZSCHEs An-schichten in Zusammenhang gebracht werden, dessen Lektüre Thema des Seminars war, das diesem Essay zugrunde liegt. Wenngleich wir uns im Seminar insbesondere mit NIETZSCHEs Geburt der Tragödie auseinander gesetzt haben, sollen hier verschiedene Aspekte von NIETZSCHEs Werk und seinem Denken einfließen.

Ein Schwerpunkt liegt auf den wissenschaftlichen Diskursen, vor allem auf der Stellung der Physiologie und die mit ihr verbundenen Vorstellungen und Deutungsmuster, die weit in die geistige Verfassung der Gesellschaft hineinwirkten, insbesondere dadurch, dass sie von der Kunst umfassend aufgegriffen und verarbeitet wurden. Das Feld der Kunst be-trachte ich hinsichtlich der Ästhetisierungsbestrebungen, welche die Einbindung der Kunst ins Leben und des Lebens in die Kunst forderten und damit NIETZSCHEs Postulat nach dem »Gesamtkunstwerk« aufgriffen, jedoch auch jene Dekadenzerscheinungen zeigten, die der späte NIETZSCHE scharf kritisierte.

Das dritte Kapitel widmet sich der Hysterie, die als nosologische] Kategorie zu dieser Zeit maßgeblich durch das Bestreben des Neurologen Jean-Martin CHARCOT geprägt wurde. Mit der fotografischer Erfassung der sichtbaren Zeichen der ‚Krankheit’ schuf CHARCOT eine Ikonografie, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts als Archiv der weiblichen Ausdruckgebärden auf ein breites ästhetisches Interesse stieß. In diesem Zusammenhang stieg die Hysterie „zur allgemeinen kulturellen Repräsentation von Weiblichkeit“7 auf – in den Rang eines »Gesamtkunstwerkes«. Diese ‚Vor-Stellung’ soll im vierten Kapitel näher beleuchtet werden.

Aufgrund des engen Rahmens dieser Seminararbeit werde ich Josef BREUERs und Sig­mund FREUDs Studien über Hysterie8 nur am Rande erwähnen. Mir ist bewusst, dass insbe-sondere FREUDs Arbeiten einen wichtigen Einfluss auf die Wahrnehmung der Hysterie um die Wende zum 20. Jahrhundert ausübten.9 Dieser Einfluss wird hier jedoch nicht mit einbezogen, da der Fokus dieser Arbeit auf CHARCOTs Ästhetisierung der Hysterie liegt, der damit eine Ästhetisierung der Wissenschaft betrieb, die sich wiederum in einer Verwis-senschaftlichung der Kunst niederschlug.10

1 Grundlegende theoretische Refl<<ion „Bisher hat alles das, was dem Dasein Farbe gegeben hat, noch keine Geschichte. Oder wo gäbe es eine Geschichte der Liebe, der Habsucht, des Neides, des Gewissens, der Pietät, der Grausamkeit?“11

Was NIETZSCHE in Fröhliche Wissenschaft bemängelt, wird seit ca. 30 Jahren von den Kultur-wissenschaften nachgeholt: die historische Betrachtung menschlicher Leiden schaften. Die Geschichte des Körpers gehört <<plizit dazu.12 Ihre archäologische Hebung aus dem Unter-grund akademischer Forschungssegmente ist vor allem Michel FOUCAULT zu verdanken. Mit seinem Werk13 prägte er die These von der »Historizität des Körpers«14 und eröffnete damit ein geistes- und sozialwissenschaftliches Forschungsfeld, das sich seit den 1970er Jahren mit der Geschichtlichkeit des Körpers auseinandersetzt.15

