In der nachfolgenden Arbeit geht es um den Vergleich der Korpussuchmaschinen von DWDS und COSMAS II. Dafür werden zuerst die zu vergleichenden Plattformen vorgestellt, wobei spezifische Charakteristika erläutert werden, um einen Eindruck der Suchmaschinen zu vermitteln. Diese Vorstellung umreißt die Plattformen nur grob, da diese in den weiteren Abschnitten umfassender beschrieben werden.
Anschließend wird das Phänomen des doppelten Perfekts und Theorien zu seiner Entstehung erläutert, damit die Konstruktion sowie ihre Verwendung klar werden. Hierbei wird das Phänomen jedoch nicht erschöpfend analysiert, da das Hauptaugenmerk dieser Arbeit auf dem Vergleich der beiden Korpussuchmaschinen liegen soll. Die Doppelperfekt-Konstruktionen wurden deshalb gewählt, weil sie durch ihre grammatische Besonderheit zugleich einfach zu ermitteln und im Aufbau gut verständlich sind.
Im nächsten Teil werden verschiedene Möglichkeiten von Suchanfragen genutzt, um die Zugänglichkeit und mögliche Hindernisse bei der Ermittlung darzustellen. Zudem wird hier beispielhaft aufgeführt wie die Suchmaschinen angewendet werden können und zu welchen Ergebnissen man mit verschiedenen Methoden gelangt.
In einem weiteren Abschnitt der Analyse werden darauffolgend allgemeine, vergleichbare Aspekte der Suchmaschinen gegenübergestellt, die unabhängig von der Konstruktion des doppelten Perfekts jeweils charakteristisch sind. Auch auf Eigenschaften der Seiten, die nicht unmittelbar mit Suchen, sondern deutlicher mit der Funktionalität zusammenhängen, wird an dieser Stelle eingegangen.
Im letzten Teil der Arbeit wird ein Fazit gezogen, in welchem die Vor- und Nachteile beider Plattformen zusammengefasst präsentiert und Ausblicke zu weiteren Vergleichsansätzen vorgestellt werden.
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
II. Vorgehensweise und Vorstellung der Plattformen
1. DWDS
2. COSMAS II
III. Vorstellung des doppelten Perfekts
IV. Suchvorgänge am Beispiel des doppelten Perfekts
V. Problematiken und Möglichkeiten der Plattformen
VI. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die Leistungsfähigkeit der Korpussuchmaschinen DWDS und COSMAS II durch einen direkten Vergleich gegenüberzustellen. Als methodische Grundlage dient dabei die linguistische Untersuchung von Konstruktionen des doppelten Perfekts, um die praktische Anwendung beider Systeme bei der Identifikation und Analyse komplexer grammatischer Phänomene zu evaluieren.
- Vergleich der Suchfunktionalitäten und Benutzeroberflächen von DWDS und COSMAS II
- Analyse der Datenbestände und Korpusstrukturen beider Plattformen
- Untersuchung der Leistungsfähigkeit bei spezifischen Suchanfragen am Beispiel des doppelten Perfekts
- Evaluation von Annotationsmöglichkeiten und deren Einfluss auf die Präzision der Ergebnislisten
- Bewertung von Exportoptionen und Zusatzfunktionen im linguistischen Forschungsalltag
Auszug aus dem Buch
IV. Suchvorgänge
Um die Funktionsweise der Korpussuchmaschinen von DWDS und COSMAS II darzustellen, wird während den folgenden Suchen auf die zuvor als Beispiel genannte Doppelperfekt-Konstruktion Wir haben geschlafen gehabt weiter zurückgegriffen. Es wäre zudem möglich gewesen, auch auf Konstruktionen mit dem Hilfsverb sein zurückzugreifen, da die Anfragen jedoch nur als Illustration zu den Funktionsweisen für die Suchmaschinen dienen sollen, wird darauf verzichtet.
