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Geschlechtersensibilität in Bildungs- und Kommunikationsinstrumenten der Berufsorientierung

Titel: Geschlechtersensibilität in Bildungs- und Kommunikationsinstrumenten der Berufsorientierung

Masterarbeit , 2022 , 89 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Melody Gollub (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Für den Berufsorientierungsunterricht sind Bildungs- und Kommunikationsinstrumente zentral, weshalb diese Masterarbeit der Frage nachgeht: Wie geschlechtersensibel sind ausgewählte Bildungs- und Kommunikationsinstrumente der Berufsorientierung? Um die Frage zu beantworten, werden verschiedenste bestehende Instrumente der schulischen Berufsorientierung herangezogen und einer qualitativen empirischen Analyse unterzogen.

Denn betrachtet man die Berufs- und Studienwahl von Jugendlichen und die aktuelle Arbeitsmarktsituation, lässt sich eine deutliche Geschlechtssegregation sowohl in der horizontalen als auch in der vertikalen Ebene erkennen. Langfristig führt das zu Engpässen bei der Rekrutierung von Fachkräften, Unzufriedenheit bei falscher Berufswahl aufgrund von stereotypen Vorstellungen und zur Verfestigung der Geschlechtstypik. Aus diesem Grund wird der schulischen Berufsorientierung eine wichtige Rolle zugeordnet, in der Geschlechtersensibilität forciert werden soll.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Relevanz von Geschlechtersensibler Berufsorientierung

2.1 Geschlechtersegregation am Arbeitsmarkt

2.2 Entstehung geschlechtsstereotyper Berufswahl

2.3 Berufsorientierung und Geschlecht

2.3.1 Genderkompetenz

2.3.2 Geschlechtersensible Berufsorientierung

3. Bildungs- und Kommunikationsinstrumente der Berufsorientierung

3.1 Gendersensible Instrumente

3.2 Ausgewählte Bildungs- und Kommunikationsinstrumente zur Analyse

3.2.1 Schulbuch Startklar

3.2.2 Webseite planet-berufe.de

3.2.3 Berufswahlpass

4. Analyse ausgewählter Bildungs- und Kommunikationsinstrumente

4.1 Methodisches Vorgehen

4.1.1 Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring

4.1.2 Aufbau der Analyse

4.2 Ergebnisse

4.2.1 Ergebnis: Schulbuch Startklar

4.2.2 Ergebnis: Webseite planet-berufe.de

4.2.3 Ergebnis: Berufswahlpass

5. Diskussion der Ergebnisse

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Masterarbeit untersucht die Geschlechtersensibilität in Bildungs- und Kommunikationsinstrumenten der schulischen Berufsorientierung. Ziel ist es zu analysieren, ob diese Instrumente tradierte Geschlechterstereotypen reproduzieren oder ob sie einen Beitrag zur geschlechtergerechten Berufswahl leisten können.

  • Geschlechtersegregation am Arbeitsmarkt und ihre Ursachen
  • Entstehung von geschlechtsstereotyper Berufswahl bei Jugendlichen
  • Rolle der Berufsorientierung in der Schule
  • Qualitative Analyse von Schulbüchern, Webseiten und Portfolioinstrumenten
  • Bedeutung von Gendersensibilität für moderne Bildungsmedien

Auszug aus dem Buch

2.1 Geschlechtersegregation am Arbeitsmarkt

Auf den ersten Blick mag die zunehmende Erwerbsbeteiligung von Frauen suggerieren, dass auf dem Arbeitsmarkt eine Gleichstellung vorhanden ist. Betrachtet man die Situation genauer, wird deutlich, dass dem nicht so ist. Sowohl bildungspolitische- als auch Gleichstellungsanalysen zeigen, dass Männer und Frauen überwiegend einen Beruf oder Studienfach wählen, in denen das eigene Geschlecht überwiegt, weshalb in vielen Berufsfeldern überwiegend Frauen oder Männer arbeiten. Die Segregation von Geschlechtern am Arbeitsmarkt ist nach wie vor ein problematisches Thema. Unterstützend wirken immer noch vorhandene sprachliche Zuordnungen wie „Frauenberufe“ und „Männerberufe“ (Makarova et al. 2017; Rischka und Salzmann-Pfleger 2017).

Es lassen sich zwei Arten der Geschlechtersegregation finden, die vertikale und die horizontale, die hier von Bedeutung sind. Dabei meint die vertikale Segregation die ungleiche Verteilung der Geschlechter auf berufliche Hierarchieebenen und die horizontale Segregation bezeichnet die Verteilung von Männern und Frauen in unterschiedlichen Branchen und Berufen (Busch 2013: S. 27).

Auf der horizontalen Ebene entscheiden sich junge Frauen und Männer bei der Studienwahl für Studiengänge, die vom eigenen Geschlecht dominiert werden. Dabei ist zu beobachten, dass Frauen selten einen Studiengang im MINT-Bereich wählen. Männer tendieren weniger zu einem Studiengang im sozialen, pflegerischen und frühpädagogischen Bereich (Busch 2013; Makarova et al. 2016; Behrens et al. 2017; Makarova 2019).

