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Warum kam es zum Demokratisierungsprozess Kroatiens? Die Rolle zentraler Akteure zwischen 1990 und 2000

Titel: Warum kam es zum Demokratisierungsprozess Kroatiens? Die Rolle zentraler Akteure zwischen 1990 und 2000

Hausarbeit , 2022 , 13 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Politik - Geschichte der politischen Systeme
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll die Demokratisierung Kroatiens zwischen 1990 und 2000 erklärt werden. Denn das 1991 entstandene semi-autoritäre System entwickelte sich ab dem Jahr 2000 zu einem parlamentarischen Regierungssystem mit einer moderat polarisierten, pluralistischen Parteienlandschaft. Das Jahr 2000, in dem der kroatische Präsident Franjo Tuđman starb und die plötzliche Transition zur Demokratie während einem Regierungswechsel stattfand, wird hierbei in den Fokus der Untersuchung gelegt. Dazu soll der Demokratieprozess Kroatiens analysiert werden und der Einfluss der beteiligten Akteure, insbesondere der HDZ und ihres Vorsitzenden Tuđman, um den Regimewechsel zu erklären. Lag es an den Akteuren, dass die Transition zur Demokratie gelang?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Demokratisierungsprozess Kroatiens

2.1 Historische Betrachtung

2.2 Transsformationsforschung

3 Akteure

3.1 Interne Akteure um die HDZ

3.2 Exkurs: Externe Akteure

4 Kritische Diskussion der Anaylse

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die Faktoren und Akteure, die zur Demokratisierung Kroatiens im Zeitraum von 1990 bis 2000 beitrugen, wobei insbesondere der Regimewechsel nach dem Tod von Franjo Tuđman und die Rolle der HDZ analysiert werden, um zu erklären, wie der Übergang von einem semi-autoritären System zu einer parlamentarischen Demokratie erfolgte.

  • Demokratisierungsprozess in Kroatien zwischen 1990 und 2000
  • Die Rolle zentraler politischer Akteure (insbesondere der HDZ und Franjo Tuđman)
  • Transformationstheoretische Einordnung des kroatischen Falls
  • Einfluss von Legitimationskrisen und Strukturwandel auf den Regimewechsel
  • Vergleichende Analyse im Kontext der Transformationsforschung in Osteuropa

Auszug aus dem Buch

3.1 Interne Akteure um die HDZ

Die HDZ ihr politischer Wandel, ihr ideologisches Profil und ihre Organisationsstruktur hatten einen großen Einfluss auf den Charakter des ganzen politischen Systems. Der competitive authorianism, welchen die Partei etabliert, verletzte alle von Levitzky und Way als Maßstab verwendeten drei Attribute der Demokratie: Freie Wahlen, ein breiter Schutz der bürgerlichen Freiheiten und einigermaßen gleiche Wettbewerbsbedingungen, wie der Zugang zu Ressourcen und Medien sowie die Rechtsgleichheit (2010, S. 10). Der Missbrauch staatlicher Ressourcen durch die Regierungspartei im Wahlkampf, Stimmenfälschung und die Tatsache, dass alle wichtigsten Medien unter der Kontrolle der HDZ standen, müssen ebenso genannt werden (Milacic, 2017, S.110).

