Das Ziel dieser Literaturrecherche ist es deutlich zu machen, ob Self-talk in Form einer Selbstinstruktion die sportliche Leistung positiv beeinflussen kann. Es soll der Zusammenhang zwischen verschieden psychologischen Faktoren deutlich gemacht werden und wie sie sich gegenseitig beeinflussen. Des Weiteren wird auch die Auswirkung von äußeren Faktoren auf die sportliche Leistung betrachtet. Die Selbstwirksamkeit wird ebenfalls mit einbezogen und im Zusammenhang zum Self-talk genauer betrachtet.
Die kognitiven Fertigkeiten werden genau definiert und erläutert. Zudem umfasst die Recherche mehrere Themenbereiche, da die Studienlage zu dieser Thematik noch nicht all zu umfangreich ist. Aus diesem Grund wird die Literaturrecherche auf mehrere Bereiche erweitert.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Begriffserklärung
3.1.1 Grundprinzipien des sportpsychologischen Trainings
3.1.2 Mentales Training
3.1.3 Aktivationsregulation
3.1.4 Kompetenzerwartung (Prognosetraining)
3.1.5 Aufmerksamkeitsregulation
3.1.6 Vorstellungsregulation
3.1.7 Motivation
3.1.8 Volition
3.2 Resilienz
3.3 Stoizismus
3.4 Selbstwirksamkeit
3.5 Praxisbeispiele
3.5.1 Mahoney und Avener
3.5.2 Lindemann
3.5.3 Ross Edgley
3.5.4 David Goggins
3.6 Selbstgesprächregulation
3.6.1.1 Wichtige Strategien in Form von Selbstgesprächen
3.7 Der CFQ Fragebogen
3.8 Paivio taxonomie
4 METHODIK
4.1 Vorgehensweise der Literaturrecherche
4.2 Darstellung der Literaturrecherche
4.2.1 Fachdatenbanken und Bibliotheken
4.2.2 Verwendete Suchbegriffe
4.2.3 Filter und Ausschlusskriterien
4.3 Grafische Darstellung der Literraturrecherche
5 ERGEBNISSE
5.1 Darstellung der empirischen Ergebnisse
6 DISKUSSION
6.1 Kritische Bewertung der eigenen Vorgehensweise
6.2 Kritische Bewertung der Ergebnisse
6.2.1 Selbstgesprächregulation
6.2.2 Selbstwirksamkeit
6.2.3 Motivation und Volition
6.2.4 Theorie der dualen Kodierung
6.2.5 Resilienz
6.2.6 Stoizismus
6.3 Schlussfolgerung im Hinblick auf die Handlungsempfehlung für Self-talk im Sport
7 ZUSAMMENFASSUNG
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht mittels einer systematischen Literaturrecherche, inwieweit Self-talk in Form von geplanter Selbstinstruktion einen positiven Einfluss auf die sportliche Leistungsfähigkeit ausüben kann. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf den Zusammenhang zwischen verschiedenen psychologischen Faktoren und deren wechselseitiger Beeinflussung unter Berücksichtigung von äußeren Rahmenbedingungen.
- Wirkweise von Self-talk als sportpsychologische Interventionsmethode
- Systematischer Vergleich vorhandener Studien zur Wirksamkeit von Selbstinstruktionen
- Analyse der Rolle von Selbstwirksamkeit, Motivation und Volition in der Leistungssteuerung
- Einordnung sportpsychologischer Trainingsverfahren in den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung und Problemstellung
Die Welt ensteht im Kopf! Für viele mag es sich auf den ersten Blick verwunderlich an hören, dass die Welt , wie wir sie wahrnehmen, eine Konstruktion unserer Gedanken ist. Unsere wahrgenommene Welt ist also nicht das unmittelbare Abbild der Realität, sondern das Ergebnis von subjektiven Vorgängen in unserem Gehirn. Diese Annahme ist die Kernaussage einer der einflussreichsten Strömungen der Psychologie und Philosophie, des sogenannten Konstruktivismus. Demnach ist jede Wahrnehmung subjektiv, eine Kon struktion aus wahrgenommener Realität, Sinneseindrücken und Gedächtnisinhalten, (Hermann & Mayer, 2017, S. 5).