Auch im Ausbildungssektor macht sich die Geschlechtersegregation bemerkbar. Aus der aktuellen statistischen Auswertung des Bundesinstituts für Berufsbildung von 2021 geht hervor, dass im Gesundheitsbereich vorwiegend Frauen neue Ausbildungsverträge abschließen. Die Ausbildung zur/zum medizinischen Fachangestellten befindet sich bei den Frauen in der Rangliste auf Platz 1, während sich die Ausbildungsstelle bei den Männern auf Platz 76 befindet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz geschlechtersensibler Berufsorientierung aufgrund anhaltender Geschlechtersegregation und formuliert die Forschungsfrage zur Analyse ausgewählter Instrumente.

2. Relevanz von Geschlechtersensibler Berufsorientierung: Erläutert die theoretischen Grundlagen zur Arbeitsmarktsegregation, zur Entstehung von Geschlechterstereotypen bei der Berufswahl und die Bedeutung von Genderkompetenz für Lehrkräfte.

3. Bildungs- und Kommunikationsinstrumente der Berufsorientierung: Bietet einen Überblick über die Vielfalt der Instrumente in der Praxis, thematisiert den "Maßnahmendschungel" und stellt die für die Analyse ausgewählten Medien (Schulbuch, Webseite, Berufswahlpass) vor.

4. Analyse ausgewählter Bildungs- und Kommunikationsinstrumente: Erläutert die Durchführung der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring und präsentiert die empirischen Ergebnisse für die drei untersuchten Instrumente.

5. Diskussion der Ergebnisse: Interpretation der Analyseergebnisse im Hinblick auf die Sprachgestaltung und bildliche Darstellung der Geschlechter in den untersuchten Instrumenten.

6. Schlussbetrachtung: Führt die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont den weiteren Handlungsbedarf für eine geschlechtersensible Ausrichtung zukünftiger Lehrmittel.

Schlüsselwörter

Berufsorientierung, Geschlechtersensibilität, Geschlechtersegregation, Genderkompetenz, Berufswahl, MINT, Schulbuch, Digitale Medien, Qualitative Inhaltsanalyse, Rollenbilder, Arbeitsmarkt, Geschlechtergleichstellung, Portfolioinstrumente, Berufsbiografie, Sozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit?

Die Arbeit untersucht, wie geschlechtersensibel ausgewählte Bildungs- und Kommunikationsinstrumente der schulischen Berufsorientierung gestaltet sind, um den Anforderungen an eine geschlechtergerechte Berufswahl gerecht zu werden.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die Geschlechtersegregation am Arbeitsmarkt, die Entstehung geschlechtsstereotyper Berufsvorstellungen bei Jugendlichen sowie die Analyse von Lehrmedien hinsichtlich sprachsachlicher und bildlicher Geschlechterdarstellungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, durch eine qualitative Inhaltsanalyse aufzudecken, ob die untersuchten Instrumente – ein Schulbuch, eine Webseite und der Berufswahlpass – Stereotype festigen oder aufbrechen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird die strukturierende qualitative Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring angewendet, um Text- und Bildinhalte systematisch auszuwerten.

Wie ist der Hauptteil der Arbeit strukturiert?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Berufsorientierung und Geschlecht, eine Vorstellung der Instrumente, eine detaillierte Methodik und die anschließende empirische Ergebnisdarstellung für jedes Medium.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Berufsorientierung, Geschlechtersensibilität, Geschlechtersegregation, Genderkompetenz und qualitative Inhaltsanalyse.

Welches Instrument schnitt in der Analyse am besten ab?

Die Webseite planet-berufe.de schnitt in den Gesamtergebnissen bezüglich der Gendersensibilität am besten ab, gefolgt vom Berufswahlpass und dem Schulbuch Startklar.

Welche Rolle spielen "Serious Games" in der Arbeit?

Sie werden im Kapitel zu gendersensiblen Instrumenten als innovatives Beispiel (wie das Spiel "like2be") angeführt, um spielbasiert Kompetenzen zu fördern und Berufshorizonte ohne stereotype Vorgaben zu erweitern.

Ende der Leseprobe aus 89 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Geschlechtersensibilität in Bildungs- und Kommunikationsinstrumenten der Berufsorientierung
Hochschule
Technische Universität Berlin
Note
2,0
Autor
Melody Gollub (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
89
Katalognummer
V1331670
ISBN (PDF)
9783346826176
ISBN (Buch)
9783346826183
Sprache
Deutsch
Schlagworte
geschlechtersensibilität bildungs- kommunikationsinstrumenten berufsorientierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Melody Gollub (Autor:in), 2022, Geschlechtersensibilität in Bildungs- und Kommunikationsinstrumenten der Berufsorientierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1331670
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Leseprobe aus  89  Seiten
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