Der vorliegende Unterrichtsentwurf zum Thema Märchen und Sagen befasst sich mit dem Märchen "Der Fischer und seine Frau" im Rahmen einer Doppelstunde.
Die Schüler sollen als Groblernziel märchentypische Merkmale erschließen beziehungsweise wiederholen, das Märchen „Der Fischer und seine Frau“ inhaltlich verstehen und zu kreativ-produktiven Ergebnissen gelangen.
Als Feinziele sollen die SuS zum ersten ein Märchen als fiktionalen Text identifizieren und von anderen Literaturgattungen abgrenzen können, indem genrespezifische Merkmale erarbeitet werden. Zum zweiten sollen sie ihr Vorwissen über die Textsorte Märchen reaktivieren, indem genrespezifische Merkmale der Textsorte Märchen selbstständig erarbeitet und anschließend gemeinsam zusammengetragen werden. Drittes Ziel ist ein inhaltliches Verständnis für das Märchen „Der Fischer und seine Frau“ zu entwickeln und dieses kreativ-produktiv in Beziehung zum Originaltext setzen können, indem das Leseverständnis kreativ auf eine andere Textsorte (in einem Zeitungsartikel bzw. Dialog) übertragen wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Reihenplanung
2. Lernvoraussetzungen
3. Lernziele
3.1. Grobziele
3.2. Feinziele
4. Verlaufsplanung
5. Didaktisch-methodischer Kommentar
Zielsetzung & Themen der Unterrichtseinheit
Die Unterrichtseinheit zielt darauf ab, die Gattung Märchen im Fach Deutsch einzuführen, Merkmale zu erarbeiten und anhand des Märchens „Der Fischer und seine Frau“ ein tieferes Verständnis für literarische Texte sowie eine kritische Reflexion menschlicher Gier und Wünsche zu fördern.
- Wiederholung und Erarbeitung märchentypischer Merkmale
- Inhaltliche Erschließung des Märchens „Der Fischer und seine Frau“
- Reflexion über Wünsche, Gier und Bescheidenheit
- Kreativ-produktiver Umgang mit literarischen Vorlagen
- Förderung der Kompetenzbereiche Lesen, Schreiben sowie Sprechen und Zuhören
Auszug aus dem Buch
2. Lernvoraussetzungen
Seit Schuljahresbeginn 2008/09 unterrichte ich die Klasse 7b eigenverantwortlich in vier Wochenstunden im Fach Deutsch. Im Zweiwochenrhythmus hat die Lerngruppe dienstags zusätzlich zwei Stunden, die jedoch meine Ausbildungslehrerin Frau xx unterrichtet, da ich an diesem Tag Studienseminare habe. Frau xx und ich unterrichten allerdings themendifferenziert, so dass ich meine Unterrichtseinheiten selbstständig und eigenverantwortlich mit der Klasse bearbeiten kann.
Die Klasse 7b setzt sich aus 18 Jungen und sieben Mädchen zusammen. Dem extrovertierten Anteil der Jungen, der eine Mehrheit darstellt, steht eine kleine Gruppe von Mädchen gegenüber, die sich im schriftlichen Ausdruck durchaus als kompetent erweisen, denen es jedoch schwer fällt, sich vor der Klassengemeinschaft zu äußern. Die offensichtliche Unterzahl der Mädchen wirkt sich auf deren Mitarbeitshaltung aus, indem sie kaum bis gar nicht aktiv am Unterricht teilnehmen.
Bis auf xx gibt es in der Klasse keine verhaltensauffälligen Schüler. xx ist medikamentös eingestellt. Die Symptome seiner Krankheit, u.a. Konzentrationsschwäche und bei Stress auftretende Aggressivität, sind im Deutschunterricht nur teilweise zu beobachten. Jedoch hat er bei der Bewältigung schriftlicher Aufgaben Schwierigkeiten. Er löst diese schnell und hastig in nicht angemessenem Umfang, so dass er meist nach kurzer Zeit fertig ist und damit beginnt, sich mit seinem Banknachbarn zu unterhalten oder andere Schüler abzulenken. xx nimmt seit Anfang Dezember an einem von der Sonderpädagogin erarbeitetem Trainingsprogramm teil, in dem er Punkte für angemessenes Verhalten im Unterricht bekommt. Für das Erreichen einer bestimmtem Punktzahl erhält er am Ende jeder Woche eine Belohnung. Bis zu den Weihnachtsferien erwies sich diese Maßnahme als sehr wirkungsvoll. xx hat sich bemüht, dem Unterricht konzentriert zu folgen und seine Klassenkameraden nicht zu stören. Da die Hospitationsstunde die erste Deutschstunde nach den Ferien ist, kann ich xx Verhalten momentan nicht einschätzen, da er als unberechenbar gilt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Reihenplanung: Die Übersicht stellt den geplanten Ablauf der gesamten Unterrichtsreihe dar, inklusive der didaktischen Schwerpunkte für die einzelnen Doppelstunden.
