Viele Universitäten implementieren E-learning für verschiedene Zwecke. Besonders für Fernuniversitäten ist es wichtig, Technologie für die Kommunikation mit Studierenden zu nutzen, sowie Ressourcen und Lernmöglichkeiten bereitzustellen. Moodle ist eine beliebte Open Source Lernplattform im E-learning und ist in Institutionen der höheren Bildung weit verbreitet. Das Ziel dieser Untersuchung ist es, die Faktoren zu überprüfen, die die Intention Moodle für das Lernen an der Fernuniversität in Hagen zu adaptieren, beeinflussen.
57 Studierende haben einen Fragebogen beantwortet, der Fragen zu dem demografischen Profil und zu der Akzeptanz von Moodle beinhaltet hat. Die Fragen über die Akzeptanz von Moodle basierten auf dem Technologie-Akzeptanz-Modell und haben Konstrukte, wie den wahrgenommenen Nutzen, die wahrgenommene Bedienerfreundlichkeit, die Einstellung und die Intention Moodle zu nutzen gemessen. Zusätzlich hat der Fragebogen zwei externe Variablen, die Technologie-Komplexität und die Selbstwirksamkeit, beinhaltet.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Die Akzeptanz von Moodle
2.1 Die Technologiekomplexität
2.2 Die Selbstwirksamkeit
2.3 Das TAM
2.4 Der Forschungsstand
3 Die Methode
3.1 Die Teilnehmenden
3.2 Ablauf
3.3 Instrumente
3.4 Reliabilitätsanalyse
3.4.1 Wahrgenommene Nützlichkeit
3.4.2 Wahrgenommene Bedienerfreundlichkeit
3.4.3 Einstellung
3.4.4 Technologie‐Komplexität
3.4.5 Selbstwirksamkeit
3.4.6 Intention der Nutzung
3.5 Fragebogen
4 Ergebnisse
4.1 Beschreibung der Ergebnisse
4.2 Interpretation der Ergebnisse
5 Fazit
5.1 Schlussfolgerung
5.2 Limitation
5.3 Empfehlung für die zukünftige Forschung
6 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Akzeptanz der Open-Source-Lernplattform Moodle bei Studierenden der FernUniversität in Hagen, um zu verstehen, welche Faktoren die Nutzungsintention in der Hochschullehre beeinflussen.
- Anwendung des Technologie-Akzeptanz-Modells (TAM) im akademischen Kontext.
- Analyse des Einflusses von Technologiekomplexität und Selbstwirksamkeit auf die Plattformakzeptanz.
- Erfassung von Nutzerwahrnehmungen hinsichtlich Nützlichkeit und Bedienerfreundlichkeit.
- Identifikation signifikanter Zusammenhänge zwischen Einstellungsmerkmalen und der Intention zur Moodle-Nutzung.
- Quantitative Auswertung mittels Online-Fragebogen bei Studierenden der Fakultät Kultur- und Sozialwissenschaften.
Auszug aus dem Buch
2.1 Die Technologiekomplexität
Komplexität ist gegeben, wenn ein System viele verschiedene Komponenten hat, die auf unterschiedliche Art und Weise miteinander interagieren. Das Verhalten eines komplexen Systems kann nicht eindeutig erklärt werden, obwohl Informationen über die einzelnen Komponenten und deren Wechselwirkungen vorliegen (Johnson, 2001, S. 19). Laut Rogers and Shoemaker (1971, S. 154) wird die Komplexität als der Grad definiert, in dem eine Innovation als relativ schwierig zu verstehen und zu verwenden ist. Tornatzky und Kline (1982, S. 36) stellen fest, dass Komplexität mit der Adaption und Umsetzung von Innovationen negativ korreliert.
