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Odysseus - ein griechischer Held im kaiserzeitlichen Rom

Die Figur des Odysseus in Senecas "Troades"

Title: Odysseus - ein griechischer Held im kaiserzeitlichen Rom

Term Paper , 2007 , 19 Pages , Grade: 2.3

Autor:in: Matthias Deters (Author)

Latin philology - Literature
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Odysseus ist neben der Beteiligung an den Kämpfen um Troja vor allem durch die 10-jährige Irrfahrt bekannt, der Homer ja ein ganzes Werk widmete und ihm so einen ganz besonderen Platz in der antiken Literatur verschaffte. So wird er für die antike Literaturwelt zur Heimwehfigur. Das betrifft natürlich die griechische wie die römische Geisteswelt. Auch heute gibt es kaum jemanden, der seine Irrfahrten nicht kennt.
Im Folgenden möchte das Odysseusbild im Rom der beginnenden Kaiserzeit anhand der Odysseusdarstellung in den Troades des Seneca darstellen. Seneca ist (neben Petron) der hervorscheinenste Vertreter des nachaugusteischen Jahrhunderts, der so genannten „silbernen Latinität“ und darf so als exemplarisch für diese Epoche gelten. Ich möchte zeigen, dass Seneca in den Troades aktuelle Zeitbezüge und ein ganz bestimmtes Herrscherbild durchscheinen lässt und ich möchte klären, welche Funktion Odysseus innerhalb dieses Kontextes erfüllt.
Bevor ich Seneca und die Troades im Einzelnen vorstelle, möchte ich zunächst einen Blick auf den Autoren selbst, auf die Figur des Odysseus und das Herrscherbild werfen, welches in jener Epoche vorherrschte, und speziell auf die Aussagen, die Seneca selbst hierüber macht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Senecas Leben und Wirken

3. Die Figur des Odysseus im kaiserzeitlichen Rom

4. Das römische Herrscherbild zur Zeit Senecas

5. Die Troades des Seneca

5.1 Inhalt

5.2 Vorbilder

5.3 Innerer Monolog des Odysseus

6. Odysseusbild in den Troades

7. Zusammenfassung

8. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Bild des Odysseus im Rom der beginnenden Kaiserzeit, wobei die Darstellung in Senecas Tragödie "Troades" als zentraler Analysegegenstand dient. Ziel ist es zu klären, inwiefern Seneca durch die Charakterisierung des Odysseus aktuelle Zeitbezüge und zeitgenössische Herrschaftsideale widerspiegelt sowie welche spezifische Funktion der Protagonist in diesem Kontext erfüllt.

  • Analyse der historischen und literarischen Relevanz von Odysseus im römischen Kaiserreich.
  • Untersuchung des römischen Herrscherbildes und der politischen Atmosphäre zur Zeit Senecas.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Rolleninterpretation des Odysseus in den "Troades".
  • Erörterung stoischer und philosophischer Konzepte wie fatum, necessitas und libertas.
  • Untersuchung der politischen Dimension von Odysseus' Handeln als Ausdruck kaiserlicher Staatsräson.

Auszug aus dem Buch

5.3 Innerer Monolog des Odysseus

Der folgende Textausschnitt erstreckt sich über die Verse 605 - 633, dem Dialog zwischen Odysseus und Andromacha. Auch durch die Androhung von Folter hat sie sich nicht dazu bewegen lassen, ihren Sohn preiszugeben. Sie beharrt standhaft auf dem vorgegebenen Tod des Astyanax. Odysseus schwankt zunächst, ob er ihr Glauben schenken soll.

VL.:Expleta fata stirpe sublata Hectoris solidamque pacem laetus ad Danaos feram - quid agis, Vlixe? Danaidae credent tibi: tu cui? Parenti: fingit an quisquam hoc parens, nec abominandae mortis auspicium pauet? auspicia metuunt qui nihil maius timent. Fidem alligauit iure iurando suam - si peierat, timere quid grauius potest? Nunc aduoca astus, anime, nunc fraudes, dolos, nunc totum Vlixem; ueritas numquam perit. Scrutare matrem: maeret, illacrimat, gemit; sed huc et illuc anxios gressus refert missasque uoces aure sollicita excipit: magis haec timet, quam maeret. Ingenio est opus. Alios parentes alloqui in luctu decet: tibi gratulandum est, misera, quod nato cares, quem mors manebat saeua praecipitem datum e turre, lapsis sola quae muris manet.

AN. Reliquit animus membra, quatiuntur, labant torpetque uinctus frigido sanguis gelu.

