Inwiefern ist die deutsche Kolonialpolitik in Afrika noch heute in der Geschichtskultur vertreten? In dieser Arbeit werden zunächst der Begriff der Geschichtskultur sowie der ebenfalls aus der Geschichtsdidaktik stammenden Ausdruck Geschichtsbewusstsein definiert. Danach wird der Kolonial-Begriff beleuchtet. Dabei wird auf den Imperialismus als auch auf den Kolonialismus und dessen Formen eingegangen. Anschließend wird die Geschichte der deutschen Kolonialzeit systematisiert, hierbei wird auf die Vorgeschichte der deutschen Kolonialpolitik als auch auf die Kongokonferenz eingegangen. Im Anschluss daran werden die deutschen Kolonien in Afrika als auch das Verhalten der deutschen Kolonialherren in den vorherein beschriebenen Kolonien erläutert. Daraufhin wird der Dekolonisierungsausdruck aufgezeigt. Zum Schluss dieser Arbeit wird der zu Beginn genannte Begriff Geschichtskultur mit Hilfe der kolonialen Amnesie wiederholt beleucht. Hierbei wird besonders auf die Veränderung der Geschichtskultur im Laufe der Zeit eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. DEFINITION GESCHICHTSKULTUR
3. DEFINITION GESCHICHTSSBEWUSSTSEIN
4. DER KOLONIALISMUS
4.1 Definition Imperialismus
4.2 Definition Kolonialismus
4.2.1 Beherrschungskolonien
4.2.2 Stützpunktkolonien
4.2.3 Siedlungskolonien
4.2.3.1 Nordamerikanische Typ
4.2.3.2 Afrikanischer Typ
4.2.3.3 Karibischen Typ
5. DIE GESCHICHTE DER DEUTSCHEN KOLONIALZEIT
5.1 Die Vorgeschichte der deutschen Kolonialzeit
5.2 Die Kongokonferenz
5.3 Die Deutschen Kolonien in Afrika
5.3.1 Togo Land
5.3.2 Kamerun
5.3.3 Deutsch-Südwestafrika ( heutiges Namibia )
5.3.4 Deutsch-Ostafrika ( heutiges Tansania )
5.4 Deutscher Kolonialismus
5.5 Dekolonisierung
6. DIE GESCHICHTSKULTUR UND DIE KOLONIALE AMNESIE
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die deutsche Kolonialpolitik in Afrika und analysiert, inwiefern diese in der heutigen Geschichtskultur präsent ist. Dabei wird der Fokus auf die historische Aufarbeitung und das fortbestehende Erbe in der deutschen Erinnerungslandschaft gelegt.
- Grundlagen der Geschichtskultur und des Geschichtsbewusstseins
- Differenzierung von Imperialismus und verschiedenen Formen des Kolonialismus
- Historischer Verlauf der deutschen Kolonialgeschichte in Afrika
- Analyse der sogenannten "kolonialen Amnesie" in Deutschland
Auszug aus dem Buch
Die Geschichte der deutschen Kolonialzeit
Das Deutsche Reich galt schon je her als Nachzügler im Kampf um Kolonien. Zugegeben es hatten sich schon verschiedene deutsche Territorialherrscher die Aufgabe gestellt eigene Handelskolonien zu erringen. Den Drang den Kolonialbesitz zu erweitern hatten viele europäische Staaten, das deutsche Reich begründete ihr Vorhaben dadurch, dass sie dort Absatzmärkte für deutsch- produzierte Produkte schaffen wollten. Der durch den Industrieboom hervorgerufene Wohlstand eröffnete auch der einheimischen Bevölkerung die Möglichkeit, sich in den neu gewonnenen Kolonien eine neue Existenz aufzubauen und exotische Rohstoffe für die lokale Wirtschaft zu beschaffen. Auch geostrategische Interessen spielten eine Rolle. Unter dem Vorwand den Indigenen den christlichen Glauben näher bringen zu wollen, wurden Unterjochungskriege geführt. Hierbei wurde die einheimische Bevölkerung unterworfen und für die Ausbeutung vorbereitet und dabei die Kulturen und die Religionen der Indigenen zerstört.