Der bestimmende Akteur in der Partei, wie auch im Staat, war dabei ihr Vorsitzender Franjo Tuđman: Ein Präsident mit umfangreichen Machtbefugnissen, welcher den Prozess der Verfassungsgebung dominierte. Er besaß das Recht zur Ernennung und Entlassung des Premierministers, seiner Stellvertreter und Minister, das Recht zur Auflösung des Parlamentes (Sabor), konnte die Regierungssitzung einberufen, deren Tagesordnung er bestimmte und Vorsitz er innehatte, war Oberbefehlshaber der Streitkräfte, konnte den Versammlungen Verfassungsänderungen vorschlagen, im Kriegszustand Dekrete mit Gesetzeskraft erlassen und hatte ein Vetorecht bei der Unterzeichnung von Gesetzen (Milacic, 2017, S.100-101). Die Aufzählung seiner Rechte ist lang und trug entschieden zum autoritären Charakter des Systems bei. Auch sein Erlangen des Präsidentschaftsamtes ist ohne Konsultation des Volkes geschehen. 1990 kam er nicht aufgrund allgemeiner Wahlen, sondern durch die Entscheidung des Parlamentes an die Macht. Danach gab es allerdings direktdemokratische Wahlen nach dem Prinzip des Mehrheitswahlrechts.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, warum Kroatien trotz schwieriger Startbedingungen eine demokratische Entwicklung nahm und ordnet den Fall in die Transformationsforschung ein.

2 Demokratisierungsprozess Kroatiens: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung vom Vielvölkerstaat zum unabhängigen Kroatien und wendet theoretische Konzepte der Transformationsforschung auf den kroatischen Fall an.

3 Akteure: Hier wird der Fokus auf die zentralen internen Akteure rund um die HDZ sowie externe Einflüsse gelegt, die den Regimewechsel und die Demokratisierung maßgeblich beeinflussten.

4 Kritische Diskussion der Anaylse: Dieses Kapitel resümiert die Ergebnisse, bewertet die Rolle der Führungs- und Legitimationskrise und identifiziert Forschungsbedarf hinsichtlich der informellen Demokratisierung und der heutigen Rolle der HDZ.

Schlüsselwörter

Kroatien, Demokratisierung, Transformation, HDZ, Franjo Tuđman, Regimewechsel, semi-autoritäres System, parlamentarische Demokratie, Transformationsforschung, politische Akteure, Legitimationskrise, Rechtsstaatlichkeit, Demokratiekonsolidierung, Osteuropa, Wahlen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Demokratisierungsprozess in Kroatien im Zeitraum von 1990 bis 2000.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Rolle der HDZ, der Bedeutung politischer Akteure, der Überwindung eines semi-autoritären Regimes und der theoretischen Einbettung in die Transformationsforschung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Gründe für den Erfolg der demokratischen Transition in Kroatien zu identifizieren und zu erklären, wie es zum Regimewechsel nach dem Jahr 2000 kam.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse politikwissenschaftlicher Theorien zur Transformation und eine fallorientierte Untersuchung der Ereignisse in Kroatien unter Verwendung bestehender Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, die Anwendung von Transformationsmodellen sowie eine detaillierte Betrachtung interner und externer Akteure.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Demokratisierung, Transformation, HDZ, Franjo Tuđman, Regimewechsel sowie der Übergang von einem autoritären zu einem demokratischen System.

Welchen Einfluss hatte der Tod von Franjo Tuđman auf den Demokratisierungsprozess?

Sein Tod im Jahr 1999 löste eine Führungs- und Legitimationskrise innerhalb der HDZ aus, die den Weg für den Sieg der Opposition bei den Wahlen 2000 ebnete.

Warum wird Kroatien oft als Anomalie in der Transformationsforschung bezeichnet?

Da Kroatien in der einschlägigen Literatur über den postsozialistischen Raum häufig übersehen wird, obwohl es trotz schwieriger Bedingungen – wie Krieg und fehlender demokratischer Tradition – eine funktionierende Demokratie entwickelte.

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Details

Titel
Warum kam es zum Demokratisierungsprozess Kroatiens? Die Rolle zentraler Akteure zwischen 1990 und 2000
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Note
2,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
13
Katalognummer
V1328562
ISBN (PDF)
9783346815750
ISBN (Buch)
9783346815767
Sprache
Deutsch
Schlagworte
warum demokratisierungsprozess kroatiens rolle akteure
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Warum kam es zum Demokratisierungsprozess Kroatiens? Die Rolle zentraler Akteure zwischen 1990 und 2000, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1328562
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Leseprobe aus  13  Seiten
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