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Computergestützte Bürokommunikation und ihre Auswirkungen auf die Qualifikation der Nutzer

Qualifikation und Qualifikationsforschung

Title: Computergestützte Bürokommunikation und ihre Auswirkungen auf die Qualifikation der Nutzer

Script , 2009 , 19 Pages

Autor:in: Otto Stammermann (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Nach dem Agrarzeitalter und dem Industriezeitalter steht unsere Gesellschaft heute an der Schwelle zum Informationszeitalter. Das Informationswesen nimmt eine ständig wachsende gesamtgesellschaftliche und gesamtwirtschaftliche Bedeutung ein und ist gekennzeichnet durch eine permanente Ausweitung an Informationsbedarf. Als ein Zeichen für diese gesamtgesellschaftliche Entwicklung ist zum Beispiel die wachsende Zahl der Büroangestellten anzuführen: waren 1950 ungefähr ein Drittel aller abhängig Beschäftigten in der Bundesrepublik Deutschland im Bürobereich tätig, so waren es zu Beginn der 80er Jahre ungefähr 50 Prozent. In der Information und ihrer marktgerechten Veredlung liegt eine uneingeschränkte Ressource; dies gilt nicht nur für Unternehmungen, sondern auch für ganze Volkswirtschaften. In der Hochtechnologie wird heute der Wettbewerb nicht mehr zwischen Firmen ausgetragen, sondern zwischen Regionen und Ländern.
In der Industriegesellschaft war die Hauptvoraussetzung das Kapital; in der Informationsgesellschaft ist Information die Grundvoraussetzung. In zunehmendem Maße wird Information als Rohstoff der Zukunft oder noch treffender als Ressource oder Produktionsfaktor bezeichnet.
Unter diesem Gesichtspunkt entsteht Information als ein wertmäßig kalkulierbares Produkt, das für einen bestimmten Zeitraum einen bestimmten Informationsbedarf abdeckt, der unter Kosten/ Nutzen - Gesichtspunkten zu rechtfertigen ist. Wenn nun Information eine Ressource ist, dann bedarf sie der Planung und Kontrolle. Somit müssen auch Informationen ebenso wie die Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital "gemanagt" werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Höherqualifizierungsthese

3. Die Dequalifizierungsthese

4. Die Polarisierungsthese

5. Zusammenfassende Einschätzung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen der Einführung computergestützter Bürokommunikation auf die Qualifikationsanforderungen von Nutzern, insbesondere im Bereich der Industrieverwaltung, und analysiert den Zusammenhang zwischen technischem Wandel und veränderten Kompetenzprofilen.

  • Wandel der Qualifikationsanforderungen durch neue Informationstechnologien
  • Analyse der industriesoziologischen Qualifikationsforschung
  • Gegenüberstellung der Thesen zu Höher-, De- und Polarisierungsqualifizierung
  • Bedeutung technischer Innovationen für die Arbeitsorganisation im Büro
  • Perspektiven für die berufliche Qualifizierung in einem technisierten Arbeitsumfeld

Auszug aus dem Buch

Die Höherqualifizierungsthese

Vertreter dieser These erwarten durch den verstärkten Einsatz der EDV einen allgemeinen Trend zur Höherqualifizierung, wobei die technikbedingte Verringerung des Umfanges von Routinetätigkeiten und die Zunahme von EDV-Kenntnissen als wesentliche Faktoren dieser Entwicklung angesehen werden.

Das Vordringen automatisierter Produktionsprozesse geht einher mit dem Verschwinden vor allem von Arbeitstätigkeiten, die weder Anforderungen an manuelle Fähigkeiten noch an die Verantwortung stellen. Technologien mit dequalifizierendem Charakter gehen zurück, während die Bedeutung qualifizierter Tätigkeiten zunimmt. Die Konsequenz wäre ein Sinken der Beschäftigungszahl im Bereich der Hilfsarbeiten und ein Steigen in den Bereichen qualifizierter Tätigkeiten. Überlegungen führten dazu, dass Qualifikationsdefizite als hemmend für weiteres Wirtschaftswachstum angesehen werden und daher gezielte Bildungsinvestitionen in Angriff genommen werden müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Es wird die gesellschaftliche Transformation zum Informationszeitalter beschrieben und die Notwendigkeit aufgezeigt, Auswirkungen technischer Innovationen auf die Büroarbeit zu untersuchen.