Kapitelzusammenfassung
EINLEITUNG: Die Arbeit erläutert die Grundbegriffe und den geplanten Aufbau zur Untersuchung der deutschen Kolonialgeschichte.
DEFINITION GESCHICHTSKULTUR: Hier wird der fachdidaktische Begriff der Geschichtskultur definiert und auf das Geschichtsbewusstsein der Gesellschaft bezogen.
DEFINITION GESCHICHTSSBEWUSSTSEIN: Dieses Kapitel erläutert das Geschichtsbewusstsein als individuellen psychischen Verarbeitungsmodus historischer Informationen.
DER KOLONIALISMUS: Dieses Kapitel definiert Imperialismus und Kolonialismus und klassifiziert verschiedene Herrschaftsformen und Siedlungstypen.
DIE GESCHICHTE DER DEUTSCHEN KOLONIALZEIT: Behandelt die historische Vorgeschichte, die Kongokonferenz und spezifische deutsche Kolonien in Afrika sowie den Prozess der Dekolonisierung.
DIE GESCHICHTSKULTUR UND DIE KOLONIALE AMNESIE: Reflektiert das verdrängte Wissen um die koloniale Vergangenheit in Deutschland und den modernen Wandel der Erinnerungskultur.
Schlüsselwörter
Geschichtskultur, Kolonialismus, Imperialismus, Deutsche Kolonialgeschichte, Kongokonferenz, Dekolonisierung, Koloniale Amnesie, Geschichtsbewusstsein, Namibia, Tansania, Togo, Kamerun, Erinnerungskultur, Unterjochung, Herrschaftsbeziehung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der deutschen Kolonialgeschichte in Afrika und der Frage, wie diese Vergangenheit in der heutigen deutschen Gesellschaft erinnert wird.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen die Definition historischer Fachbegriffe, die verschiedenen Formen des Kolonialismus sowie die Fallbeispiele der deutschen Kolonien und deren spätere Dekolonisierung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es zu analysieren, inwiefern die deutsche Kolonialpolitik in der zeitgenössischen Geschichtskultur präsent ist oder durch eine koloniale Amnesie verdrängt wurde.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse von geschichtswissenschaftlichen und geschichtsdidaktischen Begriffen sowie die historische Aufarbeitung von Ereignissen der Kolonialzeit.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden Begrifflichkeiten geklärt, die deutsche Kolonialpolitik in unterschiedlichen afrikanischen Regionen historisch beleuchtet und der Prozess der Dekolonisierung beschrieben.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Die zentralen Begriffe sind Geschichtskultur, Kolonialismus, Koloniale Amnesie und die historische Auseinandersetzung mit deutschen Kolonien wie Namibia oder Tansania.
Was genau versteht die Autorin unter kolonialer Amnesie?
Der Begriff beschreibt das jahrzehntelange Verdrängen des Wissens und Bewusstseins über die Existenz deutscher Kolonialherrschaft, bedingt durch historische Ereignisse wie den Ersten Weltkrieg und die Konzentration auf die Zeit des Nationalsozialismus.
Welche Rolle spielt die Kongokonferenz bei der deutschen Kolonialnahme?
Die Kongokonferenz wird als zentrales Ereignis dargestellt, bei dem die europäischen Mächte inklusive des Deutschen Reiches die Aufteilung Afrikas untereinander verhandelten und regelten.
Wie unterschieden sich Beherrschungs- von Siedlungskolonien?
Beherrschungskolonien dienten primär der systematischen wirtschaftlichen Ausbeutung, während Siedlungskolonien durch eine dauerhafte Ansiedlung von Europäern und ein unterschiedliches Verhältnis zur indigenen Bevölkerung geprägt waren.
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- Yuma Lösch (Author), Deutsche Kolonialpolitik in Afrika. Inwiefern ist sie noch heute in der Geschichtskultur vertreten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1330972