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Das Konzept der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

Titel: Das Konzept der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

Hausarbeit , 2021 , 13 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Findet Offene Kinder- und Jugendarbeit heute noch so, wie angedacht, statt und ist dieses Konzept noch zeitgemäß?

In der vorliegenden Hausarbeit beschäftige ich mich mit dem Konzept der Offenen Kinder- und Jugendarbeit und stelle dessen Inhalt vor. Dazu betrachte ich die rechtlichen, inhaltlichen und begrifflichen Grundlagen und die Ziele bzw. Aufgaben der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Im Anschluss daran nehme ich Bezug zur aktuellen Situation und diversen Einschätzungen, um somit Antworten auf die o.g. Fragen zu finden.

Deinet verweist in seinem Artikel „Zukunftsmodell Offene Kinder- und Jugendarbeit“ daraufhin, dass „das alte Konzept der offenen Arbeit, d.h. das Prinzip der Offenheit für alle und jeden, stilisiert im offenen Bereich eines jeden Jugendhauses, in dem sich alle Jugendlichen treffen sollen, schon lange an der Wirklichkeit vorbeigeht (Deinet).“

K. Mollenhauer, C.W. Müller, H. Kentler und H. Giesecke, Autoren der außerschulischen Jugendarbeit, fragten zudem Anfang der 60er Jahre „‚Was ist Jugendarbeit?‘ bzw. L. Böhnisch und R. Münchmeier Mitte der 80er Jahre ‚Wozu Jugendarbeit?‘, so scheint im Zuge fiskalpolitisch motivierter Überlegungen seit Mitte der 90er Jahre ‚Warum überhaupt noch Jugendarbeit?‘ zur alles entscheidenden Frage zu avancieren (Scherr/Thole, 1998 zit. n. Fimpler/Hannen, 2016).“

In meinen Betrachtungen zum Thema Offene Kinder- und Jugendarbeit möchte ich den beiden Aussagen wie auch den Fragen nachgehen und in einem abschließendem Fazit resümieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Konzept der offenen Kinder- und Jugendarbeit

2.1 Rechtliche Grundlagen und Ziele

2.2 Charakteristika und Prinzipien der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

3. Aktuelle Situation und Einschätzung

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Offenen Kinder- und Jugendarbeit unter Berücksichtigung rechtlicher Grundlagen, inhaltlicher Prinzipien und aktueller Herausforderungen, um die Frage nach seiner Zeitgemäßheit und praktischen Umsetzung zu beantworten.

  • Analyse der gesetzlichen Verankerung im SGB VIII und daraus resultierender Ziele.
  • Untersuchung zentraler Arbeitsprinzipien wie Freiwilligkeit, Offenheit und Diskursivität.
  • Auseinandersetzung mit der aktuellen Finanzierungssituation und dem politischen Druck.
  • Reflektion über das Spannungsfeld zwischen einem Bildungsauftrag und einer zweckgebundenen Dienstleistungsfunktion.

Auszug aus dem Buch

2.1 Rechtliche Grundlagen und Ziele

Die Offenen Kinder- und Jugendarbeit hat ihre rechtliche Grundlage im SGB VIII § 11. In Absatz 1 wird festgehalten, dass „Jungen Menschen die zur Förderung ihrer Entwicklung erforderlichen Angebote der Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen sind. Sie sollen an den Interessen junger Menschen anknüpfen und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden, sie zur Selbstbestimmung befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anregen und hinführen.“ Mit der Formulierung „Angebote der Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen“ wird zum einen das Charakteristikum der Freiwilligkeit (auf das unter Punkt 2.2. näher eingegangen wird) deutlich, d.h. den Jugendlichen steht es frei das Angebot zu nutzen oder nicht und zum anderen ist es eine Pflicht Angebote für Jugendliche bereitzustellen.

