Ziel der Hausarbeit ist, sich einen Überblick über die Situation der Familien in Schweden zu verschaffen.
Dabei möchte ich mich auf der Grundlage einer Internetrecherche nach einer kurzen Vorstellung des Landes Schweden mit folgenden Fragestellungen beschäftigen:
a)Welche sozialen Sicherungssysteme gibt es im Allgemeinen für den einzelnen Bürger und im Besonderen für Familien?
b)Wie ist in Schweden Familie und Beruf vereinbar?
c)Welche Folgen hat die schwedische Familienpolitik im Kontext des modernen Wohlfahrtsstaates?
d)Wie wird in Schweden Einkommen erzielt?
e)Wird die Frau in Schweden diskriminiert?
f)Wie betroffen sind Familien von Armut?
In dieser Hausarbeit beschäftige ich mich weniger mit Entwicklungen. Viel mehr möchte ich den aktuellen Stand der Herausforderungen und Möglichkeiten der Familien und Lebensgemeinschaften aufzeigen.
Die Rolle der Väter und Männer in Familien und Partnerschaften wird in der vorliegenden Arbeit eher am Rand behandelt, bzw. sie schimmert immer wieder zwischen den Zeilen durch. Zum einen, weil in der vorhanden Literatur relativ wenig berichtet wurde und zum anderen, weil es den Rahmen einer Hausarbeit in diesem Umfang sprengen würde.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Kurzüberblick über das Königreich Schweden
2.1. Allgemeines
2.2. Bevölkerungszusammensetzung
2.3. Politisches Spektrum
2.4. Die Demographie Schwedens
3. Die wesentlichen Teile des schwedischen Sicherungssystems
3.1. Rentenversicherung und Altersfürsorge
3.2. Elternversicherung
3.3. Arbeit und Arbeitslosigkeit
3.4. Gesundheitswesen und Krankenversicherung
4. Vereinbarkeit von Familie und Beruf
4.1. Gleichstellung der Frau
4.2. Frauen im Erwerb
5. Haushalts- und Familienformen
6. Scheidungsrate
7. Armutsgefährdung
8. Zusammenfassung
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über die aktuelle soziologische Situation von Familien in Schweden zu geben. Dabei werden insbesondere die sozialen Sicherungssysteme, die Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Auswirkungen der schwedischen Familienpolitik auf die Lebensverhältnisse und Geburtenraten untersucht.
- Soziale Sicherungssysteme für Familien und Bürger
- Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit
- Demografische Entwicklung und Familienpolitik
- Rollenverständnis und Gleichstellung von Mann und Frau
- Haushaltsformen, Scheidungsraten und Armutsrisiken
Auszug aus dem Buch
4.2. Frauen im Erwerb
Bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts herrschte in Europa noch die klassische Rollenverteilung vor. Seitdem ist die Frauenerwerbstätigkeit deutlich gestiegen.
Im Jahre 2005 lag die Erwerbsbeteiligung in Schweden von Männern (79%) und Frauen (75%) fast auf gleicher Höhe. In den 90-er Jahren kam es in Schweden zu einer Rezession und einer schweren Finanzkrise. Die Regierung musste darauf reagieren. Die bisher großzügig gewährten Freistellungsmöglichkeiten von der Erwerbstätigkeit wurden mit einschneidenden Reformen eingeschränkt. Das erhöhte den Druck für schwedische Frauen, kontinuierlich in Teilzeit oder Vollzeit erwerbstätig zu sein. Deutlich wird das an folgendem Interview mit Andrea Manth, einer Systemtechnikerin, allein erziehend, drei Kinder:
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der Motivation für die Arbeit sowie der zentralen Fragestellungen hinsichtlich des schwedischen Wohlfahrtsstaates und der Familienpolitik.
2. Kurzüberblick über das Königreich Schweden: Darstellung der staatlichen Rahmenbedingungen, der demografischen Struktur und des politischen Spektrums Schwedens.
3. Die wesentlichen Teile des schwedischen Sicherungssystems: Analyse der sozialen Absicherung, insbesondere in den Bereichen Renten, Elternversicherung, Arbeitsmarkt und Gesundheitswesen.
4. Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Untersuchung der historischen Veränderung des Rollenbildes und der staatlichen Maßnahmen zur Förderung der Erwerbstätigkeit von Frauen.
5. Haushalts- und Familienformen: Beschreibung der verschiedenen Lebensgemeinschaften, der Rolle von Alleinerziehenden und Trends bei Heirat und Familiengründung.
6. Scheidungsrate: Analyse der Ursachen für die hohe Scheidungsrate und den Einfluss der modernen Rollenbilder auf die Stabilität von Partnerschaften.
7. Armutsgefährdung: Erörterung der Armutsrisiken für verschiedene Haushaltsformen unter Berücksichtigung des Medianeinkommens.
8. Zusammenfassung: Abschlussbetrachtung der Ergebnisse und Fazit zur Übertragbarkeit des schwedischen Modells.
Schlüsselwörter
Schweden, Familienpolitik, Wohlfahrtsstaat, Elternversicherung, Gleichstellung, Erwerbstätigkeit, Kinderbetreuung, Demografie, Haushaltstyp, Armutsrisiko, Scheidungsrate, Vereinbarkeit, Sozialsystem, Rollenbild, Doppelverdienerhaushalt
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die soziologische Situation von Familien in Schweden unter besonderer Berücksichtigung staatlicher Sicherungssysteme.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Fokus stehen die Familienpolitik, die Erwerbsbeteiligung von Frauen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie demografische Trends.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den aktuellen Stand der Herausforderungen und Möglichkeiten für schwedische Familien und Lebensgemeinschaften darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung von statistischem Datenmaterial und relevanter Fachliteratur durch Internetrecherche.
Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?
Der Hauptteil behandelt detailliert die Rentenversicherung, die Elternversicherung, das Arbeitsmarktsystem und die verschiedenen Familienformen in Schweden.
Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Gleichstellung, Elternversicherung, Erwerbsbeteiligung, Scheidungsrate und Wohlfahrtsstaat.
Wie wirkt sich die schwedische Familienpolitik auf die Erwerbstätigkeit der Frauen aus?
Die Politik fördert aktiv die Doppelverdienerhaushalte durch gut ausgebaute Kinderbetreuung, was eine hohe Erwerbsbeteiligung von Frauen ermöglicht.
Welche Rolle spielen Alleinerziehende im schwedischen Kontext?
Alleinerziehende sind in Schweden häufiger anzutreffen als in vielen anderen Ländern, tragen jedoch aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten ein besonderes Armutsrisiko.
- Quote paper
- Uwe Rosinski (Author), 2007, Überblick über die Situation der Familien in Schweden aus soziologischer Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132987