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Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB) zur Verringerung der Bildungsungleichheit. Analyse aus der Perspektive von Pierre Bourdieu

Title: Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB) zur Verringerung der Bildungsungleichheit. Analyse aus der Perspektive von Pierre Bourdieu

Term Paper , 2020 , 28 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Anonym (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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Summary Excerpt Details

Im Rahmen dieser Arbeit soll das Fachkonzept zur berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (BvB) der Bundesagentur für Arbeit aus der Perspektive von Pierre Bourdieu analysiert werden. Den Chancen und Grenzen der BvB wurde bisher wenig Aufmerksamkeit aus der soziologischen Perspektive gewidmet. Vor allem Bourdieus Theorie zur Reproduktion von Bildungsungleichheit eignet sich, um unsichtbare Fallstricke in solchen Bildungskonzepten aufzudecken. Die zentrale Forschungsfrage, die im Rahmen dieser Arbeit beantwortet werden soll, ist „Inwieweit wird die Bildungsungleichheit bei jungen Menschen durch berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB) der Bundesagentur für Arbeit reduziert oder sogar reproduziert?“. Zu diesem Zweck wird das aktuelle Fachkonzept der BvB mithilfe von Bourdieus Theorien zum Kapital, sozialen Raum und Habitus untersucht. Aus der Zusammensetzung dieser Theorien kann anschließend die Reproduktion der Bildungsungleichheit abgeleitet werden.

Für Jugendliche und junge Erwachsene ist der Übergang von der Schule in das Berufsleben ein entscheidender Punkt im Lebenslauf und beeinflusst auch die anderen Lebensbereiche sowie den weiteren Verlauf der Biografie. Diese Übergänge gestalten sich vor allem für Jugendliche und junge Erwachsene, die die Schule nicht erfolgreich absolviert haben und dementsprechend eine niedrige Schulbildung vorweisen, als schwierig. Die individuelle Gestaltung der Übergänge in eine berufliche Ausbildung, sowie die damit verbundenen strukturellen Bedingungen stellen Hürden für junge Menschen dar. Die Bundesagentur für Arbeit hat eine Vielzahl von Bildungsmaßnahmen gestaltet, um junge Menschen und Betriebe in Übergangsphasen zu unterstützen und Hürden abzubauen. Einer dieser Bildungsmaßnahmen ist die berufsbegleitende Bildungsmaßnahme (BvB), die förderungsbedürftige junge Menschen auf ihrem Weg in eine Berufsausbildung begleitet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung

1.3 Aufbau der Arbeit

2 Theorien nach Pierre Bourdieu

2.1 Begriffsdefinitionen zu Klasse, Schicht und Milieu

2.2 Der Hintergrund zu Pierre Bourdieus Arbeiten

2.3 Die Kapitaltheorie

2.3.1 Das kulturelle Kapital

2.3.2 Das soziale Kapital

2.4 Der soziale Raum

2.5 Die Habitustheorie

2.6 Reproduktion der Bildungsungleichheit

3 Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB)

3.1 Die Bildungs- und Kompetenzbegriffe

3.2 Ergebnisse der Forschung

3.3 Das Fachkonzept

3.3.1 Zielsetzung

3.3.2 Zielgruppe

3.3.3 Eckpunkte und Durchführung

4 Analyse der BvB aus der Perspektive von Pierre Bourdieu

5 Kritische Betrachtung und Diskussion

6 Fazit und Ausblick

6.1 Schlussfolgerungen

6.2 Limitationen

6.3 Zukünftige Forschung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Fachkonzept der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (BvB) der Bundesagentur für Arbeit aus soziologischer Perspektive. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob diese Maßnahmen zur Reduktion oder Reproduktion von Bildungsungleichheit bei jungen Menschen beitragen, wobei insbesondere die Theorien von Pierre Bourdieu Anwendung finden.

  • Analyse des Konzepts der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (BvB)
  • Anwendung der Kapitaltheorie, des Sozialraummodells und der Habitustheorie von Pierre Bourdieu
  • Diskussion über Bildungsungleichheit und Selektionsmechanismen
  • Untersuchung von Integrationserfolgen und Hürden am Übergang Schule-Beruf
  • Vergleich zwischen individueller Förderung und strukturellen Bedingungen

