Das mobile Arbeiten ist eine Form der flexiblen Arbeitskonzepte. Es gibt verschiedene Varianten wie zum Beispiel drei Tage Anwesenheitspflicht vor Ort und zwei Tage mobil oder andere Zeiteinteilungen. Gerade mit dem Beginn der Corona Pandemie hat das Thema mehr Aufmerksamkeit als zuvor erlangt. Im Zeitraum von April bis Juni 2021 gab es die Home-Office Pflicht für Arbeitgeber, das heißt, jeder Arbeitnehmer, für den das mobile Arbeiten möglich war, sollte dies auch tun.
Welche Auswirkungen hat das mobile Arbeiten auf die Arbeitnehmer? Ein typischer Vorteil ist die Flexibilität. Arzttermine können in der Arbeitszeit wahrgenommen werden, der Haushalt kann in der Mittagspause erledigt werden. Aber sorgen gerade diese Umstände nicht dafür, dass keine Routine mehr vorhanden ist? Und eventuell sogar die Produktivität der Mitarbeiter darunter leidet? Es kann sein, dass die räumliche Trennung von den Arbeitskollegen zu sinkender Motivation führt, es gibt viel weniger sozialen Austausch. Oder steigert grade das die Motivation, weil es keine Ablenkung mehr gibt?
Die leitfadengestützten Interviews wurden mit vier verschiedenen Personen geführt, die alle Experten auf dem Gebiet des mobilen Arbeitens sind. Sie werden dazu beitragen folgende Forschungsfrage zu beantworten: „Welche Vorteile des mobilen Arbeitens können Arbeitgeber heranziehen, um diese auf die Arbeit im Büro vor Ort anzuwenden und wie können die Nachteile verbessert werden?“
Die Arbeit hat das Ziel die Vor- und Nachteile des mobilen Arbeitens aus Sicht von Arbeitnehmern mithilfe von Experteninterviews herauszufinden. Die gefundenen Vorteile könnten auf die Arbeit am festen Arbeitsplatz übertragen werden, um ein angenehmeres, effektiveres Arbeiten zu ermöglichen. Die Nachteile könnten vom Arbeitgeber aufgegriffen und verbessert werden. Auf dieser Basis werden Hypothesen über das mobile Arbeiten erstellt.
Kapitel zwei startet mit dem theoretischen Hintergrund. Der Begriff Arbeit wird definiert und seine historische Entwicklung kurz dargestellt. Das mobile Arbeiten wird daraufhin von dem Begriff Home-Office differenziert und die wichtigsten Unterschiede aufgezeigt. Das leitfadengestützte Experteninterview und die Vorgehensweise nach Mayring werden erläutert, dann folgt die Untersuchung der Ergebnisse. Im Vorfeld wurden Experteninterviews mit vier Personen durchgeführt, die alle über ihre Situation im mobilen Arbeiten berichten. Darauf aufbauend wurden Kategorien gebildet, um die Vor- und Nachteile geordnet heraus zu filtern. Nach der Untersuchung folgen Handlungsempfehlungen, um die Vorteile optimal zu nutzen und Nachteile zu verbessern. Dann geht es weiter mit der Beantwortung der Forschungsfrage. Die auf Basis der Ergebnisse entwickelten Hypothesen runden die Arbeit ab.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Definition und Entwicklung von Arbeit
2.2 Unterscheidung mobiles Arbeiten und Home-Office
2.3 Mobiles Arbeiten für den Arbeitgeber
3 Methodische Vorgehensweise und Untersuchung
3.1 Leitfadengestütztes Experteninterview
3.2 Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
3.3 Durchführung der Interviews
3.4 Ergebnisse der ersten Kategorie
3.5 Ergebnisse der zweiten Kategorie
3.6 Interpretation und Handlungsempfehlung
4 Fazit
4.1 Beantwortung der Forschungsfrage
4.2 Hypothesen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Vor- und Nachteile des mobilen Arbeitens aus der Perspektive von Arbeitnehmern, um daraus Erkenntnisse für eine Optimierung der Arbeit im Büro sowie für das mobile Arbeiten selbst abzuleiten.
