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Die Erfahrungen älterer Menschen in internationalen Freiwilligendiensten

Eine empirische Studie

Title: Die Erfahrungen älterer Menschen in internationalen Freiwilligendiensten

Diploma Thesis , 2008 , 146 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Michaela Steiner (Author)

Social Work
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Welche Möglichkeiten haben Interessierte am Freiwilligendienst, die die Voraussetzung von maximal 28 bis 30 Jahren nicht mehr erfüllen, die vielleicht auch „schon“ 40, 50, 60 oder 70 Jahre alt sind, dabei aber eine genauso weltoffene Einstellung besitzen und denen daran gelegen ist, sich auf ehrenamtlicher Basis im Ausland zu engagieren? Warum liegt der Fokus nur auf den jungen Leuten, wo doch Ältere ganz andere Ressourcen und Fähigkeiten mit- und einbringen können?

Diese Arbeit behandelt zunächst das Potenzial für die Bürgergesellschaft und befasst sich dann mit älteren Menschen im internationalen Freiwilligendienst. Hierbei wird auch auf die Angebote internationaler Dienste eingegangen. Anschließend wird die Methodik der empirischen Ermittlung dargelegt und die durchgeführten Interviews analysiert. Zum Schluss werden die Ergebnisse duskutiert und interpretiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1) Motivation zur Themenfindung

1.2) Aufbau dieser Arbeit

2. Ältere Menschen als Potenzial für die Bürgergesellschaft

2.1) Demografische Veränderungen

2.2) Flexibilisierung der Lebensläufe

2.3) Die Rolle gegensätzlicher Altersbilder in der Gesellschaft

2.4) Ältere Menschen als Akteure der Bürgergesellschaft

2.4.1) Bürgerschaftliches Engagement im Alter

2.4.2) Ehrenamt und Freiwilligenarbeit

2.5) Zusammenfassung

3. Ältere Menschen im Feld der internationalen Freiwilligendienste

3.1) Begriffe und Unterschiede

3.2) Angebot der internationalen Dienste

3.2.1) Workcamps und Familienworkcamps

3.2.2) Senior Experten Service, Werkhaus „Anti Rost“ und Co

3.2.3) Internationale Friedensdienste

3.3) Das Modellprojekt „Internationale Freiwilligendienste für unterschiedliche Lebensphasen“ (IFL)

3.3.1) Dauer des Dienstes und mögliche Einsatzländer

3.3.2) Trägerschaft

3.3.3) Konzeption und Zielsetzung

3.3.4.) Teilnahmevoraussetzungen

3.3.5) Bewerbung als internationaler Freiwilliger

3.3.6) Pädagogische Begleitung

3.3.7) Finanzierung

3.3.8) Weiterführung des Programmes

3.4) Gründe für einen internationalen Einsatz Älterer

3.5) Zusammenfassung

4. Methodik der empirischen Ermittlung

4.1) Wahl der Forschungsmethodik und ihre Grundlagen

4.1.1) Interpretative Sozialforschung

4.1.2) Wahl der narrativen Interviewmethode

4.1.3) Grundlagen des narrativen Interviews

4.2) Zugang zum Feld und Kontaktaufnahme

4.3) Gestaltung und Durchführung der Interviewsituationen

4.3.1) Verwendung eines Leitfadens

4.4) Art der Auswertung

4.5) Erfahrungen mit der Forschungsmethode

4.6) Zusammenfassung

5. Analyse der durchgeführten Interviews

5.1) Kurzportraits der Befragten

5.2) Motivation

5.3) Zugänge

5.4) Schwierigkeiten während des Einsatzes bzw. danach

5.5) Positive Erfahrungen während des Einsatzes bzw. danach

5.6) Generationsbezogene Spezifika

5.7) Persönlichkeitsentwicklung und Erkenntnisgewinn

5.8) Einschätzungen und Ausblicke der Freiwilligen für die Zukunft

5.9) Zusammenfassung

6. Diskussion und Interpretation der eigenen Ergebnisse

6.1) Die Gruppe der Interviewten

6.2) Wandel der Motive oder Entwicklung der Freiwilligen?

6.3) IFD für Ältere – nur für Gutsituierte?

6.4) IFD - Weg aus der Arbeitslosigkeit?

6.5) Trends der Freiwilligenarbeit?

6.6) Zusammenfassung

7. Forderungen zur Förderung von Möglichkeiten der IFD für Ältere

7.1) Abbau vorhandener Zugangsbarrieren

7.1.1) Verbesserung der Beratungs- und Informationsangebote

7.1.2) Flexibilisierung der Dienstdauer

7.1.3) Entwicklung neuer Finanzierungskonzepte

7.2) Sinnvolle Nutzung der Kompetenzen Älterer

7.3) Ausblick auf weitere Untersuchungen

7.4) Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der individuellen Beweggründe älterer Menschen für die Entscheidung, an einem internationalen Freiwilligendienst teilzunehmen, sowie die Analyse der dabei gemachten Erfahrungen unter Berücksichtigung von Rahmenbedingungen und Potenzialen dieser Altersgruppe.

