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Die Schlacht von Pelekanon. Niederlage oder erfolgreiche Verteidigung des Byzantinischen Reiches?

Titel: Die Schlacht von Pelekanon. Niederlage oder erfolgreiche Verteidigung des Byzantinischen Reiches?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2022 , 13 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Max Kilburg (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die erste Schlacht zwischen einem byzantinischen Kaiser und einem osmanischen Sultan fand 1329 bei Pelekanon statt. Kaiser Andronikos III. stand Sultan Orhan gegenüber und auch wenn die Schlacht nicht zu den bekannten ihrer Zeit gehört, hatte sie weitreichende Folgen für die Geschichte beider Reiche. Dem Kaiser stand Johannes VI. Kantakuzenos zur Seite, der auch in seiner Geschichtsschreibung von der Schlacht berichtet. Ein Ausschnitt dieser Geschichtsschreibung dient in der folgenden Arbeit als Quelle und soll in Verbindung mit dem gegenwärtigen Forschungsstand die Frage beantworten, ob die Schlacht von Pelekanon als Niederlage oder erfolgreiche Verteidigung des Byzantinischen Reiches betrachtet werden kann.

Wenn von der Beziehung zwischen Byzanz und dem Osmanischen Reich die Rede ist, liegt der Fokus häufig sofort auf dem Ende dieser langen Geschichte. Die Eroberung Konstantinopels durch Mehmed II. vom 29. Mai 1453 ist zweifelsohne ein sehr bedeutendes Ereignis, was man auch daran erkennen kann, dass es immer wieder zur Periodisierung des Mittelalters genutzt wird. Die gemeinsame Geschichte der beiden Reiche ist jedoch lang und von zahlreichen Schlachten, aber auch Handel und friedlichem Zusammenleben geprägt. Der gegensätzlich verlaufende Wandel der Machtstellung beider Reiche im östlichen Mittelmeerraum und Kleinasien ist nicht nur faszinierend, sondern bedingte sich auch stark gegenseitig. Während das Byzantinische Reich von äußeren Feinden bedroht und von inneren Machtkämpfen gelähmt immer mehr an Einfluss verlor, konnte das Osmanische Reich schnell von einem kleinen Beylik in Kleinasien zur vorherrschenden Macht in der Region aufsteigen. In den frühen Jahren des 14. Jahrhunderts konnten die Osmanen unter ihrem ersten Anführer Osman einige Siedlungen der Byzantiner plündern und ihr Einflussgebiet ausdehnen. Doch erst unter Osmans Sohn Orhan perfektionierten die Osmanen ihre Belagerungstaktik und konnten bedeutende Städte wie Bursa, Nikäa oder Nikomedia erobern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Quellenkritik

3. Ausgangslagen

3.1 Ausgangslage der Byzantiner

3.2 Ausgangslage der Osmanen

4. Die Schlacht von Pelekanon

4.1 Darstellung von Kantakuzenos

4.2 Vergleich mit dem aktuellen Forschungsstand

5. Folgen der Schlacht

6. Fazit

7. Quellen- und Literaturverzeichnis

7.1 Quellenverzeichnis

7.2 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Schlacht von Pelekanon aus dem Jahr 1329 mit dem Ziel, den historischen Stellenwert dieser Auseinandersetzung zwischen dem Byzantinischen Reich und den aufstrebenden Osmanen zu bewerten. Dabei wird hinterfragt, ob das Ereignis als erfolgreiche Verteidigung oder als Niederlage für Byzanz zu werten ist, indem der subjektive Bericht des Zeitzeugen Johannes VI. Kantakuzenos dem modernen Forschungsstand gegenübergestellt wird.

  • Historische Relevanz und Kontext der Schlacht von Pelekanon
  • Quellenkritische Analyse der Geschichtsschreibung des Johannes VI. Kantakuzenos
  • Machtpolitische sowie militärische Ausgangslage von Byzanz und dem Osmanischen Reich
  • Vergleichende Untersuchung zwischen primärquellenbasierter Darstellung und zeitgenössischer Forschung
  • Langfristige Folgen der militärischen Auseinandersetzung für die Machtverhältnisse in Kleinasien

