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Zur Beziehung von Traum, Phantasie und Realität in Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“

Title: Zur Beziehung von Traum, Phantasie und Realität in Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“

Term Paper , 2008 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Michael Rößlein (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Es soll erörtert werden, in welcher Beziehung Traum, Phantasie und Realität in Schnitzlers "Traumnovelle" stehen. Beginnend mit dem allgemeinen Umfeld des Werkes, also mit der Wiener Moderne, werden anschließend die Motive des Märchens und des dabei mitschwingenden Orientmotivs analysiert. Schließlich wird, nach Betrachtung der Bedeutung des Traumes, der Realität und der Phantasie, wobei die drei Punkte zunächst einzeln betrachtet werden, auf die Beziehung des ganzen komplexen Systems untereinander eingegangen. Abschließend werden in einem Resümee die gewonnenen Erkenntnisse zusammengefasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Die Wiener Moderne

2. Zur Beziehung von Traum, Phantasie und Realität in Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“

2.1. Inhalt der Traumnovelle

2.2. Bestimmung der Textsorte

2.3. Fragestellung

2.4. Märchenmotiv als Leitfaden durch die Novelle

2.5. Orient als Ort fernab der Wirklichkeit

2.6. Traum, Phantasie und Realität im Einzelnen betrachtet

2.6.1. Einfluss des Traumes auf die Protagonisten

2.6.1.1. Der Traum Albertines

2.6.1.2. Fridolins nächtliche Erlebnisse – Traum oder Realität?

2.6.2. Fridolin und Albertines Phantasien

2.6.3. Die Realität der Protagonisten

2.7. Beziehung von Traum, Phantasie und Realität

3. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexe Wechselwirkung und gegenseitige Durchdringung von Traum, Phantasie und Realität in Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“, wobei insbesondere die psychologische Verortung dieser Zustände im „Mittelbewusstsein“ im Fokus steht.

  • Die literarische Epoche der Wiener Moderne als Kontext für Schnitzlers Werk.
  • Die Funktion von Märchen- und Orientmotiven als strukturelle Leitfäden.
  • Die Analyse der Traumerlebnisse und Phantasien der Protagonisten Fridolin und Albertine.
  • Die Grenzziehung und Verschränkung von nächtlichen Traumerlebnissen und der tagtäglichen Realität.
  • Die Bedeutung des Erzählens als Vermittlungsinstanz zwischen Imagination und Wirklichkeit.

Auszug aus dem Buch

2.6.1.1. Der Traum Albertines

Der Traum spielt in der Traumnovelle eine bedeutende Rolle, vor allem für Albertine. Sie lebt ihre gesamte aufgestaute Lust nach Befriedigung, aber auch ihre Rachegelüste gegenüber ihrem Mann in dem Traum aus, den sie zu Beginn des fünften Kapitels sehr ausführlich beschreibt (TN 58ff.). Eine andere Möglichkeit ihre Sexualität auszuleben, außer mit ihrem Ehemann, gibt es für Albertine nicht. Die geltenden moralischen Regeln gestatten der Frau nur begrenzte sexuelle Freiheit, wohingegen dem Mann vollständige Freiheit zugebilligt wird. Albertines ausdrucksstarker Traum, an den sie sich detailgetreu erinnern und ihn beim Erzählen kommentieren kann13, ist sehr realitätsnah, fast als wäre er wirklich passiert.

Sowohl Fridolin, als auch Albertine werden angetrieben von den Erinnerungen des Urlaubs in Dänemark. Denn der Mann, mit dem sie Fridolin im Traum betrügt, „sah [...] ungefähr aus wie der Däne“ (TN 62). Als Fridolin noch bei ihr ist, fühlt sich Albertine eingesperrt, das macht die Beschreibung der Umgebung deutlich, denn sie waren „in einer Art Lichtung, die auf drei Seiten von Wald umfriedet war, während rückwärts eine steile Felswand in die Höhe ragte“ (TN 61). Als Fridolin weggeht um Kleidung zu holen (TN 62) und der Däne bei ihr ist, fühlt sie sich frei und kann ihre Lust endlich ausleben. Jetzt befindet sie sich auch an einem anderen Ort: „[E]s war eine weit, unendlich weithin gedehnte, blumenbunte Fläche, die sich nach allen Seiten in den Horizont verlor.“ (TN 63) Diese Umgebungsbeschreibung zeigt, wie Albertine sich fühlt. Zuerst von Felsen umgeben, also eingesperrt und, als Fridolin weg war, befindet sie sich auf einer weiten Fläche, ist also frei.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Wiener Moderne: Einführung in die zeitgenössische Epoche, ihre geographischen und kulturellen Besonderheiten sowie die Rolle des Kaffeehauslebens.

2. Zur Beziehung von Traum, Phantasie und Realität in Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“: Untersuchung der Handlungsstruktur und Analyse der zentralen Motive innerhalb des Werks.

2.1. Inhalt der Traumnovelle: Kurze Zusammenfassung der Handlung der Novelle und der zentralen Konflikte zwischen den Eheleuten.

