„Die Massenmedien sind aus dem Alltag der heutigen Menschen nicht mehr wegzudenken. Praktisch alle sozialen Einrichtungen sind direkt oder indirekt von ihren Informationsleistungen abhängig, alle Bereiche des sozialen Lebens sind ihren Einflüssen ausgesetzt. Aber auch als Wirtschaftsfaktor und politische Macht sind sie nicht zu unterschätzen. (...) „Wohin führen uns die Innovationen der Medientechnik und der Medienindustrie, und welche sozialen und kulturellen Folgen sind zu erwarten?“ „In der grundlegenden Analyse <Die nachindustrielle Gesellschaft> von D. Bell1 erscheinen Wissen und Informationen als die zentralen gesellschaftlichen Produktivkräfte, welche die herkömmlichen ökonomischen Grundressourcen Arbeit und Kapital an Bedeutung weit übertroffen haben. Die Medienwirtschaft, einschließlich der Elektronik-Industrie, ist heute – nach der chemischen Industrie – der zweitgrößte Wirtschaftsbereich Deutschlands. Ein wachsender Anteil der Erwerbstätigen ist direkt oder indirekt mit der Produktion, Umsetzung und Verbreitung von Informationen beschäftigt. Alle Teile der Gesellschaft – wirtschaftliche und staatliche Organisationen, kulturelle Einrichtungen, arbeitende und konsumierende Menschen – sind von den Leistungen und Produkten des Mediensystems abhängig. Zwei Bereiche der Elektrotechnik haben zur Herausbildung der „Informationsgesellschaft“ besonders nachhaltig beigetragen: die Datenverarbeitung (Computer) und die Datenübertragung (Kabelnetze, Satelliten).
Hier, in dieser Arbeit, versuche ich einen kurzen Ein- und Überblick darüber zu geben, wie sich das Internet und das Buch als „Printkonkurrenz“ entwickeln wird. Jedoch ist es mir dabei unmöglich, einen Gesamtüberblick zu geben, sowie es mir unmöglich ist, nichts zu vergessen. Die entsprechenden Informationen habe ich teils aus Büchern, aus Zeitschriften, aber auch aus dem Internet selbst herausgenommen.
Viel Spass beim Durchlesen mit vielen neuen Impressionen zum Buch versus Internet wünsche ich Ihnen.
Mag. phil. Thomas Müller
Schlins/Vorarlberg/Österreich
Inhaltsverzeichnis
1 Vorwort
2 Internet – Buch – Internet
2. 1. Geschichte des Buches
2. 2. Geschichte des Internet
2. 2. 1. Wer sind die Nutzer dieses Mediums?
2. 2. 2. Wird dieses Medium unverzichtbar?
2. 3. Buch verus oder und Internet
3 Vom Buch zum Netz/CD-ROM
3.1. Der Schritt ins neue Jahrtausend
4 Das digitale „Buch“ kommt
4. 1. Probleme des herkömmlichen Buches
4. 1. 1. Beispiel: Bibliotheken – Praxisnahe Auseinandersetzung
4. 2. Probleme des „Bildschirmbuches“
5 Urheberrecht - Eine Säule der Kultur
6 Buchpräsentation im Internet
7 Eigene Meinung über all das
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem traditionellen Buchmedium und der zunehmenden Digitalisierung durch das Internet, mit dem Ziel, die Entwicklung der "Printkonkurrenz" sowie die daraus resultierenden sozialen und kulturellen Folgen zu beleuchten.
- Historische Betrachtung von Buchdruck und Internet
- Die Zukunft des Bibliothekswesens in der digitalen Ära
- Herausforderungen und Potenziale des Online-Buchhandels
- Urheberrechtsfragen im Zeitalter digitaler Publikationen
- Einfluss technischer Innovationen auf das menschliche Leseverhalten
Auszug aus dem Buch
Die Schwelle der Neuzeit
An einer Schwelle standen auch die Menschen des 15. Jahrhunderts. Die Veränderung war für sie ebenso spürbar, wie sie heute zu spüren ist, die Schwelle zur Neuzeit. Das Mittelalter war noch nicht überwunden; Inquisation und Hexenwahn würden noch Tausende von Opfern fordern; aber die Sehnsucht nach Wissen war groß und allgegenwärtig.
