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Typologische Merkmale als mögliche Gründe der Problematiken für Lerner des Deutschen mit Türkisch als Erstsprache

Title: Typologische Merkmale als mögliche Gründe der Problematiken für Lerner des Deutschen mit Türkisch als Erstsprache

Bachelor Thesis , 2014 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Markolf Waidele (Author)

Didactics for the subject German - German as a Second Language
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Die Arbeit vergleicht Deutsch und Türkisch auf einem wissenschaftlichen Niveau. Sie stellt Unterschiede und Gemeinsamkeiten heraus und zeigt, worauf sich Lerner des Deutsch aus dem türkischen Sprachraum konzentrieren könnten.
Ist es für Deutsche leichter Türkisch zu lernen als für Türken Deutsch zu lernen?

Das Thema der Bachelorarbeit lautet:
Typologische Merkmale als mögliche Gründe der Problematiken für Lerner des Deutschen mit Türkisch als Erstsprache
„Bilden typologische Unterschiede zwischen Deutsch und Türkisch die Hauptgründe der Problematiken der Lerner des Deutschen mit Türkisch als Erstsprache?“
Bei der Auswahl der problematischen Konstruktionen stütze ich mich auf Beobachtungen, die ich selbst bei Gesprächen mit den genannten Personen machte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Fragestellung

1.2. Ziel der Arbeit und Vorgehensweise

2. Perspektiven der Forschung bezüglich sprachtypologischer Grundlagen

3. Die Türkische Sprache

4. Türkisch als agglutinierende Sprache im Vergleich zum Deutschen

4.1. Die Vokalharmonie

4.2. Das grammatische Geschlecht

4.3. Artikellosigkeit im Türkischen

4.4. Adjektivsteigerung

4.5. Der türkische Lokativ im Vergleich zur Adverbialen Bestimmung des Ortes/ der Zeit

4.6. Zum Satzbau

4.7. Die Hilfsverben „sein“ und „haben“

4.8. Probleme bei der Unterscheidung zwischen Dativ und Akkusativ im Deutschen

5. Zusammenfassung und Beantwortung der zentralen Fragestellung

6. Vorschläge für Lehrkräfte im Umgang mit der beschriebenen Problematik

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern typologische Unterschiede zwischen dem Deutschen und dem Türkischen die Hauptursache für spezifische Lernschwierigkeiten bei Sprechern mit Türkisch als Erstsprache darstellen, um darauf aufbauend didaktische Handlungsempfehlungen abzuleiten.

  • Sprachtypologischer Vergleich: Agglutination vs. Flektion/Isolation
  • Grammatische Kernbereiche: Vokalharmonie, Genussystem und Artikelsystem
  • Syntax und Satzbau: Unterschiede in der Satzgliedstellung (SOV vs. SVO)
  • Semantische und morphosyntaktische Hürden: Kasusgebrauch und Hilfsverben
  • Didaktische Strategien: Vermittlung von Sprachgefühl und Bewusstmachung von Sprachstrukturen

Auszug aus dem Buch

4.1. Die Vokalharmonie

Die Strukturen innerhalb von Lautgruppen können bei der Wortbildung entscheidend sein. Im Türkischen gibt es phonologische Referenzen, die bei der Suffigierung eine große Rolle spielen. Eine davon ist die Vokalharmonie, die nun genauer dargestellt wird.

„Das Türkische kennt zwei Suffixvokalharmonien“20 Es existieren unterschiedliche Bezeichnungen für diese Systeme: „Die vierförmige bzw. zweiförmige Suffixvokalharmonie“21, oder auch große und kleine Vokalharmonie. Diese Systeme funktionieren nach gleichen Prinzipien, greifen jedoch bei unterschiedlichen grammatischen Phänomenen.

„Mit wenigen Ausnahmen enthält ein türkisches Wort entweder nur vordere, im Mund artikulierte Vokale (das sind e, i, ö, ü) oder nur hintere, im Mund hinten artikulierte Vokale (das sind a, ı, o, u).“22 Die erste Silbe eines Wortes legt fest, welcher Vokal die folgende Silbe enthalten wird.

