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Demokratie in einer Islamischen Republik am Beispiel Iran

Titel: Demokratie in einer Islamischen Republik am Beispiel Iran

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2022 , 20 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Alena Vila (Autor:in)

Politik - Politische Systeme allgemein und im Vergleich
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In dieser Seminararbeit wird am Beispiel Iran neutral beurteilt, inwieweit eine Islamische Republik demokratisch sein kann. Im Besonderen greift diese Arbeit das Problem auf, wie das Volk in solch einer Regierung mitbestimmen und eingreifen kann. Zu diesem Ergebnis wird gekommen, indem zuallererst über die Islamische Revolution aufgeklärt wird. Was motivierte die Bevölkerung dazu? Was waren ihre Ziele? Danach wird die Demokratie im Islam im Allgemeinen betrachtet, um im Anschluss diese Zwischenergebnisse mit der Gesetzgebung der Islamischen Republik Iran zu vergleichen. Der letzte Aspekt, der in dieser Seminararbeit behandelt wird, ist die Schattenseite des Iran, in Bezug auf heute und warum es so kam. Woran lag es? Was hatte es mit der Hoffnung der Iraner auf einen Neuanfang auf sich, die am Ende betrogen und belogen wurden?

1979 – die Islamische Revolution in Iran. Ein Ereignis, das für viele Iraner Hoffnung auf einen Neuanfang bedeutete. Eine neue Regierungsform, die Islamische Republik, mit demokratischen und theokratischen Elementen. So bezeichnet sich Iran selbst. Doch Islam und Demokratie? Diese Zusammenstellung wird meist mit Kritik aufgenommen. Auch wenn man Irans praktische Politik betrachtet, ist diese weit von einer Demokratie entfernt. Journalisten/-innen, Regierungskritiker/innen, Menschenrechtsverteidiger/innen und Aktivisten/-innen werden zu Unrecht festgenommen, erleben Folter und Misshandlung im Gefängnis.

Die Meinungs-, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit wird von Behörden stark eingeschränkt und ist so gut wie gar nicht vorhanden. Frauen erleben heute noch viel Unterdrückung und Diskriminierung in Iran. Und auch Maßnahmen wie friedliche Proteste oder medienbezogene Aufmerksamkeit werden sofort gestoppt und blockiert. Liegt das aber wirklich an der religionsgebundenen Politik? Wenn man das heilige Buch des Islams, den Koran, begutachtet, lassen sich sehr wohl demokratische Prinzipien finden. Diese werden jedoch meist zum eigenen Nutzen missbraucht und falsch interpretiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Fachlicher Teil

1. Problemstellung

2. Die Islamische Revolution

2.1. Der Weg zur Revolution

2.2. Die iranische Freiheitsbewegung

2.3. Die Islamische Republik

3. Demokratie im Islam

3.1. Die Lehre des Propheten

3.2. Die Verfassung der Islamischen Republik Iran

4. Die Schattenseite der Islamischen Republik Iran

4.1. Islamische Republik – die falsche Bezeichnung für Iran

4.2. Menschenrechte in Iran

4.3. Mitbestimmung durch das Volk

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht kritisch, ob und inwieweit eine als theokratisch geprägte „Islamische Republik“ demokratische Elemente integrieren und eine echte Mitbestimmung der Bürger gewährleisten kann, wobei der Iran als zentrales Fallbeispiel dient.

  • Historische Analyse der Islamischen Revolution von 1979
  • Gegenüberstellung von islamischen Lehren und demokratischen Prinzipien
  • Strukturanalyse der Verfassung der Islamischen Republik Iran
  • Evaluation der Menschenrechtslage und politischer Freiheiten
  • Untersuchung der politischen Partizipationsmöglichkeiten des Volkes

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Lehre des Propheten

Muhammad s.a.w. (SallaAhu aleihi wa salam = Friede sei mit ihm) war der letzte und wichtigste Prophet im Islam. Er galt sowohl als geistliches als auch als weltliches Oberhaupt, der ein Gottesstaat, namens Medina, regierte (vgl. Schweizer 2017: 139). Seine Politik wurde bis ins Detail über Alltagsgesetzte, die Gesetzgebung, das Erbrecht und Wirtschaftsfragen herausgearbeitet (vgl. Schweizer 2017: 139), die als „unmittelbar vom Wort Allahs inspiriert galten“ (Schweizer 2017: 139). Dabei legte er Wert darauf, dass dem Volk nichts vorbehalten wird und sie die Konsequenzen, die dieser Aufbau eines Staates nach seinem Muster mit sich trägt, verstehen und akzeptieren.

