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Unternehmensgründungen und ihr Beitrag zum Erfolg von Regionalwirtschaften

Title: Unternehmensgründungen und ihr Beitrag zum Erfolg von Regionalwirtschaften

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Marc Altena (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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Nicht nur unsere, sondern auch nahezu alle Regierungen der EU gehen davon aus,
dass die Gründung neuer Unternehmen und deren Förderung neue Arbeitsplätze
schafft. Gerade die Situation der letzten zehn Jahre ist bislang noch nicht
hinreichend erforscht, und es bleibt daher abzuwarten, ob die allgemeine Annahme
der Regierungen noch Bestand hat.
Grund für eine Veränderung dieser These könnte zum einen die veränderte
Wettbewerbssituation oder auch die fortschreitende Nutzung der IuK-Technologien in
Bezug auf Unternehmensorganisation sein.
Außerdem ist bisweilen wenig erforscht, welchen Einfluss die
Unternehmensgründungen der letzten Jahre auf die heutige, dass heißt also
grundsätzlich gesehen auf die längerfristige, Beschäftigtensituation genommen
haben. In letzter Zeit sind zudem noch Zweifel aufgekommen, ob nicht alle
hochgelobten Beschäftigungszahlen der späten 70er sowie der 80er Jahre unter
reinen Fehlschlüssen, die auf einer Fehlinterpretation der Datenlage beruhen,
entstanden sind. Einen entscheidenden Beitrag für diesen Enthusiasmus lieferte die
Untersuchung von BIRCH (1979). Seitdem wurden Unternehmensgründungen als
Allheilmittel für Beschäftigungsprobleme angesehen.
Sind Unternehmensgründungen vielleicht doch kein Allheilmittel gegen
Beschäftigungsprobleme?
Erst in den letzten Jahren sind es Untersuchungen wie diese von
BRÜDERL/PREISENDÖRFER/ZIEGLER (1996), die es sich zur Aufgabe gemacht
haben, die Gründungserfolge in Deutschland hinsichtlich ihrer Beschäftigungseffekte,
Überlebenschancen, Gründungsbranchen usw. genauer unter die Lupe zu nehmen.
Es bleibt also im Rahmen dieses Referates grundsätzlich zu klären, ob die
Neugründungen von Betrieben bzw. Unternehmen tatsächlich einen positiven
Einfluss auf die Beschäftigungsquote nehmen. Dies heißt ferner, ob die
Überlebenschancen der Unternehmen überhaupt so groß sind, um sich längerfristig
am Markt zu behaupten. Folge einer solchen Marktbehauptung könnte eine mögliche
Expansion des Unternehmens sein, welche mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze
einhergeht, und somit auch einen entscheidenden Beitrag für den Erfolg der
Regionalwirtschaft leistet. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeine und spezielle Probleme bei der Erhebung und Interpretation der Datenlage

3. Theoretische Erklärungsansätze zum Erfolg einer Unternehmensgründung

3.1 Charakteristikum (Definition) eines Unternehmers

3.2 Personenzentrierte Ansätze

3.2.1 Wirtschaftliche Humankapitaltheorie

3.3 Betriebszentrierte Ansätze

3.4 Umfeldzentrierte Ansätze

4. Struktur der Unternehmensgründungen

4.1 Anzahl der Gründungen zwischen 1983 und 1997

4.2 Branchenstruktur der Gründungen

4.3 Räumliche Verteilung der Gründungen

5. Überlebenschancen der Unternehmen (Faktoren)

5.1 Überblick über die Gesamtsituation

5.2 Person des Gründers (Humankapital)

5.3 Startgröße des Unternehmens

5.4 Branche

5.5 Region

6. Auswirkungen der Unternehmensgründungen auf eine Regionalwirtschaft

7. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Unternehmensgründungen und dem Erfolg von Regionalwirtschaften. Dabei wird analysiert, ob Neugründungen tatsächlich einen positiven Beitrag zur Beschäftigungsentwicklung leisten oder ob sie lediglich ein Nullsummenspiel darstellen, wobei Faktoren wie die Gründerperson, die Branche und die Standortwahl eine zentrale Rolle spielen.

  • Theoretische Grundlagen zur Erfolgsfaktorenforschung bei Unternehmensgründungen
  • Strukturelle Analyse von Gründungszahlen und Branchenverteilungen
  • Untersuchung der Überlebenschancen neugegründeter Unternehmen
  • Regionale Unterschiede und Standortfaktoren für Gründungsaktivitäten
  • Bewertung der Beschäftigungseffekte für Regionalwirtschaften

Auszug aus dem Buch

3.2 Personenzentrierte Ansätze

Die Person des Gründers ist ohne Zweifel ein zentraler Faktor für die Erfolgschancen der Unternehmensgründung (vgl. SZYPERSKI & NATHASIUS, 1977).

In vielen Bereichen der Forschung hat man sich damit auseinandergesetzt, welche Faktoren es genau sind, die einen Unternehmer erfolgreich werden lassen. Ich möchte jedoch bei diesem Punkt von vornhinein erwähnen, dass sämtliche Untersuchungen und die aus Ihnen entstandenen Theorien auf großen Einfluss empirischer Gesichtspunkte beruhen. In manchen Literaturbeiträgen ist die Forschungsrichtung zusammenfassend dargestellt (KLANDT, 1984). Es lässt sich eine Liste von erfolgrelevanten Faktoren bilden.

