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Effizienzsteigerung im Versicherungswesen. Anwendung von Smart Contracts bei nicht-parametrischen Daten

Titre: Effizienzsteigerung im Versicherungswesen. Anwendung von Smart Contracts bei nicht-parametrischen Daten

Thèse de Master , 2022 , 84 Pages , Note: 2

Autor:in: Döndü Emili (Auteur)

Informatique - Informatique Appliquée à la Gestion
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Fragestellung, ob der Reifegrad der Blockchain-Technologie ausreicht, um komplexe bzw. nicht parametrische Versicherungen anhand von Smart Contracts zu realisieren. Um die Fragestellung adäquat beantworten zu können, werden folgende Forschungsfragen formuliert und untersucht: Welche Anforderungen müssen Blockchain-basierte Smart Contracts erfüllen, damit sie für komplexe Kfz-Versicherungen eingesetzt werden können? Werden die Anforderungen an Smart Contracts für komplexe Kfz-Versicherungen durch die derzeit bestehenden Blockchain-Technologien abgedeckt?

Die erste Forschungsfrage soll anhand eines Anforderungskataloges beantwortet werden. Dieser wird auf Grundlage einer SWOT-Analyse erarbeitet. Bei der SWOTAnalyse handelt es sich um ein etabliertes Werkzeug des strategischen Managements mit dem Ziel, Strategien aus internen und externen Faktoren abzuleiten. Der Anforderungskatalog dient dazu, die Anforderungen und die Nutzbarkeit von Smart Contracts für Versicherungsunternehmen zu untersuchen, um Strategien abzuleiten, indem Chancen und Risiken sowie Stärken und Schwächen erfasst und gegenübergestellt werden.

Um die zweite Forschungsfrage beantworten zu können, wird ein Blockchain-basiertes Kfz-Versicherungsprodukt konzipiert. Der Entwurf des Blockchain-basierten KfzVersicherungsproduktes beruht auf dem Anforderungskatalog, welches im Rahmen der SWOT-Analyse erarbeitet wurden. Das Ziel dieser Vorgehensweise ist es, bewerten zu können, ob Smart Contracts für nicht parametrische Versicherungen genutzt werden können.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Forschungsfragen

1.2 Vorgehensweise

2. Grundlagen der Blockchain-Technologie und Smart Contracts

2.1 Begriffserklärung der Blockchain-Technologie

2.1.1 Entstehungsgeschichte

2.1.2 Aufbau und Struktur der Blockchain-Technologie

2.1.3 Typen der Blockchain-Technologie

2.2 Funktionsweise der Blockchain-Technologie

2.2.1 Hash-Funktionen

2.2.2 Asymmetrische Kryptographie

2.2.3 Konsensmechanismen

2.3 Smart Contracts

2.3.1 Ethereum

2.3.2 Gas

2.3.3 Orakel

3. Anforderungen an Smart Contracts für nicht parametrische Versicherungsprodukte

3.1 SWOT-Analyse

3.1.1 Chancen und Risiken

3.1.1.1 Politische Faktoren

3.1.1.2 Ökonomische Faktoren

3.1.1.3 Soziokulturelle Faktoren

3.1.1.4 Technologische Faktoren

3.1.1.5 Ökologische Faktoren

3.1.1.6 Rechtliche Faktoren

3.1.1.7 Zusammenfassung

3.1.2 Stärken und Schwächen

3.1.2.1 Produktentwicklung

3.1.2.2 Underwriting

3.1.2.3 Asset Management

3.1.2.4 Schadenmanagement

3.1.2.5 Marketing

3.1.2.6 Vertrieb

3.1.2.7 Informationstechnologie

3.1.2.8 Unternehmensführung

3.1.2.9 Personalwirtschaft

3.1.2.10 Rechnungswesen

3.1.2.11 Zusammenfassung

3.1.3 SWOT-Strategien

4. Entwurf einer Kfz-Versicherung auf Basis von Smart Contracts

4.1 Versicherungskonzept

4.2 Einfacher Datenfluss der Kfz-Versicherung

4.3 Einschränkungen der Kfz-Versicherung

4.4 Lösungsansätze

5. Diskussion

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial von Blockchain-basierten Smart Contracts zur Automatisierung von Versicherungsprozessen, insbesondere für komplexe, nicht parametrische Kfz-Versicherungen. Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfragen, welche Anforderungen Smart Contracts für diesen Zweck erfüllen müssen und ob die aktuelle Blockchain-Technologie diese Anforderungen abdeckt.

