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Rechtliche Herausforderungen von Bring your own Device

Título: Rechtliche Herausforderungen von Bring your own Device

Trabajo Escrito , 2015 , 22 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Felix Knaak (Autor)

Derecho - Protección de datos
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Unter dem Begriff „Bring your Own Device“, kurz „BYOD“, diskutieren aktuell viele UN den arbeitnehmerseitigen Umgang mit privaten Kommunikationsmitteln für betriebliche Zwecke und tragen damit dem Umstand Rechnung, dass die Erfüllung dienstlicher Aufgaben zunehmend auf privaten Endgeräten wie bspw. Smartphones, Tablets und Laptops erfolgt. Die UN versprechen sich hiervon unter anderem ein Einsparpotenzial bei teuren Hardwarekosten, einen Zugewinn an Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeiterbindung, sowie eine bessere Erreichbarkeit der AN. Vom klassischen BYOD zu unterscheiden ist CYOD, also „Choose Your Own Device“, bei dem sich der MA ein Gerät aus der Produktpalette des UN aussuchen kann und das Gerät Eigentum des AG bleibt. Daneben gibt es noch die Variante „COPE“, also Corporate Owned, Personally Enabled, wobei das Endgerät ebenso dem AG gehört, aber dieses entsprechend den Wünschen des UN und MA eingerichtet werden kann. BYOD ist ein Querschnittsthema. Abhängig von der Ausgestaltung und der Art des Gerätes stellt BYOD die UN und deren MA vor unterschiedliche rechtliche Herausforderungen, die es bei der Ein- und Durchführung von BYOD zu beachten gilt. Die folgende Ausarbeitung stellt diese Herausforderungen dar und gibt Empfehlungen zur Lösung der sich ergebenden Probleme. Aus Platzgründen beschränkt sich die Ausarbeitung weitestgehend auf die rechtliche Situation beim klassischen BYOD.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Vor- und Nachteile von BYOD

3. Rechtliche Herausforderungen von Bring your Own Device

3.1 Arbeitsrechtliche Anforderungen

3.1.1 Ersatzpflichten

3.1.2 Herausgabepflichten

3.1.3 Arbeitszeitgesetz

3.1.4 Betriebsverfassungsgesetz

3.2 Datenschutzrechtliche Anforderungen

3.2.1 Telekommunikationsgesetz

3.2.2 Bundesdatenschutzgesetz

3.3. Lizenzrechtliche Anforderungen

4. Umsetzungsstrategie zur Ein- und Durchführung von BYOD

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen rechtlichen Herausforderungen, die sich für Unternehmen bei der Implementierung von "Bring Your Own Device" (BYOD) ergeben, um eine rechtssichere Strategie für die Nutzung privater Arbeitsmittel zu entwickeln.

  • Arbeitsrechtliche Haftungs- und Zeitfragen bei privater IT-Nutzung
  • Datenschutzrechtliche Anforderungen beim Einsatz privater Endgeräte
  • Lizenzrechtliche Compliance bei der Softwarenutzung auf Mitarbeitergeräten
  • Betriebsverfassungsrechtliche Mitbestimmungsrechte
  • Strategische Handlungsempfehlungen zur Implementierung

Auszug aus dem Buch

3.1 Arbeitsrechtliche Anforderungen

Aus arbeitsrechtlicher Sicht stellt sich zunächst die Frage, wer etwa bei Verlust oder Beschädigung des Geräts haften muss und ob der AG das Gerät bspw. bei internen Ermittlungen vom AN heraus verlangen kann. Des Weiteren ergeben sich hinsichtlich der ständigen Erreichbarkeit des AN arbeitszeitrechtliche Probleme. Daneben ist der Betriebsrat bei der Ein- und Durchführung von BYOD zu beteiligen.

Grundsätzlich obliegt dem AG die Pflicht zur Bereitstellung notwendiger Arbeitsmittel. In Bezug auf Ersatzpflichten des AG bei Beschädigung oder Verlust des Gerätes im Rahmen von BYOD ist ein Anspruch auf Aufwendungsersatz nach § 670 BGB möglich, wenn es sich um einen betrieblich veranlassten Schaden handelt. Eine betriebliche Veranlassung liegt immer dann vor, wenn das Gerät bei oder in Zusammenhang mit der Erfüllung der dienstlichen Tätigkeit beschädigt wird oder verloren geht. Wird eine Haftung des AG für den Verlust oder die Beschädigung des Gerätes bejaht, kommen anspruchsbegrenzend die Grundsätze der beschränkten Arbeitnehmerhaftung zur Geltung. Bei Abschluss eines Mietvertrags zwischen AG und AN gem. § 535 BGB unter Vereinbarung eines angemessenen Mietzinses wird das Verlustrisiko grundsätzlich mit eingepreist. Nach jüngerer Auffassung des BAG soll eine Ersatzpflicht des AG jedoch auch bestehen, wenn der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber das Gerät entgeltlich im Wege eines Mietvertrags bereitgestellt hat. Das erscheint problematisch, da es zu einer Überlagerung arbeitsrechtlicher Grundsätze zur Haftung kommt und sich der Verschuldensmaßstab nach mietrechtlichen Vorschriften bestimmen soll. Nach arbeitsrechtlichen Grundsätzen hätte der AN nämlich keinen Anspruch auf Ersatz des Gerätes ggü. dem AG. Das Urteil des BAG überzeugt daher nur wenig, da der Vermieter bzw. AN grds. verschuldensunabhängig für die Bereitstellung der Mietsache zu haften hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Diese Einleitung definiert BYOD im Kontext aktueller IT-Trends und grenzt es von Konzepten wie CYOD und COPE ab, um den Fokus auf die rechtlichen Kernprobleme zu legen.

