Glyptothek mit Königsplatz, München

Über deren Entwickung vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart


Referat (Ausarbeitung), 2005

29 Seiten, Note: sehr gut


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 ENTWURF UND BAU DER GLYPTOTHEK (1816-1834)
1.1 Zur Vorgeschichte
1.2 Die Ausführung der Bauarbeiten
1.3 Die Eröffnung der Glyptothek
1.4 Der Assyrische Annex

2 ZERSTÖRUNG UND WIEDERAUFBAU NACH DEM ZWEITEN WELTKRIEG
2.1 Die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges
2.2 Die Rekonstruktion bis 1964
2.3 Die Aegineten und ihre Bedeutung
2.4 Die Rekonstruktion unter Wiedemann

3 DIE GLYPTOTHEK – BAUBESCHREIBUNG (AKTUELLER ZUSTAND)
3.1 Südfassade
3.2 Ost- und Westfassade
3.3 Nordfassade
3.4 Innenhof
3.5 Die ursprüngliche Ausgestaltung der Innenräume
3.6 Äußerer Skulpturenschmuck

4 DER KÖNIGSPLATZ
4.1 Die Münchner Stadtentwicklung
4.2 Das Ensemble am Königsplatz

5 WÜRDIGUNG

Literaturliste

Anhang (Abbildungen 1 bis 9)

1 Entwurf und Bau der Glyptothek (1816-1834)

1.1 Zur Vorgeschichte

1799 stirbt Kurfürst Karl Theodor von Bayern kinderlos, damit endet die bayrische Linie des Hauses Wittelsbach; Erbe und Nachfolger wird Maximilian Joseph von Pfalz-Zweibrücken. Durch enge Bindung an Frankreich erreicht dessen Minister Montgelas die Erhebung Bayerns zum Königreich ab dem 1. Januar 1806.

Nach der Vertreibung der Franzosen wird Kronprinz Ludwig zur treibenden Kraft im Königreich; unter seiner Ägide wandelt sich die Residenzstadt München in eine "königswürdige Kapitale"[1], "deren Monumente den Glanz der Geschichte über den Abkömmling aus einer Wittelsbacher Nebenlinie verbreiten sollten."[2] Zur Sicherung seiner Machtposition setzt er gezielt Kunst und Kultur ein; in einem Erlass nach seiner Thronbesteigung 1826 formuliert er klar, "dass die Historie ein spezifisches Gegengewicht wider revolutionäre Neuerung und wider ungeduldiges Experimen-tieren sei - wer seinen Sinn ernst und würdig auf die Vergangenheit richte, sei nicht zu fürchten in der Gegenwart."[3]

Ludwig orientiert sich dabei an den Plänen des Hofarchitekten Carl von Fischer[4] und des Hofgartenintendanten Friedrich Ludwig von Sckell[5] für die Maxvorstadt als "offenes, durchgrüntes Bebauungssystem mit pavillonartigen Einzelbauten"[6]. Er lehnt jedoch ihre vom französischen Klassizismus geprägten Einzelentwürfe ab, er will eine authentischere griechische Architektur in Anlehnung an das von Johann Jakob Winckelmann[7] geprägte Bild der Antike.

Seit 1805 bereist Ludwig jährlich Italien, er hält sich bevorzugt in Rom auf. Systema-tisch sammelt er antike Skulpturen, wichtigstes Kriterium ist ihm deren historische Authentizität, ganz im Sinne seiner Begeisterung für die griechische Antike. Für seinen römischen Agenten Johann Martin von Wagner formuliert er kurz und knapp die Anweisung: "Wenn nicht vom Parthenon, kaufe ich es nicht."[8] Die Sammlung wächst stetig und Ludwig wünscht sich einen angemessenen Ort, um sie aufzustellen und zu präsentieren.

Seine städtebaulichen Wünsche und Vorstellungen bündelt der Thronfolger 1813 in der Ausschreibung zu einem von ihm initiierten Architekturwettbewerb zur Gestaltung des Königsplatzes, der den glanzvollen Endpunkt der über den Karolinenplatz hinausführenden Briennerstraße bilden soll. Offiziell wird der Wettbewerb von der Königlich-Baierischen Akademie der Künste ausgelobt, die auch das Preisgericht stellt. Allerdings setzt sich Ludwig über die Entscheidung der Jury hinweg, als er nach Monaten den Entwurf Leo Klenzes[9] zur Ausführung bestimmt.

