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Konjunkturen politischen Engagements - Die 68er-Bewegung in Österreich

Title: Konjunkturen politischen Engagements - Die 68er-Bewegung in Österreich

Seminar Paper , 2000 , 17 Pages , Grade: 2,4

Autor:in: Thomas Zimmerling (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Politische Systeme sind in unterschiedlichem Ausmaß von der Beteiligung der Staatsbürger an politischen Prozessen abhängig. Repräsentative Demokratien sind stärker auf Partizipation ausgerichtet als autoritäre und totalitäre Systeme. Die politischen Systeme Westeuropas verstehen sich als repräsentative Demokratien, die auf Partizipation durch Wahlen, freie Meinungsäußerung, Versammlungsfreiheit, aber auch aktive Mitarbeit in Parteien und Verbänden ausgerichtet sind.
Welches sind nun die Faktoren, die Menschen dazu bewegen, sich politisch zu betätigen oder dies zu unterlassen? Ausgehend vom ökonomischen Erklärungsansatz für menschliches Handeln soll versucht werden, Konjunkturen politischen Engagements anhand eines Modells von Albert O. Hirschman zu erklären. Der Schwerpunkt wird auf dem Wechsel vom privaten ins öffentliche Leben liegen. Am Schluss der Arbeit steht der Versuch einer Anwendung des Modells auf die 68er-Revolution in Österreich.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Konjunkturen politischen Engagements - Die 68er-Bewegung in Österreich

1. Das Konzept des Homo Oeconomicus als Erklärungsmodell für menschliches Handeln

2. Konjunkturen politischen Engagements

2.1. Zur Person von Albert O. Hirschman

2.2. Definition des Begriffspaares privat - öffentlich

2.3. Grundüberlegungen

2.4. Der Begriff der Enttäuschung

2.5. Die Rolle der Enttäuschung

2.6. Vom privaten ins öffentliche Leben

2.7. Mögliche Hindernisse beim Wechsel ins politische Leben

2.8. Gründe für den Rückzug vom politischen ins private Leben

3. Die 68er-Bewegung in Österreich

3.1. Die Hochschulen als Keimzellen der 68er Revolution

3.2. Das Ergebnis der Studentenbewegung

III. Schlussbemerkungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht, unter Rückgriff auf das ökonomische Erklärungsmodell des Homo Oeconomicus und das Modell von Albert O. Hirschman, die Faktoren, die Menschen dazu bewegen, zwischen privatem und öffentlichem Engagement zu wechseln, und wendet diese Theorie exemplarisch auf die österreichische 68er-Bewegung an.

  • Analyse des Modells des Homo Oeconomicus im Kontext politischen Handelns
  • Untersuchung von Albert O. Hirschmans Theorie zu den Konjunkturen politischen Engagements
  • Die Rolle der Enttäuschung als zentrale Triebfeder für den Wechsel zwischen Lebensbereichen
  • Einfluss des Konsumverhaltens und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen auf politische Partizipation
  • Anwendung des theoretischen Modells auf die Entstehung und den Verlauf der 68er-Bewegung in Österreich

Auszug aus dem Buch

2.4. Der Begriff der Enttäuschung

Der Wechsel vom privaten ins öffentliche Leben, oder umgekehrt vom öffentlichen Leben ins private wird durch eine innere Triebfeder des Menschen befördert: Die Enttäuschung. Hirschman dazu: „Handlungen des Konsums, wie ebenso Handlungen politischer Beteiligung, die um ihres erwarteten Befriedigungswertes willen unternommen werden, resultieren auch in Enttäuschung und Frustration.“ Hirschman behauptet nun, dass es im Wesen des Menschen liegt, dass er vollständige Zufriedenheit nie erreicht, weil immer eine Diskrepanz zwischen den Erwartungen und der Realität existiert. Anders formuliert, wird menschliches Tun nie zu vollkommener Zufriedenheit führen. Darin liegt nunmehr auch eine Quelle für Umorientierungen im menschlichen Leben.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz politischer Partizipation ein und stellt den ökonomischen Erklärungsansatz sowie das Modell von Albert O. Hirschman als methodische Grundlage vor.

II. Konjunkturen politischen Engagements - Die 68er-Bewegung in Österreich: Dieses Kapitel erläutert das Konzept des Homo Oeconomicus, Hirschmans Theorie der politischen Zyklen, die Rolle der Enttäuschung sowie die Dynamik zwischen privatem Konsum und öffentlichem Engagement, bevor es die österreichische 68er-Bewegung analysiert.

1. Das Konzept des Homo Oeconomicus als Erklärungsmodell für menschliches Handeln: Hier werden die Grundannahmen rationalen Handelns, Nutzenmaximierung und die Bedeutung von Informationen sowie Handlungsbeschränkungen für das Individuum dargelegt.

2. Konjunkturen politischen Engagements: Dieser Abschnitt widmet sich den theoretischen Grundlagen von Hirschman, der Definition privater und öffentlicher Sphären und der Funktion von Enttäuschung als Motor für den Wechsel zwischen diesen Bereichen.