Grundlage der Forschungen ist die Annahme, dass unsere Wahrnehmung und unser Denken unaufhörlich in Ordnungsschemata eingebunden sind, die organisieren, was sicht-bar und ersichtlich ist. Eine solche Denkweise betrachtet die Art und Weise, wie wir die Welt und uns selbst wahrnehmen als eine Konstruktion menschlicher Schöpferkraft bzw. menschlichen Willens vor dem Hintergrund sozialer, kultureller und technologischer Vor-aussetzungen. Es war NIETZSCHE, der diese Sicht nachhaltig prägte. So sprach er u.a. von schwankenden Fundamenten, auf denen sich der Mensch gleich einem „Baugenie“ einrichtet und immer wieder neu verortet.16 Für ihn erschien jede Kultur als Produkt einer Konstruk-tion, hervorgebracht durch Mythen und Erzählungen, geformt durch Künstler – und seit SOKRATES zunehmend durch die Wissenschaft, wie er in der Geburt der Tragödie kritisch reflektiert. NIETZSCHEs radikale Sicht entspricht dem Leitgedanken unserer heutigen Auf-fassung von Wahrheit als etwas »Gemachtes«. Vor dem Hintergrund dieser »epistemischen Ästhetisierung«17 lassen sich sämtliche Erkenntnisse und Erfahrungen historisieren, insofern danach gefahndet wird, wo und wann sie sich zum ersten Mal öffentlich mitteilten und welchen Weg Aussagen und Darstellungen zu bestimmten Erkenntnissen und Erfahrungen einschlugen und wie sie im weiteren Verlauf kollektive Wahrnehmungssysteme konsti-tuieren und spezifische Praktiken herausbilden.18

Als soziales und kulturelles Konstrukt manifestiert sich die Hysterie sichtbar im Körper. Daher ist die Geschichte des Körpers für das Verständnis der Hysterie als kulturhisto-risches Phänomen von grundlegender Bedeutung. Wiederum liefert die Geschichte der Hysterie interessante Einsichten in die Diskursivität des Körpers, der von zeitgebundenen kulturellen, diskursiven Praktiken und Standpunkten sowie den technologischen Möglich-keiten der visuellen und strukturellen Erfassung geprägt ist.19

In diesem Sinne gebe ich im Folgenden einen kurzen Abriss der Diskurse, die ich für wichtig erachte, um zu verstehen, warum sich die Hysterie um 1875 als Krankheitsbild neu20 konstituierte und als semiotisches Paradigma eines zeitgenössischen Weiblichkeitsentwurfs herausbildete.

2 Kulturhistorische Betrachtung

Die »Belle Èpoche«, die in einer kulturkritischen Haltung des »Fin des siècle« kulminierte, war geprägt von einem enormen Modernisierungsschub, der alle Bereiche des Lebens er-griff und das menschliche Dasein vor neue, kompl<<e Anforderungen, Ansichten und Möglichkeiten stellte. Die moderne Lebenswelt in ihrer Kompl<<ität wirkte auf die Psyche und Physis des Menschen auf vielfältige Weise. Hatte sich das das Menschenbild im 18. Jahrhundert durch die Aufklärung21 grundlegend gewandelt, stellten die rasanten wissen-schaftlichen Erkenntniszuwächse und technologischen Entwicklungen des 19. Jahrhunderts die Menschen vor einen immer größeren Druck, sich wesentlich rascher an die neuen Pro-zesse und Strukturen anzupassen, zumal die Kommunikation immer schneller das Wissen erneuerte.

Gerade das Wissen um den Körper, das insbesondere auf dem Feld der Hygiene mittels neuer Medien verbreitet wurde,22 führte zu einer verstärkten Aufmerksamkeit des Individu-ums gegenüber seinem Leib und der Entwicklung neuer, mitunter divergierender Formen im Umgang mit dem Körper, wie zum Beispiel die Herausbildung der Lebensreformbewe-gungen oder die frühe Arbeitshygiene und andere Rationalisierungsbestrebungen.23 In einer Zeit, welche die Dichotomie zwischen »normal« und »krank« resp. »abweichend« durch immer <<aktere empirische Methoden des Messens und Dokumentierens von Ergebnissen zum Zweck des Vergleichs praktizierte,24 breitete sich zugleich die Erfahrung der Kontin-genz aus: des schicksalslosen Hineingeworfenseins in die Welt und der Selbstverantwor-tung für das persönliche Glück. Es war zugleich eine Zeit, in der die positivistische Wissen-schaft die Deutungsmacht über die Lebensprozesse bestimmte und ein materialistisches Menschenbild konstituierte, das auf biochemischen und physikalischen Erkenntnissen beruhte, die durch <<perimente und Messungen gewonnen wurden.25 All diese Umstände können Indizien für eine spezifische Geisteshaltung betrachtet werden, die sich zum Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte.

Für diese Geisteshaltung steht der Begriff des >>Fin de siècle<<.26 Er wurde erstmals 1886 in der französischen Zeitschrift Le Décadent erwähnt und steht seither für die Zeit von 1890 bis 1914, die insbesondere mit dem Merkmal der >>Dekadenz<< in Verbindung gebracht wird. Daher wird diese kulturhistorische Periode mitunter auch als >>Dekadentismus<< bezeichnet.