- Analyse der Auswirkungen des mobilen Arbeitens auf Arbeitnehmer
- Gegenüberstellung von mobilem Arbeiten und Home-Office
- Untersuchung von Vorteilen wie Flexibilität und Nachteilen wie sozialer Isolation
- Ableitung von Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Arbeitsgestaltung
- Formulierung von Hypothesen basierend auf Experteninterviews
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemstellung
Das mobile Arbeiten ist eine Form der flexiblen Arbeitskonzepte. Es gibt verschiedene Varianten, zum Beispiel drei Tage Anwesenheitspflicht vor Ort und zwei Tage mobil oder andere Zeiteinteilungen. Grade mit dem Beginn der Corona Pandemie hat das Thema mehr Aufmerksamkeit als zuvor erlangt. Im Zeitraum von April-Juni 2021 gab es die Home-Office Pflicht für Arbeitgeber, das heißt jeder Arbeitnehmer für den das mobile Arbeiten möglich war, sollte dies auch tun.1
Welche Auswirkungen hat das mobile Arbeiten auf die Arbeitnehmer? Ein typischer Vorteil ist die Flexibilität. Arzttermine können in der Arbeitszeit wahrgenommen werden, der Haushalt kann in der Mittagspause erledigt werden. Aber sorgen grade diese Umstände nicht dafür, dass keine Routine mehr vorhanden ist? Und eventuell sogar die Produktivität der Mitarbeiter darunter leidet? Es kann sein, dass die räumliche Trennung von den Arbeitskollegen zu sinkender Motivation führt, es gibt viel weniger sozialen Austausch. Oder steigert grade das die Motivation, weil es keine Ablenkung mehr gibt?
Die leitfadengestützten Interviews wurden mit vier verschiedenen Personen geführt, die alle Experten auf dem Gebiet des mobilen Arbeitens sind. Sie werden dazu beitragen folgende Forschungsfrage zu beantworten: „Welche Vorteile des mobilen Arbeitens können Arbeitgeber heranziehen, um diese auf die Arbeit im Büro vor Ort anzuwenden und wie können die Nachteile verbessert werden?“
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des mobilen Arbeitens ein, formuliert die Problemstellung unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie und definiert die Forschungsfrage sowie das Ziel der Arbeit.
2 Theoretischer Hintergrund: Hier wird der Begriff Arbeit definiert, historisch eingeordnet und eine Abgrenzung zwischen mobilem Arbeiten und Home-Office vorgenommen, ergänzt durch das Modell des Collaboration Cycle.
3 Methodische Vorgehensweise und Untersuchung: Dieses Kapitel erläutert die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring und die Durchführung der Experteninterviews mit Angehörigen der Generation Z.
4 Fazit: Das abschließende Kapitel beantwortet die Forschungsfrage durch eine Synthese der Ergebnisse und Handlungsempfehlungen und leitet daraus prüfbare Hypothesen ab.
Schlüsselwörter
Mobiles Arbeiten, Home-Office, Experteninterviews, Qualitative Inhaltsanalyse, Flexibilität, Arbeitsplatzgestaltung, Work-Life-Balance, Produktivität, Generation Z, Arbeitgebermarke, Soziale Distanzierung, Arbeitsbedingungen, Gesundheit am Arbeitsplatz, Führung, Arbeitszufriedenheit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Vor- und Nachteilen mobiler Arbeitskonzepte aus der Sicht von Arbeitnehmern während und nach der Corona-Pandemie.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Definition mobilen Arbeitens, die Auswirkungen auf die Produktivität und Motivation, die soziale Interaktion der Mitarbeiter sowie gesundheitliche Aspekte.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist es, herauszufinden, wie Arbeitgeber die Vorteile des mobilen Arbeitens auf die Arbeit im Büro übertragen und wie identifizierte Nachteile gezielt verbessert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring zur Auswertung von leitfadengestützten Experteninterviews mit vier Probanden der Generation Z.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert theoretische Hintergründe sowie die Ergebnisse der Experteninterviews, kategorisiert Vor- und Nachteile und leitet daraus konkrete Handlungsempfehlungen für Arbeitgeber ab.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter sind unter anderem Mobiles Arbeiten, Flexibilität, Work-Life-Balance, Produktivität und qualitative Forschung.
Warum wurden für die Interviews gezielt Personen der Generation Z ausgewählt?
Die Generation Z wurde gewählt, da sie eine natürliche Affinität zur digitalen technischen Infrastruktur besitzt und somit keine Berührungsängste gegenüber mobilen Arbeitsplätzen aufweist.
Welche Rolle spielt der Begriff "Collaboration Cycle" in der Untersuchung?
Der Collaboration Cycle dient als theoretischer Rahmen, um die notwendigen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit, wie Technik, Organisation und Kultur, aufzuzeigen.
Wie werden die gesundheitlichen Nachteile des mobilen Arbeitens adressiert?
In den Handlungsempfehlungen wird der Einsatz von Schulungen zur Rückenschmerzprävention (Bürogymnastik) sowie eine verbesserte räumliche Ausstattung durch den Arbeitgeber vorgeschlagen.
- Arbeit zitieren
- Marlen Drum (Autor:in), 2021, Home-Office aus Mitarbeitersicht. Vor- und Nachteile, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1328148