2.2. Bestimmung der Textsorte: Einordnung des Werkes als Novelle unter Berücksichtigung formaler Merkmale wie straffer Handlungsführung und Symbolik.

2.3. Fragestellung: Darlegung des Erkenntnisinteresses hinsichtlich der Beziehung von Traum, Phantasie und Realität.

2.4. Märchenmotiv als Leitfaden durch die Novelle: Analyse der Bedeutung des Märchenfragments am Anfang des Werkes für die weitere Handlungsstruktur.

2.5. Orient als Ort fernab der Wirklichkeit: Deutung der orientalischen Motive als Gegenwelt zur bürgerlichen Realität.

2.6. Traum, Phantasie und Realität im Einzelnen betrachtet: Detaillierte Auseinandersetzung mit den drei zentralen Motiven und ihren Auswirkungen auf die Charaktere.

2.6.1. Einfluss des Traumes auf die Protagonisten: Untersuchung der trauminduzierten Veränderungen im Verhalten und Empfinden von Fridolin und Albertine.

2.6.1.1. Der Traum Albertines: Analyse von Albertines Traum als Ausdruck verdrängter sexueller Wünsche und Rachebedürfnisse.

2.6.1.2. Fridolins nächtliche Erlebnisse – Traum oder Realität?: Diskussion über die Ambivalenz von Fridolins Erlebnissen und deren Realitätsgehalt.

2.6.2. Fridolin und Albertines Phantasien: Gegenüberstellung der Phantasiewelten beider Ehepartner und deren Bezug zu den Erfahrungen aus ihrem Dänemark-Urlaub.

2.6.3. Die Realität der Protagonisten: Analyse der Versuche der Protagonisten, ihre nächtlichen Erfahrungen in den Alltag zu integrieren.

2.7. Beziehung von Traum, Phantasie und Realität: Synthese der Einzelerkenntnisse und Darstellung der untrennbaren Verbundenheit von Traum, Phantasie und Wirklichkeit.

3. Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und abschließende Würdigung der Bedeutung von Nacht- und Tagseite im menschlichen Leben.

Schlüsselwörter

Arthur Schnitzler, Traumnovelle, Wiener Moderne, Traum, Phantasie, Realität, Mittelbewusstsein, Ehekrise, Psychoanalyse, Märchenmotiv, Orient, Identität, Entfremdung, Sexualität, literarische Analyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“ unter besonderer Berücksichtigung der Beziehung zwischen den Motiven Traum, Phantasie und Realität.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Bedeutung der Wiener Moderne, die Rolle von Märchenmotiven, die psychologische Analyse von Träumen sowie das Spannungsfeld zwischen bürgerlichen Konventionen und individuellen Begehren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schnitzler Traum und Realität miteinander verwebt und warum beide Bereiche für das menschliche Psychogramm als notwendig erachtet werden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Primärtext in den Kontext zeitgenössischer Theorie und psychologischer Diskurse stellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Untersuchung der Motive, eine Analyse der Protagonisten Fridolin und Albertine sowie eine Synthese der gewonnenen Erkenntnisse zur Beziehung von Traum, Phantasie und Realität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben dem Autor und Werktitel sind Begriffe wie Wiener Moderne, Mittelbewusstsein, Entfremdung und die triadische Struktur aus Traum, Phantasie und Realität zentral.

Wie unterscheidet sich Albertines Traum von Fridolins nächtlichen Abenteuern?

Während Albertines Traum als explizit psychologisch deutbares Traumbild analysiert wird, bleibt bei Fridolin offen, ob seine Erlebnisse tatsächlich stattfanden oder ob es sich um traumähnliche, subjektive Erfahrungen handelt.

Welche Rolle spielt das Märchenfragment zu Beginn der Novelle?

Das Märchenfragment dient als struktureller Leitfaden, der Parallelen im Handlungsverlauf und in der Symmetrie der Ehepartner vorwegnimmt.

Warum spielt die „Nacht-Seite“ eine so wichtige Rolle?

Die Arbeit argumentiert, dass die Nacht als Freiraum dient, in dem unrealisierte Möglichkeiten und unterdrückte Phantasien verarbeitet werden können, die im alltäglichen Leben keinen Platz finden.

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Details

Title
Zur Beziehung von Traum, Phantasie und Realität in Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“
College
University of Bamberg  (Geistes- und Kulturwissenschaften)
Course
Seminar: Die Wiener Moderne
Grade
1,3
Author
Michael Rößlein (Author)
Publication Year
2008
Pages
20
Catalog Number
V132869
ISBN (eBook)
9783640390618
ISBN (Book)
9783640390977
Language
German
Tags
Wiener Moderne Märchenmotiv Orientmotiv Jungen Wiener Geschichte der Prinzen Amgiad und Assad Tausendundeine Nacht Schnitzler Traumnovelle
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Rößlein (Author), 2008, Zur Beziehung von Traum, Phantasie und Realität in Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132869
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