2.1 Die Ära der Nervosität

Aus kulturhistorischer Sicht war das >>Fin de siècle<< gekennzeichnet durch eine „krankhafte Nervosität'27 . Die Nervosität war jedoch mehr als eine Reaktion auf die Umwälzungen der Moderne. Laut Joachim RADKAU avancierte sie Ende des 19. Jahrhunderts zu einem Mas-senphänomen. In der Monographie Das Zeitalter der Nervosität betrachtet der Bielefelder Professor für Neuere Geschichte die Nervosität „als Krankheit und als Kulturzustand, als individuelle Erfahrung und als nationales Befinden.'28 und liefert damit einen unkonventionellen Zugang zu der kulturhistorischen Erfassung des Zeitgeistes zwischen 1880 und 1914.29 RADKAU nimmt an, dass die Nervosität zu dieser Zeit „ein kulturelles Phänomen ersten Ranges war, das auf einer breiten emotionalen Grundlage eine heftige Dynamik entwickelte und eine neue Zeit- und Welterfahrung schuf.'30

Als eine Grundlage dieses Phänomens kann der Nervendiskurs betrachtet werden, der sich seit Ende des 18. Jahrhundert herausbildete.31 Laut Philip SARASIN entwickelte sich dieser Diskurs aus einem materialistischen Menschenbild, das auf die Erklärungsmodelle der Naturwissenschaften rekurrierte und den menschlichen Körper als »reizbare Maschine« wahrnahm.32 Unter dem Paradigma der Naturerkenntnis fungierte das Nervensystem als körperliche Agentur, welche die verschiedenen Organe „zu einem harmonisch zusammenhängen-den und zusammenarbeitenden Ganzen vereinigt“33 In diesem Sinne trat das Nervensystem an die Stelle der Seele. Nicht das Ich, der Wille oder das Bewusstsein führten den Organismus als Ganzes zusammen, sondern ein körperliches System, von dem das Bewusstsein des Sub-jektes und damit dieses selbst abhing.34

[...]


1 Reproduktion des Titelblattes in: Jean-Marin Charcot/Paul Richer: Die Besessenen in der Kunst, Göttingen 1988 (hg. von Manfred Schneider), Seite 137.

2 Ebd. Manfred Schneider, Seite 138ff.

3 Vgl.: Helmut Pfotenhauer: Die Kunst als Physiologie. Nietzsches ästhetische Theorie, Stuttgart 1985.

4 Ludwik Fleck: Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Frankfurt am Main, 1993 (1937).

5 Gustav Frank: Frauen-Bilder – Medien-Körper: Thea von Habou, Leni Riefenstahl, Zarah Leander, www.ruendal.de/aim/pdfs/frank.pdf (12.12.2006), Seite 5.

6 Manfred Schneider: Hysterie als Gesamtkunstwerk Aufstieg und Fall einer Semiotik der Weiblichkeit, in: Merkur 39, 1985, Seite 879-895.

7 Frank, Seite 5.

8 Studien über Hysterie gab Sigmund Freud zusammen mit Josef Breuer heraus. Die Erstausgabe erschien 1895.

9 Vgl.: Michael Worbs: Nervenkunst. Literatur und Psychoanalyse im Wien der Jahrhundertwende, Frankfurt am Main, 1988.

10 Vgl.: Ebd.

11 zitiert nach: Joachim Radkau: Das Zeitalter der Nervosität. Deutschland zwischen Kaiserreich und Hitler, München, Wien 1998, Seite 9.

12 Vgl.: M<< Horkheimer/Theodor W. Adorno: Das Interesse am Körper in: Dies.: Dialektik der Aufklärung, Frankfurt 2003, Seite 246ff .

13 Vgl.: u.a. Michel Foucault: S<<ualität und Wahrheit I-III, Wahnsinn und Gesellschaft, Die Geburt der Klinik.

14 Diese These besagt, dass der Körper nicht länger als eine anthropologische Konstante, die vor jeder Geschichte gegeben ist, be-trachtet werden kann, sondern abgesehen von seiner biologischen Evolution als Produkt der historischen Entwicklung.

15 Vgl.: Jürgen Martschukat (Hg.): Geschichte schreiben mit Foucault, Frankfurt am Main/New York 2002

16 Friedrich Nietzsche: Über Wahrheit und Lüge im aussermoralischen Sinne, in: Ders., Sämtliche Werke. Kritische Studienausgabe in 15 Bänden, hg. von Giorgio Colli und Mazzino Montinari, München 1980, Seite 206.