Auszug aus dem Buch

Die Kapitaltheorie

Pierre Bourdieu unterscheidet im Wesentlichen vier Kapitalarten: 1) das ökonomische Kapital lässt sich in Geld konvertieren und bezieht sich auf Erbschaften, materielle Güter und Produktionsmittel; 2) das kulturelle Kapital bezieht sich auf die intellektuelle Bildung, die innerhalb der Familie vermittelt wird und im Anschluss im Schulsystem durch schulische Titel institutionalisiert wird; 3) das soziale Kapital bezieht sich auf soziale Verpflichtungen und Beziehung; 4) das symbolische Kapital bezieht sich hingegen auf das Ansehen, welches abhängig ist vom Besitz einer jeweiligen Kapitalsorte (Jurt, 2012, S. 24). Im Rahmen dieser Arbeit wird vor allem auf das kulturelle und soziale Kapital Bezug genommen, da diese zur Beantwortung der Forschungsfrage beitragen. Auf das symbolische Kapital, das sich aus den anderen Kapitalarten zusammensetzt, wird nicht eingegangen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Problemstellung des berufsbiografischen Übergangs und Darlegung der zentralen Forschungsfrage inklusive Aufbau der Arbeit.

2 Theorien nach Pierre Bourdieu: Detaillierte Darstellung der soziologischen Kernbegriffe von Bourdieu, insbesondere Kapitaltheorie, sozialer Raum und die Habitustheorie.

3 Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB): Überblick über Bildungs- und Kompetenzbegriffe sowie Vorstellung des Fachkonzepts, der Zielgruppen und der praktischen Umsetzung der Maßnahmen.

4 Analyse der BvB aus der Perspektive von Pierre Bourdieu: Anwendung der Bourdieuschen Theorien auf das BvB-Konzept zur Beantwortung der Frage nach der Bildungsungleichheit.

5 Kritische Betrachtung und Diskussion: Reflexion der Analyseergebnisse und Einordnung in aktuelle forschungspraktische Kontexte des Übergangssektors.

6 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage sowie Identifikation von Limitationen und zukünftigen Forschungsfeldern.

Schlüsselwörter

Bildungsungleichheit, Pierre Bourdieu, Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, BvB, Kapitaltheorie, Habitus, sozialer Raum, Übergang Schule-Beruf, Bildungssoziologie, berufliche Integration, Schlüsselkompetenzen, Bildungsbenachteiligung, Reproduktion, Fachkonzept, Bundesagentur für Arbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Fachkonzept der berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (BvB) der Bundesagentur für Arbeit hinsichtlich ihrer Rolle bei der Entstehung oder Reduktion von Bildungsungleichheit.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Publikation?

Die zentralen Themen sind die soziologischen Konzepte von Pierre Bourdieu (Kapital, Habitus, sozialer Raum), das deutsche Übergangssystem Schule-Beruf und die spezifische Ausgestaltung der BvB.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: „Inwieweit wird die Bildungsungleichheit bei jungen Menschen durch berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB) der Bundesagentur für Arbeit reduziert oder sogar reproduziert?“

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es wird eine theoretische Analyse angewandt, bei der das Fachkonzept der Bundesagentur für Arbeit mit den soziologischen Kategorien von Pierre Bourdieu in Beziehung gesetzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst sowohl die theoretische Fundierung durch Bourdieu als auch die konkrete Anwendung dieser Begriffe auf das Fachkonzept der BvB (Zielsetzung, Durchführung und Zielgruppe).

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Bourdieus Kapitaltheorie, der soziale Raum, der Habitusbegriff der Teilnehmenden und die institutionellen Förderkriterien der Bundesagentur für Arbeit.

Inwiefern beeinflusst das „Sozialkapital“ den Erfolg der BvB laut der Arbeit?

Sozialkapital, insbesondere durch Kooperationen mit Betrieben, wird als entscheidender Hebel identifiziert, da die Integration in eine Ausbildung am wahrscheinlichsten über einen Praktikumsbetrieb gelingt.

Warum wird der Habitusbegriff laut dem Autor im BvB-Fachkonzept nicht direkt adressiert?

Das Fachkonzept fokussiert stattdessen stärker auf „Schlüsselkompetenzen“, die der Autor als im Gegensatz zum Habitus kontextunabhängiger und leichter übertragbar charakterisiert.

Welches Fazit zieht die Untersuchung in Bezug auf die Bildungsungleichheit?

Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass durch den regulären Besuch einer BvB Bildungsungleichheit reduziert werden kann, da die Maßnahme versucht, individuelle Förderung unabhängig von der primären familiären Sozialisation zu leisten.

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Details

Title
Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB) zur Verringerung der Bildungsungleichheit. Analyse aus der Perspektive von Pierre Bourdieu
College
University of Hagen
Grade
2,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
28
Catalog Number
V1330271
ISBN (PDF)
9783346823472
ISBN (Book)
9783346823489
Language
German
Tags
Pierre Bourdieu Bildungsmaßnahmen Arbeitsagentur BvB Bildungsungleichheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB) zur Verringerung der Bildungsungleichheit. Analyse aus der Perspektive von Pierre Bourdieu, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1330271
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