1.2 Die Ausführung der Bauarbeiten

Im Frühjahr 1816 erfolgt die Grundsteinlegung für die Glyptothek, ihre Fertigstellung ist für 1823 geplant, erfolgt jedoch erst 1830. Ursache sind Lieferschwierigkeiten beim Marmor, aufwendigere Ausstattungsarbeiten und die konzeptionellen Ausein-andersetzungen zwischen Ludwig I., dem als Berater fungierenden Martin von Wagner und Leo von Klenze. Diese betreffen vor allem drei Punkte: die Raumabfolge und damit die Konzeption der Ausstellung, die Belichtung und den offenen Säulen-durchgang zum Hof. Es gelingt, Ludwig durch das Angebot zum Bau eines neuen Stadttores - den heutigen Propyläen (siehe dazu im Anhang Abb. 9) - zum Verzicht auf diesen Durchgang zu bewegen. In punkto Raumabfolge stellt die Forderung nach Festsälen ein erhebliches Hindernis dar. Klenze sucht einen Kompromiss; er platziert ein Festappartement, versehen mit einem eigenen Eingangsbereich, im Nordflügel, wo es gleichzeitig als Nahtstelle und Ruhezone zwischen zwei Abteilungen der Sammlung fungiert. Die Lichtführung wird durch die Vorgabe erschwert, die Fassade solle nach außen hin fensterlos bleiben. Schließlich werden hoch liegende Lünetten-fenster zur Hofseite hin realisiert; die Ecksäle im Südflügel erhalten Kuppelgewölbe mit einem Opaion, die Ecksäle im Nordflügel jeweils eine Serliana.

1.3 Die Eröffnung der Glyptothek

Nach Aufstellung der Aegineten[10] im Jahr 1828 erfolgt die erste Eröffnung in Gegen-wart König Ludwigs I. bei nächtlicher Beleuchtung, denn der König legt Wert auf die feierliche Inszenierung seiner Kunstschätze. Ende September 1830 ist die gesamte Innenausstattung fertig gestellt, so dass am 13. Oktober 1830, dem Namenstag von Königin Therese, die offizielle Eröffnung der Gesamtanlage erfolgt, jedoch ohne weitere Feierlichkeiten.[11]

1.4 Der Assyrische Annex

Im Frühjahr 1863 erwirbt Ludwig sieben Keilschriftreliefs, für die nun ein geeigneter Ort innerhalb der Sammlung gefunden werden muss. Zur Wahl stehen ein separater Neubau in unmittelbarer Nachbarschaft des bestehenden Komplexes und ein Anbau im Hof der Glyptothek. Ludwig entscheidet sich für den "Assyrischen Annex", der über einen Verbindungsgang direkt vom Hauptvestibül aus zu erreichen ist und so die Chronologie der Ausstellung nicht sprengt. Klenze beginnt unverzüglich mit den Bauarbeiten, deren Vollendung nach seinem Tod im Januar 1864 Georg von Doll-mann übernimmt.

2 Zerstörung und Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg

2.1 Die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges

1944 wird die Glyptothek durch Spreng- und Brandbomben im Inneren fast völlig zerstört. Die Gewölbe sind eingestürzt oder vom Einsturz gefährdet, der Dachstuhl ist völlig ausgebrannt, lediglich die Außenmauern sind in der Substanz noch erhalten. Von der Stuckierung und der farblichen Ausmalung existieren nur noch Fragmente. Mit ersten Wiederherstellungsmaßnahmen wird 1947 durch das Landesbauamt be-gonnen; diese umfassen vor allem die Außenmauern, die verbliebenen Reste der dekorativen Ausstattung werden entfernt.