2. Lernvoraussetzungen: Dieses Kapitel analysiert die Zusammensetzung der Lerngruppe, das Sozialverhalten sowie den Leistungsstand und beschreibt die pädagogischen Maßnahmen für spezifische Schüler.
3. Lernziele: Hier werden die übergeordneten Grobziele sowie die spezifischen kognitiven, personalen und sozial-affektiven Feinziele der Unterrichtsstunde definiert.
4. Verlaufsplanung: Die tabellarische Planung detailliert den zeitlichen Ablauf, die Lehrertätigkeiten, die Schüleraktivitäten sowie die eingesetzten Unterrichtsformen und Medien.
5. Didaktisch-methodischer Kommentar: Dieser Abschnitt erläutert die fachdidaktischen Entscheidungen, die Einordnung in den Rahmenlehrplan sowie die methodischen Überlegungen zum Stundenaufbau.
Schlüsselwörter
Deutschunterricht, Märchen, Der Fischer und seine Frau, Gebrüder Grimm, Reihenplanung, Märchenmerkmale, kreativ-produktiver Umgang, Unterrichtsentwurf, Klasse 7b, Textsorten, Gier, literarische Bildung, Lernvoraussetzungen, Didaktik, Kompetenzentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit umfasst einen detaillierten Unterrichtsentwurf für den zweiten Unterrichtsbesuch im Fach Deutsch zum Thema „Märchen und Sagen“ für eine 7. Klasse.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Merkmale von Märchen, die inhaltliche Arbeit am Märchen „Der Fischer und seine Frau“ sowie die Reflexion über Wünsche und menschliches Verhalten.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?
Ziel ist es, märchentypische Merkmale zu wiederholen, den Inhalt des gewählten Märchens zu verstehen und die Schüler zu einem kreativ-produktiven Umgang mit dem Text zu führen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden verschiedene methodische Ansätze kombiniert, darunter die „Geben-Nehmen-Methode“ zur Aktivierung von Vorwissen sowie kreativ-produktive Schreibaufgaben zur Textreflexion.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine strukturierte Reihenplanung, eine Analyse der Lernvoraussetzungen, die Definition von Lernzielen und eine methodische Verlaufsplanung der konkreten Unterrichtsstunde.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Märchenanalyse, Unterrichtsmethodik, literarische Erschließung, Sozialformen im Unterricht und werteorientierte Reflexion charakterisieren.
Warum wurde das Märchen „Der Fischer und seine Frau“ ausgewählt?
Das Märchen wurde gewählt, da es inhaltlich gut als Einstieg in das neue Jahr passt, weniger bekannt als andere Klassiker ist und eine ideale Grundlage bietet, um über realistische Wünsche und die Gefahren von Gier zu diskutieren.
Wie geht die Lehrkraft mit den schüchternen Schülern in der Klasse um?
Um die Schüchternheit insbesondere der Mädchen zu überwinden, lässt die Lehrkraft Wünsche anonym und schriftlich festhalten, bevor diese im Plenum diskutiert werden.
Warum erfolgt die Märchenmerkmal-Erarbeitung vor der inhaltlichen Erschließung?
Die Lehrkraft hält es für didaktisch sinnvoll, erst das Gattungswissen zu reaktivieren, um darauf aufbauend eine inhaltliche Reflexion und das anschließende kreativ-produktive Schreiben zu ermöglichen.
Welche Alternative wurde für die Einstiegsphase erwogen?
Die Lehrkraft zog das „Arbeiten an Stationen“ in Betracht, entschied sich jedoch dagegen, da diese Arbeitsform in der Klasse noch nicht ausreichend eingeübt war.
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- Monique Schwertfeger (Author), 2009, Märchen und Sagen in der Schule. Stundenentwurf zu "Der Fischer und seine Frau", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132809