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Die Liberalisierung des Textilmarkts im Rahmen der WTO und ihre Auswirkungen auf die Weltwirtschaft

Title: Die Liberalisierung des Textilmarkts im Rahmen der WTO und ihre Auswirkungen auf die Weltwirtschaft

Examination Thesis , 2008 , 24 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Oksana Czarny (Author)

Business economics - Economic Policy
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Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit widmet sich der Thematik der internationalen Liberalisierung des Textilmarkts im Rahmen der WTO unter besonderer Berücksichtigung ihrer Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Dabei stellt das Werk eine grundlegende Analyse dieses Prozesses, mit exemplarischer Schilderung sowohl der Textilbranche als auch des Bekleidungssektors, dar.

Die Gliederung der Arbeit umfasst drei Kapitel.

Zunächst wird auf WTO-rechtliche Rahmenbedingungen eingegangen, unter denen sich die Regulierung des globalen Textilmarktes in Form bi- und multilateraler Handelsabkommen abspielt. Besondere Aufmerksamkeit fokussiert sich hierbei auf die Darstellung der Ergebnisse der Uruguay-Runde sowie des Standes ihrer Umsetzung, da auf dem weltweiten Textilmarkt der Liberalisierungsprozess erst im Zuge dieser GATT-Verhandlungen seinen eigentlichen Anfang nahm.

Im darauf folgenden Kapitel werden auf theoretischer Basis handelspolitische Instrumente wie Importzölle und Einfuhrquoten, die im zwischenstaatlichen Textilhandel vorrangig aus protektionistischen Beweggründen zum Einsatz kommen und somit die Liberalisierung behindern, unter die Lupe genommen, sowie die aus ihren Wirkungen resultierenden Kosten erläutert. Da dieser Themenbereich ziemlich komplex ist und wesentlich mehr tarifäre und nicht-tarifäre Handelsrestriktionen erfasst, war eine Einschränkung auf einige wenige handelspolitische Maßnahmen angebracht.

Im letzten Abschnitt wird die praktische Befassung mit den Auswirkungen der Textilmarktliberalisierung auf die Weltwirtschaft durchgeführt, wobei eine Differenzierung nach den Gewinnern und Verlierern dieses Prozesses im Rahmen der WTO unternommen wird. Die Darbietung dessen Folgen sowohl für Produzenten als auch Konsumenten am Beispiel der deutschen Textil- und Bekleidungsbranche schließt den Hauptteil dieser Arbeit ab.

Die Auseinandersetzung mit dieser fassettenreichen Materie zeigt, wie aktuell und signifikant heutzutage dieses Problem sowohl für Industrienationen als auch aufstrebende Entwicklungsländer ist. Nicht umsonst wird in der Fachliteratur der Textil- und Bekleidungssektor mehrfach als das Musterbeispiel für den zwischenstaatlichen Protektionismus zitiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

I. WTO-RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN DES INTERNATIONALEN TEXTILHANDELS

1.1. Das Multifaserabkommen (MFA)

1.2. Die Uruguay-Runde und ATC (Agreement on Textiles and Clothing)

1.3. Stand der Umsetzung der Uruguay-Vorgaben

II. HANDELSPOLITISCHE INSTRUMENTE FÜR DIE REGULIERUNG DES GLOBALEN TEXTILMARKTES

2.1. Importzölle als Instrument des tarifären Protektionismus

2.2. Einfuhrquoten als nicht-tarifäres Handelshemmnis

2.3. Kosten von tarifären und nicht-tarifären protektionistischen Maßnahmen

III. AUSWIRKUNGEN DER LIBERALISIERUNG DES TEXTILHANDELS AUF DIE WELTWIRTSCHAFT

3.1. Gewinner des Liberalisierungsprozesses

3.1.1. China

3.1.2. Indien

3.2. Verlierer der Textilmarktliberalisierung

3.3. Folgen für die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie

SCHLUSSFOLGERUNGEN

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert den Liberalisierungsprozess des globalen Textil- und Bekleidungshandels im Rahmen der WTO. Ziel ist es, die Auswirkungen dieses Prozesses auf die Weltwirtschaft zu untersuchen, wobei insbesondere die ökonomischen Umverteilungseffekte, die Rolle protektionistischer Maßnahmen sowie die unterschiedlichen Auswirkungen auf Industrienationen und Entwicklungsländer im Zentrum der Forschungsfrage stehen.

  • WTO-rechtliche Rahmenbedingungen und Abkommen wie das MFA und ATC
  • Handelspolitische Instrumente des Protektionismus (Zölle und Quoten)
  • Gewinner und Verlierer des Liberalisierungsprozesses im globalen Vergleich
  • Analyse der Folgen für die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie

