Eine systemische Übersichtsarbeit zum Thema "Cross-education" bei einseitigem Training und die Wirksamkeit, sowie die Sinnhaftigkeit im rehabilitationsbezogenen Kontext. Hierfür wurden 16 Studien mit insgesamt 320 Probanden ausgewertet. Zusätzlich werden mögliche Ursprünge des "Cross-education"-Effekts erläutert und weitere Aspekte des Rehabilitationstrainings beleuchtet.
Das Ziel dieser Arbeit besteht darin herauszufinden, ob es sinnvoll ist eine Extremität zu trainieren, um die kontralaterale Seite zu stärken, wenn diese beispielsweise auf Grund einer vorangegangenen Operation oder einer Verletzung nicht in der Lage ist trainiert zu werden. Zahlreiche Studien haben sich bereits mit diesem Trainingseffekt, der sogenannten Cross-education, befasst. Die Übersichtsarbeit gibt einen Überblick über die gegenwärtige Studienlage, fasst diese zusammen und veranschaulicht sie. Dies soll aufzeigen ob diese Art des Trainings eine nennenswerte Relevanz für die Praxis hat - vor allem in Bezug auf Rehabilitationseinrichtungen aber auch allgemein für das Training nach vorangegangenen Operationen oder Verletzungen.
Um dies herauszufinden wird zunächst der gegenwärtige Kenntnisstand der hiermit im Zusammenhang stehenden Themenfelder beleuchtet. Diese sind muskuläres Aufbautraining, kraftbeeinflussende Faktoren, Endoprothetik, die Wiederaufnahme des Krafttrainings mit künstlichen Gelenken sowie die Funktion des Kortex. Im Anschluss daran wird die aktuelle Studienlage zum Thema Cross-education genauer untersucht werden. Im letzten Schritt werden die Ergebnisse der Studien dargestellt und diskutiert.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
- ZIELSETZUNG
- GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
- Muskuläres Aufbautraining
- Kraftbeeinflussende Faktoren
- Endoprothetik
- Wiederaufnahme Krafttraining mit künstlichen Gelenken
- Funktion Kortex
- METHODIK
- ERGEBNISSE
- DISKUSSION
- Diskussion der Studienergebnisse
- Umsetzbarkeit aus Sicht der Abrechnung mit Krankenkassen
- Sinnhaftigkeit eines Trainings der gesunden Seite aus zeitlichem Aspekt
- ZUSAMMENFASSUNG
- LITERATURVERZEICHNIS
- ABBILDUNGS-, TABELLEN-, ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
- Abbildungsverzeichnis
- Tabellenverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Masterarbeit untersucht die Wirksamkeit von „Cross-education“ auf verletzte oder operierte Gelenkstrukturen bei einseitigem Training. Das Ziel der Arbeit ist es, die aktuelle Studienlage zum Thema Cross-education zusammenzufassen und zu analysieren, um die Relevanz dieses Trainingsansatzes für die Rehabilitationspraxis zu bewerten.
- Die Wirksamkeit von „Cross-education“ bei einseitigem Training
- Die Bedeutung von Cross-education für die Rehabilitation nach Gelenkoperation oder Verletzung
- Die Mechanismen, die dem Cross-education-Effekt zugrunde liegen
- Die praktische Anwendung von Cross-education in der Rehabilitationspraxis
- Die Implikationen von Cross-education für die Zeitdauer der Rehabilitation
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt das Problem des Muskelabbaus nach Gelenkoperation oder Verletzung dar und führt den Forschungsgegenstand „Cross-education“ ein. Anschließend wird der aktuelle Kenntnisstand zu muskulärem Aufbautraining, kraftbeeinflussenden Faktoren, Endoprothetik, der Wiederaufnahme des Krafttrainings mit künstlichen Gelenken sowie der Funktion des Kortex beleuchtet. Das Kapitel „Methoden“ beschreibt die Vorgehensweise der Literaturrecherche und -auswertung. Die Ergebnisse der Literaturrecherche werden im Kapitel „Ergebnisse“ präsentiert und diskutiert. Die Diskussion befasst sich mit der Relevanz der Studienergebnisse für die Praxis, der Umsetzbarkeit von Cross-education aus Sicht der Abrechnung mit Krankenkassen und der Sinnhaftigkeit eines Trainings der gesunden Seite aus zeitlichem Aspekt.
Schlüsselwörter
Cross-education, einseitiges Training, Krafttraining, Rehabilitation, Gelenkoperation, Verletzung, Muskelwachstum, neuromuskuläre Anpassung, Kortex, Endoprothetik.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter dem „Cross-education“-Effekt?
Cross-education bezeichnet das Phänomen, dass durch das Training einer Körperseite auch Kraftzuwächse auf der untrainierten, kontralateralen Seite erzielt werden können.
Wie kann Cross-education in der Rehabilitation helfen?
Wenn eine Extremität aufgrund einer Operation oder Verletzung nicht belastet werden darf, kann das Training der gesunden Seite helfen, den Kraftverlust auf der verletzten Seite zu minimieren.
Welche Rolle spielt der Kortex bei diesem Effekt?
Der Effekt beruht maßgeblich auf neuromuskulären Anpassungen im zentralen Nervensystem, insbesondere im motorischen Kortex des Gehirns.
Ist das Training der gesunden Seite zeitlich sinnvoll?
Die Arbeit diskutiert, ob der Zeitaufwand für das Training der gesunden Seite den Rehabilitationsprozess effektiv beschleunigt und somit einen Mehrwert bietet.
Werden die Kosten für solch ein Training von Krankenkassen übernommen?
Ein Teil der Arbeit befasst sich kritisch mit der Umsetzbarkeit und der Abrechnungsfähigkeit dieses Trainingsansatzes gegenüber den gesetzlichen Krankenkassen.
- Arbeit zitieren
- Nico Nussbauer (Autor:in), 2022, Die Wirksamkeit von "Cross-education" auf verletzte oder operierte Gelenkstrukturen bei einseitigem Training und die Auswirkungen für ein Training im Rehabilitationskontext, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1332142