  • Grundlagen der Blockchain-Technologie und Smart Contracts
  • SWOT-Analyse zur Identifikation von Anforderungen an Smart Contracts
  • Konzeption eines Blockchain-basierten Kfz-Versicherungsprodukts
  • Diskussion der Umsetzbarkeit unter Berücksichtigung rechtlicher und technischer Rahmenbedingungen
  • Analyse der Fehlerrisiken und Sicherheitslücken in Smart Contracts

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Entstehungsgeschichte

Die Entwicklung der Blockchain-Technologie ist an die Entstehung der Kryptowährung Bitcoin geknüpft. Daher soll im weiteren Verlauf eine kurze Einführung über die Formierung von Bitcoin erfolgen.

Im Jahr 2008 veröffentlichte ein Pseudonym unter den Namen Satoshi Nakamoto ein Whitepaper mit dem Titel „Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System“ (dt. Bitcoin: Ein elektronisches Peer-to-Peer-Bezahlsystem). In dem Whitepaper bezeichnet Nakamoto die Abhängigkeit von Vertrauen in zentrale Institutionen als Schwäche des aktuellen Zahlungssystems. Angesichts dessen war das Ziel von Nakamoto ein elektronisches Zahlungssystem zu etablieren, indem keine weitere dritte Partei von Nöten ist. Durch die Verlagerung des Vertrauens in kryptographische Verfahren zur fälschungssicheren Übertragung von virtuellem Geld in einem Peer-to-Peer (P2P) Netzwerk soll dieses Ziel realisiert werden.

Das Whitepaper zählt als Gründungsdokument der Kryptowährungen, obwohl die darin entwickelte Kryptowährung Bitcoin nicht das erste digitale Währungssystem war. Bereits zu Beginn der 90er Jahre wurde an einem digitalen Zahlungsmittel gearbeitet, doch die entwickelten Konzepte für elektronisches Geld konnten sich nicht etablieren, da zwei zentrale Probleme ungelöst blieben: Das Problem „Double-Spending“ (dt. doppelte Ausgabe) beschreibt das Phänomen, dass digitale Währungen unendlich kopiert und demzufolge mehrfach ausgegeben werden können. Bisher wird die Double-Spending-Problematik dadurch gelöst, dass alle Transaktionen über eine vertrauenswürdige Drittpartei, z.B. ein Finanzinstitut, abgewickelt werden. Dadurch sollen Transaktion auf eine Mehrfachausgabe überprüft und unterbunden werden. Zum ersten Mal publizierte Nakamoto ein Ergebnis, um das Problem der Mehrfachausgabe durch ein Konsensmodell zu lösen und folglich die Notwendigkeit einer zentralen Instanz zur Kontrolle abzuschaffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Grundlagen der Blockchain-Technologie und Smart Contracts ein und erläutert die Motivation sowie die Forschungsfragen der Arbeit im Kontext des Versicherungswesens.

2. Grundlagen der Blockchain-Technologie und Smart Contracts: Kapitel 2 definiert wesentliche technische Begriffe wie Blockchain, DLT, Kryptographie, Konsensmechanismen und Smart Contracts sowie deren Funktionsweise.

3. Anforderungen an Smart Contracts für nicht parametrische Versicherungsprodukte: Hier werden mittels SWOT-Analyse und PESTEL-Modell Anforderungen, Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken von Smart Contracts für Versicherungsprodukte analysiert.

4. Entwurf einer Kfz-Versicherung auf Basis von Smart Contracts: In diesem Kapitel wird ein konkretes Konzept für eine meilenbasierte Kfz-Versicherung entwickelt, einschließlich des Datenflusses und erster Lösungsansätze für identifizierte Schwächen.

