Das australische Bildungswesen kann von der Vorschule, über die Primar- und Sekundarstufe bis hin zur universitären Ausbildung unter dem Gesichtspunkt des Wirtschaftsfaktors betrachtet werden. Diese Sichtweise beschränkt das System nicht etwa auf einen mehr oder weniger marginalen Bestandteil, der eine Komponente jedes Bildungssystems ist, sondern beschreibt eine, wenn nicht die zentrale Charakteristik des Bildungsapparats in Down Under. Das hier verschriftlichte Referat zeigt, in welchem Maß Bildung in Australien mit Finanzkraft in Verbindung steht; seien es die hohen Summen, die Eltern für frühkindliche Tagesbetreuung, Vorschulen oder Privatschulen der Sekundarstufen aufwenden müssen, oder sei es Bildung als drittgrößtes Importgut, welches jährlich 14-16 Milliarden australischer Dollar ausländischer Studenten nach Australien fließen lässt.
Der Aufbau der Arbeit folgt grob der Bildungslaufbahn eines australischen Kindes. Sie begleitet das Kind zunächst durch Vorschule und Grundschule, gibt einen Abriss über die Struktur des Schulwesens und erörtert die aufwendige Finanzierung dieses Systems. Darauf folgt eine Untersuchung der schulischen Leistungen der Schüler mit Migrationshintergrund in den Sekundarstufen, die anhand der PISA-Studie von 2003 vorgestellt und diskutiert wird. Der letzte Teil der Arbeit legt den Fokus auf „Bildung als Wirtschaftsfaktor“ und stellt im Zuge dessen die australische Anwerbepolitik ausländischer Studenten und im Besonderen das Ranke-Heinemann Institut vor.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Die Struktur des australischen Bildungswesens
- 2.1 Die Entwicklung des Bildungswesens
- 2.2 Die Struktur des aktuellen Bildungssystems
- 2.3 Die Finanzierung des Bildungswesens
- 3. Schüler mit Migrationshintergrund im australischen Bildungssystem
- 3.1 Integration und Spracherwerb
- 3.2 Die PISA-Studie 2003
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieses Referat beleuchtet das australische Bildungswesen unter dem Aspekt des Wirtschaftsfaktors. Es zeigt auf, wie Bildung in Australien mit Finanzkraft verknüpft ist, sowohl auf der Ebene der Familien als auch auf der Ebene der staatlichen und privaten Finanzierung. Das Referat verfolgt dabei die Bildungslaufbahn eines australischen Kindes von der Vorschule bis zur Sekundarstufe und untersucht die Leistungen von Schülern mit Migrationshintergrund anhand der PISA-Studie von 2003.
- Bildung als Wirtschaftsfaktor in Australien
- Die Struktur des australischen Bildungssystems
- Finanzierung des Bildungswesens in Australien
- Integration von Migranten und Spracherwerb
- Leistungen von Schülern mit Migrationshintergrund
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung
Die Einleitung stellt das australische Bildungswesen als ein System dar, das stark vom Wirtschaftsfaktor geprägt ist. Sie verdeutlicht die hohe Bedeutung von Bildung in Australien, sowohl für die Familien als auch für die nationale Wirtschaft.
2. Die Struktur des australischen Bildungswesens
Dieses Kapitel beschreibt die Entwicklung des australischen Bildungswesens von seinen Anfängen bis zur heutigen Struktur. Es beleuchtet die Rolle der anglikanischen Kirche, die Einführung eines staatlichen Schulsystems und den massiven Ausbau des Bildungswesens in den 1960er und 1970er Jahren. Darüber hinaus wird die aktuelle Struktur des Schulsystems, die Finanzierung des Bildungswesens und die Bedeutung von Privatschulen erläutert.
3. Schüler mit Migrationshintergrund im australischen Bildungssystem
Dieses Kapitel untersucht die Integration von Migranten in das australische Bildungssystem. Es beschreibt die Herausforderungen, die mit der Sprachförderung von Schülern mit Migrationshintergrund verbunden sind, und zeigt die Rolle des AMEP (Adult Migrant English Programm) auf. Die Leistungen von Schülern mit Migrationshintergrund im Vergleich zu einheimischen Schülern werden anhand der PISA-Studie von 2003 analysiert.
Schlüsselwörter
Australisches Bildungswesen, Wirtschaftsfaktor, Finanzkraft, Integration von Migranten, Spracherwerb, PISA-Studie, Leistungsunterschiede, Skills Stream, AMEP, frühkindliche Bildung, Sekundarstufe, universitäre Ausbildung.
Häufig gestellte Fragen
Warum wird Bildung in Australien als Wirtschaftsfaktor gesehen?
Bildung ist Australiens drittgrößtes Exportgut und generiert jährlich 14-16 Milliarden Dollar durch ausländische Studenten. Zudem ist das inländische System durch hohe private Finanzierungsanteile geprägt.
Wie ist das australische Schulsystem strukturiert?
Es gliedert sich in Vorschule, Primarstufe (Primary School) und Sekundarstufe (Secondary School), gefolgt von universitärer Ausbildung oder beruflicher Bildung.
Welche Rolle spielen Privatschulen in Australien?
Privatschulen haben eine hohe Bedeutung und werden oft von Eltern bevorzugt, was jedoch mit erheblichen finanziellen Aufwendungen verbunden ist und die soziale Selektion verstärken kann.
Wie schneiden Migrantenkinder im australischen Bildungssystem ab?
Laut PISA-Studie 2003 sind die Leistungen von Schülern mit Migrationshintergrund in Australien vergleichsweise gut, was auf effektive Sprachförderprogramme wie das AMEP zurückgeführt wird.
Was ist das Ranke-Heinemann Institut?
Es ist eine zentrale Einrichtung, die im Rahmen der australischen Anwerbepolitik ausländische Studenten unterstützt und über Studienmöglichkeiten in Australien informiert.
- Arbeit zitieren
- Maida Kreimendahl (Autor:in), 2014, Das Australische Bildungswesen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1331195