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Pädagogische Diagnostik in der Grundschule. Analyse und Vergleich von Testverfahren

Title: Pädagogische Diagnostik in der Grundschule. Analyse und Vergleich von Testverfahren

Seminar Paper , 2021 , 48 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Romy Eidam (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit der pädagogischen Diagnostik, welche der Begründung und Unterstützung des professionellen Handelns der Lehrkräfte dient. Zunächst wird das Thema der Arbeit genauer definiert, bevor es im nächsten Teil um die verschiedenen diagnostischen Verfahren geht. Hierbei wird zwischen formellen und informellen Verfahren unterschieden und näher auf Gütekriterien wie Objektivität, Reliabilität und Validität eingegangen, sowie auf die Prozesse der Normierung und Standardisierung.

Nach diesem theoretischen Teil folgt dann die Analyse eines Testverfahrens (Hamburger Lesetest 1), welches im Anschluss mit drei anderen, im Seminar besprochenen, Testverfahren verglichen wird (Subtraktionsarbeit, IleA-Mathematik und Delfin 5). Danach schließen sich eine Zusammenfassung aller Punkte, sowie eine persönliche Einschätzung der Autorin an.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Pädagogische Diagnostik

3 Diagnostische Verfahren

3.1.1 Testverfahren

3.1.2 Formelle (standardisierte) Verfahren

3.1.3 Informelle Verfahren

3.1.4 Operationalisierung

3.1.5 Gütekriterien: Objektivität, Reliabilität und Validität

3.1.6 Bezugsnormen – Benotung: bezugsgruppenorientierte Bezugsnormen einschließlich Prozentrang, kriterienorientierte Bezugsnorm, individuelle Bezugsnorm

3.1.7 Kontrolle von Aufgaben eines Tests bzw. einer Klassenarbeit: Schwierigkeit und Trennschärfe einer Aufgabe

3.1.8 Standardisierung

3.1.9 Normierung

4 Analyse eines Testverfahrens anhand des ausgegebenen Aufgabenbogens „zur Analyse von Testverfahren“

4.1 Aufgaben zur Analyse von Testverfahren

5 Vergleich der Qualität des analysierten Tests mit den im Seminar behandelten Verfahren: Subtraktionsarbeit, IleA-Mathematik (2. Klasse) sowie Delfin 5

6 Zusammenfassung

7 Persönliche Einschätzung

8 Quellenverzeichnis

8.1 Literaturverzeichnis

8.2 Internetverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel der Arbeit besteht darin, das theoretische Wissen über pädagogische Diagnostik praktisch auf das Testverfahren „Hamburger Lesetest 1 – Gruppenlesetest für Klasse 1“ anzuwenden und dessen Qualität kritisch zu analysieren sowie im Kontext weiterer seminarbegleitender Verfahren zu bewerten.

  • Grundlagen der Pädagogischen Diagnostik und deren Zielsetzung
  • Methodische Kategorisierung und Gütekriterien von Testverfahren
  • Praktische Durchführung einer Testanalyse anhand strukturierter Aufgabenkataloge
  • Vergleichende Qualitätsbewertung verschiedener diagnostischer Instrumente

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Testverfahren

Allgemein dienen Diagnostische Tests dazu, konstante Merkmale eines Menschen, wie beispielsweise Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten, Kompetenzen aber auch bestimmte Eigenschaften zu erfassen, um schließlich Aussagen über den Grad der persönlichen Ausprägung dieser Merkmale treffen zu können. Sie dienen somit als Messinstrumente, welche Angaben zu qualitativ und/oder quantitativer Güte erbringen können und auf einen Zeitpunkt festgeschrieben sind. Dabei werden in den Tests eine verhältnismäßig überschaubare Anzahl von Aufgaben, auch Items genannt, zusammengestellt, die das zu ermittelnde Merkmal im Idealfall ohne Fehler bestmöglich vertreten sollen (vgl. Zumhasch 2014, S. 314).

Nach Zumhasch können Pädagogische Testverfahren wie folgt definiert werden: „Pädagogische Testverfahren bestehen aus Items, die bestimmte, ‚Voraussetzungen für oder Ergebnisse von Lernprozessen repräsentieren‘ sollen“. (Zumhasch 2014, S. 314)

Beispielsweise zählen Schulleistungstests, Einschulungstest und Intelligenztest zu diesen Testverfahren.

Bei der Erstellung eines Testverfahren wird dabei wie folgt vorgegangen: Zunächst wird das Merkmal so konkret wie möglich bestimmt und beschrieben, was im Test erfasst werden soll. Diese inhaltliche Bestimmung wird im Anschluss in die Form einer Aufgabe gebracht. Dafür werden operationale Definitionen verwendet, welche letztendlich auch den Aufgabentyp bestimmen. So werden alle Aufgaben bzw. Items erstellt, was schließlich als Aufgabenpool bezeichnet wird. Darauffolgend wird eine bestimmte Anzahl von Aufgaben ausgewählt und an einer repräsentativen Stichprobe getestet, um dadurch eine Bezugsgröße zu erhalten. Die Stichprobe ist repräsentativ, wenn die Testpopulation eine bestimmte Anzahl von vergleichbaren Personen innehat. So sollten beispielsweise Personen aus Stadt und Land, aus verschiedenen Bundesländern ebenso vorhanden sein wie eine möglichst ähnliche Zahl an Jungen und Mädchen im gleichen Alter (vgl. Ingenkamp, Lissmann 2008, S. 68).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt den Kontext der Portfolioarbeit im Rahmen des Seminars „Diagnostik P2“ und legt das methodische Vorgehen bei der Analyse des Hamburger Lesetests 1 dar.