5. Diskussion: Kapitel 5 evaluiert das entworfene Modell anhand der zuvor erarbeiteten SWOT-Strategien, insbesondere im Hinblick auf regulatorische Anforderungen, rechtliche Unsicherheiten und Sicherheitsaspekte.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und beantwortet die Forschungsfragen, wobei aufgezeigt wird, dass die Nutzung von Smart Contracts aktuell teilweise möglich ist, jedoch eine vollkommene Dezentralisierung aufgrund rechtlicher Rahmenbedingungen derzeit nicht realisierbar erscheint.

Schlüsselwörter

Blockchain, Smart Contracts, Kfz-Versicherung, Ethereum, SWOT-Analyse, Schadenmanagement, Automatisierung, Regulatorische Anforderungen, Datensicherheit, Kryptographie, Solvabilität, Digitalisierung, Nutzerorientierung, P2P-Netzwerke, Datenqualität

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz von Blockchain-Technologie und Smart Contracts zur Automatisierung von Kfz-Versicherungsprozessen, insbesondere für komplexe, nicht parametrische Produkte.

Welche Ziele verfolgt die Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die Anforderungen an Smart Contracts für komplexe Versicherungsfälle zu identifizieren und zu prüfen, ob heutige Blockchain-Systeme diese Anforderungen erfüllen können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Zur methodischen Erarbeitung wurde eine SWOT-Analyse durchgeführt, um die Anforderungen, Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken für Versicherungsunternehmen systematisch zu erfassen und daraus Strategien abzuleiten.

Was sind die wesentlichen thematischen Schwerpunkte?

Die Arbeit deckt die technischen Grundlagen von Blockchains, die Anforderungen an Smart Contracts durch eine SWOT-Analyse, den Entwurf einer Kfz-Versicherungslösung und die Diskussion dieser Lösung unter Berücksichtigung rechtlicher Aspekte ab.

Welche Rolle spielt die Automatisierung?

Die Automatisierung ist ein zentraler Mehrwert von Smart Contracts, da sie ermöglicht, Schaden-Kosten-Quoten zu senken und Prozesse effizienter und schneller zu gestalten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Neben Blockchain und Smart Contracts sind insbesondere Begriffe wie Schadenmanagement, Regulatorik, Datensicherheit, Ethereum und Transparenz für die Arbeit prägend.

Wie unterscheidet sich die Arbeit von parametrischen Ansätzen?

Im Gegensatz zu reinen parametrischen Versicherungen, die indexbasiert funktionieren (z. B. Wetterereignisse), fokussiert sich diese Arbeit auf komplexe, nicht parametrische Schäden, die eine Beurteilung erfordern und bei denen der Anforderungskatalog an Smart Contracts höher ist.

Warum ist eine vollkommene Dezentralisierung schwierig?

Aufgrund geltender Datenschutzbestimmungen (DSGVO) und der Notwendigkeit einer Identifizierung der Vertragsparteien lässt sich das Konzept in der Praxis derzeit nicht vollständig dezentral umsetzen; eine vertrauenswürdige Instanz (der Versicherungsgeber) wird weiterhin benötigt.

Welche Rolle spielt die Sicherheit?

Sicherheit ist eine kritische Anforderung, da Smart Contracts Finanzgeschäfte steuern. Die Arbeit thematisiert hierbei spezifische Herausforderungen wie Sicherheitslücken im Quellcode und die Unveränderbarkeit von Daten auf der Blockchain.

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Résumé des informations

Titre
Effizienzsteigerung im Versicherungswesen. Anwendung von Smart Contracts bei nicht-parametrischen Daten
Université
University of Applied Sciences Essen
Note
2
Auteur
Döndü Emili (Auteur)
Année de publication
2022
Pages
84
N° de catalogue
V1329547
ISBN (PDF)
9783346831132
ISBN (Livre)
9783346831149
Langue
allemand
mots-clé
Smart Contract Versicherung Kfz-Versicherung Blockchain SWOT Vertrag Komplexität Daten Versicherungswesen DLT
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Döndü Emili (Auteur), 2022, Effizienzsteigerung im Versicherungswesen. Anwendung von Smart Contracts bei nicht-parametrischen Daten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1329547
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