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Gendern in der Alltagssprache. Sprache, Macht und Raum

Título: Gendern in der Alltagssprache. Sprache, Macht und Raum

Trabajo Escrito , 2022 , 16 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Manuel Walter Cichos (Autor)

Sociología - Individuo, grupos, sociedad
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Zwischen der Zerstörung der eignen Sprache, bis hin zu unerlässlicher Notwendigkeit, finden sich zum Thema Gendern alle möglichen Meinungen und Überzeugungen. Anders als viele andere wissenschaftliche Themen findet das Gendern, beziehungsweise das Nicht-Gendern inmitten der Gesellschaft statt. Anders als die Frage zur Meinung, über die Anbringung eines Spacetethers, an dem Marsmond Phobos, sind Meinungen zur Gendersprache häufiger vertreten und einfacher gebildet.

Dennoch ist Gendern nicht ausschließlich ein Thema des zwischenmenschlichen Miteinanders. Gendern hat Einzug in die Wissenschaften, die Politik und in die Wirtschaft gefunden. Und genauso wie überall das Gendern gefordert wird, wird es von manchen Stimmen in allen Bereichen abgelehnt. Da das Gendern die Sprache an und für sich betrifft, ist das Gendern so lange ein Teil der Gesellschaft, solange diese kommuniziert. Zugrunde dieser Debatte wird im Nachfolgenden der Frage nachgegangen, welche Relevanz dem Gendern in der Alltagssprache und Schrift zuzuschreiben ist. Dafür wird im Folgenden erörtert. Welche Möglichkeiten in der deutschen Sprache bestehen, um eine genderkonforme Ansprache zu ermöglichen.

Weiterführend wird aufgezeigt, in welcher Beziehung das Gendern zu den Genderstudies steht. Hierzu werden die wichtigsten Grundkonzepte der Genderstudies erörtert und ausgeführt. Anschließend folgt ein kritischer Abriss der Gender Studies, in dem auf die Ideologischen und pseudowissenschaftlichen Vorwürfe, gegenüber der Gender Studies verwiesen wird. In der Abgrenzung zu den Gender Studes wird schließend die Denkschule der New Cultural Studies erläutert. Hierbei werden sowohl notwendige Differenzierungen als auch Gemeinsamkeiten zwischen New cultural Studies und den Gender Studies diskutiert. Der Fokus liegt hierbei auf der Analyse der Fragestellung in Hinblick auf kulturelle, und Individuum ausbildende Eigenschaften des Genderns und die darin zu verortenden Machtverhältnisse. Unter dem Kapitel des semantischen Differenzials und Drangsalierungs-Debatten werden die Vor- und Nachteile er aufgeführten Genderdebatte zusammengetragen und diskutiert. Unter den Gesichtspunkten der Möglichkeit und der Notwendigkeit weiter unterschiedliche Vor- und Nachteile des Genderns aufgeführt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1. -In –innen

2. Gender Studie

3. New Cultural Studies

3.1 Kultur

3.2 Identität

3.3 Machtverhältnisse

4. Semantisches differenzial oder Drangsalierungs-Debatte

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die gesellschaftliche Relevanz des Genderns in der Alltagssprache und Schrift. Dabei wird hinterfragt, welche Möglichkeiten einer genderkonformen Ansprache im Deutschen existieren und inwiefern diese Prozesse mit Identitätsbildung, kulturellen Konstrukten und Machtverhältnissen korrelieren.

  • Analyse der sprachwissenschaftlichen Movierung im Deutschen
  • Grundkonzepte und kritische Reflexion der Gender Studies
  • Interpretation des Genderns durch die Denkschule der New Cultural Studies
  • Diskussion von Machtverhältnissen und semantischen Differenzialen
  • Empirische Einordnung der öffentlichen Debatte und Akzeptanz

Auszug aus dem Buch

3.3 Machtverhältnisse

Das Gendern unter dem Gesichtspunkt der Machtverhältnisse zu erörtern, legt den Ausgangspunkt zugrunde, dass Macht immer aus zwischenmenschlichen, wechselwirkenden Beziehungen entsteht (vgl. Elias 2014, S.84). Macht kann von keiner Person besäßen werden. Sie entsteht immer zwischen Individuen. Das bedingt jedoch nicht, dass diese Macht auch gleichmäßig unter allen Beteiligten verteilt ist. So hat der Bauern genauso Macht über den König wie umgekehrt. Lediglich die Verhältnisse sind unterschiedlich (vgl. Ebd. S.85).

Das bewusste Ignorieren und Nicht-gendern, wäre beispielsweise eine Möglichkeit, Macht über die Personen auszuüben, die diese Veröffentlichung liest und sich davon gestört fühlt. Drastisch formuliert, setzt man sich an dieser Stelle über den Willen und das Wohlbefinden dieser Person hinweg. Grundlegend muss dies auch nicht vorsätzlich passieren (vgl. Inhetveen 2008, S.262 f.). Das Ausüben von Macht bedingt einer Vorsätzlichkeit. Häufig äußert sich Macht sogar eher unbewusst. Umgekehrt, könnte die geknickte Person alle Publikationen der Schrift zerstören (vgl. ebd.). Grundsätzlich kann man jedoch davon ausgehen, dass Gendern, bzw. Nicht-gendern als Mittel genutzt werden kann, um Machtverhältnisse zu verdeutlichen. Genauso wie auch andere Worte, in bestimmten Momenten sehr starke Machtgefälle verursachen können, ist das Gendern dabei keine Ausnahme (vgl. Havel 1990, S.222f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Debatte um das Gendern ein und umreißt die methodische Herangehensweise der Arbeit unter Einbeziehung der Gender Studies und New Cultural Studies.