  • Demografischer Wandel und gesellschaftliche Rolle älterer Menschen
  • Strukturen und Angebote internationaler Freiwilligendienste
  • Empirische Analyse der Motivation und Erfahrungen von Freiwilligen
  • Generationsübergreifende Aspekte und intergeneratives Lernen
  • Herausforderungen, Barrieren und Optimierungsansätze für das Engagement Älterer

Auszug aus dem Buch

3.3.3.1) Generationsoffenes Element

Bei dem IFL-Freiwilligenprojekt kommt es darauf an, Angehörige möglichst unterschiedlicher Altersgruppen für die Idee eines Auslandseinsatzes zu begeistern. Da gibt es zum einen die klassische Zielgruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die nach der Schule oder vor dem Studium sich eine Zeit lang im Ausland aufhalten und sich vielleicht auch in Bezug auf ihre spätere Berufswahl erst einmal orientieren möchten. Oder aber auch Erwachsene mittleren Alters, die sich im Rahmen eines Sabbaticals oder (un-) bezahlten Urlaub von Familie und Alltag eine Auszeit nehmen und sich vielleicht – beruflich oder privat – neu orientieren möchten.

Und schließlich werden in diesem Programm explizit auch Senioren (während und nach der Berufs- und Familienphase) angesprochen, denen es Freude bereitet, die individuell erworbenen Erfahrungen in ihrem Beruf bzw. ihrem Leben an Menschen im Ausland weiterzugeben. Von diesem gegenseitigen Austausch, welchem der Gedanke zugrundeliegt, dass die gemeinsame Arbeit von Leuten unterschiedlichen Alters einen ergänzenden Charakter besitzt, können dann alle Seiten profitieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Motivation der Autorin zur Themenfindung und erläutert den strukturellen Aufbau der Arbeit.

2. Ältere Menschen als Potenzial für die Bürgergesellschaft: Dieses Kapitel diskutiert den demografischen Wandel und die Bedeutung älterer Menschen als Akteure in der Bürgergesellschaft.

3. Ältere Menschen im Feld der internationalen Freiwilligendienste: Hier erfolgt eine Übersicht über verschiedene Dienstarten, das IFL-Modellprojekt sowie die Gründe für einen internationalen Einsatz Älterer.

4. Methodik der empirischen Ermittlung: Das Kapitel erläutert die Wahl der qualitativen Sozialforschung, insbesondere des narrativen Interviews, als methodischen Zugang.

5. Analyse der durchgeführten Interviews: Der Hauptteil bietet eine deskriptive Auswertung der Interviews unter Berücksichtigung von Motivation, Erfahrungen und Persönlichkeitsentwicklung.

6. Diskussion und Interpretation der eigenen Ergebnisse: Hier werden die Resultate in einen wissenschaftlichen Kontext eingeordnet und kritisch diskutiert.

7. Forderungen zur Förderung von Möglichkeiten der IFD für Ältere: Abschließend werden Folgerungen zum Abbau von Barrieren und zur besseren Nutzung der Kompetenzen Älterer formuliert.

Schlüsselwörter

Internationale Freiwilligendienste, Ältere Menschen, Bürgerschaftliches Engagement, Demografischer Wandel, Ehrenamt, Modellprojekt IFL, Intergeneratives Lernen, Motivation, Empirische Untersuchung, Qualitative Sozialforschung, Lebenslauf, Auslandseinsatz, Kompetenznutzung, Freiwilligenarbeit, Generationendialog

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit den Erfahrungen älterer Menschen, die sich in internationalen Freiwilligendiensten engagieren, und untersucht deren individuelle Beweggründe und Erlebnisse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der demografische Wandel, die Rolle Älterer in der Bürgergesellschaft, die Ausgestaltung internationaler Freiwilligenprojekte sowie die Analyse subjektiver Erfahrungen im Ausland.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ältere Menschen als Ressource für das Gemeinwohl im internationalen Kontext aktiviert werden können und welche Hürden dabei bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt Methoden der qualitativen Sozialforschung, insbesondere narrative Interviews, um die individuellen Biografien und Entscheidungsprozesse der Befragten detailliert zu erfassen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst sowohl die theoretische Fundierung des Alters als gesellschaftliches Potenzial als auch die praktische Analyse der geführten Interviews mit ehemaligen und aktiven Freiwilligen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören unter anderem internationale Freiwilligendienste, bürgerschaftliches Engagement, intergeneratives Lernen und die Lebensphase Alter.

Warum spielt das IFL-Programm eine so zentrale Rolle in der Arbeit?

Das Modellprojekt „Internationale Freiwilligendienste für unterschiedliche Lebensphasen“ (IFL) dient als spezifisches Beispiel, an dem die Möglichkeiten und Schwierigkeiten für ältere Freiwillige besonders deutlich illustriert werden können.

Wie reagierten die befragten Personen auf die Nachbereitung ihrer Einsätze?

Die Reaktionen waren heterogen; während einige die Rückkehr als schwierigen Prozess empfanden, sahen andere den Einsatz als bereichernde Lebenserfahrung an, die ihr Bewusstsein nachhaltig veränderte.

Was fordert die Autorin zur Verbesserung der Rahmenbedingungen?

Die Autorin fordert den Abbau von Zugangsbarrieren, eine flexiblere Gestaltung der Dienstdauer, bessere Informationsangebote sowie die Entwicklung neuer Finanzierungskonzepte für Ältere.

Excerpt out of 146 pages  - scroll top

Details

Title
Die Erfahrungen älterer Menschen in internationalen Freiwilligendiensten
Subtitle
Eine empirische Studie
College
University of Bamberg
Grade
1,3
Author
Michaela Steiner (Author)
Publication Year
2008
Pages
146
Catalog Number
V133303
ISBN (eBook)
9783668080782
ISBN (Book)
9783668080799
Language
German
Tags
Diplomarbeit: Erfahrungen älterer Menschen in internationalen Freiwilligendiensten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michaela Steiner (Author), 2008, Die Erfahrungen älterer Menschen in internationalen Freiwilligendiensten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133303
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