Wer kennt es nicht, die eigenen Gedanken steigen einem manchmal wort wörtlich zu „Kopf“. Den ganzen Tag halten wir einen innerer Monolog. Bestimmte Situation werden direkt beurteilt z.B. „Super, ich bin zu spät!“, „Verdammt ich habs verbockt!“ oder „Bin ich überhaupt gut genug dafür?“. Ohne es genauer beschreiben zu müssen wird deutlich, dass es sich hier nur um negative Gedanken handelt. Bei genaueren Überlegen wird schnell klar, dass die meisten Gedanken die einem tagtäglich im Kopf herum schwirren negativ behaftet sind. Das soll nicht bedeuten, dass jeder von uns negativ eingestellt ist! Einige haben ihre Gedanken einfach besser im Griff als andere und können diese auch beeinflussen.
Zusammenfassung der Kapitel
EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Einführung in die konstruktivistische Sichtweise der Wahrnehmung und die Bedeutung des inneren Monologs für das Wohlbefinden sowie die Leistungsfähigkeit.
ZIELSETZUNG: Definition des Vorhabens, den Zusammenhang zwischen psychologischen Faktoren wie Selbstgesprächen, Motivation und Selbstwirksamkeit sowie deren Effekt auf die sportliche Leistung zu explizieren.
GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Detaillierte Erläuterung grundlegender sportpsychologischer Konzepte sowie die Vorstellung von Ansätzen wie Resilienz, Stoizismus und der Theorie der dualen Kodierung.
METHODIK: Beschreibung der systematischen Literaturrecherche, inklusive der Auswahlkriterien für Datenbanken, Zeiträume und Qualitätsfilter zur Gewinnung der herangezogenen Studien.
ERGEBNISSE: Tabellarische Aufbereitung und Synthese der 20 ausgewählten Studien zur Wirksamkeit von Self-talk in verschiedenen sportlichen Kontexten.
DISKUSSION: Kritische Reflexion der Vorgehensweise und der Ergebnisse unter Einbeziehung von Limitationen wie Stichprobengröße, Geschlechterverteilung und methodischer Unterschiede.
ZUSAMMENFASSUNG: Abschließendes Fazit, welches den positiven Effekt des Self-talks bestätigt, jedoch auf die Notwendigkeit weiterer, spezifischerer Forschung hinweist.
Schlüsselwörter
Self-talk, Selbstgespräch, Sportpsychologie, Leistungsfähigkeit, Selbstwirksamkeit, Motivation, Volition, Mentales Training, Resilienz, Stoizismus, Theorie der Dualen Kodierung, Selbstinstruktion, Leistungssport, Sportler, psychische Gesundheit
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Hauptanliegen der Master-Thesis?
Der Fokus der Arbeit liegt auf der Untersuchung, ob Self-talk in Form von strategischer Selbstinstruktion die sportliche Leistungsfähigkeit positiv beeinflussen kann.
Welche psychologischen Aspekte spielen neben dem Self-talk eine Rolle?
Zentrale Themenfelder neben dem Self-talk sind Selbstwirksamkeit, Resilienz, Stoizismus sowie die volitionale und motivationale Steuerung komplexer sportlicher Handlungen.
Welches wissenschaftliche Ziel wird verfolgt?
Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen diversen psychologischen Faktoren und deren Einfluss auf die sportliche Leistung durch eine systematische Synthese der aktuellen wissenschaftlichen Studienlage zu klären.
Wie wurde die Literatur für diese Arbeit ausgewählt?
Es wurde eine systematische Recherche in Fachdatenbanken wie Pubmed, Google Scholar und Bibliotheken durchgeführt, basierend auf strengen Ein- und Ausschlusskriterien für wissenschaftliche Studien.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsdefinition verschiedener psychologischer Konzepte und die fundierte Darstellung der empirischen Ergebnisse aus den analysierten 20 Studien.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?
Die zentralen Charakteristika sind Selbstgesprächregulation, Selbstwirksamkeit, volitionale Prozesse und der Einsatz von Selbstinstruktionen zur Leistungsoptimierung.
Wie bewertet die Autorin die Anwendung von Bildern in der Rehabilitation?
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Bilder oder Visualisierungen (wie in der Theorie der dualen Kodierung beschrieben) im Kontext der Verletzungsregeneration sehr differenziert betrachtet werden müssen, da sie je nach Person auch als demotivierend (z.B. durch Erinnerung an die Verletzung) empfunden werden können.
Gibt es einen klaren Unterschied zwischen motivierenden und instruktiven Selbstgesprächen?
Die Arbeit stellt heraus, dass beide Formen ihre Berechtigung haben, jedoch in unterschiedlichen Situationen und für unterschiedliche Anforderungen der Bewegungssteuerung eine jeweils spezifische Wirksamkeit zeigen.
- Arbeit zitieren
- Lea Bechtel (Autor:in), 2022, Self-talk in der Sportpsychologie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1329048