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Die Dollarisierung der Weltwirtschaft

Tribut an die Hegemonialmacht USA oder Stabilisator des Welthandels

Title: Die Dollarisierung der Weltwirtschaft

Intermediate Examination Paper , 2007 , 42 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christoph Bernstiel (Author)

Sociology - Economy and Industry
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„Krise auf dem US-Hypothekenmarkt! Fed gerät in Engpässe, EZB und BoJ eilen mit Milliarden – Krediten zur Hilfe.“ Solche und andere Schlagzeilen dominierten in den vergangenen Monaten die Presse und sorgten für Spannungen im weltweiten Finanzgewerbe.
Dieses aktuelle Bespiel verdeutlicht, wie sehr die Weltwirtschaft mit der amerikanischen Finanzpolitik verflochten ist. Wie sonst ist das schnelle Eingreifen der eigentlich unbetroffenen Zentralbanken aus Japan und Europa zu erklären? Wurde der Dollar ein weiteres Mal „künstlich“ am Leben erhalten oder verbirgt sich hinter dieser Intervention bloßes Eigeninteresse? Die dollarisierte Weltwirtschaft - Tribut an die Hegemonialmacht USA oder Stabilisator des Welthandels? Nach fast 70 Jahren ist der US-Dollar immer noch Weltleitwährung Nummer 1 und stellt den größten Anteil der internationalen Devisenreserven. Selbst in Krisenzeiten bzw. vor allem dann bewies der Dollar seine einzigartige Stärke und Bedeutung. Immer wieder wurden ernsthafte Dollarkrisen überwunden , nicht zuletzt durch das Zutun und Vertrauen weiterer Staaten. Doch wie lange wird dieses System im Zuge der knapper werdenden Rohstoffe und des finanzstarken Euros noch funktionieren?
In dieser Arbeit soll geklärt werden, wie der US Dollar zu seiner heutigen Vormachtsstellung gekommen ist und inwieweit sich diese Dominanz äußert. Vordergründig wird dabei der Frage nachgegangen, ob die Dollarhegemonie ein geschickt installiertes gesellschaftliches Kontrollinstrument ist oder tatsächlich den Welthandel stützt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Der Aufstieg des Dollars

2.1. Das Ende des britischen Pfunds als Weltleitwährung

3. Die Hegemonialmacht USA

3.1. Bretton Woods

3.2. Die Dollardominanz in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts

3.3. Der Dollar und das Öl

3.4. Die amerikanisch- chinesischen- Beziehungen

3.5. Der Euro - die neue Leitwährung?

4. Der Dollar – Fluch oder Segen?

4.1. Der Dollar - Neoimperialistisches Werkzeug der USA?

4.2. Der Dollar - Grundpfeiler der Weltwirtschaft?

5. Kann der Dollar scheitern?

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung und die heutige Vormachtstellung des US-Dollars als Weltleitwährung. Dabei wird kritisch untersucht, ob die globale Dollar-Hegemonie primär als Instrument amerikanischer Interessenpolitik zu bewerten ist oder ob der Dollar tatsächlich eine notwendige stabilisierende Funktion für den Welthandel erfüllt.

  • Historischer Aufstieg des Dollars und Verdrängung des britischen Pfunds
  • Mechanismen der US-Dominanz nach Bretton Woods und durch das Petrodollar-System
  • Strukturelle Abhängigkeiten in den Handelsbeziehungen zu China und Europa
  • Risiken für die Stabilität des Dollars angesichts globaler Handelsdefizite
  • Die Rolle des Euros als potenzielle alternative Weltleitwährung

Auszug aus dem Buch

3.3. Der Dollar und das Öl

Durch die Zahlungsunfähigkeit der Fed und das Scheitern des Bretton-Woods-Systems, war das Vertrauen in den Dollar international stark gesunken. Ad hoc ein neues System der garantierten Goldkonvertibilität aufzubauen bzw. das alte rückwirkend zu decken, schien unmöglich, daher musste der Dollarstatus schnellstmöglich neu manifestiert werden.

Die Koppelung des Dollars an den Ölpreis, welche 1972/73 mit Saudi-Arabien vereinbart wurde, verhalf dem Dollar nicht nur schnell wieder zu seiner internationalen Bedeutung, sondern sicherte den USA zudem jahrzehntelangen Einfluss auf den Weltölmärkten. Denn laut diesem Abkommen darf Erdöl nur in US-Dollar – auch bekannt als Petrodollar – fakturiert und gehandelt werden. Im Gegenzug dafür erkennen die USA die Herrschaft des saudischen Königshauses an. Zwar wurde nach dem 2. Weltkrieg das meiste Erdöl ohnehin in US-Dollar gehandelt, allerdings gab es dafür keinerlei Verbindlichkeiten. Die Einführung dieses Systems ein Jahr nach dem offiziellen Ende der Goldkonvertibilität wird von USA-Kritikern bis heute als imperialistischer Meisterplan angesehen. Denn neben der schon erwähnten Einflussnahme auf den Ölmarkt ergaben sich für die Vereinigten Staaten gleich eine ganze Reihe von weiteren Vorteilen.