VL. Intremuit: hac, hac parte quaerenda est mihi; matrem timor detexit: iterabo metum. - Ite, ite celeres, fraude materna abditum hostem, Pelasgi nominis pestem ultimam, ubicumque latitat, erutam in medium date. - bene est: tenetur. Perge, festina, attrahe - quid respicis trepidasque? Iam certe perit.

AN. Vtinam timerem. Solitus ex longo est metus: dediscit animus sero quod didicit diu.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung des Odysseus als Heimwehfigur und Definition des Untersuchungsziels anhand der "Troades" des Seneca.

2. Senecas Leben und Wirken: Biografischer Abriss über den Dichter und Philosophen, insbesondere seine Rolle als Erzieher Neros und sein politischer Aufstieg.

3. Die Figur des Odysseus im kaiserzeitlichen Rom: Beleuchtung der Relevanz des Odysseus in der römischen Literaturgeschichte und verschiedene Ausprägungen seines Charakters.

4. Das römische Herrscherbild zur Zeit Senecas: Analyse der politischen Rahmenbedingungen des Prinzipats, der Machtstrukturen und des Legitimationsdrucks der Kaiser.

5. Die Troades des Seneca: Überblick über den Inhalt der Tragödie, ihre literarischen Vorbilder sowie eine detaillierte Betrachtung des inneren Monologs des Odysseus.

6. Odysseusbild in den Troades: Kritische Untersuchung der Verantwortungsfrage und der argumentativen Strategien des Odysseus gegenüber den trojanischen Frauen.

7. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse zur politischen Rolle des Odysseus als Instrument der Staatsräson und seine Verbindung zu den stoischen Idealen der Zeit.

8. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Odysseus, Seneca, Troades, Römische Kaiserzeit, Nero, Prinzipat, Stoa, fatum, necessitas, libertas, Staatsräson, Heldenfigur, politische Macht, antike Literatur, Tragödie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Bild des Odysseus im Rom der frühen Kaiserzeit, speziell fokussiert auf die Darstellung der Figur in Senecas Tragödie "Troades" unter Berücksichtigung politischer und stoischer Einflüsse.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Interpretation des Odysseus als Befehlsvollstrecker, das römische Herrscherbild zur Zeit Neros und die philosophische Auseinandersetzung mit Schicksals- und Freiheitsbegriffen.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Der Autor möchte klären, welche spezifische Funktion Odysseus in Senecas "Troades" übernimmt und inwiefern diese Figur zeitgenössische politische Zwangslagen widerspiegelt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Primärtext (Senecas Troades) philologisch interpretiert und in den historischen Kontext der neronischen Zeit einbettet.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das ambivalente Odysseusbild, die rhetorischen Strategien der Figur sowie zentrale stoische Begriffe wie fatum, necessitas und libertas im Lichte der kaiserzeitlichen Machtpolitik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Odysseus, Seneca, Staatsräson, Prinzipat, neronische Zeit und stoische Philosophie beschreiben.

Warum wird Odysseus in den Troades als "negativ" oder "skrupellos" wahrgenommen?

Aufgrund seiner Rolle als Vollstrecker brutaler Befehle und seiner manipulative Rhetorik, mit der er die trojanischen Frauen unter Druck setzt, wird er in der Tragödie als ambivalente bis negative Machtfigur gezeichnet.

Welche Rolle spielt der Begriff der "Staatsräson" in der Interpretation des Autors?

Der Autor argumentiert, dass Odysseus nicht nur aus blindem Gehorsam handelt, sondern sein Handeln einer Art politischer Vernunft (Staatsräson) unterwirft, was ihn als modernen Machtpolitiker in einem historischen Gewand erscheinen lässt.

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Details

Title
Odysseus - ein griechischer Held im kaiserzeitlichen Rom
Subtitle
Die Figur des Odysseus in Senecas "Troades"
College
University of Göttingen  (Philosophische Fakultät)
Course
Seminar für klassische Philologie
Grade
2.3
Author
Matthias Deters (Author)
Publication Year
2007
Pages
19
Catalog Number
V133324
ISBN (eBook)
9783640401482
ISBN (Book)
9783640401215
Language
German
Tags
Seneca Odysseus Troades Troerinnen Held Heros Heimwehfigur Odyssee Staatsmann Troja Gründungsmythos Tragödie Antigone Staatsräson Rom Rezeption Irrfahrt Telegonos literarische Figur Figur Verstand rational Hausarbeit familienstammbaum warum war odysseus ein held? euripides
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Deters (Author), 2007, Odysseus - ein griechischer Held im kaiserzeitlichen Rom, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133324
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