Die Erde war noch zu entdecken; allen voran fanden Portugiesen und Spanier den Weg über die unbekannten Meere. Madeira wurde besiedelt, die Azoren entdeckt, Expeditionen nach Afrika unternommen. 1492 schuf Martin Behaim den Erdglobus, und im gleichen Jahr entdeckte Kolumbus das heutige El Salvador. Neue Universitäten entstanden in Leipzig, Rostock, Greifswald, Freiburg, Basel, Ingolstadtd, Trier, Mainz und Tübingen. Neben den Klosterschulen wurden nun auch weltliche Schulen gegründet, in denen Lesen, Schreiben und Latein gelehrt wurde. (...) Die Grenzen der Welt wurden neu gezogen, neue Kontinente und Menschen wurden entdeckt; man entdeckt; man spürte; daß das bisherige Wissen nicht ausreichen konnte, um die neuen Erkenntnisse einzuordnen. Es war geradezu notwendig, die vielfältigen Erfahrungen schriftlich zu verbreiten, um damit das enorm anwachsende Wissen über diese neue Welt einer breiteren Öffentlichkeit bekannt und verständlich zu machen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Vorwort: Einführung in die wachsende Bedeutung der Massenmedien und die gesellschaftlichen Veränderungen durch die Computer-Technologie.
2 Internet – Buch – Internet: Analyse der historischen Entwicklung von Büchern und dem Internet sowie deren gegenseitige Beeinflussung.
3 Vom Buch zum Netz/CD-ROM: Erörterung der Integration neuer Medien in den Verlagssektor und der Wandel zur Koexistenz von Tradition und Innovation.
4 Das digitale „Buch“ kommt: Untersuchung technischer Lösungen für elektronische Bücher sowie die Auswirkungen auf Bibliotheken und den Handel.
5 Urheberrecht - Eine Säule der Kultur: Kritische Auseinandersetzung mit der Bedeutung geistigen Eigentums und dem Schutz von Autorenrechten im digitalen Raum.
6 Buchpräsentation im Internet: Darstellung moderner Marketingstrategien für Literatur unter Nutzung digitaler Audiotechnologien.
7 Eigene Meinung über all das: Persönliche Reflexion des Autors über die Zukunft des Lesens und des Mediengebrauchs.
Schlüsselwörter
Buch, Internet, Informationsgesellschaft, Digitalisierung, Bibliotheken, Buchpreisbindung, Urheberrecht, E-Book, Medienwandel, Printmedien, Verlagsbranche, Leseverhalten, Online-Handel, Informationstechnik, Wissensvermittlung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Publikation grundsätzlich?
Die Arbeit beleuchtet das wechselvolle Verhältnis zwischen dem klassischen gedruckten Buch und dem aufstrebenden Internet als Informationsträger und Vertriebskanal.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?
Themenschwerpunkte sind die Geschichte der Medien, die Rolle von Bibliotheken im digitalen Zeitalter, die Herausforderungen des Urheberrechts sowie die ökonomischen Aspekte des Online-Buchhandels.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, einen Überblick über die Entwicklung der "Printkonkurrenz" zu geben und die sozialen sowie kulturellen Folgen des digitalen Umbruchs zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?
Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, ergänzt durch Fallbeispiele und Pressemeldungen aus den Jahren 1998/1999.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit dem historischen Kontext, den technischen Entwicklungen bei digitalen Lesegeräten und den ökonomischen Debatten rund um die Buchpreisbindung.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind Digitalisierung, Buchmarkt, Urheberrecht, Informationsgesellschaft und der technologische Wandel im Bibliothekswesen.
Wie bewertet der Autor den Einfluss des Internets auf die Bibliotheksarbeit?
Er fordert eine Neudefinition des Bibliothekswesens, bei der Bibliotheksmitarbeiter als Navigatoren durch die Informationsflut fungieren, anstatt die Printmedien als anachronistisch aufzugeben.
Welche Risiken identifiziert der Text für die zukünftige Medienlandschaft?
Es wird vor einer wachsenden Wissenskluft, potenziellen Suchtgefahren durch Computernutzung und einer drohenden kulturellen Uniformierung durch US-dominierte Technologien gewarnt.
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- Mag. phil. Thomas Müller (Author), 1999, BUCH vs. INTERNET, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13293