Erstens sorgt der ständige Bedarf an Erdöl dafür, dass sich die Wechselkurse anderer Währungen immer am Dollar orientieren müssen, da dieser den Ölpreis vorgibt. Durch diesen Zusammenhang wird der Dollarkurs indirekt durch andere Nationen gedeckt, da diese zwangsläufig die Zahlungskraft des Dollars akzeptieren müssen, wenn sie ihre Währung an diesem messen.

Zweitens sind die Erdölexportierenden Länder auf große Dollarimporte angewiesen, um mit ihrem Öl handeln zu können. Da die erwirtschaften Dollargewinne häufig im eigenen Land nicht gewinnbringend angelegt werden können, investieren sie diese größtenteils auf dem US-Markt. Die Fed erzielt durch die großen Kapitalexporte hohe Seigniorage Einnahmen und die US-Binnenwirtschaft wird durch ausländische Kapitalströme belebt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einführung in die aktuelle Problematik der Dollardominanz angesichts der US-Hypothekenkrise und Skizzierung der Forschungsfrage.

2. Der Aufstieg des Dollars: Untersuchung der historischen Ablösung des britischen Pfunds durch den Dollar aufgrund des wirtschaftlichen Aufstiegs der USA.

3. Die Hegemonialmacht USA: Detaillierte Analyse der Institutionen wie Bretton Woods, der Öl-Dollar-Koppelung und der Rolle des Euros sowie der sino-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen.

4. Der Dollar – Fluch oder Segen?: Kritische Gegenüberstellung der Thesen des Dollar-Imperialismus und des Dollars als notwendigem Stabilisator der Weltwirtschaft.

5. Kann der Dollar scheitern?: Analyse der ökonomischen und politischen Gefahren für den Dollar und die Auswirkungen eines möglichen Zusammenbruchs des Währungssystems.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Dollars als effizientes politisches Instrument bei gleichzeitiger systemischer Stabilitätsfunktion für den Welthandel.

Schlüsselwörter

US-Dollar, Weltleitwährung, Bretton Woods, Petrodollar, Hegemonialmacht, Neoimperialismus, Weltwirtschaft, Handelsdefizit, Euro, Goldstandard, Finanzmarkt, Globalisierung, Kapitalexport, Devisenreserven, Zentralbank.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Vormachtstellung des US-Dollars in der Weltwirtschaft und untersucht das Spannungsfeld zwischen den Interessen der USA und der Funktion des Dollars als globales Zahlungsmittel.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten gehören der historische Aufstieg des Dollars, die Etablierung des Petrodollar-Systems, die Auswirkungen von Handelsdefiziten sowie die Konkurrenz durch den Euro.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, ob der Dollar als "Tribut" an die US-Hegemonialmacht zu verstehen ist oder als ein tatsächlich notwendiger Stabilisator des globalen Welthandels fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es handelt sich um eine wirtschaftssoziologische Analyse, die historische Entwicklungen und aktuelle weltpolitische bzw. ökonomische Zusammenhänge theoretisch fundiert diskutiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Mechanismen der US-Finanzpolitik, die Bindung des Dollars an Rohstoffmärkte, die Handelsbeziehungen zu China sowie die systemischen Gefahren bei einem potenziellen Scheitern des Dollars.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Dollar-Hegemonie, Neoimperialismus, Welthandel, Devisenreserven und das Doppeldefizit der USA.

Wie bewertet der Autor den Einfluss der "Petrodollars" auf die US-Dominanz?

Der Autor sieht in der Koppelung des Dollars an den Ölpreis ein zentrales Instrument, das den USA über Jahrzehnte hinweg die internationale Nachfrage nach ihrer Währung sicherte.

Welche Rolle spielt China laut der Arbeit für den Dollarkurs?

China stützt den Dollar indirekt, indem es riesige Dollarreserven hält und den Yuan künstlich niedrig hält, um die eigene Exportwirtschaft zu fördern und den Wert der eigenen Bestände zu schützen.

Könnte der Euro den Dollar als Leitwährung ablösen?

Laut Arbeit wächst der Einfluss des Euros stetig, jedoch wird seine Rolle als alternative Leitwährung kurz- und mittelfristig eher als geringe Bedrohung eingestuft, solange die EU nicht geschlossener auftritt.

Warum hält der Autor ein Scheitern des Dollars für unwahrscheinlich?

Ein Ende des Dollars wäre mit einem globalen Wirtschaftskollaps verbunden, weshalb andere führende Industrienationen ein hohes Interesse an der Aufrechterhaltung des bestehenden Systems haben.

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Details

Title
Die Dollarisierung der Weltwirtschaft
Subtitle
Tribut an die Hegemonialmacht USA oder Stabilisator des Welthandels
College
Martin Luther University  (Soziologie)
Grade
1,7
Author
Christoph Bernstiel (Author)
Publication Year
2007
Pages
42
Catalog Number
V133192
ISBN (eBook)
9783640399055
ISBN (Book)
9783640398553
Language
German
Tags
Dollarisierung Weltwirtschaft Tribut Hegemonialmacht Stabilisator Welthandels
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Bernstiel (Author), 2007, Die Dollarisierung der Weltwirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133192
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