Für die strategische Entwicklung von Unternehmen gewinnen Mergers & Acquisitions zunehmend an Bedeutung, da ein normales Wachstum nicht mehr ausreichend ist. Aufgrund dessen ist die Innovationsfähigkeit von Unternehmen ein essenzieller Aspekt um weiterhin am Markt und im Wettbewerb bestand zu haben. So wurden im Jahr 2018 weltweit Unternehmenstransaktionen mit einem Transaktionsvolumen von insgesamt ca. 3.500 Mrd. USD durchgeführt.
Im Sinne des Sprichwortes „drum prüfe wer sich ewig bindet“ ist es von enormer Relevanz, dass bei einer Unternehmensakquisition die Investitionsentscheidungen einer sorgfältigen Überprüfung unterzogen wird. Im Rahmen der Unternehmensakquisition ist eine gründliche Due Diligence Prüfung daher unumgänglich, da hierdurch Informationsasymmetrien zwischen Verkäufer- und Kaufinteressent bereinigen werden. Umso bedenklicher ist es, dass trotz der Due Diligence Prüfung viele Mergers & Acquisitions scheitern. Aus statistischer Sicht enden zwischen 50 und 70 Prozent der Unternehmensfusionen und -übernahmen mit einem Misserfolg.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen der Unternehmensakquisition sowie der Due Diligence
2.1 Begriff der Unternehmensakquisition
2.1.1 Mergers
2.1.2 Acquisitions
2.2 Phasen der Unternehmensakquisition
2.2.1 Pre-Merger-Phase
2.2.2 Merger Phase
2.2.3 Post-Merger-Phase
2.3 Grundlagen der Due Diligence
2.3.1 Teilbereiche der Due Diligence
2.3.1.1 Financial Due Diligence
2.3.1.2 Legal Due Diligence
2.3.1.3 Tax Due Diligence
3. Ausgestaltung der Cultural Due Diligence
3.1 Grundlagen der Cultural Due Diligence
3.2 Unternehmenskultur
3.2.1 Unternehmen
3.2.2 Kultur
3.2.3 Unternehmenskultur ihre Elemente und Merkmale
3.2.4 Modelle der Unternehmenskultur
3.2.5 Ebenen der Unternehmenskultur
3.2.5.1 Artefakte
3.2.5.2 Werte und Normen
3.2.5.3 Grundannahmen
3.2.6 Funktionen der Unternehmenskultur
3.2.7 Originäre Funktionen
3.2.7.1 Koordinationsfunktion
3.2.7.2 Integrationsfunktion
3.2.7.3 Motivationsfunktion
3.2.8 Derivate Funktionen
3.2.9 Unternehmenskultur und Unternehmenserfolg
3.2.10 Unternehmenskultur bei internationalen Unternehmensakquisitionen
3.3 Cultural Due Diligence
3.3.1 Begriff und Definition
3.3.2 Abgrenzung der Cultural Due Diligence zur Human Resources Due Diligence
3.3.3 Phasen der Cultural Due Diligence
3.3.3.1 Pre - Cultural Due Diligence
3.3.3.2 Main - Cultural Due Diligence
3.3.3.3 Post - Cultural Due Diligence
3.4 Gegenstand der Cultural Due Diligence
3.4.1 Erfassung der Unternehmenskultur
3.4.1.1 Objektivistischer Ansatz
3.4.1.2 Subjektivistischer Ansatz
3.4.1.3 Integrativer Ansatz
3.5 Methoden zur Erhebung der Unternehmenskultur
3.5.1 Quantitative Methoden
3.5.2 Qualitative Methoden
3.6 Internationale Unternehmensakquisition mit Hilfe der Inter - Cultural Due Diligence
3.6.1 Inter-Cultural Due Diligence
3.6.2 Phasen der Inter-Cultural Due Diligence
3.6.2.1 Pre-Inter-Cultural Due Diligence
3.6.2.2 Main-Inter-Cultural Due Diligence
3.6.2.3 Post-Inter-Cultural Due Diligence
3.7 Probleme der Cultural Due Diligence
3.8 Erfolgsfaktor Cultural Due Diligence
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Bachelorarbeit untersucht die Relevanz der Cultural Due Diligence im Rahmen von grenzüberschreitenden Unternehmenskäufen (M&A), um kulturelle Risiken zu identifizieren und die Integration der Organisationen erfolgreich zu gestalten.