Zunächst wird der Blick auf die Korpussuche mit DWDS geworfen. Dabei wird der Beispielsatz zunächst in der ‘Partizip II + gehabt + haben‘-Variante ermittelt. Die simpelste Anfrage stellt dabei ‘habe habe‘ dar, da ohne weitere Angaben auch flektierte Formen der Suchbegriffe im DWDS ermittelt werden. Außerdem wurde kein Abstandsoperator angegeben, weshalb die Begriffe direkt aufeinanderfolgen sollen. Durch die Simplizität der Anfrage ist der Umfang der Ergebnisse jedoch erwartbar hoch, wie auch die False Positives, also diejenigen Treffer, die als richtig angezeigt werden, obwohl sie nicht dem entsprechen, was als Treffer beabsichtigt wurde. Die Ergebnisse zeigen zwar Treffer an, bei denen zwei Mal ‘habe‘ aufeinanderfolgt, aber hierbei handelt es sich zum Großteil um Konjunktivformulierungen und nicht um doppeltes Perfekt.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Bedeutung von Korpora für die sprachwissenschaftliche Forschung und führt in die Thematik der Korpussuchmaschinen ein.
II. Vorgehensweise und Vorstellung der Plattformen: In diesem Kapitel werden die DWDS- und COSMAS II-Systeme kurz skizziert und die methodische Vorgehensweise des Vergleichs dargelegt.
III. Vorstellung des doppelten Perfekts: Hier wird das doppelte Perfekt als grammatisches Phänomen eingeführt, theoretische Ansätze zur Entstehung diskutiert und der strukturelle Aufbau definiert.
IV. Suchvorgänge am Beispiel des doppelten Perfekts: Dieses Kapitel veranschaulicht anhand praktischer Suchanfragen die Bedienung der beiden Systeme und deren jeweilige Suchmechanismen.
V. Problematiken und Möglichkeiten der Plattformen: Hier findet eine kritische Gegenüberstellung der Funktionalitäten, Annotationsgrade und Schwachstellen beider Korpussuchmaschinen statt.
VI. Fazit: Das Fazit fasst die Vor- und Nachteile der untersuchten Plattformen zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftigen Entwicklungen im Bereich der Korpusrecherche.
Schlüsselwörter
Korpuslinguistik, DWDS, COSMAS II, Doppeltes Perfekt, DeReKo, Suchmaschinen, Annotationssysteme, Sprachwissenschaft, Korpussuche, Datenauswertung, Flexionsformen, Partizip Perfekt, Suchanfragen, Korpusanalyse, Sprachwandel
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit vergleicht die Funktionalität und Anwendbarkeit der beiden Korpussuchmaschinen DWDS und COSMAS II anhand eines konkreten linguistischen Beispiels.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Zentrum stehen die korpuslinguistische Recherche, die Bedienung moderner Suchsysteme und die Analyse des doppelten Perfekts im Deutschen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Hauptziel ist es, die Vor- und Nachteile beider Systeme aufzuzeigen, um Forschenden die Entscheidung zu erleichtern, welche Plattform sich für welche Art von linguistischer Abfrage besser eignet.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine vergleichende Analyse, bei der identische Suchanfragen (beispielhaft am doppelten Perfekt) auf beiden Plattformen durchgeführt und hinsichtlich ihrer Präzision und Ergebnisqualität ausgewertet werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Vorstellung der Plattformen, der Erläuterung der grammatsichen Basis des doppelten Perfekts sowie der anschließenden Durchführung kontrollierter Suchvorgänge inklusive der Anwendung spezifischer Suchoperatoren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Korpuslinguistik, Suchanfragen, Annotationen und die beiden untersuchten Systeme DWDS und COSMAS II definiert.
Welche Rolle spielt die Annotation bei der Suche mit COSMAS II?
Die Annotationen in den COSMAS II-Archiven ermöglichen wesentlich präzisere Suchanfragen, da gezielt nach morphologischen oder syntaktischen Merkmalen (wie dem Partizip II) gefiltert werden kann.
Warum wird das doppelte Perfekt als Analysebeispiel gewählt?
Diese Konstruktion ist grammatisch markant genug, um als klar identifizierbares Phänomen zu dienen, was den Vergleich der technischen Suchmöglichkeiten und Fehlerraten der beiden Plattformen erleichtert.
- Quote paper
- Jonas Wolfsperger (Author), 2020, Vergleich zwischen den Korpussuchmaschinen von DWDS und COSMAS II am Beispiel von Konstruktionen des doppelten Perfekts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1329609