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Fragen an den 'Römischen Imperialismus'

Title: Fragen an den 'Römischen Imperialismus'

Term Paper , 2008 , 18 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Falk Hesse (Author)

World History - Early and Ancient History
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Summary Excerpt Details

Das römische Reich brachte viele Entwicklungen hervor, die für uns auch heute noch von Bedeutung sind. So gab es bereits zu dieser Zeit ausgeklügelte Abwasserkanäle, Aquädukte, Bäder, Saunen und sogar Fußbodenheizungen und die Römer verbreiteten die lateinische Sprache in nahezu ganz Europa. Im Mittelalter übernahm man auch die römische Staatsform der Kaiserherrschaft und später wurde die römische Republik sogar Vorbild für die Verfassung der USA. Doch wofür Rom wohl am bekanntesten ist, ist die schier unglaubliche Größe seines Reiches, das auf dem Höhepunkt seiner Macht von Britannien bis zum nahen Osten reichte. Durch Roms schlagkräftiges Heer und modernste Kriegstechnik unterwarf es nahezu die gesamte (damals) bekannte Welt. Doch war eine konsequente Eroberungspolitik das Ziel der römischen Republik? Lag ein ununterbrochen geführter 'römischer Imperialismus' vor, um Herrscher über die Welt zu werden? Gab es nie einen Bruch mit dieser Politik, so sie denn existierte, und ist der Begriff ‚Imperialismus' überhaupt gerechtfertigt? Diese Arbeit widmet sich der Klärung dieser Fragen. Für die Untersuchungen beschränkt sich die Arbeit auf die Zeit vom Beginn des ersten punischen Krieges (264 v. u. Z.) bis zur Umwandlung Ägyptens in eine römische Provinz (30 v. u. Z.).

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Der Begriff ‚Imperialismus‘ und sein ökonomisches Motiv

3. Der ‚römische Imperialismus‘ und die Theorie des ‚defensiven Imperialismus‘

4. Pompeius und der ‚Individualimperialismus‘

5. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Validität des Begriffs „römischer Imperialismus“ für den Zeitraum vom Beginn des Ersten Punischen Krieges bis zur Provinzialisierung Ägyptens. Ziel ist es, zu klären, ob eine konsequente, zielgerichtete Eroberungspolitik vorlag oder ob Roms Expansion eher defensiv motiviert war, wobei auch individuelle Akteure wie Pompeius eine Rolle spielten.

  • Definition und wissenschaftliche Einordnung des Imperialismusbegriffs.
  • Analyse der Theorie des „defensiven Imperialismus“ im römischen Kontext.
  • Die Rolle individueller Akteure am Beispiel von Gnaeus Pompeius Magnus.
  • Untersuchung ökonomischer versus strategischer Motive der römischen Expansion.
  • Kritische Reflexion der Begriffe „Imperialismus“ versus „Expansion“.

Auszug aus dem Buch

4. Pompeius und der ‚Individualimperialismus‘

Krieg bzw. imperialistische Handlungen wurden nicht ausschließlich nur vom Senat beschlossen. Es gab auch Personen in der römischen Republik, die auf eigene Faust handelten und nach eigenem Gutdünken Krieg führten und Politik mit anderen Völkern machten. Der bekannteste dieser ‚Individualimperialisten‘ ist ohne Zweifel Gaius Iulius Caesar, trotzdem soll dieser Abschnitt den Mann behandeln, der für die Neuordnung des Ostens der römischen Republik verantwortlich war – Gnaeus Pompeius Magnus.

Obwohl Pompeius für ein reguläres militärisches Kommando eigentlich noch viel zu jung war und die erforderlichen Ämter nicht vorweisen konnte, führte er, von Sulla beauftragt, zwei Feldzüge gegen die verbliebenen Anhänger des Marius in Sizilien und Nordafrika, was ihm seine ersten militärischen Erfolge sicherte und ihm dafür 79 v. u. Z. ein Triumphzug erlaubt wurde. Im Jahre 77 v. u. Z. setzte Pompeius mit einem Heer nach Spanien über und unterstütze dort die Kämpfe gegen den abtrünnigen Römer Quintus Sertorius, dessen Heer Pompeius 72 v. u. Z. schlug. Als Pompeius nach Italien zurückkehrte, traf er auf Reste des Sklavenheers von Spartakus, die er ebenfalls besiegte. Das Amt des Konsuls erhielt Pompeius im Jahre 70 v. u. Z., nicht zuletzt aufgrund seiner militärischen Erfolge.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Bedeutung des römischen Reiches dar und wirft die Forschungsfrage auf, ob ein „römischer Imperialismus“ im modernen Sinne existierte.