Auszug aus dem Buch

4.1 Darstellung von Kantakuzenos

Kantakuzenos erklärt, dass Andronikos III. beschloss, gegen die Osmanen vorzugehen, da diese die Byzantiner vorher wiederholt angegriffen hatten. Zudem drängte die Zeit, da die Osmanen im Sommer in das kühlere Bergland ziehen würden und man sie dort nicht gut bekämpfen könne. Dementsprechend lies der Kaiser die Truppen aus Konstantinopel, Didymoteichon, Adrianopel und Thrakien versammeln und setzte nach Kleinasien über. Kantakuzenos beschreibt weiter, wie die Osmanen, angeführt von Orhan, ihr Truppen im schwer zugänglichen Hügelland positionierten, um einen direkten Angriff der Byzantiner unmöglich zu machen. Als sie bei Pelekanon ankamen, beschloss Andronikos III. das Lager aufzuschlagen und sich am nächsten Tag in Schlachtordnung zu begeben. Kantakuzenos betont hier, dass dies zeigen solle, dass die Byzantiner bereit für einen Kampf wären, insofern die Osmanen sich auf den Kampf in der Ebene einließen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die langjährige, wechselvolle Beziehung zwischen Byzanz und dem Osmanischen Reich und führt in die Fragestellung zur Schlacht von Pelekanon ein.

2. Quellenkritik: Dieses Kapitel bewertet die Authentizität und Subjektivität der Geschichtsschreibung des Johannes VI. Kantakuzenos als primäre Informationsquelle für die Schlacht.

3. Ausgangslagen: Der Abschnitt analysiert die politischen und militärischen Rahmenbedingungen beider Reiche vor der Schlacht, insbesondere die internen Probleme der Byzantiner und den Aufstieg der Osmanen.

4. Die Schlacht von Pelekanon: Hier werden der Verlauf der Schlacht nach Kantakuzenos detailliert beschrieben und die Angaben kritisch mit modernen Forschungserkenntnissen kontrastiert.

5. Folgen der Schlacht: Das Kapitel erläutert, wie sich die militärische Konstellation nach 1329 verschob und warum die Schlacht als Wendepunkt für die byzantinische Präsenz in Bithynien gilt.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Schlacht, trotz der subjektiven Darstellung eines Erfolgs bei Kantakuzenos, eine strategische Niederlage für Byzanz darstellte.

7. Quellen- und Literaturverzeichnis: Dies ist das bibliographische Verzeichnis der verwendeten Primärquellen und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Pelekanon, Byzanz, Osmanisches Reich, Johannes VI. Kantakuzenos, Andronikos III., Orhan, Bithynien, Quellenkritik, Schlacht, historische Analyse, Machtverlust, Kleinasien, Spätbyzanz, Militärgeschichte, Siegerbestimmung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Beurteilung der historischen Bedeutung der Schlacht von Pelekanon (1329) zwischen Byzantinern und Osmanen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Themen sind die Analyse byzantinisch-osmanischer Konflikte, die Auswertung zeitgenössischer Quellen und die Gegenüberstellung alter Überlieferungen mit modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu klären, ob Pelekanon aus historischer Perspektive als Verteidigungserfolg oder als militärische Niederlage für das Byzantinische Reich gewertet werden muss.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der quellenkritischen Untersuchung eines historischen Textes und vergleicht dessen Angaben mit dem aktuellen Forschungsstand.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Ausgangslage beider Reiche, dem konkreten Verlauf der Schlacht, der kritischen Auseinandersetzung mit der Quelle von Kantakuzenos sowie den langfristigen Folgen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Pelekanon, Byzanz, Osmanisches Reich, Kantakuzenos, quellenkritische Analyse und militärische Niederlage.

Wie unterscheidet sich die Darstellung bei Kantakuzenos von der heutigen Forschung?

Kantakuzenos stellt die Schlacht subjektiv als byzantinischen Erfolg mit minimalen eigenen Verlusten dar, während die Forschung sie als misslungenes Unternehmen betrachtet, das die Osmanen faktisch als Sieger hervorgehen ließ.

Warum wird Kantakuzenos als Quelle kritisch betrachtet?

Da er als Großdomestikos selbst Beteiligter war, diente sein Werk als Apologie, um seine Rolle und die des Kaisers Andronikos III. in einem möglichst positiven Licht erscheinen zu lassen.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Schlacht von Pelekanon. Niederlage oder erfolgreiche Verteidigung des Byzantinischen Reiches?
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Seminar Mittelalterliche Geschichte:
Note
1,3
Autor
Max Kilburg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
13
Katalognummer
V1328988
ISBN (PDF)
9783346819840
ISBN (Buch)
9783346819857
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Byzanz Osmanisches Reich Osmanen Pelekanon Schlacht Mittelalter Konstantinopel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Max Kilburg (Autor:in), 2022, Die Schlacht von Pelekanon. Niederlage oder erfolgreiche Verteidigung des Byzantinischen Reiches?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1328988
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Leseprobe aus  13  Seiten
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