2. Vor- und Nachteile von BYOD: Dieses Kapitel erläutert die ökonomischen, personalpolitischen und steuerlichen Abwägungen, die Unternehmen vor der Einführung eines BYOD-Modells treffen müssen.

3. Rechtliche Herausforderungen von Bring your Own Device: Hier werden die arbeits-, datenschutz- und lizenzrechtlichen Rahmenbedingungen detailliert analysiert, die für eine rechtssichere BYOD-Nutzung maßgeblich sind.

3.1 Arbeitsrechtliche Anforderungen: Dieses Kapitel behandelt die spezifischen arbeitsrechtlichen Probleme, insbesondere Haftungsfragen bei Schäden, Herausgabepflichten, Arbeitszeitvorgaben und die Rolle des Betriebsrats.

3.2 Datenschutzrechtliche Anforderungen: Hier werden die Anforderungen des TKG und BDSG beleuchtet, insbesondere hinsichtlich der Trennung privater und dienstlicher Daten sowie der technischen Umsetzungsmacht des Arbeitgebers.

3.3. Lizenzrechtliche Anforderungen: Dieses Kapitel erörtert die Risiken unlizenzierter Software auf Mitarbeitergeräten und die daraus resultierende Haftung des Unternehmens bzw. seiner Organe.

4. Umsetzungsstrategie zur Ein- und Durchführung von BYOD: Hier werden pragmatische Empfehlungen für eine strukturierte BYOD-Strategie gegeben, einschließlich der notwendigen Einbindung des Betriebsrats und regelmäßiger Kontrollen.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentrale Erkenntnis zusammen, dass technische Sicherheitsmaßnahmen wie MDM-Tools und klare vertragliche Grundlagen essenziell für ein erfolgreiches BYOD-Management sind.

Schlüsselwörter

Bring your own Device, BYOD, Arbeitsrecht, Datenschutzrecht, Lizenzrecht, IT-Sicherheit, Mobile Device Management, MDM, Arbeitszeitgesetz, Betriebsrat, Haftung, Mitarbeiterzufriedenheit, Firmenhandy, Compliance, Arbeitnehmer

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den verschiedenen rechtlichen Konfliktfeldern, die entstehen, wenn Arbeitnehmer ihre privaten Endgeräte für betriebliche Aufgaben im Unternehmen nutzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Pfeiler sind das Arbeitsrecht, das Datenschutzrecht sowie das Urheber- und Lizenzrecht in Bezug auf mobile Endgeräte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die rechtlichen Risiken aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln, wie Unternehmen BYOD-Modelle rechtssicher, insbesondere unter Berücksichtigung von Arbeitnehmerschutz und Datensicherheit, implementieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer juristischen Analyse, bei der Fachliteratur, aktuelle Gerichtsurteile sowie relevante Gesetzestexte (BGB, BDSG, TKG, ArbZG, BetrVG, UrhG) ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die rechtliche Haftung für Geräte, arbeitszeitrechtliche Erreichbarkeitsprobleme, die Mitbestimmung des Betriebsrats bei IT-Kontrolleinrichtungen sowie die Anforderungen an den Schutz dienstlicher Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind BYOD, IT-Sicherheit, MDM-Tools, Arbeitsrechtsschutz, datenschutzrechtliche Verantwortlichkeit und Lizenzeinhaltung.

Warum ist das "Mobile Device Management" (MDM) so wichtig?

MDM-Tools ermöglichen eine technisch saubere Trennung von privaten und beruflichen Daten auf einem Gerät, was für die Einhaltung datenschutzrechtlicher Transparenz und Löschpflichten maßgeblich ist.

Wie haftet der Geschäftsführer bei Lizenzverstößen von Apps?

Es wird diskutiert, ob und inwieweit der Geschäftsführer eine Organisationspflicht hat, um die Nutzung illegaler Software zu unterbinden, wobei die obergerichtliche Rechtsprechung diesbezüglich hohe Anforderungen stellt.

Was muss bei der Arbeitszeit beachtet werden?

Da Mitarbeiter über private Geräte ständig erreichbar sind, besteht das Risiko, dass informelle Arbeitsaufnahme als Arbeitszeit gewertet wird, wofür der Arbeitgeber Aufzeichnungspflichten und Vergütungsrisiken trägt.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Rechtliche Herausforderungen von Bring your own Device
Universidad
University of Kassel
Calificación
1,3
Autor
Felix Knaak (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
22
No. de catálogo
V1328791
ISBN (Ebook)
9783346817853
ISBN (Libro)
9783346817860
Idioma
Alemán
Etiqueta
rechtliche herausforderungen bring device
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Felix Knaak (Autor), 2015, Rechtliche Herausforderungen von Bring your own Device, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1328791
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