1. -In –innen: Dieser Abschnitt erläutert den sprachwissenschaftlichen Prozess der Movierung und die Rolle des generischen Maskulinums in der deutschen Sprache.

2. Gender Studie: Hier werden die Ziele und Ansätze der Geschlechterforschung sowie die Kritik am sogenannten Anti-Genderismus untersucht.

3. New Cultural Studies: Das Kapitel führt in die Denkrichtung der New Cultural Studies ein und begründet deren Eignung zur Analyse sprachlicher Gleichberechtigung.

3.1 Kultur: Dieser Punkt beleuchtet, wie kulturelle Traditionen Geschlechterrollen konstruieren und warum eine sprachtheoretische Dekonstruktion hier ansetzt.

3.2 Identität: Hier wird die Verbindung zwischen Kommunikation, gegenseitiger Wahrnehmung und der Bildung eines Selbstbildes im Kontext der geschlechtergerechten Sprache analysiert.

3.3 Machtverhältnisse: Dieser Teil untersucht, wie sowohl das Gendern als auch das explizite Nicht-Gendern als Instrumente innerhalb sozialer Machtstrukturen eingesetzt werden.

4. Semantisches differenzial oder Drangsalierungs-Debatte: Das Kapitel diskutiert die Diskrepanz zwischen Wort und Inhalt sowie die Rolle der Sprache als strukturierendes Element der menschlichen Erkenntnis.

5. Fazit: Die Zusammenfassung bilanziert, dass Gendern ein brauchbares Werkzeug zur Integration von Personen am Rande des linguistischen Horizonts sein kann, während seine Wirkung auf die tatsächliche Gleichberechtigung offenbleibt.

Schlüsselwörter

Gendern, Alltagssprache, Gender Studies, New Cultural Studies, Movierung, Machtverhältnisse, Identitätsbildung, Linguistik, Soziologie, Geschlechtergerechtigkeit, generisches Maskulinum, Kommunikation, Kultur, Anti-Genderismus, Sprachkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Relevanz des Genderns in der deutschen Alltagssprache und Schrift aus soziologischer und kulturwissenschaftlicher Perspektive.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die sprachwissenschaftliche Movierung, die Konzepte der Gender Studies sowie die kulturtheoretischen Ansätze der New Cultural Studies zur Analyse von Machtverhältnissen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, ob Gendern ein sinnvolles Instrument zur Förderung der geschlechtergerechten Ansprache ist und welche Rolle es bei der Identitätsbildung und in Machtgefügen spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen interdisziplinären Ansatz, der sprachtheoretische Grundlagen mit soziologischen Theorien (insbesondere den Cultural Studies) verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der sprachlichen Konstruktion von Geschlecht, den Zielen der Geschlechterforschung, der Rolle von Identität in der Kommunikation sowie der kritischen Diskussion der aktuellen Debatte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Gendern, Movierung, Machtverhältnisse, Identität, Gender Studies und soziale Konstruktion.

Wie bewertet der Autor das generische Maskulinum?

Der Autor stellt dar, dass das generische Maskulinum zwar als elegant und leistungsstark gilt, aber das Problem löst, dass sich bestimmte Personen ideologisch oder sexuell nicht angesprochen fühlen.

Was besagt die Kritik der New Cultural Studies zum Gendern?

Die New Cultural Studies erweitern die reine linguistische Frage um Aspekte der Kultur, Identität und Macht, wobei Sprache als ein Medium verstanden wird, das Erkenntnis erst strukturiert.

Warum wird Gendern von Kritikern häufig als "Pseudowissenschaft" bezeichnet?

Die Arbeit zeigt, dass Gender Studies oft unterstellt wird, auf einer rein ideologischen Basis zu arbeiten, statt auf einer wissenschaftlich neutralen Grundlage.

Zieht das Fazit ein eindeutiges Urteil pro oder contra Gendern?

Nein, das Fazit bleibt abwägend: Gendern wird als ein brauchbares Werkzeug zur Inklusion gesehen, ob es jedoch die Gleichberechtigung nachhaltig beeinflusst, bleibt laut Autor offen.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Gendern in der Alltagssprache. Sprache, Macht und Raum
Universidad
University of Kassel  (Fachbereich 05)
Curso
Sprache – Macht – Raum über Sprache als Seismogramm gesellschaftspolitischer Wandlungsprozesse
Calificación
1,3
Autor
Manuel Walter Cichos (Autor)
Año de publicación
2022
Páginas
16
No. de catálogo
V1328038
ISBN (PDF)
9783346816764
ISBN (Libro)
9783346816771
Idioma
Alemán
Etiqueta
Gender Genderstudies Macht gendern studies Sprache
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Manuel Walter Cichos (Autor), 2022, Gendern in der Alltagssprache. Sprache, Macht und Raum, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1328038
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