2.1. Zur Person von Albert O. Hirschman: Eine Würdigung von Hirschmans unkonventioneller Arbeitsweise und seinem sozio-wissenschaftlichen Hintergrund.

2.2. Definition des Begriffspaares privat - öffentlich: Begriffsbestimmung des öffentlichen und privaten Handelns im Sinne der ökonomischen und politischen Theorie.

2.3. Grundüberlegungen: Diskussion, warum politisches Engagement Zyklen unterworfen ist und wie sich materieller Wohlstand auf das Interesse am Gemeinwesen auswirkt.

2.4. Der Begriff der Enttäuschung: Definition von Enttäuschung als unvermeidbare Diskrepanz zwischen Erwartung und Realität.

2.5. Die Rolle der Enttäuschung: Analyse, wie Enttäuschung insbesondere aus dem Konsum als Auslöser für den Wechsel in die politische Sphäre fungiert.

2.6. Vom privaten ins öffentliche Leben: Beschreibung des Mechanismus, wie aus privater Enttäuschung und unter bestimmten Auslösern öffentliches Handeln wird.

2.7. Mögliche Hindernisse beim Wechsel ins politische Leben: Auseinandersetzung mit dem Trittbrettfahrerproblem und subjektiven Kosten-Nutzen-Wahrnehmungen.

2.8. Gründe für den Rückzug vom politischen ins private Leben: Untersuchung, warum Engagement enttäuschen kann und warum Rückzug ins Private erfolgt.

3. Die 68er-Bewegung in Österreich: Anwendung der erarbeiteten Thesen auf die historische Situation der österreichischen Studentenbewegung.

3.1. Die Hochschulen als Keimzellen der 68er Revolution: Analyse der Rolle des konservativen Bildungssystems bei der Entstehung der Studentenbewegung.

3.2. Das Ergebnis der Studentenbewegung: Bewertung der Erfolge der Bewegung in der Kultur- und Gesellschaftspolitik sowie des anschließenden Rückzugs der Aktivisten.

III. Schlussbemerkungen: Zusammenfassende kritische Reflexion des ökonomischen Ansatzes und Würdigung von Hirschmans Beitrag zum Verständnis politischen Engagements.

Schlüsselwörter

Politische Partizipation, Homo Oeconomicus, Albert O. Hirschman, Konjunkturen, politisches Engagement, 68er-Bewegung, Enttäuschung, Konsumgesellschaft, öffentliches Leben, privates Leben, Nutzenmaximierung, Österreich, Studentenbewegung, Partizipationsmöglichkeiten, Rational Choice.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das menschliche Handeln im politischen Kontext unter Verwendung des ökonomischen Modells des Homo Oeconomicus und analysiert insbesondere das Modell von Albert O. Hirschman zu den Zyklen politischen Engagements.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Felder sind die Wechselbeziehung zwischen privatem Konsum und öffentlicher Beteiligung, die Rolle von Enttäuschungen als Triebfeder politischen Handelns sowie die Dynamik zwischen individuellen Entscheidungen und systemischen Rahmenbedingungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, mit Hilfe des Modells von Hirschman zu erklären, warum politisches Engagement von Zeit zu Zeit Hochkonjunktur hat oder abnimmt, und dieses Modell beispielhaft an der österreichischen 68er-Bewegung zu testen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet den ökonomischen Erklärungsansatz menschlichen Handelns sowie theoretische Modelle von Albert O. Hirschman, um historische und politische Phänomene analytisch zu durchdringen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt theoretische Grundlagen rationalen Handelns, die Konjunkturen politischen Engagements, die Rolle der Enttäuschung als Motor für den Wechsel zwischen Lebensbereichen sowie eine spezifische Anwendung dieser Theorien auf die Studentenbewegung von 1968 in Österreich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie politisches Engagement, 68er-Bewegung, Enttäuschung, Homo Oeconomicus und Partizipation charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die österreichische 68er-Bewegung laut der Arbeit von anderen?

Die Arbeit arbeitet heraus, dass die Bewegung in Österreich eher kulturelle und gesellschaftspolitische Veränderungen bewirkte, statt politische Rahmenbedingungen drastisch zu ändern, und betont den Rückzug der Aktivisten ins Private.

Welche Bedeutung kommt der Enttäuschung im Modell von Hirschman zu?

Enttäuschung wird als unvermeidbare Diskrepanz zwischen Erwartung und Realität verstanden, die als notwendige Triebfeder dient, um Menschen aus dem privaten Konsumsektor in das öffentliche politische Leben zu bewegen.

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Details

Title
Konjunkturen politischen Engagements - Die 68er-Bewegung in Österreich
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Seminar: Moderne Politische Theorie
Grade
2,4
Author
Thomas Zimmerling (Author)
Publication Year
2000
Pages
17
Catalog Number
V13314
ISBN (eBook)
9783638190022
Language
German
Tags
Albert O. Hirschman
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Zimmerling (Author), 2000, Konjunkturen politischen Engagements - Die 68er-Bewegung in Österreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13314
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