Auszug aus dem Buch

1.1. Das Multifaserabkommen (MFA)

Der zunehmende Gebrauch von synthetischen Fasern sowie der wachsende Export von synthetischen Textilien in die entwickelten Länder gaben den Impuls zur neuen Verhandlungsrunde zwischen den Industrie- und Entwicklungsländern, in deren Folge 1974 unter dem Dach des GATT das Welttextilabkommen (WTA) bzw. Multifaserabkommen (MFA - Multi Fibre Arrangement) als Nachfolger von LTA in Kraft trat, welches den Anwendungsbereich von nicht-tarifären Handelsrestriktionen auch auf Nicht-Baumwolltextilien (d. h. Produkte aus Wolle, Kunstfaser und synthetische Stoffe) sowie Bekleidungsartikel ausweitete. Das MFA wurde durch eine Vielzahl bilateraler Einzelabkommen geregelt und behielt seine Gültigkeit infolge von zahlreichen Verlängerungen bis zur Gründung der WTO im Jahr 1995. Dieses Übereinkommen erreichte im Wesentlichen das Gegenteil von den im Rahmen des GATT beschlossenen Vereinbarungen, da es gegen die handelspolitischen GATT-Grundprinzipien wie Reziprozität, Diskriminierungsverbot (Inländerbehandlung und unbedingte Meistbegünstigung), Nicht-Anwendung quantitativer Handelsbarrieren und Abschaffung von Exportsubventionen sowie Zollbindung verstieß.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Thematik der internationalen Liberalisierung des Textilmarktes im Rahmen der WTO ein und erläutert die Gliederung sowie die Zielsetzung der wissenschaftlichen Analyse.

I. WTO-RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN DES INTERNATIONALEN TEXTILHANDELS: Dieses Kapitel behandelt die historischen und rechtlichen Grundlagen des Textilhandels, insbesondere die Rolle des Multifaserabkommens und den Übergang zum ATC-Abkommen nach der Uruguay-Runde.

II. HANDELSPOLITISCHE INSTRUMENTE FÜR DIE REGULIERUNG DES GLOBALEN TEXTILMARKTES: Hier werden theoretische Aspekte von Zöllen und Quoten als Instrumente des Protektionismus sowie deren Auswirkungen auf die Wohlfahrt und die Kosten für die Konsumenten erläutert.

III. AUSWIRKUNGEN DER LIBERALISIERUNG DES TEXTILHANDELS AUF DIE WELTWIRTSCHAFT: Das Kapitel analysiert die konkreten Folgen der Liberalisierung, identifiziert Gewinner wie China und Indien sowie Verliererstaaten und betrachtet die spezifischen Auswirkungen auf die deutsche Textilwirtschaft.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Schlussbetrachtung fasst die wesentlichen Ergebnisse der Analyse zusammen und reflektiert die sozioökonomischen Anpassungsschocks, die durch die Liberalisierung auf globaler Ebene ausgelöst wurden.

Schlüsselwörter

Liberalisierung, WTO, Textilhandel, Weltwirtschaft, Protektionismus, MFA, ATC, Uruguay-Runde, Importzölle, Einfuhrquoten, Handelshemmnisse, Textilindustrie, Bekleidungssektor, Wohlfahrtsverlust, Globalisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Liberalisierungsprozess auf dem globalen Textil- und Bekleidungsmarkt und wie sich dieser Rahmen unter der WTO auf die Weltwirtschaft ausgewirkt hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen WTO-Recht, protektionistische handelspolitische Instrumente sowie die Auswirkungen der Marktöffnung auf Produzenten und Konsumenten weltweit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, eine fundierte Analyse über die Gewinner und Verlierer der Textilmarktliberalisierung zu erstellen und die Folgen für den deutschen Sektor aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse auf Basis ökonomischer Modelle (z.B. nach Krugman/Obstfeld) sowie eine deskriptive Auswertung von Handelsdaten und quantitativen Berechnungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Kapitel, die rechtliche Rahmenbedingungen, die Theorie des Protektionismus und schließlich die konkreten Auswirkungen des Liberalisierungsprozesses analysieren.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Liberalisierung, Protektionismus, WTO, MFA, ATC, Importquoten, Zollsenkungen sowie globale Handelsströme.

Welche Rolle spielt die Volksrepublik China in dieser Liberalisierung?

China wird als einer der größten Gewinner identifiziert, der durch enorme Exportsteigerungen und Kostenvorteile seine Marktposition nach dem Wegfall der Quoten massiv ausbauen konnte.

Warum wird das Schicksal des Landes Lesotho als Beispiel angeführt?

Lesotho dient als Extrembeispiel für Länder, die durch das Auslaufen des ATC-Abkommens ihre einseitigen Handelsvorteile verloren und einen massiven Einbruch ihrer Textilproduktion sowie hohe Arbeitslosigkeit erlitten haben.

Wie reagierte die deutsche Textilindustrie auf den Strukturwandel?

Die deutsche Industrie reagierte mit einer frühen Verlagerung der Produktion in Niedriglohnländer und einer Spezialisierung auf hochwertige Spezialtextilerzeugnisse sowie technische Textilien.

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Details

Title
Die Liberalisierung des Textilmarkts im Rahmen der WTO und ihre Auswirkungen auf die Weltwirtschaft
College
Ruhr-University of Bochum
Grade
2,3
Author
Oksana Czarny (Author)
Publication Year
2008
Pages
24
Catalog Number
V132811
ISBN (eBook)
9783640389551
Language
German
Tags
Liberalisierung Textilmarkts Rahmen Auswirkungen Weltwirtschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oksana Czarny (Author), 2008, Die Liberalisierung des Textilmarkts im Rahmen der WTO und ihre Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132811
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