Moodle ist eine Lernplattform, die durch zahlreiche Komponenten sehr komplex aufgebaut ist. Diese Komplexität kann sich negativ auf die wahrgenommene Bedienerfreundlichkeit auswirken. Deswegen wird folgende Hypothese formuliert:
Hypothese 1
Die wahrgenommene Komplexität der Technologie (Moodle) hat einen negativen Effekt auf die wahrgenommene Bedienerfreundlichkeit (TCPEU).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Moodle an der FernUniversität in Hagen heraus, definiert die Forschungsfrage bezüglich der Studierendenakzeptanz im Studiengang eEducation und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2 Die Akzeptanz von Moodle: Das Kapitel erläutert theoretische Grundlagen wie das Technologie-Akzeptanz-Modell (TAM), die Rolle der Technologiekomplexität sowie die Selbstwirksamkeit und leitet die sieben zentralen Forschungshypothesen ab.
3 Die Methode: Hier werden das Forschungsdesign, die Zusammensetzung der Stichprobe (57 Studierende), die Online-Fragebogenerstellung sowie die statistischen Verfahren zur Reliabilitätsanalyse detailliert dargelegt.
4 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptive Statistik der erhobenen Daten, korreliert die Variablen miteinander und weist statistisch nach, dass alle sieben aufgestellten Hypothesen bestätigt wurden.
5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, reflektiert methodische Grenzen der Studie und gibt Empfehlungen für weiterführende wissenschaftliche Untersuchungen zu diesem Themenkomplex.
6 Zusammenfassung: Diese abschließende Zusammenfassung resümiert die Relevanz von E-Learning im Hochschulwesen und die Wichtigkeit der technologischen sowie didaktischen Gestaltung für eine erfolgreiche Plattformakzeptanz von Moodle.
Schlüsselwörter
Moodle, Akzeptanz, E-Learning, Technologie-Akzeptanz-Modell, TAM, Fernstudium, Technologiekomplexität, Selbstwirksamkeit, EdTech, Hochschullehre, Studierende, Quantitative Forschung, Bedienerfreundlichkeit, Nutzungsintention, Medienkompetenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Akzeptanz der Lernplattform Moodle im Rahmen eines E-Education-Studiengangs an der FernUniversität in Hagen.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themenfelder sind die technologische Akzeptanzforschung, die Auswirkungen von Systemkomplexität auf die Anwender sowie der Einfluss psychologischer Faktoren wie die Selbstwirksamkeit auf die Nutzung von Bildungstechnologien.
Was ist das primäre Ziel oder die Kernforschungsfrage?
Das Hauptziel ist es aufzuklären, inwieweit Studierende des Masterstudiengangs "Bildung und Medien: eEducation" Moodle akzeptieren und durch welche Faktoren diese Akzeptanz beeinflusst wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Es wurde ein quantitatives Forschungsdesign gewählt, bei dem 57 Teilnehmende mittels einer Online-Umfrage (basierend auf der Likert-Skala) befragt und die gewonnenen Daten anschließend mittels SPSS analysiert wurden.
Was wird im Hauptteil des Dokuments behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst das Theoriekonstrukt rund um das TAM vorgestellt und das methodische Vorgehen beschrieben; anschließend erfolgt die statistische Auswertung und Interpretation der aus dem Fragebogen gewonnenen Ergebnisse.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Die Schlüsselbegriffe umfassen E-Learning, das Technologie-Akzeptanz-Modell, Moodle, Akzeptanzfaktoren, Technologiekomplexität und die Selbstwirksamkeit der Studierenden.
Warum wurde die "Computerangst" nicht weiter in die Analyse einbezogen?
Die Variable der Computerangst wurde nach einem Prätest wieder verworfen, da für Studierende in einem E-Education-Studiengang eine grundsätzliche Medienkompetenz als Voraussetzung vorausgesetzt werden muss.
Welchen Einfluss hat die Komplexität der Technologie auf die Nutzung von Moodle?
Die Untersuchung zeigt, dass eine hohe wahrgenommene Technologiekomplexität einen signifikant negativen Effekt auf die wahrgenommene Bedienerfreundlichkeit ausübt, was wiederum die Akzeptanz beeinflussen kann.
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- Anonym (Author), 2019, Die Akzeptanz der Open Source Lernplattform Moodle in der Hochschullehre, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1330266