Diese Faktoren lassen sich zum einen in eine Klasse einteilen, die die Unternehmerperson selbst betreffen, zum anderen in eine andere Klasse, die sich eher auf das mikrosoziale Umfeld des Unternehmers bezieht.

In der Ersten, die Unternehmerperson selbst betreffenden Klasse, spielen Dimensionen wie Charaktereigenschaften (Leistungswille und Erfolgswille), Geschlecht und Alter, sowie physiologische (Krankheitsgeschichte) Faktoren eine Rolle. Fähigkeiten wie Intelligenz, oder im Leben erworbene Fertigkeiten, sind ebenfalls als signifikante Merkmale anzusehen.

In der zweiten Klasse sind es eher Sozialisierungsfaktoren (vorgelebte Selbständigkeit in der Familie, Erziehung, Zugehörigkeit einer Minorität), berufliche Erfahrungen und das bis zum Beginn der Selbständigkeit eigens erarbeitete soziale Netzwerk.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage nach dem Beitrag von Unternehmensgründungen zu Beschäftigungseffekten in der Regionalwirtschaft und hinterfragt den Status von Gründungen als "Allheilmittel".

2. Allgemeine und spezielle Probleme bei der Erhebung und Interpretation der Datenlage: Dieses Kapitel warnt vor methodischen Fehlern bei der statistischen Erfassung von Unternehmensdynamiken, die zu einer falschen Interpretation von Arbeitsplatzeffekten führen können.

3. Theoretische Erklärungsansätze zum Erfolg einer Unternehmensgründung: Das Kapitel beleuchtet verschiedene wissenschaftliche Perspektiven auf den Unternehmenserfolg, darunter personenzentrierte Ansätze, die Humankapitaltheorie sowie betriebs- und umfeldzentrierte Modelle.

4. Struktur der Unternehmensgründungen: Es wird die quantitative Entwicklung der Gründungen zwischen 1983 und 1997 sowie deren Branchenstruktur und räumliche Verteilung analysiert.

5. Überlebenschancen der Unternehmen (Faktoren): Das Kapitel untersucht empirische Überlebensquoten und analysiert Einflussfaktoren wie die Person des Gründers, die Startgröße, die Branche und die Region.

6. Auswirkungen der Unternehmensgründungen auf eine Regionalwirtschaft: Hier wird diskutiert, unter welchen Bedingungen Gründungen tatsächlich einen positiven Beitrag zur regionalen Wirtschaftsentwicklung leisten können.

7. Literatur: Das Kapitel bietet ein umfassendes Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Unternehmensgründung, Regionalwirtschaft, Beschäftigungseffekte, Überlebenschancen, Humankapital, Gründungsdynamik, Standortfaktoren, Betriebszentrierte Ansätze, Umfeldzentrierte Ansätze, Existenzgründung, Arbeitsmarkt, Wirtschaftsstruktur, Innovationspotenzial, Markteintritt, Wachstumsfaktoren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Zusammenhang zwischen der Gründung neuer Unternehmen und dem wirtschaftlichen Erfolg sowie der Beschäftigungslage innerhalb von Regionen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die theoretischen Voraussetzungen für erfolgreiche Gründungen, die Analyse von Strukturdaten sowie die Identifikation von Faktoren, die über das Überleben eines neuen Unternehmens entscheiden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu klären, ob Unternehmensgründungen tatsächlich einen signifikanten positiven Einfluss auf die regionale Beschäftigungsquote haben oder ob sie nur bedingt als wirtschaftspolitisches Instrument geeignet sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse und der Auswertung empirischer statistischer Daten aus verschiedenen Gründungsstudien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung von Erfolgsfaktoren (Person, Betrieb, Umfeld), eine strukturelle Analyse der Gründungsdaten und eine detaillierte Untersuchung der Faktoren, die die Überlebenschancen von Start-ups beeinflussen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind unter anderem Unternehmensgründung, Regionalwirtschaft, Beschäftigungseffekte, Humankapital, Überlebenschancen und Gründungsdynamik.

Wie wirken sich verschiedene Branchen auf den Erfolg einer Regionalwirtschaft aus?

Gründungen im verarbeitenden Gewerbe sind laut Arbeit bodenständiger und haben höhere Erfolgsaussichten, während einfache Dienstleistungsgründungen oft nur der Existenzsicherung dienen und weniger zum nachhaltigen Wirtschaftswachstum beitragen.

Welche Rolle spielt die Region bei der Gründung?

Die regionale Infrastruktur, vorhandene Unternehmensnetzwerke und die bestehende Wirtschaftsstruktur entscheiden darüber, ob ein Standort für bestimmte Gründungen, etwa im hochqualifizierten Dienstleistungsbereich, geeignet ist.

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Details

Title
Unternehmensgründungen und ihr Beitrag zum Erfolg von Regionalwirtschaften
College
University of Bonn  (Geographisches Institut)
Course
Beiträge zum Erfolg von Regionalwirtschaften
Grade
1,7
Author
Marc Altena (Author)
Publication Year
2002
Pages
22
Catalog Number
V13283
ISBN (eBook)
9783638189743
Language
German
Tags
Unternehmensgründungen Beitrag Erfolg Regionalwirtschaften Beiträge Erfolg Regionalwirtschaften
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marc Altena (Author), 2002, Unternehmensgründungen und ihr Beitrag zum Erfolg von Regionalwirtschaften, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13283
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