2.2 Die Rekonstruktion bis 1964

1953 ist der Rohbau fertig gestellt, ein provisorisches Dach ist aufgebracht. Die Fassade ist mit Ausnahme einiger Bildhauerarbeiten und des nördlichen Portikus wieder hergestellt. Ziel der ersten Rekonstruktionsmaßnahmen ist die vollständige Wiederherstellung nach den Plänen von Klenze, einschließlich Stuckierung, Farbig-keit und Vergoldungen. Darüber kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen; zwei Auffassungen stehen sich gegenüber: das Plädoyer für die getreue Kopie des Originalbaus und Planungen, die eine Wiederherstellung in vereinfachter Form vor-sehen, unter Verzicht auf den größten Teil der dekorativen Ausstattung. 1956 wird die Bautätigkeit mit diesem Ziel neu aufgenommen, einzelne Säle werden ent-sprechend restauriert; die Auseinandersetzungen über Ziel und Zweck der Maß-nahmen gehen weiter. 1962 verlangt der neue Leiter der Glyptothek einen Neuaus-bau in vereinfachter Form; 1963 wird der östliche Rundbau als Mustersaal dafür fertig gestellt. Die dort realisierte Ausstattung wird einhellig abgelehnt, forciert aber die endgültige Entscheidung, den Auftrag für weitere Baumaßnahmen einem freien Architekten zu übertragen. 1964 übernimmt der Münchner Josef Wiedemann[12] diese Aufgabe. Ausgangspunkt seiner Überlegungen ist die Frage nach der zeitgemäßen Präsentation der Aegineten, die sowohl deren ästhetischer als auch deren historischer Rolle gerecht wird.

2.3 Die Aegineten und ihre Bedeutung

Bei den Aegineten handelt es sich um die Reste zweier Figurengruppen, die ur-sprünglich die Giebel des antiken Aphaia-Tempels (Abb. 7 im Anhang) im Nordosten der Insel Aegina[13] schmückten. 1811 werden sie dort bei Ausgrabungsarbeiten[14] entdeckt. Nach dem Erwerb durch Ludwig I. erhält der in Rom ansässige Bildhauer Thorvaldsen[15] den Auftrag, die Figurenfragmente wieder zu vervollständigen. 1827 treffen die Skulpturen in München ein, wo sie ab 1830 in der Glyptothek in einem eigenen Saal gezeigt werden.[16]

Nach dem zweiten Weltkrieg werden die hinzugefügten Teile entfernt, die Statuen in den ursprünglichen Fundstatus rückversetzt. Zwischenzeitlich haben Untersuchungen erbracht, dass die Figuren ursprünglich farblich (Rot, Blau, Schwarz) gefasst und mit Attributen aus Metall versehen waren. Einen Eindruck dieses Zustandes vermitteln Sonderausstellungen mit entsprechend bearbeiteten Kopien.[17] Die Originale werden jedoch weiterhin im Fundstatus, ohne Bemalung und Dekor gezeigt.

Beide Figurengruppen zeigen in symmetrischer Komposition Kampfszenen aus dem Trojanischen Krieg, in deren Mittelpunkt die Göttin Athene steht. (Abb. 8 im Anhang) Ursprünglich flankieren jeweils sechs (Westgiebelgruppe) bzw. fünf Krieger (Ost-giebelgruppe) die Göttin zu beiden Seiten. Derartige Giebelgruppen gehören in der Antike zum festen Kanon der Bauaufgaben, bieten sie doch die Möglichkeit, Figuren in unterschiedlicher Körperhaltung zu zeigen.

Für Mitteleuropäer sind die steinernen Zeugen der griechischen Antike an den Originalorten erst spät zugänglich. Erste Funde und Ausgrabungen erfolgen um 1728/1730 in Sizilien und Süditalien (Paestum, Agrigent, Selenunt). Griechenland selber gehört zum osmanischen Reich und nur wenigen Westeuropäern gelingt es, das Land zu bereisen und zu erforschen. Dies geschieht ab 1750; mit Ende des Frei-heitskampfes der Griechen gegen die Türken (1829) und endgültig mit der Über-nahme des griechischen Thrones durch Otto von Wittelsbach[18] (1832/33) können Westeuropäer sich ungehindert im Land bewegen.