Die vierförmige Suffixvokalharmonie (Dar Ünlüler Uyumu) bezieht sich auf Suffixe, die in vierfacher Form vorkommen.23 „Sie haben jeweils Varianten mit den (hohen) Vokalen i, ü, ı, u z.B. -im/ -üm/ -ım/ -um – ich bin. Welcher Vokal gewählt wird, hängt vom letzten Vokal des Wortes ab, an das das Suffix angehängt wird.“24

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Der Autor erläutert seine persönliche Motivation durch Erfahrungen als Nachhilfelehrer und formuliert die Vermutung, dass typologische Sprachunterschiede Lernschwierigkeiten verursachen.

2. Perspektiven der Forschung bezüglich sprachtypologischer Grundlagen: Es werden sprachtypologische Klassifikationsmodelle, wie die Unterscheidung zwischen synthetischem und analytischem Sprachbau, vorgestellt.

3. Die Türkische Sprache: Dieses Kapitel gibt einen kurzen historischen Überblick über die Entwicklung des modernen Türkei-Türkisch und dessen Charakter als agglutinierende Sprache.

4. Türkisch als agglutinierende Sprache im Vergleich zum Deutschen: Hier findet die detaillierte kontrastive Analyse statt, die grammatische Phänomene wie Vokalharmonie, Genus, Artikel, Satzbau und Kasus direkt gegenüberstellt.

5. Zusammenfassung und Beantwortung der zentralen Fragestellung: Die Analyseergebnisse werden gebündelt und die Arbeit bestätigt, dass die Unterschiede im Sprachbau signifikante Lernhürden darstellen.

6. Vorschläge für Lehrkräfte im Umgang mit der beschriebenen Problematik: Der Autor liefert konkrete methodische Ansätze, um DaZ-Lernern komplexe deutsche Strukturen transparenter zu vermitteln.

Schlüsselwörter

Sprachtypologie, Agglutination, Deutsch als Zweitsprache, Türkisch, Kontrastive Linguistik, Vokalharmonie, Grammatische Kategorien, Satzgliedstellung, Kasussystem, Hilfsverben, Sprachvergleich, Morphosyntax, Lernschwierigkeiten, Fremdsprachenunterricht, Sprachbewusstsein

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die linguistischen Unterschiede zwischen Türkisch und Deutsch und deren Einfluss auf den Erwerb der deutschen Sprache durch türkische Muttersprachler.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die sprachtypologischen Unterschiede zwischen der agglutinierenden Struktur des Türkischen und dem eher flektierenden System des Deutschen sowie deren Auswirkungen auf Grammatik und Syntax.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass typologische Merkmale der Muttersprache die Ursache für spezifische Problematiken beim Deutschlernen sein können und Lösungen für den Unterricht anzubieten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit verwendet eine kontrastive Analyse unter Anwendung sprachtypologischer Kriterien und stützt sich dabei auf theoretische Fachliteratur sowie eigene Beobachtungen aus der Nachhilfepraxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert einzelne grammatische Bereiche wie die Vokalharmonie, das Fehlen von Genus und Artikeln im Türkischen, Adjektivsteigerung, Satzbau, Hilfsverben sowie die Komplexität von Dativ und Akkusativ.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Typologie, Agglutination, Kontrastive Analyse, DaZ (Deutsch als Zweitsprache), Morphosyntax und Sprachbau.

Wie unterscheidet sich die Satzstruktur im Türkischen vom Deutschen?

Während das Deutsche meist SVO (Subjekt-Verb-Objekt) folgt, ist das Türkische eine SOV-Sprache (Subjekt-Objekt-Verb), was für Lerner eine signifikante syntaktische Umstellung erfordert.

Warum stellt das deutsche Genussystem eine solche Hürde dar?

Da die Türkische Sprache kein grammatisches Geschlecht kennt und der Artikelgebrauch im Deutschen keine durchgehend logische Systematik aufweist, müssen diese oft willkürlich wirkenden Formen mühsam auswendig gelernt werden.

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Details

Title
Typologische Merkmale als mögliche Gründe der Problematiken für Lerner des Deutschen mit Türkisch als Erstsprache
Grade
2,0
Author
Markolf Waidele (Author)
Publication Year
2014
Pages
20
Catalog Number
V1329711
ISBN (PDF)
9783346823199
ISBN (Book)
9783346823205
Language
German
Tags
Türkisch Deutsch Sprache agglutinierend Sprachvergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markolf Waidele (Author), 2014, Typologische Merkmale als mögliche Gründe der Problematiken für Lerner des Deutschen mit Türkisch als Erstsprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1329711
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