Die Höherqualifizierungsthese: Dieses Kapitel erläutert die Perspektive, dass technischer Fortschritt primär zu einem Anstieg der Anforderungen an die Arbeitskräfte führt, da Routineaufgaben entfallen.

Die Dequalifizierungsthese: Hier wird die gegensätzliche Annahme dargelegt, dass Automatisierung zu einem Verlust komplexer Fähigkeiten führt und menschliche Tätigkeiten durch Maschinen ersetzt werden.

Die Polarisierungsthese: Dieses Kapitel analysiert das Modell der Spaltung, bei dem sowohl hochqualifizierte als auch dequalifizierte Aufgaben in einem Unternehmen zunehmen.

Zusammenfassende Einschätzung: Abschließend wird betont, dass es keine zwangsläufige Richtung der Qualifikationsentwicklung gibt und die Auswirkungen stark vom betrieblichen Kontext abhängen.

Schlüsselwörter

Bürokommunikation, Qualifikation, Informationszeitalter, Arbeitstätigkeit, Industrieverwaltung, Höherqualifizierung, Dequalifizierung, Polarisierung, Automatisierung, Informationstechnik, Arbeitsorganisation, EDV, Rationalisierung, Qualifikationsforschung, Technischer Wandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die wechselseitigen Beziehungen zwischen dem technologischen Wandel im Büro, insbesondere durch computergestützte Systeme, und den daraus resultierenden Qualifikationsanforderungen an die Beschäftigten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Übergang vom Industrie- zum Informationszeitalter, die verschiedenen industriesoziologischen Thesen zur Qualifikationsentwicklung sowie die Auswirkungen von Automatisierung auf Büro- und Verwaltungstätigkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für die komplexen Veränderungen der Qualifikationsanforderungen in der Industrieverwaltung zu gewinnen, hervorgerufen durch den Einsatz moderner Kommunikationstechnologien.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Reflexion und dem Vergleich verschiedener industriesoziologischer Qualifikationstheorien unter Einbeziehung empirischer Studien aus der Literatur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Gegenüberstellung der Höherqualifizierungs-, Dequalifizierungs- und Polarisierungsthese sowie einer abschließenden Einschätzung der realen Entwicklungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Bürokommunikation, Qualifikationsforschung, Polarisierung, Automatisierung und informationstechnologische Entwicklung.

Welche Rolle spielen "weibliche Angestellte" in der Untersuchung?

Die Arbeit stellt fest, dass weibliche Angestellte besonders von Umstrukturierungen betroffen sind, da ihre Tätigkeiten in Büro und Verwaltung verstärkt der Gefahr einer Degradierung zu "Restarbeiten" ausgesetzt sind.

Warum gibt es laut Autor keine "zwangsläufige" Höherqualifizierung?

Der Autor argumentiert, dass technologische Innovationen keine deterministischen Folgen haben, sondern dass gesellschaftliche Vorgaben und die betriebliche Gestaltung der Arbeitsorganisation den tatsächlichen Qualifikationsbedarf massiv beeinflussen.

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Details

Title
Computergestützte Bürokommunikation und ihre Auswirkungen auf die Qualifikation der Nutzer
Subtitle
Qualifikation und Qualifikationsforschung
Author
Otto Stammermann (Author)
Publication Year
2009
Pages
19
Catalog Number
V132844
ISBN (eBook)
9783640395941
ISBN (Book)
9783640395491
Language
German
Tags
Computergestützte Bürokommunikation Auswirkungen Qualifikation Nutzer Qualifikation Qualifikationsforschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Otto Stammermann (Author), 2009, Computergestützte Bürokommunikation und ihre Auswirkungen auf die Qualifikation der Nutzer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132844
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