Die Tempelfunde der frühen Forscher legen den Grundstein für den europäischen Klassizismus. Dabei gehören Giebelfiguren wie die des Aphaia-Tempels zu den seltenen und begehrten Fundstücken. Mit dem Ankauf der Gruppe und ihrer Über-führung nach München gelingt dem bayrischen König eine Sensation. Durch die Ein-gliederung der Aegineten in seine Sammlung präsentiert sich die Glyptothek neben dem im gleichen Jahr eröffneten Alten Museum zu Berlin als einziger eigenständiger Museumsbau für antike Kunst in Deutschland und für viele Jahrzehnte als einziger ausschließlich antiker Bildhauerkunst vorbehaltener Museumsbau der Welt.

[...]


[1] Nerdinger, 2000, 15

[2] ebenda, 15

[3] ebenda, 15

[4] Carl von Fischer (1782, Mannheim-1820, München), Ausbildung in Kunst und Architektur u. a. an der Bauschule Wien. 1808 erster Professor für Architektur an der Akademie der Schönen Künste und Hofarchitekt in München; 1816 durch Klenze aus dieser Position verdrängt.

[5] Friedrich Ludwig von Sckell (1750, Weilburg/Lahn-1823, München). Ausbildung in der Hofgärtnerei Schwetzingen, anschließend Tätigkeit in Bruchsal, Paris und Versailles, 1773-1777 in England, 1789 Auftrag zur Anlage des englischen Gartens in München. 1808 Erhebung in den Adelsstand.

[6] ebenda, 15

[7] Johann Joachim Winkelmann (1717, Stendal -1768, Triest) - Nach dem Studium der Theologie in Halle zunächst Privatlehrer, ab 1748 Bibliothekar am Dresdner Hof, dort Studien zur Bildenden Kunst, ab 1755 ständig in Rom, ursprünglich mit einem Stipendium des Kurfürsten, ab 1763 auf Vermittlung Kardinal Albanis Oberaufseher aller Altertümer in und um Rom sowie Scriptor linguae teutonicae an der Bibliotheca Vaticana.

[8] Ludwig I. zit. n. Nerdinger, 2000, 16

[9] Leo von Klenze (1784, Schladen/Wolfenbüttel – 1864, München) Studium in Berlin (zeitgleich mit Schinkel) und Paris. 1808 Berufung als Hofarchitekt an den Hof Jérôme Bonapartes in Kassel, dort bis 1813. Ab 1816 im Dienst des bayrischen Kronprinzen und späteren Königs Ludwigs I. in München, ab 1818 Hofbauintendant in München, gleichzeitig bis 1843 Leiter der Obersten Baube-hörde und Mitglied im 1829/30 gegründeten Baukunstausschuss, bestimmte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Neugestaltung Münchens, europaweiter Einfluss über zahlreiche Großprojekte wie den Nord-Süd-Kanal, Eremitage in Petersburg oder auch die Pläne für ein modernes Athen nach der Inthronisation Ottos von Bayern. 1833 Erhebung in den Erbadelsstand.

[10] mehr dazu siehe Kapitel 2.4

[11] Ludwig I. hält sich zu diesem Zeitpunkt in Regensburg auf, wo im nahe gelegenen Donaustauf fünf Tage später der Grundstein für die Walhalla gelegt wird.

[12] Prof. Josef Wiedemann (10.10.1910 – 26.04.2001, München) – Nach dem Studium der Architektur an der TH München Tätigkeit als Architekt, nach dem Zweiten Weltkrieg Wiederaufbauprojekte in München (Odeon/Ludwigstraße, Alte Akademie/Neuhauser Straße, Glyptothek), zahlreiche Büro-und Kirchenbauten. Lehrer an der TH München, dort 20 Jahre Ordinarius für Entwerfen und Denk-malpflege.

[13] Die früher Oinone genannte Insel Aegina, auch Aigina (griech.: Ziegeninsel), ist die Hauptinsel der Saronischen Inseln im gleichnamigen Golf südöstlich von Piräus. Der Sage nach geht der Name auf die Nymphe Aigina zurück, die hier Aiakos, ihren Sohn von Zeus zur Welt gebracht haben soll. Aigina/Oinone war der wichtigste Kultort der Göttin Aphaia, einer Fruchtbarkeitsgöttin, die teilweise mit Artemis, Athene oder der Nymphe Britomartis gleichgesetzt wurde. Ihr Tempel wurde um 500 bis 490 v. Chr. auf den Resten einer älteren Anlage errichtet.