Gleichzeitig finden sich in im SGB VIII in § 11 Absatz 1 Satz 2 die Ziele der Offenen Kinder- und Jugendarbeit wieder: Kinder und Jugendliche sollen in ihrer Entwicklung zu einer selbstbestimmten sowie eigenverantwortlichen Persönlichkeit gefördert werden, sodass diese durch soziales und gesellschaftliches Engagement zu einer demokratischen Gesellschaft beitragen können. Zudem benennt Sturzenhecker weitere Bildungsmöglichkeiten, die die Offene Kinder- und Jugendarbeit benennt: „Sie ist Lernort für differenzierte Beziehungsformen, Erprobungsraum für geschlechtliche Identität, Ort interkultureller Erfahrungen, Aneignungsort für Kompetenzen, Ort der Erprobung von Verantwortungsübernahme und Ehrenamtlichkeit sowie Ort ästhetischer Selbstinszenierung (Sturzenhecker, 2007: 22)“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt das Thema vor, definiert das Forschungsinteresse an den Grundlagen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit und skizziert die Fragen nach der Aktualität und Qualität des Konzepts.

2. Das Konzept der offenen Kinder- und Jugendarbeit: Hier werden die theoretischen, methodischen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Jugendarbeit dargelegt.

2.1 Rechtliche Grundlagen und Ziele: Dieser Abschnitt erläutert die gesetzliche Verankerung im SGB VIII sowie die pädagogischen Zielsetzungen der Förderung zur Selbstbestimmung.

2.2 Charakteristika und Prinzipien der Offenen Kinder- und Jugendarbeit: Hier werden die Kernaspekte wie Freiwilligkeit, das Kriterium der Offenheit und die Diskursivität als pädagogisches Handlungsprinzip vertieft.

3. Aktuelle Situation und Einschätzung: Dieses Kapitel thematisiert den gesellschaftspolitischen Druck, die Unterfinanzierung und die Instrumentalisierung der Jugendarbeit als bloße Dienstleisterin.

4. Fazit: Das Fazit resümiert den fachlichen Zwiespalt der Träger und plädiert für eine Rückbesinnung auf den Bildungsauftrag der Offenen Kinder- und Jugendarbeit.

Schlüsselwörter

Offene Kinder- und Jugendarbeit, Sozialarbeit, SGB VIII, Freiwilligkeit, Bildungsauftrag, Partizipation, Demokratiebildung, Selbstbestimmung, Jugendarbeit, Finanzierung, Diskursivität, Jugendarbeitspraxis, Jugendhilfe, Subjektorientierung, Politische Bildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Konzept der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, beleuchtet deren rechtliche und methodische Grundlagen und setzt sich kritisch mit der aktuellen Situation sowie dem pädagogischen Selbstverständnis auseinander.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Schwerpunkten gehören das Prinzip der Freiwilligkeit, die gesetzliche Verankerung nach dem SGB VIII, die Bedeutung der Jugendarbeit für demokratische Bildung und die aktuelle finanzielle sowie politische Bedrängnis der Einrichtungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu ergründen, ob das Konzept der Offenen Kinder- und Jugendarbeit angesichts veränderter gesellschaftlicher Rahmenbedingungen und finanzieller Kürzungen noch zeitgemäß ist und in seiner ursprünglichen Intention stattfindet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf der Analyse von Fachliteratur, rechtlichen Bestimmungen (SGB VIII) und ausgewählten wissenschaftlichen Diskursen über aktuelle Herausforderungen in der Sozialen Arbeit basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in rechtliche und inhaltliche Grundlagen sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der heutigen Einordnung der Jugendarbeit in Konkurrenz zu schulischen oder präventiven Angeboten.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Prägende Begriffe sind Freiwilligkeit, Partizipation, Bildungsauftrag, Offene Jugendarbeit und gesellschaftliche Mitverantwortung.

Wie unterscheidet sich die Offene Kinder- und Jugendarbeit von schulischen Angeboten?

Im Gegensatz zur Schule, die durch vorgegebene Lehrpläne strukturiert ist, basiert die Offene Kinder- und Jugendarbeit auf Freiwilligkeit, Selbstbestimmung und der Aneignung von Räumen für eigene Themen.

Welche Gefahr sieht der Autor in der aktuellen Entwicklung?

Der Autor warnt davor, dass die Jugendarbeit als bloße Dienstleisterin oder zur reinen Krisenintervention missbraucht wird, wodurch der Kernauftrag der freien Bildungsarbeit und Partizipation verloren gehen könnte.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Konzept der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
Hochschule
Fachhochschule Potsdam
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
13
Katalognummer
V1331225
ISBN (PDF)
9783346821485
ISBN (Buch)
9783346821492
Sprache
Deutsch
Schlagworte
konzept offenen kinder- jugendarbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Das Konzept der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1331225
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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