17 Wolfgang Welsch: Ästhetische Zeiten? Zwei Wege der Ästhetisierung, Saarbrücken 1992.

18 Es handelt sich hierbei um den Ansatz der historischen Diskursanalyse. Vgl.: Ulrich Brieler: Foucaults Geschichte, in: Geschichte und Gesellschaft 24 (1998), Seite 248 – 282, Achim Landwehr: Geschichte des Sagbaren – Einführung in die historische Diskursanalyse, Tübingen 2001, Philipp Sarasin: Geschichtswissenschaft und Diskursanalyse, Frankfurt am Main 2003.

19 Beispielsweise ermöglichte erst die Entdeckung der Röntgenstrahlen Einblicke in den ungeöffneten lebenden Körper und die Erfin-dung des Mikroskops forcierte der Bakteriologe. (Vgl. Thomas Schlich, 1995)

20 Vgl.: Wikipedia: Schlagwort „Hysterie“, www.wikipedia.de (14.05.2005): „Die Hysterie gilt als eine der ältesten aller beobachteten psychischen Störungen“. Vgl. auch: Michel Foucault: Wahnsinn und Gesellschaft, Frankfurt am Main 1996, Seite 285ff.

21 Der Wandel des Menschenbildes ist in diesem Zusammenhang vor allem geprägt durch KANTs Postulat des »principum individua-tionis«, DIDEROTs enzyklopädischen Wissen von und über die Welt, die immer stärkere Berufung auf die positivistisch fundierten Naturwissenschaften und im Allgemeinen durch die sich vollziehende Säkularisierung.

22 Vgl.: Philipp Sarasin: Reizbare Maschinen. Eine Geschichte des Körpers 1765-1914. Frankfurt am Main 2001, Beatr<< Mesmer (Hg.): Die Verwissenschaftlichung des Alltags, Anweisungen zum richtigen Umgang mit dem Körper in der schweizerischen Populärpresse 1850 – 1900, Zürich 1997.

23 Vgl.: Anson Rabinbach: The Human Motor. Energy, Fatique and the Orgins of Modernity, New York 1990. Sarasin, 2003.

24 Vgl.: Petra Lutz et al.: Einleitung, in: Dies. (Hg.): Der imperfekte Mensch. Metamorphosen von Normalität und Abweichung, Bonn 2003.

25 Vgl.: Sarasin, 2001.

26 Obgleich der Begriff in Frankreich geprägt wurde und sich auf ein spezifisch französisches Lebensgefühl der Zeit bezieht, wird er für die allgemeine Befindlichkeit der kulturellen Szene vor dem Ersten Weltkrieg verwendet.

27 Michael Worbs: Nervenkunst. Literatur und Psychoanalyse im Wien der Jahrhundertwende, Frankfurt am Main, 1988, Seite 54.

28 Ebd., Seite 13.

29 Zwar konzentriert sich seine Studie insbesondere auf Deutschland. Da die Vorgänge, die er herausgearbeitet, im engen Bezug zu den diskursiven, gesellschaftlichen und medientechnologischen Entwicklungen jener Zeit standen, lassen sie sich zum Teil auch auf Frankreich und andere europäische Nationalstaaten übertragen, die eine ähnlich rasante Entwicklung wie Deutschland um die Wende zum 20. Jahrhundert durchlaufen haben.

30 Radkau, 1998, Seite 27

31 Vgl.: Ebd.

32 Demnach vollzogen sich die physiologischen Prozesse nach Reiz-Reaktions-Schemata, welche die physischen und psychischen Äußerungen in Wechselbeziehung zur Umwelt und dem körpereigenen Vorgängen koordinierten. Vgl.: Sarasin, 2001, Seite 348.

33 Carl Ernst Bock, 1876, zitiert nach: ebd., Seite 247.

34 Vgl.: Sarasin, 2001, Seite 247.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Die Geburt der Hysterie am Vorabend des Fin de siècle
Untertitel
Eine kulturhistorische Betrachtung
Hochschule
Universität Leipzig  (Theaterwissenschaft)
Note
1,7
Autor
Jahr
2007
Seiten
25
Katalognummer
V132787
ISBN (eBook)
9783640415304
ISBN (Buch)
9783640411627
Dateigröße
648 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geburt, Hysterie, Vorabend, Eine, Betrachtung
Arbeit zitieren
Berit Bethke (Autor), 2007, Die Geburt der Hysterie am Vorabend des Fin de siècle, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132787

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