[14] Die Skulpturen werden 1811 von einer Gruppe junger Forscher, darunter der Nürnberger Architekt Carl Haller von Hallstein (1774-1817), im Trümmerfeld des einstigen Tempels entdeckt. Haller von Hallstein beteiligt sich später mit einem eigenen Entwurf am Architekturwettbewerb für die Glypto-thek. Er gilt als erster deutscher Archäologe in Griechenland und erforscht die Fundstellen des Landes zwischen 1810 und 1817.

[15] Bertel Thorvaldsen (1770 – 1844, Kopenhagen), dänischer Bildhauer, Sohn eines isländischen Holzschnitzers, bereits im Alter von 11 Jahren Schüler an der Freischule der Königlichen Akademie der Schönen Künste in Kopenhagen, zahlreiche frühe Preise und Auftragsarbeiten. 1793 Erlangung eines Preises verbunden mit einem dreijährigen, später um zwei Jahre verlängerten, Reise-stipendium für Rom. Wegen Aufträgen Reiseantritt erst 1796, 1797 Ankunft in Rom, dort zunächst bis 1818 ansässig, dann folgen wechselnde Aufenthalte in Kopenhagen und Rom. 1805 Berufung zum ordentlichen Mitglied der Königlichen Akademie in Kopenhagen. Unter der Website www.phil.uni-erlangen.de können Abbildungen der von Thorvaldsen bearbeiteten Aegineten abgerufen werden.

[16] In der Tat lässt Ludwig nur jene Skulpturen in der Glyptothek aufstellen, die von Thorvaldsen kom-plettiert werden können, d. h. deren Torsi noch erhalten sind. Die übrigen Fragmente werden im Archiv eingelagert. (vgl. Ohly, 1972, 58/59)

[17] In der Zeit vom November 2003 bis zum Februar 2004 zeigte die Glyptothek in einer Sonderaus-stellung farbliche Rekonstruktionen antiker Statuen. In einem Betrag von Vinzenz Brinkmann und Raimund Wünsche auf der Website www.stmwfk.bayern.de ist nachzulesen, dass bereits Martin von Wagner, der Entdecker der Aegineten, Farbspuren an den Skulpturen fand und seine Erkenntnisse zur antiken Polychromie 1817 auch veröffentlichte. In der Folgezeit gab es zahlreiche Bemühungen unter Architekten zur Rekonstruktion der farbigen Fassung antiker Tempel, an denen sich auch Leo von Klenze beteiligte. Dies blieb jedoch eine Diskussion unter Experten, die den Zeitgeschmack kaum beeinflusste. Dieser bevorzugte nicht zuletzt unter dem Eindruck der zeitgenössischen klassizistischen Bildhauerei und Architektur das Reinweiß des Marmors.

[18] Der Friedensvertrag von Adrianopel besiegelt 1829 das Ende des Osmanischen Reiches. Die Signaturmächte England, Frankreich und Russland einigen sich mit Zustimmung der griechischen Nationalversammlung auf Otto von Wittelsbach (1815, München – 1867, Bamberg), den zweiten Sohn Ludwigs I. von Bayern, als König.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Glyptothek mit Königsplatz, München
Untertitel
Über deren Entwickung vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart
Hochschule
Universität Koblenz-Landau  (Institut für Kunstwissenschaft und Bildende Kunst)
Veranstaltung
Die Entwicklung der deutschen Museen vom 18. Jahrhundert bis in dei Gegenwart
Note
sehr gut
Autor
Jahr
2005
Seiten
29
Katalognummer
V133154
ISBN (eBook)
9783640396733
ISBN (Buch)
9783640396559
Dateigröße
836 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Historischer Hintergrund, Baugeschichte vom ursprünglichen Entwurf bis zum Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg, Baubeschreibung des aktuellen Zustands, Einbindung in das städtebauliche Areal Aus der Beurteilung vom Professor: "Insgesamt sehr gute und sehr gründliche Darstellung, die keinen Anlass zur Kritik gibt."
Schlagworte
Glyptothek, Königsplatz, München, Entwickung, Jahrhundert, Gegenwart
Arbeit zitieren
M. A. Sigrid Weyers (Autor:in), 2005, Glyptothek mit Königsplatz, München, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133154

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