Erst dann erklärte er sich bereit, die Regierung in Medina anzutreten (vgl. Yousefi et al. 2018: 44). Im Islam sind die Wahlen ein wichtiges Prinzip, so sprach Imam Ali, der Cousin und Schwiegersohn des Propheten, zu den Gläubigen, dass niemand über sie herrschen darf, den sie nicht selbst durch ihre Stimme bestimmt haben (vgl. Yousefi et al. 2018: 60). Seine Politik wurde aus freiem Willen der Stammesführer akzeptiert und ein Zwangsübertritt zum Islam war nicht im Vertrag vorgesehen (vgl. Yousefi et al. 2018: 44).

Muhammad s.a.w. bewahrte einen außerordentlichen Respekt gegenüber Christen und Juden in Medina, da diese, wie die Muslime, an einen Gott glauben. Man durfte sie nicht aufgrund ihrer Religion unterdrücken oder mit Gewalt zum Islam zwingen (vgl. Schweizer 2017: 137). Im Islam ist diese Toleranz und der Respekt äußerst wichtig, so heißt ein berühmter Leitsatz: „Wenn sie nicht deine Geschwister im Glauben sind, dann sind sie deine Geschwister in der Schöpfung“ (Yousefi et al. 2018: 36) von Imam Ali. Die Christen und Juden schlossen mit den Muslimen einen speziellen Vertrag, in dem sie „das politische System, nicht aber die Mehrheitsreligion akzeptieren“ (Yousefi et al. 2018: 45).

Zusammenfassung der Kapitel

A. Fachlicher Teil: Einführung in die Thematik der Arbeit und Einordnung der Fragestellung.

1. Problemstellung: Vorstellung der Ausgangslage, der Ziele der Arbeit und der kritischen Hinterfragung von Islam und Demokratie am Beispiel des Iran.

2. Die Islamische Revolution: Analyse der Ursachen, des Verlaufs und der Etablierung des neuen politischen Systems nach 1979.

3. Demokratie im Islam: Untersuchung der historischen Lehren des Propheten und der theoretischen Grundlagen der iranischen Verfassung.

4. Die Schattenseite der Islamischen Republik Iran: Kritische Auseinandersetzung mit der Realität der Menschenrechte, politischen Unterdrückung und der Partizipation der Bevölkerung.

5. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Einordnung der Ergebnisse hinsichtlich der Vereinbarkeit von Religion und Demokratie im Iran.

Schlüsselwörter

Iran, Islamische Republik, Demokratie, Islam, Khomeini, Menschenrechte, Mitbestimmung, Revolution, Verfassung, Theokratie, politische Teilhabe, Minderheitenschutz, Staatsführung, Reformer, Konservative.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob das politische System des Irans, das sich als „Islamische Republik“ bezeichnet, mit demokratischen Werten vereinbar ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Geschichte der iranischen Revolution, die theoretische Basis des Islam zu Regierung und Demokratie sowie die aktuelle Menschenrechtslage im Iran.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, neutral zu beurteilen, inwieweit eine religionsgebundene Republik wie der Iran demokratisch sein kann und wie es um die Mitbestimmung der Bürger steht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die Fachliteratur sowie historische Quellen verwendet, um die Diskrepanz zwischen verfassungsrechtlichem Anspruch und politischer Realität darzulegen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Islamische Revolution, die Lehren des Propheten, die iranische Verfassung und die Schattenseiten des Regimes, inklusive der Einschränkungen von Rechten und der Rolle der Opposition.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Iran, Islam, Demokratie, Menschenrechte, Theokratie und politische Teilhabe.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Frau nach der Revolution?

Die Arbeit zeigt auf, dass Frauen zwar anfangs an politischem Einfluss gewannen, jedoch unter dem neuen Regime mit Repressionen und Einschränkungen konfrontiert wurden, dennoch aktiv für ihre Rechte kämpfen.

Welche Rolle spielt der Wächterrat in der iranischen Politik?

Der Wächterrat hat eine entscheidende Kontrollfunktion, da er Kandidaten überprüft und sperrt, was die demokratische Wahlfreiheit der Bürger signifikant einschränkt.

Ist der Iran laut der Arbeit ein Gottesstaat?

Die Arbeit arbeitet heraus, dass das offizielle Narrativ für eine gewählte Republik steht, während die Machtstruktur durch ungleiche Institutionen eher theokratisch geprägt ist.

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Details

Titel
Demokratie in einer Islamischen Republik am Beispiel Iran
Note
1,0
Autor
Alena Vila (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
20
Katalognummer
V1330995
ISBN (PDF)
9783346828415
ISBN (Buch)
9783346828422
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Iran Islam Demokratie Theokratie Religion
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alena Vila (Autor:in), 2022, Demokratie in einer Islamischen Republik am Beispiel Iran, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1330995
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Leseprobe aus  20  Seiten
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