2. Der Begriff ‚Imperialismus‘ und sein ökonomisches Motiv: Dieses Kapitel erläutert die Herkunft und Bedeutung des Imperialismusbegriffs und diskutiert verschiedene wissenschaftliche Theorien sowie den Stellenwert wirtschaftlicher Motive für das römische Handeln.

3. Der ‚römische Imperialismus‘ und die Theorie des ‚defensiven Imperialismus‘: Hier wird untersucht, inwiefern die römische Expansion als Reaktion auf äußere Bedrohungen und zur Sicherung der eigenen Grenzen verstanden werden kann.

4. Pompeius und der ‚Individualimperialismus‘: Das Kapitel analysiert Pompeius als Akteur, der durch eigenmächtige militärische und politische Handlungen im Osten maßgeblich zur Erweiterung und Neuordnung des römischen Einflussbereichs beitrug.

5. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und plädiert dafür, den Begriff „Expansion“ gegenüber dem durch moderne Konnotationen vorbelasteten Begriff „Imperialismus“ zu bevorzugen.

Schlüsselwörter

Römischer Imperialismus, Römische Republik, Defensive Imperialism, Individualimperialismus, Gnaeus Pompeius Magnus, Expansion, Hegemonie, Antike, Senat, Klientelverhältnis, Territorialpolitik, Rom, Militär, Provinzen, Historische Analyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht, ob die römische Expansion der Republik als systematischer „Imperialismus“ bezeichnet werden kann oder ob andere Motive, wie Sicherheitsüberlegungen oder individuelles Handeln, im Vordergrund standen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Begriffsdefinition von Imperialismus, die Theorie des defensiven Imperialismus, die wirtschaftliche Komponente der römischen Politik und das Phänomen des Individualimperialismus durch führende Feldherren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit hinterfragt, ob eine konsequente, auf Weltherrschaft ausgerichtete Eroberungspolitik vorlag, oder ob die Ausdehnung des römischen Reiches aus einer defensiven Haltung heraus resultierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse antiker Quellen (u.a. Polybios, Livius, Cicero) und vergleicht diese mit modernen historischen Forschungspositionen (u.a. Mommsen, Badian, Harris).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Ansätze zum Imperialismus, diskutiert die „defensive“ Natur römischer Kriege gegen den Osten und untersucht am Fallbeispiel Pompeius, wie individuelle Machtansprüche die römische Expansionspolitik prägten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie Römische Republik, Imperialismustheorie, defensive Außenpolitik, Individualimperialismus und die Rolle des Senats bei der Provinzialisierung.

Warum wird Pompeius im Kontext des Individualimperialismus betrachtet?

Pompeius wird als Fallbeispiel gewählt, da er durch seine außerordentlichen Vollmachten und eigenmächtige Neuordnung der östlichen Provinzen über die übliche senatische Kontrolle hinaus agierte und somit eine neue Form imperialen Handelns verkörperte.

Warum schlägt der Autor vor, den Begriff „Expansion“ zu bevorzugen?

Der Autor argumentiert, dass „Expansion“ ein neutraler, historisch flexibler Begriff ist, während „Imperialismus“ aufgrund seiner Entstehung im 19. und 20. Jahrhundert ideologisch und emotional vorbelastet ist.

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Details

Title
Fragen an den 'Römischen Imperialismus'
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Altertumswissenschaften)
Course
Rom und der hellenistische Osten
Grade
2,3
Author
Falk Hesse (Author)
Publication Year
2008
Pages
18
Catalog Number
V132978
ISBN (eBook)
9783640397402
ISBN (Book)
9783640397846
Language
German
Tags
Römisches Reich Imperialismus Kaiserreich Gnaeus Magnus Pompeius
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Falk Hesse (Author), 2008, Fragen an den 'Römischen Imperialismus', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132978
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