- Grundlagen und Definitionen von Mergers & Acquisitions
- Funktionsweise und Teilbereiche des Due-Diligence-Prozesses
- Analyse von Unternehmenskultur als kritischer Erfolgsfaktor
- Methoden zur Erhebung und quantitativen/qualitativen Bewertung von Unternehmenskulturen
- Implementierung der Cultural Due Diligence bei internationalen Transaktionen
Auszug aus dem Buch
3.2.5.1 Artefakte
Die Ebene der Artefakte schlägt sich überwiegend im Verhalten der Organisationsmitglieder nieder und ist haptisch, optisch und akustisch wahrnehmbar. Daraus lässt sich ableiten, dass Artefakte sichtbar sind, aber einer Interpretationsbedürftigkeit unterliegen. Dies ergibt sich daraus, dass sich Artefakte auf der Werte-Ebene befinden. Dadurch kann das Verhalten von Mitarbeitern zwar beobachtet werden, es reicht aber nicht aus, um den kompletten Vorgang zu entschlüsseln. Verfügt der Beobachter über die nötige Kenntnis und Erfahrungen mit der Kultur, so kann er auf Grund der damit einhergehenden Werte und Normen, die Unsicherheit hinsichtlich der Artefakte reduzieren. Das Modell von Schein bietet zudem eine sinnvolle Grundlage für die im Rahmen der Cultural Due Diligence erfolgenden Interviews. Somit ergeben die Artefakte den Ausgangspunkt der weiteren kulturellen Untersuchungen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die hohe Bedeutung strategischer Unternehmenskäufe und das häufige Scheitern von Integrationen aufgrund vernachlässigter kultureller Faktoren.
2. Grundlagen der Unternehmensakquisition sowie der Due Diligence: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Mergers & Acquisitions, beschreibt die Prozessphasen und erläutert die Standard-Due-Diligence-Bereiche.
3. Ausgestaltung der Cultural Due Diligence: Der Hauptteil analysiert Unternehmenskultur als komplexes Konstrukt, definiert die Cultural Due Diligence und vergleicht verschiedene Erhebungsmethoden.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz der Cultural Due Diligence für den Integrationserfolg zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer Ergänzung der klassischen Prüfungen um die kulturelle Dimension.
Schlüsselwörter
Cultural Due Diligence, Unternehmenskultur, Mergers & Acquisitions, M&A, Integrationsmanagement, Unternehmenserfolg, Inter-Cultural Due Diligence, Due Diligence, Unternehmenskulturmodelle, Unternehmensintegration, Kulturanalyse, Post-Merger-Phase, Weiche Faktoren, Organisationsmitglieder, Unternehmenskauf
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit behandelt die Bedeutung und Implementierung der sogenannten Cultural Due Diligence bei Unternehmensakquisitionen, um das Risiko des Scheiterns bei der kulturellen Integration zu verringern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Grundlagen des M&A-Prozesses, die theoretische Fundierung des Kulturbegriffs in Unternehmen sowie praktische Methoden zur Identifikation und Messung kultureller Unterschiede.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine Cultural Due Diligence bereits im Vorfeld eines Unternehmenskaufs kulturelle Faktoren analysiert werden können, um eine erfolgreiche Integration sicherzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse und der Auswertung bestehender Modelle (wie dem Drei-Ebenen-Modell nach Schein oder dem Eisbergmodell nach Sackmann), um die theoretischen Aspekte der Kulturanalyse abzuleiten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Kulturbegriffs, die Erläuterung der verschiedenen Due-Diligence-Teilbereiche sowie die Darstellung quantitativer und qualitativer Analyseinstrumente.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Cultural Due Diligence, Unternehmenskultur, Integrationsmanagement und M&A-Erfolgsfaktoren geprägt.
Warum spielt die Unternehmenskultur im M&A-Prozess so eine große Rolle?
Statistiken zeigen, dass ein Großteil der Unternehmensfusionen aufgrund von Differenzen in den Unternehmenskulturen und daraus resultierenden Integrationsproblemen scheitert, weshalb die "weichen Faktoren" heute als kritisch wahrgenommen werden.
Was unterscheidet die "Inter-Cultural Due Diligence" von der "Cultural Due Diligence"?
Die Inter-Cultural Due Diligence ist eine spezifische Erweiterung der Cultural Due Diligence für internationale Transaktionen, bei der zusätzlich länder- und branchenspezifische kulturelle Unterschiede berücksichtigt werden müssen.
- Arbeit zitieren
- Luis Alex (Autor:in), 2022, Anforderungen an die Cultural Due Diligence im Rahmen von internationalen Unternehmensakquisitionen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1331045