2 Pädagogische Diagnostik: Erläutert das Wesen der pädagogischen Diagnostik als erkenntnisgewinnenden Prozess, der auf Lernoptimierung abzielt und in gesellschaftliche, didaktische sowie persönliche Implikationen unterteilt werden kann.

3 Diagnostische Verfahren: Bietet einen Überblick über die theoretischen Grundlagen von Testverfahren, inklusive Definitionen, Gütekriterien, Bezugsnormen und der methodischen Kontrolle von Aufgaben.

4 Analyse eines Testverfahrens anhand des ausgegebenen Aufgabenbogens „zur Analyse von Testverfahren“: Führt die praktische Analyse des Hamburger Lesetests 1 durch, indem theoretische Kriterien auf die konkrete Teststruktur angewendet werden.

5 Vergleich der Qualität des analysierten Tests mit den im Seminar behandelten Verfahren: Subtraktionsarbeit, IleA-Mathematik (2. Klasse) sowie Delfin 5: Stellt den Fokus-Test in Bezug zu anderen im Seminar analysierten Verfahren, um Stärken und Schwächen im Bereich der empirischen Qualität zu identifizieren.

6 Zusammenfassung: Fasst die Erkenntnisse des Seminars sowie des Portfolios zusammen und reflektiert die Notwendigkeit einer kritischen Qualitätsanalyse bei der Anwendung diagnostischer Werkzeuge.

7 Persönliche Einschätzung: Reflektiert die Bedeutung diagnostischer Kompetenzen für den Lehrberuf sowie die wahrgenommene Kluft zwischen Theorie und Schulpraxis.

8 Quellenverzeichnis: Listet die verwendete Literatur und Internetquellen auf.

Schlüsselwörter

Pädagogische Diagnostik, Testverfahren, Gütekriterien, Objektivität, Reliabilität, Validität, Bezugsnormen, Hamburger Lesetest 1, Lernoptimierung, Diagnostische Kompetenz, Analysewerkzeuge, Normierung, Standardisierung, Schulleistung, Bildungsstandards.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Diagnostik als Unterstützung für das professionelle Handeln von Lehrkräften und konzentriert sich auf die Analyse und Bewertung von Testverfahren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen diagnostischer Verfahren (Gütekriterien, Normierung) und deren praktische Überprüfung anhand eines konkreten Testbeispiels.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Qualität des „Hamburger Lesetest 1“ analytisch zu bewerten und die Fähigkeiten zur kritischen Reflexion diagnostischer Instrumente im Schulkontext zu schulen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Analyse folgt einem systematischen Auswertungsraster, das auf klassischen diagnostischen Kriterien basiert, wie sie in der gängigen erziehungswissenschaftlichen Fachliteratur (z. B. Ingenkamp/Lissmann) definiert sind.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Diagnostik und eine gezielte praktische Analyse des Lesetests sowie dessen Vergleich mit weiteren Verfahren wie „Delfin 5“ oder „ILeA Mathematik“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Diagnostische Validität, Standardisierung, Bezugsnormen und Lernoptimierung beschreiben.

Welche Schwachstellen identifiziert die Autorin am „Hamburger Lesetest 1“?

Die Autorin bemängelt insbesondere die nicht vollständig repräsentative Stichprobe sowie fehlende, explizite Vorgaben zur Interpretation von Kompetenzstufen oder Förderbedarf.

Wie bewertet die Autorin die Bedeutung des Untertests 5?

Der Untertest 5 wird kritisch gesehen, da er neben reinen Lesekompetenzen auch motorische Fertigkeiten abverlangt, was die Eindeutigkeit des Testergebnisses beeinträchtigen kann.

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Details

Title
Pädagogische Diagnostik in der Grundschule. Analyse und Vergleich von Testverfahren
College
Dresden Technical University  (Fakultät Erziehungswissenschaften Institut für Erziehungswissenschaft Professur für Grundschulpädagogik/ Deutsch)
Course
Seminar Diagnostik
Grade
1,0
Author
Romy Eidam (Author)
Publication Year
2021
Pages
48
Catalog Number
V1331641
ISBN (PDF)
9783346831743
ISBN (Book)
9783346831750
Language
German
Tags
Diagnostik Deutsch Testverfahren Analyse Testverfahren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Romy Eidam (Author), 2021, Pädagogische Diagnostik in der Grundschule. Analyse und Vergleich von Testverfahren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1331641
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